Gespräch zum Thema 'War das Grab, in das man den Gekreuzigten gelegt hatte, am Ostermorgen leer?'

Shownotes

Das Thema der Biblischen Tage waren die Auferstehungstexte im Neuen Testament, also die biblischen Zeugnisse von der Auferstehung Jesu. Diese bilden die Basis des Christentums. Es ist keine Kirche, keine christliche Kultur ohne diese Texte aus dem Neuen Testament vorstellbar. Aus der sich ergebenden Fülle an Perspektiven auf dieses vielschichtige Thema haben wir die Aufzeichnung der Diskussionsrunde im Arbeitskreis von Professor Bründl ausgewählt.
Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Universität Bamberg und seit 2015 zudem Geschäftsführender Direktor des Instituts.
Das Gespräch zum Thema 'War das Grab leer?' fand im Rahmen eines Arbeitskreises der Biblischen Tagen 14.4.-16.4.2014 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

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00:00:04: Fangen Sie an.

00:00:05: Ich hatte die beiden Fragen zu beantworten mit dem leeren Grab und der Leiblichkeit, der Auferstehung.

00:00:17: Ja!

00:00:19: Bitte schön, bei einem Moment noch erst wenn das Mikro da ist.

00:00:34: Da waren jetzt mehrere, glaube ich.

00:00:36: Ich sammle mal ein bisschen rum aber... Ja?

00:00:47: Also

00:00:48: ich bin auch dabei, dass man mit das Leeregrad nicht so einfach zurückstessen kann.

00:00:55: Nicht dann spielen wir.

00:00:57: in den Zusammenhang hätte ich vielleicht auch mal gerne gewusst Was ist denn von dem Argument zu halten, dass früher vor allem vorgebracht wurde wenn das Grab gefühlt gewesen wäre?

00:01:10: Hätten ja die Juden die besten Gründe gehabt ihm zu sagen was bietet ihr statt?

00:01:16: ein auf eurer Auferstellung?

00:01:18: da lebt er doch.

00:01:19: Also diese Argumentation, dass man jedenfalls aus der Literatur kaum Erkenntnis hat ob das damals eine Diskussion war.

00:01:30: Das wäre also leicht gewesen, den größten Bund zu machen.

00:01:35: Da drehen wir die zwei Fragen in eine ganz ähnliche Richtung.

00:01:42: Also Fakt ist scheinbar dass auch die jüdische Polemik gegen die Christen nicht behauptet hat das Grab sei voll gewesen.

00:01:52: Wir wissen kennen zumindest keine Schrift wo es war.

00:01:58: der Haupteinwand gegen die Logik dieses Arguments läuft Die jüdischen Konzepte von Auferstehung, die jüdische Konzepten nicht über den Körper funktionieren.

00:02:10: Also für die, wo Aufersteinungen nicht wir würden heute modern sagen an eine körperliche Wiederbelebung gebunden.

00:02:17: Das funktioniert bei denen einfach anders.

00:02:19: so ein Vorstellungsmodell gibt es nicht.

00:02:21: Die Frau Poplutz hat ja heute verschiedene Modelle auch vorgestellt der Körper Spuit, Peolite, Chorrolle.

00:02:29: Da gibt es ganz andere.

00:02:31: Also die haben sich einfach auf Verstehung nicht so an den Körper gebunden vorgestellt.

00:02:36: Insofern wäre das für Deko Argument gewesen, dass das Grab voll war oder leer war?

00:02:42: Ja also danke!

00:02:44: Ich weiß gar nicht ob das so ist, also dass wir uns heute übers leere Grab- oder über die Historicität des leeren Grabes streiten würden.

00:02:54: Wir Theologen meine ich, das glaube ich stimmt, zumindest für die Exegeten stimmt's.

00:02:58: Also ich glaube bis auf den Herrn Hengel gibt es bei den Exigeten heutzutage keinen Vertreter, keinen der noch davon ausgeht dass das Grab leer gewesen wäre.

00:03:15: Und zwar meistens gar nicht deswegen und da möchte ich Sie jetzt auch bitte dran reden was ich gesagt habe.

00:03:20: Ich hab' nicht gesagt das Grab war voll!

00:03:22: Ich hab nur gesagt wir wissen es nicht Und Fakt ist, wir wissen nicht wo das Grab Jesu ist.

00:03:28: Keiner hat von uns neigeschaut Wir können es nicht sagen.

00:03:33: Der zweite Punkt ist und da würde ich Ihnen jetzt ein bisschen widersprechen wollen Also die Leute die sich jetzt berufsmäßig mit der heiligen Schrift auseinandersetzen Die Exegeten also Ich bin keiner.

00:03:45: Aber die die das tun Die Sagen die Texte geben dass Nicht her Das des Grab leer gewesen wäre in unserem Sinn.

00:03:58: Ich als Systematiker würde dazu sagen, das was wir als geschichtliches Faktum anerkennen dieses Konzept der historischen Faktizität entwickelt sich in der europäischen Aufklärung.

00:04:15: also sagen wir mal grob im achtzehnten Jahrhundert vorher wurde Wirklichkeit nicht so wahrgenommen und auch nicht so begründet.

00:04:24: Und wenn ich jetzt hergehe Ich muss ein historisch leeres Grab als Faktum haben.

00:04:31: Dann nehme ich eine Begründungsstruktur der Neuzeit und wende die auf einen antiken Text an, das kann nur schief gehen.

00:04:39: Da werden wirklich Eier oder Äpfel und Birnen wie sie es haben wollen miteinander verwechselt – das geht nicht!

00:04:47: Das wollen die Evangelien so nett?

00:04:50: Und das wird auch ihrer Eigenart als Text nicht gerecht Wenn überhaupt, und insofern also möchte ich das anlegen, dass Sie einbringen.

00:04:59: Nicht gering schätzen müssen wir uns fragen warum uns diese uralten Texte von denen jetzt zwei Jahrtausende trennen?

00:05:08: Und nehmen es bitte nicht gering!

00:05:10: Das ist eine Menge Holz.

00:05:12: Warum interessieren uns die heute überhaupt noch?

00:05:15: Warum können wir sie noch lesen?

00:05:17: Warum sagen die uns noch was gleich etwas?

00:05:20: Es geht mir gar nicht um richtig oder falsch Und das ist sozusagen die Bedeutungstimension.

00:05:27: und natürlich müssen wir heute, so zu sagen, die Wahrheit dieser – wenn Sie so wollen traditionell gesagt – göttlichen Offenbarungen.

00:05:37: Die müssen wir in einem Verständniszusammenhang setteln der für uns Bedeutung hat und überzeugend ist.

00:05:46: Insofern stimmt das, was Sie sagen?

00:05:47: Die Kirche war ganz klein und hat sich zu einer Weltkirche entwickelt.

00:05:51: Aber ansonsten kann ich Ihnen sagen wir glauben heute definitiv sicher ganz etwas anders als die Jünger vor zweitausend Jahre glaubt haben.

00:06:00: Das war eine ganz andere Welt!

00:06:02: Und offenkundig geht das aber.

00:06:03: Offenkundigt glauben wir nicht falscher als sie.

00:06:08: Dieses eher komplizierte Ding nennt die kirche Tradition Und Tradition, das ist eben trotz... Also da gibt es verschiedene Dinge.

00:06:18: die rungreist dann trotz dieser sehr landläufige etwas naiven Meinungen.

00:06:22: Das ist nichts was nur am Festhalten und Bewahren hängt sondern Tradition verändert.

00:06:29: Denken Salor!

00:06:30: Die der Jesus spricht wahrscheinlich Arameisch.

00:06:34: Die neutestamentlichen Schriftsteller schreiben das ganze Zeug in Griechisch auf.

00:06:39: Die berühmteste Übersetzung, die weitläufigste Übersetzung, die dann das Mittelalter dominiert ist lateinisch.

00:06:46: Und wir lesen es heute in Deutsch – Wir hier!

00:06:51: Zwischen einer Sprache also wie Griechisch und eine Sprache wie Latein liegen Weltanschauungen.

00:06:57: Sie können sowas wie Anastasis nicht ins Lateinische übersetzen ohne dass das ganz was anders wird.

00:07:06: Und ins Deutsche ist da dreimal nicht.

00:07:09: Wir sollten das nicht gering schätzen.

00:07:11: Es gibt den Ruch, dass Authentizität an der buchstäblichen Unveränderbarkeit hängt.

00:07:20: Das ist, glaube ich, unhaltbar und es geht nirgends so.

00:07:25: Denken Sie an Ihr eigenes Leben?

00:07:27: Das geht so nicht!

00:07:28: Und auch die Evangelien gehen zum Beispiel jetzt mit der Auferstehung Jesu nicht um.

00:07:33: Die erzählen die ganz verschieden und immer wieder neu.

00:07:40: Professor Heininger heute Morgen zeigt, wie unterschiedlich Paulus über sein Bekehrungserlebnis reden kann.

00:07:47: An vier Stellen für vollkommen verschiedene Konzepte und trotzdem geht es um diese eine Wahrheit der Lebenswende!

00:08:00: Und ich denke, dieser geschichtliche Aspekt.

00:08:03: Ich sage bewusst geschichtlich und etwas historisch also dieser das Wahrheit nicht am Anfang da ist und dann muss man sie in irgendwelchen Becherchen möglichst ohne einen Tropfen zu verschütten bis nach heute tragen sondern dass Wahrheit immer reicher wird weil Sie immer neu gefunden werden muss in jeder Generation so auch von uns Heute.

00:08:23: Das glaube ich ist ein ganzer zentraler Punkt die auch dann möglich macht an der Lebensbedeutung von sowas wie der Auferstehung Jesu immer neu festzuhalten, weil man es für jedes Leben neu gewinnen kann.

00:08:39: Also da bin ich jetzt einmal ganz protestantisch, dass der Jesus mein Highland ist.

00:08:43: Das ist schon der entscheidende Prüfpunkt jetzt für meinen Glauben und wenn ich dann das nicht bezeugen kann, dann ist irgendwas falsch gelaufen.

00:08:54: Wenn ich's aber bezogen kann muss sich so bezogen, dass is wirklich was mit meinem Leben zu tun hat!

00:08:59: Und da würde ich jetzt einmal sagen, das ist jetzt vorallgemeiner auf die kirchliche Verkündigung.

00:09:04: Dann hat die Kirchliche Vergündigung einen lebenswältigen Kontext in der Gegenwart!

00:09:10: Die Kirche in der Welt dieser Zeit – Das ist der Titel der Pastoral-Konstitution Gaudium EZBs.

00:09:19: Sie haben ja nicht geschrieben die Kirche im Welt von heute, weil sie moinen jede Gegenwart Also der Sinn des Evangeliums, oder die Bedeutung wie ich sage.

00:09:29: Die findet sich immer je jetzt nicht irgendwann damals im Noentestament und auch nicht irgendwann am Ende der Zeiten sondern heute.

00:09:36: Das habe ich da mit mir gesagt.

00:09:37: wir müssen bewähren... also der Glaube muss seine Wahrheit bewährend werden.

00:09:40: wenn er das nicht tut wird er unglaubwürdig Und in diesem Bewährungsprozess ist eine der Bruchstellen vielleicht haben sie das gemannt Im neunzehn Jahrhundert die Historismusdebatte.

00:09:52: Da geht es dann darum Mit einem ganz bestimmten Begriff von Wissenschaft, den wir heute nicht mehr teilen.

00:09:58: Wenn das Grab nicht leer war dann ist der Glaube schmarrn.

00:10:02: Aber also diese Problemstellung die gehört natürlich auch in dieser Zeit und dies jetzt schon wieder lang her.

00:10:08: Also zumindest die Historiker die ich kenne argumentieren nicht so.

00:10:14: Es gibt ganz andere Einwände gegen unseren Glauben gibt es, das habe ich nur kurz angeduettet.

00:10:21: Es gibt diesen ganz sozusagen fundamentale Veränderungen in der Wirklichkeitsauffassung.

00:10:27: also was wir unter wirklich oder real verstehen wollen und da würde jetzt schon eine der maßgeblichen Veränderung läuft darauf hinaus dass man als wirklich ansieht was man in irgendeiner Weise auch ich würde sagen als vorfindliches feststellen kann.

00:10:49: Das stimmt jetzt nicht so ganz genau.

00:10:50: Auch da hat sich wieder was geändert, also das ist jetzt nicht bloß weil der Tisch dasteht und ich fasse ihn an sondern da geht es eher um ganz bestimmte Protokolle wie wir sagen dass... Also wie wir mit Wirklichkeit mit Gegenständen umgehen.

00:11:02: Das ist sehr mathematisch zum Teil aber der Erfahrungsbezug des Empirisches, das ist ganz wichtig.

00:11:09: Und in einem gewissen Kurzschluss könnte man dann sagen wenn der Jesus wirklich auferstanden ist Dann kann der nicht mehr im Grab liegen, dann muss das Grab leer sein.

00:11:20: Und wenn also das Grab lehr ist, dann ist es ein Beweis dafür, dass er auferstanden ist.

00:11:29: Dagegen würde ich einfach nur sagen, das Grab kann aus ganz verschiedenen Gründen leer sein.

00:11:33: die klassische Also jetzt in der Antike, eine der ersten antikristlichen Deutungen in dem Sinn war.

00:11:40: Das war der Gärtner, der hat den mutwillig geklaut damit die Christen diese fiesen Leute behaupten können, der sei aufgeschrieben.

00:11:48: Das ist der Hintergrund von diesem Sprichwort.

00:11:50: Der Schuldige ist immer der Gärtener.

00:11:53: Daher kommt das!

00:11:54: Und von daher würde ich jetzt einmal sagen, dass Leere glaubt quasi Leerheit.

00:11:59: Wie weiß gar nichts?

00:12:03: Und ich habe versucht in dem Statement eine Perspektive aufzumachen, dass man sowas wie Auferstehung nicht über körperliche Identitäten konstruieren kann.

00:12:15: Also was würde es denn ändern wenn das Grab nicht leer wäre und die Jünger trotzdem verkündigt hätten der Jesus ist auferstanden?

00:12:28: Wenn es nicht um die Wiederbelebung einer Leiche geht Der Herr Stumracher hat gesagt, wenn es nicht ein Gespenst sein soll das da irgendwie umgeht.

00:12:39: Ja?

00:12:40: Dann muss die Wirklichkeit der Auferstehung anders fassbar erfahrbar sein als über diese, ich würde jetzt einmal sagen ganz naive Identifizierung.

00:12:52: und Ich glaube dass dies auch vielleicht insgesamt für uns heute sowas wie Aufersteinungswirklichkeit eventuell greifbarer macht.

00:13:06: Was soll die universelle Erlösung der Messiers für die ganze Welt, für jeden von uns?

00:13:12: Wie sollte er gestaltmäßig als ein Individuum auftreten.

00:13:18: Das hat jetzt für mich zumindest eine Bedeutungsprobleme.

00:13:22: Da war nur eine Meldung, vielleicht sogar ein kleiner Nachfrage.

00:13:30: Man erreicht

00:13:30: schon wieder nicht mit der Frage das Krabber leerweilt und vollweilig, weil es ist figurendlich

00:13:42: einfach völliger... Das ist nun los geworden.

00:13:43: Wobei Mythos natürlich was ganz Starkes.

00:13:47: Und das, was ich gesagt habe, ist auch Theorie!

00:13:50: Das hängt schon so mit zusammen, wobei ich Ihnen zustimmen würde.

00:13:55: Es klagt eine andere Ebene der Plausibilität ein.

00:13:58: Also wenn ich jetzt über dieses pastorale Prinzip erkläre, dann setzt das voraus und das allein hat ja... Ich würde mal sagen in den zurückliegenden Jahren, so siebziger-achtzigerjahr ganz bestimmte Kreise in halb acht Stellung gebracht also dagegen.

00:14:18: Das ist jetzt voraus, dass sich die Wahrheit des Glaubens bewähren muss in der Welt.

00:14:24: Und das ist ja für ganz bestimmte Leute ein absolut rotes Hoch, weil die Wahrhalt ist warum Punkt?

00:14:28: und sie hat sich nicht zu bewährenden.

00:14:30: Die Welt hat sich zu ändern und so.

00:14:32: Wenn man das dann umdreht... ...das ist ja was das zweite Vatikanum zu einem zentralen Ereignis in der kirchlichen Leere macht!

00:14:42: Denn die Konzilsväter gehen zum ersten Mal her und sagen, in welcher Welt leben wir eigentlich?

00:14:49: Das ist eine Fragestellung, die die Kirche bis dahin nicht kannte.

00:14:53: Zum Schaden der Kirche muss ich sagen und das ändert sich da auf ganz verschiedenen Ebenen.

00:15:00: Es wird in unterschiedlichen Dokumenten unterschiedlich verarbeitet.

00:15:04: Und das führt dann allerdings in der Tat dazu dass du als Verkündiger ob es jetzt der Pfarrer oder der Religionslehrer oder meinetwegen der Theologis wir verkündigen ja eher weniger aber tun ja was dafür dass die anderen es können sollten andere Bewertungsmaßstäbe bekommen.

00:15:21: Und dann wird zum Beispiel ein echtes Problem, das was Sie ganz zu Recht ansprechen, dass die Kinder etwas... also oder die Schüler, dass sie sozusagen etwas damit anfangen können?

00:15:33: Also diese Art von Adressatenorientierung, die gibt es in dem klassischen System so nicht.

00:15:39: Also fris- oder stirb funktioniert anders und Lehre in der Kirche hat lange Jahrhunderte In dem Sinn funktioniert also von oben nach unten und von innen nach außen.

00:15:50: Also erst Gott, dann der Papst und dessen Lehrorgane Und dann vor allen Dingen der Glaube sagt der Welt etwas die glaubt oder sie glaubts nicht.

00:16:00: wenn sie es nicht glaubt eigene Schuld.

00:16:02: Es ist ein bisschen ganz klischierhaft trifft den Wert der ganzen Sache nicht weil es einseitig ist.

00:16:06: aber das erste Vatikanum das hat so den Innenbegriff Uns unsere feste Burg steht in Gott und wir sind drin und werden die anderen draußen sein.

00:16:15: Pech für die anderen.

00:16:18: Und dass man diese Festungsmentalität, wenn ich das mal so typisieren darf – also das erste Wort ist besser als das, aber nur einfach typisch -, dass man die aufgegeben hat.

00:16:27: Das ist eine Leistung, die klingt auch mit dem Konzil zusammen und die würde ich jetzt wieder sagen haben was mit Auferstehungsbotschafts

00:16:33: zu tun.

00:16:34: Denn noch einmal in der Aufersteinungs-Botschaft geht es eigentlich nicht um den Jesus.

00:16:40: Da geht's um uns und darum, was Gott tut.

00:16:45: Das is' da Dreh!

00:16:47: Und ich finde, wir kommen da vielleicht auch in eine Gefahr, sage ich jetzt mal.

00:16:52: Weil man kann natürlich dann sagen vom Sozialbezug können wir jetzt auf Urkommunismus kommen, können wir auch soziale Programme kommen?

00:16:59: Da können wir fast sagen ob dieses jetzt auch verstanden ist oder nicht.

00:17:02: Wir sind tätig in der Welt.

00:17:04: und wenn wir jetzt das sagen auf Erstehung, dass es vielleicht gar nicht mehr so wichtig aber der Sozialbezug.

00:17:09: Ich finde, da kommen wir schon irgendwie auf ein glattes Eis.

00:17:12: Kommt uns Gott nicht aus.

00:17:14: So ungefähr, kommt uns da nicht Gott irgendwo verloren?

00:17:17: Da waren jetzt mehrere glaube ich.

00:17:19: Ich sammle mal ein bisschen rum aber...

00:17:22: Das kann mich heute noch zu Ihnen aufruf versetzen wenn ich bedenke dass es diesen wenigen Menschen sich eine Bewegung ergeben hat.

00:17:33: wohin die führt

00:17:37: das weiß kein Mensch.

00:17:39: Es wird auch ganz oft als eines der großen, also durch die ganze Theologiegeschichte hindurch aus einer der großen Argumente für die Wahrheit angefangen.

00:17:46: Wie gesagt in der Exegese ist das leere Grab eigentlich kein Gegenstand des Streits weil ja... Weil die Texte da zu einfach nicht ergiebig genug sind.

00:17:58: Also wie gesagt ich glaube halt nicht dass wir mit historischen Argumentationen in dem Sinn irgendwas weiter gewinnen.

00:18:06: wenn Heininger oder Poplutz heute morgens sagen, das ist Theologie und kein Bericht.

00:18:12: Dann meinen die um Gottes willen nicht dass das Ausschmückung war sondern was die Evangelien wollen ist eine Verkündigungsabsicht.

00:18:21: Die wollen zeigen, die wollen verkünden, sie wollen die Geschichte dieses Jesus erzählen als die Geschichte des Christus Gottes.

00:18:29: Und dann also jetzt ganz konkret warum sind die Binden zusammengelegt?

00:18:35: Das ist eine alttestamentarische Rezeption.

00:18:37: Das sind die Binden, die sozusagen über das Antlitz des Mose gebunden worden sind wie er vom Gottesbär Grunterschriftwald sein Antliz leuchtete und die anderen haben es nicht ausgehalten um das zu sehen.

00:18:53: Das war Gottes Gegenwart.

00:18:54: so jetzt ein bisschen die Geschichte.

00:18:55: ich erzähle jetzt bin auch kein Alttestamentler und das wurde christlich sehr früh schon dahingehend gedeutet dass die Juden die Wahrheit nicht sehen weil sie haben die Binde von Mose vor Augen.

00:19:05: In der Auferstehung zeigt sich jetzt Gott selber, nämlich in seinem Gottessohn Jesus Christus.

00:19:12: Das heißt die Binden, die die Erkenntnis Gottes verhüllt haben sind weggefallen.

00:19:18: Genau das selbe mit dem Tempelvorhang, der zerreißt.

00:19:22: Das sind sozusagen Theologien und ob das kann ja historisch also gewesen sein umso besser ist er wurscht?

00:19:30: Die einfach sozusagen mit damals bekannten Konzepten eine ganz spezifische Aussage treffen.

00:19:39: Nämlich der Jesus, der hat uns Gott selber offenbart und das hängt da drin.

00:19:46: Das ist eine massive und durchaus gehaltvolle Theologie, das ist keine Ausschmückung!

00:19:52: Da geht es um die Wirklichkeit des Glaubens selber.

00:19:54: Das ist, was die Christen geglaubt haben und was wir heute auch glauben.

00:19:59: Und das

00:19:59: ist nicht nachträgliche

00:20:01: theologische Bearbeitung?

00:20:03: Sie haben keine vorträglichen ... Es ist alles nachtläglich theologisch.

00:20:07: Die Evangelien sind nachweislich geschrieben!

00:20:08: Dass der Markus sozusagen diese Moses-Analogie so voll drauf hat oder ... Ja, konnte sie kennen.

00:20:18: Also, die sagen das schon.

00:20:19: Gut... Der Punkt ist halt der Ich kenne den Markus nicht und keiner von uns kennt ihn, wenn es den Markus gegeben hat.

00:20:28: Und die Traditionsprozesse... Also so geht man heute sozusagen als Literatur geschichtlich mit Texten um.

00:20:35: Die sind nachweisbar!

00:20:37: Es gibt auch die Konzepte, es gibt frühgristliche Reden darüber, die sind da meistens ziemlich judenfeindlich, die dann das sagen, die Juden erkennen Gott nicht weil und dann kommt das Ganze.

00:20:49: Nur das wollte ich damit antworten.

00:20:50: nur diese Verarbeitung nimmt Der Aussageabsicht doch nix, nur eines tut's nicht.

00:20:58: Diese Bindengeschichte im Grab ist kein historischer Beweis für die Leerheit des Grabes, sondern es ist eine Christologische Verkündigung.

00:21:05: Das wollte ich damit sagen.

00:21:08: Also jetzt zum Textzehn her... Ich sage immer noch mal das Grab kann leer gewesen sein!

00:21:15: Ich würde das nicht beschreiten.

00:21:17: Nur mit diesen Texten kann es nicht beweisen.

00:21:22: Und theologisch noch einmal, also das wäre ja mein Statement gewesen.

00:21:26: Theologisch ist für mich eine Begründung der Christologie im historischen Faktum eines leeren Grabes ein Fehler.

00:21:35: Also das glaube ich geht theologische nicht.

00:21:39: So erster Rahmen

00:21:42: Wie da

00:21:43: Anfangserfolg des Christentums überhaupt?

00:21:56: Ich bin jetzt natürlich weder Historiker noch Exeget, da haben sie genau den richtigen.

00:21:59: Die Systematik können nichts aber das können Sie gut!

00:22:04: Na also erstens glaube ich bis das Christentum zu einem Wiener wird, wenn man das mal ansetzt mit der konstantinischen Reform oder so dauert es natürlich schon eine Zeit lang.

00:22:14: und zum anderen Dass sich was ändert, also was Herr Gradl doch auch betont hat mit dem, was er die Spuren als Folgewirkungen nennt.

00:22:25: Das glaube ich stimmt schon.

00:22:27: und was man nachweisen kann... zum Teil an der Apostelgeschichte, aber auch an Umfeldtexten ist das die Christen als eine Gemeinschaft, die sozusagen erst innerhalb des größeren jüdischen Verbandes und dann nach der Verstoßung aus zur Synagoge praktisch außerhalb.

00:22:47: Als eine Sekte wahrgenommen werden, die doch relativ beeindruckende Sozialstandards hat.

00:22:56: Ich nenne sie mal so ganz allgemein Und man muss dabei jetzt der Apostelgeschichte das nicht wortwörtlich glauben, wenn es mit dem Urkommunismus war und so.

00:23:05: Das ist natürlich ein Propagandabild immer auch.

00:23:09: Man will sich ja gut darstellen aber ich denke schon dass auf dieser Ebene also die Christen als Gemeinschaft überzeugt haben dass das einen ganz großen Beitrag geleistet hat zur Überzeugungskraft der Botschaft, was dann natürlich auch heißt, dass die Botschaft da nicht unabhängig davon gesehen haben.

00:23:26: Also sie haben keine schöne Geschichte vom lieben Gott derzeit, sondern die haben – das kann man bis in die Kirchenväterl Theologie hinein verfolgen – die haben in einer gewissen Weise anders klebt und das war die Verkündigung.

00:23:40: Und das hätte ein eminenten Auferstehungsbezug.

00:23:47: Ich habe das ja nur ganz kurz angedroitet, weil man da gut darüber streiten kann.

00:23:50: Aber die einzige theologische Richtung jetzt in der Gegenwart, welche das Programm des zweiten Vatikanums und zwar strukturell umgesetzt hat – das ist die Südamerikale Befreiungstheologie.

00:24:04: Und diese ist eine Theologie, die absolut auf dem Paradigma der Auferstehung basiert!

00:24:10: Und zum Teil mit einer Art von Bibel, teilen die jetzt nicht unbedingt wissenschaftlichen Standards genügt.

00:24:16: Aber die genau so was machen!

00:24:17: Also ich würde da schon ein Konnex herstellen zwischen der Überzeugungskraft der Botschaft, der Auferstehungserfahrungen und dem Gottesbezug, der sich der Sache nach in einer gelebten Menschlichkeit Ausdruck verschafft, die schon damals eminent politisch war.

00:24:34: So um den Dreh.

00:24:36: Da ist es.

00:24:37: Zum Beispiel gehört der Glaube dazu – Ich sehe's nicht.

00:24:39: wenn ich das nicht glaube Woher habe ich dann den Glaub?

00:24:42: Jetzt haben wir die Sache mit dem Huhn und dem Ei.

00:24:46: Am Anfang steht jedenfalls irgendeine massive Irritation, etwas was das Leben der Leute, die dem ausgesetzt haben wirklich verändert hat.

00:24:54: Wirklich weil eine Wirkung von!

00:24:57: Ob jetzt dieser Beweisschluss ist oder wäre ihr ganz vorsichtig, denken Sie an die Unfallopfer, die Ihnen ganz verschiedene Geschichten erzählen von denen, was Ihnen passiert ist.

00:25:05: Nur ... nur... Die Texte, die wir haben Die Verkündigungstexte, und drum ist es so wichtig dafür von Verkünstigungen, die haben genau diese Absicht.

00:25:15: Sie wollen schon erklären was da passiert ist.

00:25:17: Und wie erklären sie uns?

00:25:19: Sie sagen der Jesus ist der Christus das heißt der Retter der ganzen Welt.

00:25:23: Das ist unser Glaube.

00:25:24: Basta!

00:25:26: Und dieses Erzeugnis also dessen Authentizität zumindest überhaupt nicht in Frage steht.

00:25:34: ja wenn wir jetzt sehr genug sagen und das ist jetzt wirklich etwas sehr Neuzeitliches Wie begründest du denn das?

00:25:41: Mit welchem Recht sagst Du denn

00:25:42: das?"

00:25:44: Dann kommen wir auf ein Fragenkreis, der in ganz andere Bewährungsstrukturen läuft.

00:25:49: Haben Sie allerdings – ehrlich gesagt jetzt auch schon in den Evangelien wenn sie mal schauen – Johannes hat diese Szene Jesu am Tempel mit den Pharisäern und der Jesus sagt ... Ich bin ja jenige Welcher!

00:26:03: Das sagt ja eh nur der Johannis für Jesus, er ist doch besonders.

00:26:07: Und dann sagen die Pharisär Mit welchem Recht?

00:26:12: Und dann sagt er, das ist doch ganz einfach.

00:26:14: Ein eigenes Prozessrecht!

00:26:16: Ich zeuge für mich und mein Vater im Himmel zeugt für mich, also sind es zwei.

00:26:21: Wo zwei zeigen, ist das Zeugnis glaubwürdig.

00:26:24: Dann sagen die Pharisäer und das ist der gesunde Menschenverstand duspinst.

00:26:28: Weil beides ist das selbe Zeugniss.

00:26:31: Dann sagt dieser Johannäische Jesus Sexus und daran sieht man dass ihr nichts glaubts.

00:26:36: Genau das ist eine Dreh.

00:26:40: Das Johannesevangelium reflektiert relativ spät darüber, wie eine Verkündigung die von Gott kommt.

00:26:49: Die also kein Mensch beglaubigen kann weil sie von Gott kommen.

00:26:55: Wie die in der Welt Glaubwürdigkeit beanspruchen können.

00:26:59: und die Lösung des Johannes Evangeliums ist dass der Jesus als Gottessohn für sich selber Zeugnis ablegen muss.

00:27:09: Die in Anführungszeichen Pharisäer sehen aber nur den Jesus als Menschen.

00:27:15: Und also glauben Sie, sie haben nicht!

00:27:17: Und aus dem sozusagen logischen Zirkel kommen sie nicht raus.

00:27:22: Das heißt wenn ich als Theologie jetzt hergehen würde und sagen passen wir mal auf wie Systematiker.

00:27:27: Wir beweisen euch das jetzt einmal weil die Exigeten, die haben es nicht kapiert Dann würde ich etwas tun was nach dem Zeugnis des Johannes Evangeliums Unglaube ist.

00:27:38: dann würde ich mich drüber stellen Und ich kann Ihnen nur sagen, sich auf die Seite Gottes zu stellen ist hochgefährlich.

00:27:47: Das macht in der Regel dann einen zu einem Gotteskrieger, weil dann hat man nämlich recht und das ist kein Problem des Islames, es ist ein urchristliches Problem und wir haben ganz oft nur Recht gehabt und entsprechend agiert.

00:28:00: Und von daher würde ich jetzt einmal sagen, steht es der Theologie einfach also zum Thema Letztbegründung schlecht an wenn sie glauben würde, dass Sie so etwas können?

00:28:12: Also ich kann jetzt nicht, ich bin jetzt Systematiker.

00:28:15: Ich weiß jetzt nicht wie Gott tickt und ich würde dazufügen Gott sei Dank weiß ich das

00:28:34: nicht.

00:28:35: Und ich sagte, ich bin es.

00:28:36: Dass

00:28:37: er wirklich

00:28:37: der Sohn Todes

00:28:39: ist, ist ein ja quasi den höchsten Klinium

00:28:44: des grünen Volkes.

00:28:47: Ja?

00:28:47: Wenn ich jetzt sagen,

00:28:48: dass

00:28:49: ich tot bin, dann ist er des Todes schuldig!

00:28:53: Ich habe

00:28:55: niemanden von mir das gemerkt.

00:28:58: Ich wäre

00:28:58: auch nicht dieser Ratschein

00:29:00: oder so, aber ich bin der Hohepoliste, rausgeworden in der Rehe

00:29:10: voran.

00:29:13: Ja.

00:29:13: Die Frage ist, haben die nicht recht?

00:29:15: Stellen Sie mal vor, ich darf mich doch her sitzen und sagen, ich will es!

00:29:19: Der Bründel spinnt.

00:29:21: Und sie hätten natürlich recht.

00:29:23: Ich glaube ja auch, dass die Jünger es damals nicht einfacher hatten als wir.

00:29:28: Wenn man an den historischen Verurteilungsgrund geht, dann wird mir darauf verwiesen, der Jesus eines gemacht hat nachweislich was man in Israel nicht darf den Tempel verunglimpft.

00:29:44: Und der Tempel, das ist ja nicht bloß das religiöse Zentrum – das war schon schlimm genug!

00:29:48: Das ist die Staatsbank und es ist das politische Zentrum.

00:29:52: Der hat praktisch den Identitätsmarker der Juden, die eh schon sozusagen besetzt sind in dieser Zeit von den Römern, die also keinen eigenen Staat mehr haben.

00:30:02: Also sagen wir mal so, dass diese heilige Kuh überhaupt noch gibt?

00:30:07: Die hat der offenkundig, da ist man sich relativ sicher Angegriffen.

00:30:12: Und das führt dann, dass für ... Das musste zu einem ganz extremen Maßnahmen führen.

00:30:19: also ich bin jetzt nicht dagegen, dass er nicht gesagt hat Ich bin es um Gottes Willen.

00:30:23: aber das ist sozusagen auf jeden Fall der historische Hintergrund für die Anklage vor Pilatus durch den Hohenrat und auch da würde ich jetzt wieder sagen Die Verkündigung die jetzt dann damit arbeitet, dass man dem Jesus jetzt vor den Repräsentanten der Welt herrschaft.

00:30:42: Nämlich dem Pilatus aus dem Stadthalter Rom sorgen lässt.

00:30:45: du aber ich bin derjenige Welcher und mein Reich ist aber nicht von dieser Welt.

00:30:54: Das ist eindeutig, eine Ostertheologie und das hat natürlicher eminente Bedeutung.

00:31:02: Der Pilatus, den die Evangelien schildern, er knickt ja auch ein.

00:31:09: Man weiß von dem historischen Pilatus wenig genug, aber das war schlechter.

00:31:14: Der war nicht so drauf und der hat die ausbluten lassen in den Juden.

00:31:23: Er gilt als ein sehr brutaler Stadthalter.

00:31:28: Aber sozusagen in dem Spannungsfeld, in dem Markus schreibt, wird er zu einer positiv besetzten Bezeugungstanz?

00:31:38: Der will den Jesus nicht vorurteilen, denn der ist ja nicht schuld.

00:31:41: Und erst auf Druck dieser bösen Juden knickt er ein und dann wird der Jesus... Das war damals natürlich auch eine Stellungnahme im Verhältnis Christentum-Judentum.

00:31:54: Eine sehr problematische Stellungnahmen.

00:31:56: Die war dezidiert anti-Jüdisch!

00:32:00: Ihr seid schuld?

00:32:02: Das Blut kommen über uns und unsere Kinder.

00:32:04: Hat ihr eine ganz böse Nachgeschichte gehabt bei uns hier in Deutschland?

00:32:08: wenn sie an die nationalen Christen denken und so.

00:32:13: Und Gott sei Dank funktioniert der Religionsdialog nicht mehr.

00:32:18: so, Gott sei dank!

00:32:21: Aber Sie sehen das sind Theologien und haben auch ihre jeweiligen Schlagseiten.

00:32:28: Auf der anderen Seite machen Sie die Bedeutung von diesem Jesus in Ihrer Zeit mit der ganzen Kenntlichkeit.

00:32:37: Das hat klar ... Also sozusagen die treffen den nervten Leuten.

00:32:43: Und nur darum red ich eigentlich lieber von Bedeutung als von Wahrheit.

00:32:47: Wahrheit hat so ein Touch von Ewig, man muss das in dem geschichtlichen Setting haben!

00:32:53: Die interessiert Koaläres Grab?

00:32:56: Die interessieren der Jesus als Christus bzw.

00:32:59: umgekehrt dass dies nicht sein kann weil es ist nämlich Gottes Lesterung.

00:33:03: Die erste Gotteslesterungsvorwurf, den wir aus unserer Geschichte kennen ist der Vorwurf, dem der Hohe Priester gegen Jesus äußert.

00:33:13: Also was brauchen wir noch zu zeigen?

00:33:15: Ihr habt doch alle die Gotteslästerung und da steht blass für mich das Wort ihr habt es doch gehört!

00:33:21: Also die erste Gotteslästerung trifft den Offenbarer, also den Jesus.

00:33:25: Ich finde ja übrigens ganz interessant wenn man Theologie unter dieser Rubrik fahren lässt.

00:33:35: Aber das sind sozusagen solche Dinge, die auf jeden Fall eingeladen, dass man in einer Welt lebt und dass wir uns in dieser Welt verständigen und dass es da Sachen gibt, die uns wirklich umtreiben.

00:33:47: Und wenn die Auferstehung Jesu Christi nicht dazugehört dann ist sie schlecht weg, nicht wahr?

00:33:51: Dann hat sich keine Bedeutung!

00:33:53: Und das auch mit der Ewigkeit.

00:33:55: Wenn Sachen immer gleich gültig sind, dann sind Sie letzten Endes gleich Gültig.

00:34:01: Sie waren Mathematikerin.

00:34:03: Für alle, die das nicht sind ist klar dass eins und eins zwei ist.

00:34:07: Für Mathematikern nicht!

00:34:09: Aber für alle anderen schon.

00:34:12: Das ist jetzt nicht unbedingt so.

00:34:13: was besonders Interessants.

00:34:15: Wenn ich aber sage der Jesus ist mein Highland Mein Lieberschwan Dann muss sich das begründen.

00:34:23: Mathematika müssen auch das mit Eins und Eins begründen.

00:34:26: Das ist ja ganz wichtig Ja?

00:34:28: Nur damit sie mal Wenn Sie die Wahrheit des Glaubens so haben wollen, dass sie sich einpacken können und dann liegt es am Tisch und da kann man es gut liegen lassen.

00:34:40: Dann ist das nicht mehr!

00:34:43: Und eine Theologie, die sowas behauptet, die treibt Ihnen wirklich den Glauben aus.

00:34:49: Nicht die Theologie die sagt sowas oder nicht.

00:34:52: Im Gegenteil, da redet man drüber.

00:34:58: Also eine kleine Werfe für uns Wissenschaftler

00:35:05: mit dem wir sie gerade jetzt im Ausdruck gebracht haben,

00:35:08: nicht auch ein Grundproblem der Dokumatik beobachtet.

00:35:11: Das man versucht, Dinge die...

00:35:13: zwischen Gott und

00:35:14: dem Mensch

00:35:15: passieren.

00:35:16: Ich sage es mal, ist grob in Schubladen

00:35:18: zu packen und sagen, da

00:35:20: ist es

00:35:20: nicht.

00:35:20: Sie haben Vollkommerik!

00:35:22: Und natürlich auch durch die Geschichte des Küstentums

00:35:24: und anderer Religionen zieht sich auch die Schwierigkeit zwischen Dramatikern oder Theologen, die eben ganz genaues wissen... ...und den Mystikern,

00:35:32: die etwas erfahren was

00:35:33: die Grenzen sehr amtlichen

00:35:38: oder das überhaupt erledigt Wobei Dogmatiker auch Mystiker sein können.

00:35:44: Meistens sind die Mystiker bloß Quantitäter... Bingo!

00:35:51: Wenn Sie mal was Irres lesen wollen, der Meister Eckhardt ist ein Christ und schafft es eine christliche Theologie zu treiben ohne Christologie.

00:36:02: Sie finden bei Eckardt keine Christologie, da können sie wirklich suchen.

00:36:05: Passiert immer.

00:36:08: Nein, aber was Sie sagen stimmt natürlich.

00:36:10: ich würde es jetzt nochmal auf eine ganz andere Ebene tun also weil's dieses plasphemische noch mal widerspiegelt.

00:36:18: wir bekommen die Exigeten sind ja da wirklich gut dran und haben die Erzähltexte und da können sie auch damit umgehen und so und das ist sehr schön.

00:36:25: Und wir sind die mit dem Begriff Also mit ganz bestimmten Begriffen.

00:36:29: Die stängen meistens nicht einmal in der Bibel also Trinität werden kaum in der Heiligen Schrift finden würde mich sehr wundern.

00:36:37: Und wir behaupten dann, man braucht diese Begriffe damit man richtig versteht was damals war und sie sehen schon wie indirekt es wird.

00:36:46: also das ist ja keineswegs selbstverständlich.

00:36:49: dass das Christentum quasi Religion auf die Idee kommt ihre Glaubenstradition in der Form von Lehre festzulegen, ist ein Prozess der alles andere als selbstverständlich ist.

00:37:03: Also, als Dogmatiker weiß ich mich so ansprechen dass man sowas wie Glauben lernen kann oder Lernen muss.

00:37:13: das ist eigentlich ihr Witzig gerade in unserem modernen Kontonome in einer ganz einen Ding.

00:37:20: aber der Weg des Christentums geht so.

00:37:25: Die Lehre entsteht auch nicht aus einem luftleeren Raum, sondern aus ganz bestimmten... Also ich würde mal sagen die Frau Poplotswerte im Morgen hat es sehr schön diesen apokalyptischen Rahmen gezeichnet.

00:37:33: und als Dier wegbricht weil eben die Wiederkunft nicht kommt, weil dir Messios nicht wiederkehrt und weil sich die Kirche in der Welt einrichten muss Dann entstehen erste, also so aus diesen Formeln Glaubensbekenntnisse und Glaubenregeln.

00:37:51: Und daraus entsteht sowas.

00:37:53: da hängt dann die Ämterentwicklung mit zusammen wie eine Art von Theologie.

00:37:59: Und dogma zunächst einmal vom Begriff heißt ja kaiseliches Gesetz wenn es jetzt profanlich ist.

00:38:06: Es heisst verbindliche Lehrmeinung und das heißt einfach nur Meinung.

00:38:12: Als Dogmatiker bin ich einer der theologischen Meinungen und die Lehre der Kirche zum Gegenstand seiner Forschung hat.

00:38:20: Und das Problem ist massiv, ja!

00:38:22: Darum schlagen hier auch die Exegeten die Hände über den Kopf zusammen, wenn eine Dogmatik ein Systematiker was sagt.

00:38:28: In der Regel haben sie Recht, also die Hende über den Koffe

00:38:30: zusammenzuschlafen.".

00:38:43: Und in den Evangelien heißt es dann, er ist auferstanden.

00:38:48: Ja, der Erreininger hat das ganz treffend gesagt – das hängt mit der Christologie zusammen!

00:38:52: Also wenn Gott den Jesus auferweckt, ist Gott im Anführungszeichen, Gott im Klammern Vater im Himmel, ja?

00:39:01: Der Alleinhandelnde.

00:39:04: Wenn Sie sagen, der Jesus so stets nicht, der Christus ist auverstanden, wie dies die östliche Tradition vor allen Dingen stark gemacht hat, von den Evangelien ausgehend die Lesen und die heilige Schrift genauso wie wir.

00:39:22: Dann meinen sie damit – du hast das auch nicht der Mensch ist da, sondern der Sohn Gottes ist aufgrund seiner Göttlichkeit im Wirken des Heiligen Geistes auferstanden.

00:39:33: Das heißt also, dass Auferstehungskonzept wäre Ausdruck einer sich entwickelten christologischen Reflexion.

00:39:48: Da genügt es nicht mehr, dass man sagt Gott hat das gemacht sondern da weist man den drei Personen in Gott schon spezifische Funktionen zu.

00:39:57: also der Sohn steht als Gott auf in der Kraft des heiligen Geistes weil er so seine Sendung die er vom Vater hat erfüllt.

00:40:07: Das ist ein manifestor-theologischer Beitrag.

00:40:10: der verschiebt auch was Da tut nicht einfach irgendwie ein Gott, was dann mehr.

00:40:14: Sondern da ist es der Sohn, der aufersteht.

00:40:18: Düsseler Leistung mit Ohrenwort!

00:40:22: Und das glaube ich steht doch im Hintergrund.

00:40:24: genaues von den Evangelien Texten her weiß man dann nicht.

00:40:29: Das war ja auch der Professor Heininger hat gesagt für ihn wäre das sozusagen ein Hinweis auf eine beginnende und fortschreitende christologische Reflexion.

00:40:40: so würde ich das auch sehen.

00:40:42: Ich würde da jetzt aber auch keinen Drama daraus machen.

00:40:45: Vom Bildhintergrund her ist aufstehen und aufwecken, die im Bach ... Da kann man immer fach verwenden... Das ist der Bildkomplex des Bettes entweder als Totenbett oder als Krankenlager.

00:40:59: Also wenn Sie das Krankenlager haben, der, der gesund ist.

00:41:00: Der kann aufstehen entweder indem er ihn aufrichtet.

00:41:03: so in der Petrus-Geschichte haben sie auch mal die Schwiegermutter des Petrus Die wird von Jesus aufgelegt.

00:41:07: also dem macht es gesund.

00:41:09: Beziehungsweise vom toten Bett dann als richtige Totenauferstehung Und das so ein Bildkomplex.

00:41:16: jetzt ist natürlich sehr sehr sehr anschaulich für das was da passiert.

00:41:20: schlaf als bild für Tod oder Krankheit.

00:41:26: Gott hat ihn auch verlegt, dass das also eine sehr starke Markierung ist.

00:41:34: Gerade auch den Schöpfchen der es heißt, der Gehängte ist von Gott verflucht.

00:41:39: Nun ist dieses Gehängt

00:41:41: worden

00:41:42: und vor aller Augen ist er gewissermaßen nach dieser angibischen Aussage verflüchtet.

00:41:49: Und dann kann man denke ich diese Aussagen, Gott hat den aber auch verweckt?

00:41:54: viel stärker verstehen, zu sagen das ist die wahrer Antwort, oder sie hat ihn ihr nicht verflucht.

00:41:59: Unsere evangelischen Brüder und Schwestern, Schweste und Brüde machen das ganz stark.

00:42:03: Pannenberges einer von denen der es genau so wird.

00:42:06: Also gegen Deutronomium II, ganz klare Aussage, das ist sozusagen die göttliche Rechtfertigung dieses Jesus, der von den Menschen gerichtet... Klar, das wäre eine theologische Strategie die man mehr oder weniger stark judenfeindlich akzeptieren kann.

00:42:22: Aber was sicher?

00:42:23: Die genaue Gegenposition klar!

00:42:24: Der Jesus ist es.

00:42:27: Pings prädigt vom Petrus in Apostelgeschichte II den, denn eure Obrigkeiten verworfen der ist zum Eckstein.

00:42:36: und dann hätten schon wieder so ein Ort von Theologischen Strategien.

00:42:40: also jetzt rein Gruppensoziologisch würde sich da zeigen, dass das Christentum auf eine ganz bestimmte Profilschärfe wertlegt und sich aus dem jüdischen Umfeld auch ausgrenzt.

00:42:54: Wir glauben nicht mehr dasselbe wie ihr sicher wohl auch Ausfolge, dass die Juden sich also die Christen ausgegrenzt haben.

00:43:02: Das ist ja das Trauma was man so sagt, diesen johanäischen Gemeindeverbänden mehr oder weniger ihre Theologie in die Fehler diktiert hat.

00:43:11: Also wenn es in Johannes aus Liebe der Nächsten, dann ist das der

00:43:14: Christ.".

00:43:16: Ja?

00:43:17: Das ist nicht ein beliebiger Nächster!

00:43:19: Wie heute die Frau Poppelt zerschön gesagt hat, Auferstehentum bei Paulus die Christen.

00:43:24: Nicht die anderen... Dass wir das heute nicht mehr so sagen, wäre ich schon wieder hinweis dafür dass man was anderes sagen kann.

00:43:32: und trotzdem behaupten wir glauben das gleiche.

00:43:36: Also das mit der Wahrheit ist ein komplexes Phänomen, dass man ohne Geschichte nicht erklären kann.

00:43:42: Und wir begründen ja auch theologisch wenn Gott die Welt geschaffen hat und wenn es sehr gut war dann ist keiner draußen.

00:43:51: Sonst war das irgendwie nicht so ganz gut bzw.

00:43:53: Gott kann's halt nicht besser.

00:43:55: All das wären natürlich Gottesbegriffe, die dann theologische diskutiert werden müssen.

00:44:04: Da waren auch noch zwei Themen.

00:44:05: Zu dem leeren Trapp war doch noch ihr Drehmal, der aufersteht...

00:44:08: Der Leib?

00:44:09: Ja und habe mich an sie eine Frage.

00:44:10: Ich weiß nicht, ob wir dazu noch kommen, warum ich das interessiert hätte.

00:44:14: Einmal Jesus zu Maria Magdalena sagt, grühe mich nicht an!

00:44:18: Da hätte ich eine Antwort.

00:44:20: der wussten, was wir aufer stehen, vielleicht etwas hatte bei Thomas oder wirklich.

00:44:26: Genau.

00:44:27: Das hätte ich von Ihnen... Ja, ich sage es wieder mal, ich hätte exigit werden sollen.

00:44:31: Also frühen mich nicht an.

00:44:34: und der heilige Thomas, okay.

00:44:36: Der Thomas passt gut weil das habe ich mit Paulus in einer anderen Zusammenhang aufgegriffen Wenn es einem irischen Leib gibt muss es auch einen überirischen Leid geben Ja?

00:44:45: Und wenn die sagen Tomas Freund da lang mal in die Wunden und so dann sagt er du i bin echt.

00:44:53: Das ist jetzt Koaluzination was du da erlebst.

00:44:56: also dass klagt modern gesprochen das Wort hatten sie damals nicht realität ein.

00:45:01: Das ist realistisch, die Gruppe allein und so.

00:45:06: Also das setzt diesen Akzent.

00:45:09: Noli-Metangere rühre mich nicht an!

00:45:15: Das setzt den Akzent, den ich hatte.

00:45:18: also sagt diese naturalen Metaphern funktionieren nur bis zu einem gewissen Punkt und dann ist alles anders.

00:45:25: Die kann dem nicht festhalten.

00:45:31: Auf der anderen Seite ist das, das würde ich einmal... Da gibt es auch viele.

00:45:34: Das ist so eines der klassischen Themen die in der Kunstgeschichte nach und durch die Jahrhunderten durch auf Bildern dargestellt werden.

00:45:44: Berührung ist ja ein ungeheuer Prekärer oder empfindsamer oder einen Kontaktort.

00:45:51: Und wenn einer sagt lang bin ich da!

00:45:52: Also das geht mir jetzt nicht um die Zurückweisung sondern das ist eine Art und Weise wo die Entzogenheit Also sozusagen einer Gottesbegegnung, ja wunderbar anschaulich wird.

00:46:05: Gerade weil die nicht hinfassen können und er doch vor ihr steht.

00:46:10: Und deswegen hat das auch so eine ganz hochinteressante Stelle.

00:46:14: Das würde jetzt den Akzent setzen – Die Auferstehungswirklichkeit ist anders!

00:46:20: Die ist nicht verrechenbar...

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