Gespräch zum Thema 'Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau als Konstruktion von Geschichte'
Shownotes
Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Prof. Dr. Hiltrud Kier, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner und Dr. Nathalie-Josephine von Möllendorff vertieften im Nachgang zu ihren Vorträgen das Thema Kathedral-Bau im 19. Jahrhundert. Die drei Expertinnen und der Experten diskutierten, moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde, im Regensburger "Herzogshof". Der Studientag fand in Zusammenarbeit mit der KEB im Bistum Regensburg und dem Akademischen Forum Albertus Magnus unter dem Titel: "Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau im 19. und 21. Jahrhundert als Konstruktion von Geschichte und Identität" am 22.11.2025 statt.
Die mächtigen gotischen Kathedralen gelten als Erben unserer mittelalterlichen Vergangenheit. Sie prägen auch heute noch architektonisch viele Städte und bestimmen die Skyline, tauchen prominent auf Werbefotos auf. Doch oft sind diese Kirchen in ihrer jetzigen Gestalt erst im 19. Jahrhundert entstanden, und nicht nur baulich, sondern auch gedanklich und in ihrer Aussagekraft so konstruiert, wie sie sich heute zeigen.
In der Veranstaltung blickten wir auf den gotischen Regensburger Dom, der seine Grundsteinlegung vor 750 Jahren feierte, der aber im 19. Jahrhundert neu erfunden wurde. Wir schauten Deutschlands wohl bekanntesten Dom, den zu Köln, genauer an, ein Werk der evangelischen Könige von Preußen und des deutschen Nationalstolzes. Ein Blick nach Frankreich und in die unmittelbare Gegenwart erläuterte uns am Beispiel des Wiederaufbaus von Notre Dame, warum auch ein dezidiert laizistischer Staat von Geschichtserzählungen mit Gotteshäusern profitiert.
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00:00:03: Wir haben eine Stunde Zeit zum diskutieren.
00:00:05: Ich setz mich mal hier an die Seite des Tischs, damit ich sie alle im Blick habe.
00:00:09: Genau!
00:00:09: Ich würde tatsächlich mit Ihnen Frau Kier anfangen weil Sie noch keinen eigenen Vortrag hatten und ich hab' Sie kennengelernt als Expertin für das neunzehnte Jahrhundert.
00:00:19: dieser historisierende Stilmix.
00:00:23: Wir haben ja gerade gemerkt, wie durch die Romantik plötzlich die Gotik wieder zu Ehren kam.
00:00:28: Später ist es so dass quasi alle Stilepochen, die mal da waren kopiert weitergedacht oder auch wild miteinander kombiniert werden können.
00:00:36: Dieser Stilmix des Jahrhundert wurde lange Zeit gar nicht so richtig als eigene Epoche wahrgenommen und auch gar nicht im eigenen Wert erkannt, also wenn Frau Schock-Werner gerade gezeigt hat welche Qualität auch hinter diesen Malereien steht.
00:00:48: Ich glaube in Köln hat man noch nach dem Zweiten Weltkrieg einfach Dinge abgeschlagen die nur neunzehntes waren.
00:00:54: Meine Frage an Sie, wann ist Ihnen in Ihrer Berufs- und Ausbildungsphiografie eigentlich bewusst geworden dass das Kunst ist?
00:01:01: Also dass es nicht weg kann sondern dass das einen eigenen Wert hat obwohl es nur historisch ist?
00:01:08: Das ist eigentlich relativ einfacher klärt.
00:01:18: Und das, womit man die Älteren ärgern konnte war eine Begeisterung fürs Jahrhundert zu entwickeln.
00:01:27: Das war letztlich irgendwo die Grundlage.
00:01:30: Nein!
00:01:30: Ernstlich war es tatsächlich so dass die Begeistungen für das Jahrhunderte Jahrhunde entstanden ist aus den Hausbesetzungen in Frankfurt Und dass es zunächst mal darum ging, dass es im Wohnraum in der Zeit ging und abgerissen wurde neu gebaut wurde.
00:01:55: Die Kunstgeschichte hat dann erst hingeguckt.
00:01:57: Ganz wesentlicher Punkt war die olympischen Spiele in München – die Vorbereitung der olympische Spiele wo man um die Stadt ein bisschen netter zu machen die in dem zehnten Jahrhundert Häuser ganz wild angefärbelt hat.
00:02:17: Und da kam tatsächlich sozusagen die Qualität der Architektur raus, es geht auch nicht um Stilmax, da darf ich Sie nochmal kurz rückwirkend auf Ihre Beteiligung an meinen Seminaren verbessern.
00:02:33: Historismus ist ein tatsächlich völlig eigener Stil Und ein Rückgriff.
00:02:39: klarerweise bedeutet Historismus immer Rückgriff auf vorherige Epochen.
00:02:45: Wir sprechen eben vom XIX Jahrhundert speziell aus Historismus, es gab dies natürlich immer!
00:02:53: Wenn Michelangelo Säulen verwendet, sprechen wir nicht von Historismus sondern von Renaissance – aber dies nur ganz kurz.
00:03:02: Zu dem Thema das wir heute haben Und wo wir diese drei fantastischen Vorträge gehört haben, ich liebe das bei solchen Vortragsveranstaltungen dabei zu sein.
00:03:14: Weil man unendlich viel lernt und weil die Kolleginnen und Kollegen Dinge dann noch mal neu interpretieren, die man vielleicht irgendwie schon selber kann, vielleicht auch selber irgendwo verwendet hat und einen neuen Blick bekommt.
00:03:31: also dies war schon, würde ich sagen allererste Sahne heute Morgen von den drei.
00:03:36: Ich darf vielleicht eine ganz kleine Ergänzung machen, vielleicht auch noch zwei oder drei, dass die Neugotik ist als deutscher Stil bezeichnet worden, sicherlich ausgelöst oder ganz besonders ausgelösst durch Göttes Besuch in Straßburg.
00:03:58: Er erwartete – es gibt diese berühmte Stelle – ein grausportiges umgeheuer vor der Besichtigung des Straßburger Domes und war dann fasziniert.
00:04:10: Und er hat letztlich durch seine Beschreibung dieses Besuchs des Straußburger Domens die Gotik als Deutsch bezeichnet, und dies blieb sozusagen auch – Frau von Möllingdorf hat das ja auch für Frankreich nochmal bestätigt, dass man dies zunächst nicht hinterfragt hat!
00:04:33: Als es dann darum ging, als man die Franzosen in der Völkerschlacht von Leipzig besiegt hat, ein Befreiungsdenkmal zu bauen.
00:04:49: Entwarfschenkel einen riesigen neugotischen Dom und zwar für den Leipziger Platz.
00:04:57: Der leipzige Platz ist das Oktogon, jener oktokonale Platz der Barockzeit, der dann eben unbenannt wurde in Leipziger Platz nach der Völkerschlacht von Leipzig.
00:05:10: Und dort sollte ein großer neugotischer Dom als Denkmal der Befreiungskriege in dem deutschen Stil der Gotik gebaut werden.
00:05:22: Entwarft diesen wäre ein Riesenbauwerk geworden wenn sie den Leipziegerplatz kennen.
00:05:28: er ist ja nicht sehr klein direkt hinterm Potsdamerplatz.
00:05:33: gut Und Friedrich Wilhelm
00:05:35: III.,
00:05:37: dem war das letztlich zu teuer.
00:05:39: Das wäre ein sehr teures Befreiungsdenkmal geworden.
00:05:44: und dann ist er letztlich auf diese Begeisterung, die es bereits in Köln gab, sozusagen ungelenkt worden – das Nationaldenk mal unter Beteiligung von Göres und allen!
00:06:03: Die eben sagten, wir haben ja einen Dom.
00:06:07: Den wollen wir fertig bauen und das ist das Nationaldenkmal.
00:06:12: Und der Weiterbau des Kölner Domas ist in diesem Sinn als Nationaldenkmal geplant worden, gedacht worden.
00:06:29: Das Interessante ist – das hat auch Frau von Möllendorf dann ausgeführt dass man natürlich forschungsmäßig festgestellt hat, das die Gotik französisch ist.
00:06:41: Aber es sollte ja ein deutsches Nationaldenkmal sein!
00:06:46: Also hat man die entsprechende Veröffentlichung auf die Zeiten nach der Grundsteinlegung für den Weiterbau des Domes dann geschoben – also man wusste bereits, Reichensberger kannte das schon diese franzöischen Forschungen.
00:07:05: Reichensberger ist derjenige, der eben den Durm dann oder diese Grundsteinlegung ganz wesentlich initiiert hat und begleitet hat.
00:07:17: Und es ist dann eben die französische Forschung erst nach der Grundstein-Legung veröffentlicht worden.
00:07:23: Und seither können wir eben vor einem gewissen Zeichen – das ist ein franzöischer Stil oder in einen Frankreich entstandener entwickelter Stil Aber das Nationaldenkmal wurde eben gebaut und eines der wichtigsten Dinge dafür ist gewesen, dass der bräusische König eine Lotterie genehmigte zur Finanzierung.
00:07:49: Und das Schöne ist, dass es diese Lotterien immer noch gibt – das ja Nordrhein-Westfalen dann als von unsherer Fünfundvierzig Bräusen zu Ende war, das übernommen hat Und es ist für den Kölner Dorn immer noch die Lotterie zuständig.
00:08:11: Das läuft über den Zentraldombarverein, der redet nicht so gerne darüber, dass die Hauptmittel des Zentral-Dombar-Vereins über die Lottery kommen weil's natürlich ganz wichtig ist das möglichst viele Leute Mitglied sind im Dormbauferein.
00:08:26: Insoweit soll bald sie es noch nichts sehen werden Sie es lohnt sich und es hat auch immer noch oder ist inzwischen dreißig Euro?
00:08:37: Ja, immer noch zwanzig Jahresbeitrag.
00:08:41: Das ist denke ich ganz wichtig und hat auch für den Erfolg natürlich ganz wesentlich zu tun.
00:08:48: Ich weiß das mit der Loterie deswegen ganz gut weil ich ja den Förderverein Romanische Kirchen gegründet habe mich bemüht hab auch in diese Loterie reinzukommen Und da hieß es nein das ist nur...
00:09:02: Ich weiss doch dass Sie uns damals erklärt haben.
00:09:04: Man denkt immer, die Losbude steht da natürlich weil der Dom da ist aber es ist umgekehrt.
00:09:08: also der Dom steht eigentlich nur da weil es diese Lotterie gibt's wie Mittel dafür.
00:09:12: ich möchte an der Stelle vielleicht das Mikrofonfrau Kirmal an Frau Schock-Werner weitergeben weil es genau finde ich jetzt die spannende Frage.
00:09:19: also wir haben gehört da ist die Idee eines Nationaldenkmals von Berlin nach Köln geschwappt und hat quasi den entscheidenden push gegeben um dieses Projekt tatsächlich dann auch in die Phase der Verwirklichung zu überführen.
00:09:30: meine frage ist da jetzt tatsächlich Wenn da so ein Impuls kommt, der völlig quer steht zur Vorgeschichte.
00:09:39: Zur bisherigen Nutzung zu ursprünglichen Nutzungen auch zum Ursprünglichenträger.
00:09:43: Das muss ja konfliktiv gewesen sein!
00:09:45: Wie stark gab es Widerstand gegen diese Vereinnamen einer Kirche durch eine nationale Bewegung?
00:09:52: Haben das die Macher des Projekts eigentlich reflektiert?
00:09:55: und ich möchte fragen noch wie ist eigentlich die Kirche wieder reingekommen?
00:09:59: heute ist ja der Bischof in der Kirche Zuhause als wäre nichts gewesen.
00:10:02: Nee, der Bischof ist nicht zu Hause.
00:10:05: Aber er tritt dort auf?
00:10:06: Er tritt
00:10:06: auf!
00:10:06: Ja also tatsächlich spielt erst mal... Wobei das nicht?
00:10:11: gar die Franzosen haben ja das Bistum Köln aufgelöst und die Kölner hatten immer Schwierigkeiten mit ihren Bischöfen, das bekannt.
00:10:18: Aber dass jemand anders die wegschubste, das war dann auch nicht richtig.
00:10:23: Also die Wiedergewinnung des Bistums Tatsächlich ein Antrieb zur Domvollendung.
00:10:31: Wie immer ist alles viel komplizierter als es ich und die Anfänger, also Boszaree und Bertramen und den Jörres schon der Nationalist, aber die Kölner Kaufleute, die hatten eigentlich tatsächlich sozusagen den Kulturansatz den Dom zu vollenden.
00:10:50: Und dann kam eben der Jörreß, der sagte ja... Das ist sozusagen unvollendet wie die deutsche Nation, das ist auch der Dom.
00:10:59: Und dann kam der Nationalgedanke dazu und das dritte war tatsächlich wir wollen unser Bistum wieder haben!
00:11:06: Und diese drei Komponenten kommen tatsächlich zusammen wobei dann... Wie gesagt, dass weder bei der Grundsteinlegung nach durch der Vollendung der jeweilige Bischof da war weil den nun gerade in Haft oder im Auslandszahn ist sozusagen schon bezeichnend.
00:11:26: Aber tatsächlich hat das Domkapitel ich habe es versucht bei dem Fensterprogramm Der Glasfenster bei der Beurteilung des Kultur Da hat die Geistlichkeit schon mitgewirkt.
00:11:40: aber man muss sich Das ist ja in Bayern einfach.
00:11:44: Da war der Herrscher und die Stadt hatten die gleichen Religionen, das ist in Köln sehr viel komplizierter und dass das evangelische Preußen hatte mit dem katholischen Kölner schon diverse Schwierigkeiten auch mentalitätsmäßig liegen da ja Welten dazwischen aber sozusagen so.
00:12:05: Also Ausschlag geben war die Kirche nicht, aber so ganz draußen war sie auch nicht und am Schluss hat sie dann doch noch mitgespielt.
00:12:13: Auch wenn Baudry dem Kaiser nicht im Gegenkamm was durchaus Missbilling gesehen wurde.
00:12:20: Ich
00:12:20: denke man muss dann eines vor allem noch sehen Die Dombaumeister waren präussische Staatsbeamte.
00:12:28: bis Solange Preußen existierte, waren die Dornbaumeister von Preußen gestellt.
00:12:36: Präusische mussten evangelisch natürlich sein und erst nach nineteenhundertfünfundvierzig ist der Dornbaummeister Katholisch muss katholisch sein, also ich weiß nicht ob es muss.
00:12:49: Ja ja, muss jetzt!
00:12:50: Also das spielte schon eine riesige Rolle.
00:12:54: Nein nein, es muss alles am Dom, äh muss äh Katholich sein.
00:12:59: Das ist in allen Ausschreibungen drinnen.
00:13:03: Ich weiß das weil ich nachdem ich promoviert wurde mal versucht habe äh äh das Dombararchiv zu leiten In der Nachfolge von Herrn Rode Und dann war eben in der Ausstreibung römisch-katholisch und ich dachte, dafür wirst du jetzt nicht katholische.
00:13:20: Du wirst ja noch irgendwo anders unterkommen!
00:13:24: Das ist sozusagen fortyfünf erstes Bruch.
00:13:27: D.h.,
00:13:28: also... Der Dom ist zunächst mal tatsächlich von der bräusischen Bauverwaltung gebaut worden.
00:13:36: Das muss man sich sozusagen auf die Zunge zergehen lassen.
00:13:41: Und vielleicht noch eine kleine Bemerkung.
00:13:44: Frau Schock-Werner hat ja auch erwähnt, dass Schinkel sich vorstellen konnte den Dom ohne das Streweberg zu bauen.
00:13:54: Da wird immer darauf verwiesen, dass dies finanzielle Hintergründe bei Schinkel hatte.
00:14:00: Ich persönlich glaube, dass schinkel ist durch und durch Klassizist gewesen Und der fand das doch ein bisschen zu aufwendig.
00:14:11: Wenn Sie mal nach Remagen gehen und dort die Kirche sich angucken, dann haben sie eine ohne dieses Strebewerk und da tatsächlich sozusagen die klassizistische Neugutik – das war was Schinkel tatsächlich vorschwepte!
00:14:26: Auch noch ne ganz kleine Ergänzung Auch in England gilt ja die Gotik als nationaler Stil, nicht nur Houses of Parliament.
00:14:34: Auch in Spanien – zumindest Barcelona und Catalonia – gilt die Goti als nationales Stil bis sie alle drauf kamen dass eigentlich das weder spanisch noch englisch-deutsch war sondern französisch.
00:14:48: Dann würde ich jetzt gerne Herrn Ditscheid fragen nochmal zu der Situation hier in Regensburg.
00:14:52: Also wir haben es gerade schon gehört, das war deutlich einvernehmlicher weil einfach weniger gegenläufige Ideen zusammen kamen um das Projekt der Erneuerung des Domus im neunzehnten Jahrhundert umzusetzen heißt dass tatsächlich hier in der Stadtgesellschaft und auch in Bayern insgesamt War Friedefreude Eierkuchen?
00:15:09: oder gab es hier auf einer kleineren Ebene im Detail doch auch Linien, Bruchlinien an dem man eine ähnliche Konfliktlage zwischen quasi dem herrscherlichen Interesse und dem religiösen Interesse.
00:15:22: Und vielleicht auch den bürgerschaftlichen Interessen erkennen konnte?
00:15:26: Also wenn man ausgeht von der Aufgabe des Nationals irgendwann... tut sich ja wirklich in Regensburg etwas ganz Entscheidendes mit Vorbildcharakter für Deutschland und darüber hinaus, denn man muss sich klarmachen die Valhalla geht voraus.
00:15:45: Und die Valhhalla ist die exakteste erste reine Kopie nach dem Parthenon.
00:15:53: Diese Perspektive Griechenland ins Spiel zu bringen kulturell ist bei den Bayern so perfekt aufgegangen dass der Sohn Otto, ja König zum gewählten König von Griechenland wurde und von den Griechien gewählt wurde.
00:16:11: Also das war gerade zu
00:16:12: profetisch.".
00:16:13: Und dann hat man Athen im Stil des Bayerischen Klassizismus aufgebaut?
00:16:17: Ja!
00:16:19: Und insofern muss man trennen nationaldenkmal profane Art und sakrale Art.
00:16:27: Und deswegen ist der Dom so wichtig weil er eben die Nationalität aus der Sakralen Sphäre sieht.
00:16:36: Und mir ist durch Zufall ein Text in die Hand gekommen, wo ein romantischer Dichter um eighteenhundertvierzig der hier im Regensburg dumm dich hand war.
00:16:51: Der beschreibt das Baugeschehen in Regensborg und spielt.
00:16:58: Die Valhalla ging den Dom aus und sagt, die Valhaller der Odin mit seinen verrückten Germanischen Göttern können uns doch gestohlen bleiben.
00:17:09: Der wahre Gott ist nun der Christengott und nichts anderes.
00:17:13: keine Alternative!
00:17:15: Und so klipp und klar habe ich das vorher aber auch noch nie gefunden.
00:17:19: Es klingt ein bisschen gibt dem Kaiser, was das Kaisers ist.
00:17:21: Die Nationfrage und das Religiöse bleibt bei sich.
00:17:24: also hat es die Valhalla im Grunde ermöglicht da auch eine Trennung der Sphären vorzunehmen.
00:17:28: Welcher Deepenbroke heißt der gute Mann?
00:17:31: Und sein schriftliches Werk finden Sie im digitalen Medienzentrum von München.
00:17:42: gesammelt und seien sie froh, dass ich Sie heute morgen gar nicht mehr ausdrucken konnte.
00:17:49: Sonst hätte es noch länger gedauert aber ist es einfach hinreißend wie der Diebenbrock auch Bezug nimmt auf den
00:17:58: Domen
00:17:59: dem Ringsburger Dom und davon spricht das die christliche Kirche auf den Schultern der Apostel.
00:18:11: Er richtet Zeiten und da hat er garantiert, er spricht nämlich auch vom Eckstein.
00:18:16: Das Schlagwort ist ja heute auch gefallen.
00:18:20: Er spricht von einem Eckstein und wenn ich mir die Fassade des Regensburger Doms ansiehe haben die Bauhistoriker herausbekommen dass dieses Hauptpartal mit seinem Vorbau der ja ganz eigentümlich ist und Dreiecksform hat.
00:18:37: Der kommt nachträglich, nachdem eine gute hohe Stiftung greifbar war, wo man wieder sich was Neues überlegen konnte.
00:18:46: Und dieser Freipfeiler, die er sozusagen aus der Kirche heraustrinkt und auf den Platz geht... Da versammeln sich ja die Aposteltrum Herr Rumpen und der drüben Rupfeiler!
00:19:01: Der eigentlich für Maria bestellt und bestimmt war, der musste einen Platz für Petrus machen.
00:19:08: Und König Ludwig selber ist zum Schluss Stein geworden, haben wir vorhin gehört!
00:19:12: Vielen Dank.
00:19:12: Dann würde ich jetzt gerne nochmal das selbe Thema im Grunde auch auf Notre Dame und die jüngste Sanierung dort anwenden, da haben wir wirklich einen säkularen Staat, strikt säkular mit einem säkulaeren Präsidenten.
00:19:24: aber wir haben eine Kirche und man hat ja bei der Einführung gesehen dass tatsächlich der Klerus prominent vertreten war.
00:19:29: so weiß gar nicht ob irgendwelche Leinen in der Kirche waren.
00:19:31: bei den vielen hundert Gewändern die man da sah gab es da auch wurde da auch sichtbar dass es hier eigentlich zwei sich überlagende Interessen gibt gab's dann die sichtbar war und vielleicht auch davon abgeleitet, welches Benefit hat sich eigentlich Macron konkret von dieser Aktion versprochen?
00:19:50: Warum ist er damit so viel Energie und auch mit sich als Persönlichkeit reingegangen und ist das aufgegangen.
00:19:55: Hat er das gekriegt was er damit bezwecken wollte?
00:19:58: Also in Frankreich ist die Situation insgesamt ein ganz kleines bisschen anders als im Deutschland weil wo wie wir gerade eben gesehen haben quasi ja so einen Gegensatz aus Staat und Kirche besteht besteht der in Frankreich nicht so sehr.
00:20:13: Also erstens sind die Gebäude Staatsbesitz.
00:20:15: seit der französischen Revolution und der Auflösung der Kirche, aber mit dem Konkondat, im Jahr eighteenhundertzwei durch Napoleon Bonaparte gibt es so etwas wie eine Staatsreligion.
00:20:28: Und also das ist sagenhaft was Napoleon da macht weil er quasi die Kirche oder mit der Rückkehr der Kirchen auf der einen Seite Religion wieder erlaubt Gebäude auch wieder der Kirche überstellt.
00:20:42: Gleichzeitig nimmt er sich das Recht heraus, quasi das Personal zu bestimmen.
00:20:48: also die Investiture wird noch von der Kirchen vorgenommen.
00:20:51: aber wer sozusagen kirchlicher Würdenträger wird dass das bestimmt Napoleon Bonaparte und er lässt sogar alteingesessene lateinischsprachige Gebete Dahingehend umdichten, indem zum Beispiel Gott schütze das Volk oder Gott schötze das Land.
00:21:11: Umgedichtet wird zu Gott schützen unseren ersten Konsul und in dem Moment wo er sich selber zum Kaiser gekrönt hat heißt es dann Gott Schütze unseren... Konsul Bonaparte und als nächstes dann Gottsche zu unseren Kaiser Napoleon.
00:21:25: Also da wird ganz, ganz klar quasi eine Staatsreligion inszeniert und Napoleon erfindet auch einen heiligen Napoleon der dann zufälligerweise seinen Feiertag gleichzeitig mit dem Maria Himmelfahrt und natürlich den Geburtstag des Kaisers hat.
00:21:40: es alles am fünftzehnten August und da gibt es riesige Prozessionen wo halt ein Heiliger gefeiert wird an einem der wichtigsten kirchlichen Feste, nämlich Maria Himmelfahrt.
00:21:52: und dann auch noch zufälligerweise halt.
00:21:54: Der Geburtstag von dem gleich namigen Kaiser.
00:21:58: also das ist eine riesige Staatsinszenierung quasi schon von jeher und damit haben wir natürlich eine gewisse Tradition.
00:22:06: aber es ist natürlich ne beide her und jetzt nicht dass der Untergrund auf den Macron mit dem aktuellen Projekt aufsatteln konnte.
00:22:11: deshalb Sehr gerne und dann gerne auch Frau Schock-Werner gleich im Anschluss.
00:22:16: Ich will damit sagen, dass es sozusagen eine gewisse Form von staatlicher Inszenierung des Religiösen in Frankreich gibt.
00:22:23: Genau seit Napoleon quasi schon da seint Und Macron hat das... Also Macron ist jemand der versteht Bilder Ikonographien und Zeichen.
00:22:37: Und der hat das ganz klar gesehen, dass quasi die Fertigstellung während seiner Amtsperiode natürlich auch das ist womit er sich dann ins Gedächtnis der Geschichte einschreiben wird.
00:22:47: Er ist der Präsident, der diesen Bau gerettet hat!
00:22:52: Und auch, also wir haben beim Mittagessen auch kurz darüber geredet.
00:22:54: Auch dass der Einzug bei der Eröffnung der Olympiade über die Senn-Erfolgte war natürlich etwas was ganz absichtlich an Norbert Notre Dame vorbeiführte und damit war dieses Gebäude wieder in Sicht.
00:23:08: Da
00:23:08: konnte sie relativ egal sein, wer alles auf der Gästeliste in der Einführung steht.
00:23:12: Es wurde ihm sowieso zugeschrieben im Grunde.
00:23:14: Komplett?
00:23:14: Ja ja!
00:23:15: Aber es ist sozusagen sein Verdienst.
00:23:19: Und das hat ja ganz klar politisch inszeniert, also was übrigens jeder von den Staatschefs in Frankreich gemacht hat.
00:23:26: Und hat's ihm geholfen?
00:23:28: Das werden
00:23:28: wir bei der nächsten Wahl sehen!
00:23:31: Nein aber es gab tatsächlich am Ende an diesem Konflikt, nämlich wer die Eröffnung gesehen hat, hat gesehen dass der Bischof von Paris dreimal mit seinem grauenhaften Stab, das haben Sie jetzt nicht gehört.
00:23:46: Das war so ein blinke Ding ganz dreimal ans Portal geklopft hat und das wollte man grohmachen und dann hat der Bischof gesagt, dass kommt überhaupt nicht infrage!
00:23:56: Das ist eine Kirche und wenn jemand ans Portal klopf, dann ist es der Bischeuf und nicht der Staatspräsident.
00:24:02: Da war plötzlich an diesem Detail kam diese wieder raus und die Kirche ist geschafft die Taufe hinter den Eingang zu setzen, das war auch noch mal so ein Konfliktpotenzial.
00:24:17: Da würde ich gerne dazu ergänzen wollen, dass zum Beispiel die französische Kultusministerin die Idee hatte nach der Eröffnung, dass man doch jetzt Notre-Dame mit einem Eintritt belegen könnte.
00:24:27: Sie hielt hier um in die Kirche reinzukommen für angemessen und... Und das hat, wie man neudeutsch so schön sagt einen unglaublichen Shitstorm hervorgeführt und da ist die Kirche auch wirklich auf die Barrikaden gegangen.
00:24:40: Also das war für die ganz klar.
00:24:42: Die Kirche ist quasi für jeden Gläubigen jederzeit zugänglich und darf unter gar keinen Umständen mit eintritt versehen werden, aber es ist ein schönes Beispiel wo man sieht wie sozusagen der Staat auch da versucht hat das für sich zu vereinnahmen.
00:24:56: Also man sieht diese Bruchlinien an solchen Details dann schon.
00:24:59: ich habe noch mal eine ganz formale Frage aus der Denkmalpflege.
00:25:03: und der Grundsatz den ich gelernt hab im Studium ist das Original ist durch nichts zu ersetzen.
00:25:06: also was weg ist es weg?
00:25:08: Und auch eine Kopie im Maßstab eins zu eins, am Original-Schauplatz ist nicht dasselbe wie das Denkmal.
00:25:13: Steht eigentlich die Restaurationsphase von dem Jahr ab den Jahr ab dem Jahr Ab zwei Jahrtausend neunzehn?
00:25:21: steht die Unterdenkmalschutz?
00:25:22: und wenn ja wofür?
00:25:23: Also für das was wiederhergestellt wurde oder für den Geist aus dem heraus in den zwanzigzwanziger Jahren in einem solchen Tempo das wieder hergestellt werden musste?
00:25:35: also es ist richtig Es ist ein Grund, dass der Denknerpflege das etwas was weg ist nicht mehr wieder hergestellt werden soll.
00:25:46: Es gibt natürlich sozusagen die Möglichkeit über rhetorische Interpretation Dinge zurechtzurücken
00:25:56: und
00:25:57: vor allem gibt es sozusagen die Maxime wenn etwas was beschädigt Und die Kirche war ja auch nur beschädigt.
00:26:10: Sofort wieder aufgebaut wird, dann ist es in Ordnung.
00:26:15: Das ist richtig!
00:26:17: Also wenn die Wunde offen gehalten ist beispielsweise das berühmte Beispiel der Frauenkirche in Dresden wo an dieser Stelle nichts gebaut wurde, wo die evangelische Kirche den Drömmerhaufen zum Denkmal erklärt hat um zu verhindern dass dort gebaut wird was die DDR ja eigentlich gerne wollte an der Stelle.
00:26:38: Man hat also den Drömerhaufen als Denkmal erklärt, als Kriegsmahnmal erklärte und deswegen war es durchaus möglich und gehörte auch sozusagen zur Vervollständigung der Silhouette in der Stadt.
00:26:52: Das war eben in Köln auch so mit dem sofortbeginneten Wiederaufbau des Vierungstürmes von Groß-Sankt Martin der ja ähnlich beschädigt gewesen ist wie die Frauenkirche in Dresden, also nicht ganz so aber doch ziemlich stark.
00:27:11: Also da ist sofort der Wille und dieser Wille sofort zum Wiederaufbau – wir haben ja alle Macron gehört – ich glaube das war auch sehr spontan von ihm.
00:27:24: Ich glaube nicht dass da in jeder Weise so eine intellektuelle Überlegung gewesen ist, sondern einfach zu sagen und in fünf Jahren gibt es das wieder.
00:27:34: Und dafür mache ich alles!
00:27:36: Ich würde gerne zu der Frage des Nationalen nochmal eine Anmerkung machen.
00:27:41: Sehr
00:27:41: gerne, jetzt möchte ich gerne an das anknüpfen was Sie gerade als Stichwort genannt haben noch kurz vorher nämlich sie haben die Drehstner Frauenkirche genannt.
00:27:47: man könnte sicherlich auch aufs Berliner Stadtschloss rekurrieren also da war mal weg.
00:27:53: Nein!
00:27:54: Da stand etwas und da stand ein sehr guter Bau der Palasterepublik und um den haben wir gekämpft vergeblich.
00:28:01: da ist tatsächlich politische Asbest gefunden worden.
00:28:08: Aber selbst im Fall der Frauenkirche, wo es ja immerhin war, ist auch ein etabliertes Denkmal.
00:28:14: Also das waren nicht ganz nichts aber es war natürlich kein so qualitätvoller Bau und auch im Volk anerkannter Bau wie der Republikpalast.
00:28:21: Aber auch da weiß ich noch dass sie damals sehr dagegen waren weil die gesagt haben das ist denkmerpflegerisch quasi egal.
00:28:27: An anderen Stellen im Osten verfallen uns die Dorfkirchen weil die Mittel fehlen.
00:28:31: also auch da war's wenn ich richtig sehe was aus ihrer Sicht eine Fehl Aktion das zu tun.
00:28:37: Die Frage, die ich trotzdem jetzt aufsatteln möchte ist dass nicht aus der heutigen Sicht doch auch wieder Ausdruck für einen Geist dieser Zeit in der man einfach sich dieser Sehnsucht nach dem Wiederherstellen, nach dem Heilung, nach diesen Symbolen nicht entziehen konnte?
00:28:50: müsste man den Aufbau auch unter Denkmalschutz stellen?
00:28:53: Natürlich würde ich sagen, die Frage stellt sich eigentlich gar nicht her.
00:29:00: Und beim Stadschloss?
00:29:02: Ja Es ist nicht das Stadtschloss, es ist das Humboldt Forum.
00:29:07: Also ich spreche auch nie vom Stadtschloss sondern vom Humboldte Forum und das würde ich sagen.
00:29:15: eine Frage dann in dreißig Jahren oder in zwanzig Jahren wie damit umgegangen wird?
00:29:22: Natürlich ja!
00:29:23: Das ist mit Sicherheit von der Gesamtdimension ein Baudinkmal ohne Zweifel Auch wenn ich sagen würde, bedauerlicherweise ist der Ballast der Republik verschwunden.
00:29:35: Und das was dazugehörte nämlich das Außenministerium der DDR.
00:29:41: da war ein neuer Platz in eine neue Situation geschaffen worden und das war wirklich absolut politisch gewollt diese Spuren der DDR wegzukriegen.
00:29:52: Und das ist für den Westen eine Hypothek, denke ich gegenüber dem Osten.
00:29:58: Die nicht hätte passieren dürfen.
00:30:01: Jetzt würde ich gerne nochmal auf die Frage des Nationalismus im neunzehnten Jahrhundert zurückgehen.
00:30:05: wir haben also gesehen diese Wiederaufbauprojekte weiter Bauprojekt wie wir gehandelt haben sind sehr verbunden mit der Idee des Nationalismus, die natürlich damals nicht so ausgestaltet war wie den Nationalismus mit dem wir heute zu kämpfen haben.
00:30:21: Aber der trotzdem eine Bezugsgröße ist, mit der wir uns heute auch nicht mehr einfach identifizieren können.
00:30:26: Meine Frage ist, wie gehen wir denn in der heutigen Nutzung und auch in der Präsentation einer solchen Bausubstanz damit um?
00:30:32: Es ist ja oft gar nicht leicht zu erkennen was ist gotisch, was ist neugotisch?
00:30:36: wenn es dieselben Pläne waren Sie haben es wohl gesagt man sieht den Unterschied nicht müsste man nicht trotzdem wenn man die Geschichte sichtbar machen will, in irgendeiner Form sicherstellen dass das eben auch gelesen wird als Ausdruck dieser Zeit und vielleicht dann auch eine Distanzierung ermöglicht.
00:30:51: Distanzierung ist würde ich sagen überhaupt nicht notwendig wenn ich das gleich sein darf weil die Neugotik als ein inzwischen völlig anerkanntes Stil vorhanden ist und gesehen wird.
00:31:06: Und wenn man den Dom erklärt, wird man immer sozusagen die verschiedenen Fotos zeigen und sagen – das ist im Jahrhundert entstanden.
00:31:16: Die Westfassade wurde nach dem Riss gebaut.
00:31:20: Die Abweichungen sind natürlich irgendwo dokumentiert und minimal.
00:31:25: Aber die Querhausfassaden sind eben original neu gotig!
00:31:32: Also da ist überhaupt gar kein Problem.
00:31:34: Wir haben jetzt nicht von der Stilfrage, sondern einfach vom Inhalten die dahinter stehen?
00:31:39: Nein!
00:31:40: Ich würde sagen, da ist keinen Unterschied in den Inhalten.
00:31:45: Niemand spricht heute mehr vom Kölner Domaisen Nationaldenkmal, das ist Geschichte.
00:31:50: Der Kölner Dom ist heute sozusagen der Dom, also das was als ich nach Köln kam.
00:31:56: Ich bin ja keine Kölners und am meisten wirklich fasziniert hat ist die totale Identifikation der Bevölkerung mit dieser Kirche.
00:32:05: Kenne ich von keinem anderen Ort her in diesem und ganz egal ob die in der Türkei geboren sind, oder das ist unser Dom.
00:32:15: Und dieses Unserdom ist wirklich sozusagen so etwas Kölnisches.
00:32:20: und wenn Sie wollen... ist der Nationalgedanke irgendwie auf den Köln-Gedanke übergeschult.
00:32:26: Man muss aber
00:32:27: auch sagen,
00:32:28: dass dieser Nationalismus des früheren Jahrhunderts etwas ganz anderes war.
00:32:35: Man muß sich ja klar machen das waren viele deutsche Staaten die sozusagen geistliche und weltliche mit Grenzen ohne Ende.
00:32:46: Und sozusagen der Nationalismus war ja der Wunsch, jetzt liegt doch endlich diese Grenzen nüter.
00:32:53: Das hat mit gesamtdeutscher Großmut oder gar nichts zu tun.
00:33:01: Denn die Nationalisten dieser Zeit waren die Progressiven und nicht die sozusagen Deutsch-Tümmel.
00:33:09: Man muss das wirklich unterscheiden, auch wenn das in der Diktion manchmal nicht so rauskommt – der Geist dahinter war doch ein ganz anderer.
00:33:17: Ich wollte noch einen kleinen Bemerkung machen zum Unterschied zwischen dem Nationalismus im Preußen und dem in Bayern.
00:33:28: Bayern hatte natürlich Nicht wie Preußen diese Abneigung gegen die Franzosen, denn die Franzose Napoleon hat Bayern das Königreich beschert.
00:33:41: Der Bayerische König ist einer von Napoleons Gnaden sowie der Württembergische.
00:33:47: Und man hat alles verurteilt, sozusagen von den Franzosen nach
00:33:53: VIII.,
00:33:53: XIII.
00:33:54: oder auch nach XV.
00:33:55: Wiener Kongress – aber an der Königswürde hat man also doch ganz gerne festgehalten!
00:34:02: Also das ist schon so ein ganz kleiner Unterschied, dass Nationaldenkmal der Befreiungskriege nicht eine primär bayerische Angelegenheit gewesen ist, Württemberg ist auch nicht, obwohl Die haben ja auch gespendet dazu.
00:34:21: Und noch eine kleine Bemerkung zu Friedrich Wilhelm
00:34:24: III.,
00:34:24: weil das ja auch angesprochen wurde, die Sammlung Borsary ist in München.
00:34:29: Friedrich W. III.
00:34:30: war ausgesprochen knausreckt und hat eben verzichtet auf den Ankauf der Sammlungen Borsari wobei auch leider Goethe einen Gutachten gemacht hat indem er sich nicht sehr dafür ausgesprochen hat, sodass also dann Ludwig I. wirklich diese Chance ergreifen konnte... Also angeboten war es Preußen und das sollte ja auch in Köln bleiben und ist natürlich ein ewiger Stachel im Fleisch in Kologne, dass die wichtigen Kölner-Tafelbilder in München sind!
00:35:07: Das tut sowas von weh in Kölln.
00:35:10: Das können Sie sich gar nicht vorstellen.
00:35:11: Sie sind da gut aufgehoben ganz prima aber es tut schon sehr weh.
00:35:17: Vielen Dank Frau von Möllendorf, Herr Titscheidt.
00:35:19: Sie haben jetzt länger nichts gesagt.
00:35:20: möchten sie zum dem was bisher gesagt wurde noch etwas kommentieren?
00:35:23: sonst würde ich die Fragen in den Saal hinein öffnen.
00:35:26: bitte sehr.
00:35:27: zur Frage der Haltung von Bayern gegenüber Frankreich muss man allerdings im Rechnung stellen dass es einem Riesenunterschied ist zwischen den einzelnen Repräsentanten.
00:35:41: für Ludwig I war Frankreich ein Erzfeind, obwohl er selbst in Straßburg geboren ist.
00:35:49: Und er hat größte Differenzen mit seinem Vater gehabt und der größte Vorwurf war, dass er gesagt hat, du verdankst ja deine Krone dem Napoleon!
00:36:02: Das war für ihn das Schlimmste wer tickt was er seinem Vater antun konnte... Aber
00:36:09: er hatte gern behalten ne?
00:36:11: Ja aber Nulenz, Wulenz.
00:36:16: Bitte Frau von Möllendorf?
00:36:18: In Frankreich ist es die Frage dessen woher kommt.
00:36:22: die Gotik spielt halt gar keine Rolle weil in Frankreich entscheidet sich das an dem jeweiligen Objekt.
00:36:27: also ist die Geschichte die an diesem Ort und in dieser Kirche stattgefunden hat die eine Rolle spielt.
00:36:34: Damit sind die sozusagen übergotisch, sag ich mal.
00:36:38: Also die Frage auf wo die Gotik tatsächlich herkommt spielt halt dadurch dass sie von vornherein davon ausgingen das ja sowieso nicht französisch ist spielt sich halt einfach gar keine Rolle.
00:36:47: und damit ist hier aber glaube ich auch unproblem oder unbehafteter wenn es darum geht quasi diese Denkmäler nationalistisch zu vereinnahmen sondern es ist quasi das lokale was da im Vordergrund steht.
00:37:02: Dann frage ich mal gerade, ob es Fragen im Saal gibt.
00:37:05: Ich würde das mit dem Mikrofon gerne herumgehen oder Sie nehmen das?
00:37:09: Bitte sehr eine Meldung sehe ich schon gleich hier vorne.
00:37:11: Warten Sie kurz bis das Mikro da ist!
00:37:20: Wir haben jetzt sehr viel über Frankreich gesprochen denn die Ansicht habe ich auch immer geteilt dass der Bodigwürste mich aus
00:37:25: Frankreich
00:37:26: kommt wenn man
00:37:27: raus
00:37:28: schadre diese treuen Karte rein sieht.
00:37:31: Aber wie ist da der Landschaftsturm zum Beispiel?
00:37:34: Werden wir an die Feizturm einzuordnen auf dem Ratschi oder in Brünn, Peter und Hauskirche über den Oldmitz.
00:37:42: Neu-Botisch kenne ich z. B. den neuen Dom in Linz, der sehr serium aber neu-botisch.
00:37:49: Mich wird interessiert.
00:37:50: Der Feizturm ist ja auch schon sehr früh entstanden im Dreizehn bis Vierzehn Jahrhundert.
00:37:55: Peter Pala wird da als Einer der Eintächtung Matthias von Arat wäre.
00:38:02: Das war eben Kaiser Karl IV, der die Schwerpunkte seiner Regierung nach Prag verlegte und deshalb auch eine Richtige.
00:38:11: Und dort das Bistum gründete und für dieses neue politische religiöse Schwerpunkt im Osten auch eine richtige Kathetrale wollte und deshalb den Feizdom sozusagen gründete.
00:38:24: Das ist ganz eng an den Kaiser Karl IV gebunden, aber auch der Feizdom ist ja erst im XIX Jahrhundert dann fertig geworden – eine ganz parallele Geschichte weil er auch so großartig angeregt hat.
00:38:38: und nach dem Karl IV war Prag nicht mehr so ein Mittelpunkt.
00:38:43: Aber der Hintergrund ist ganz genau dasselbe.
00:38:46: Ein Kaiser mit einer Kathedrale etwas... betonen wollte, etwas gründen wolle.
00:38:53: Der vierte wurde ja in Frankreich erzogen.
00:38:56: Insofern war das ganz klar auch wenn er seine Baumeister dann nicht aus Frankreich ... den ersten schon, aber dann die weiteren.
00:39:04: Peter Parler eben aus dem Deutschen Reich holt.
00:39:07: Was wiederum parallel auch mit seiner Ausrichtung seiner Politik zu tun hat – aber das jetzt auszuführen wäre zu kompliziert!
00:39:16: Aber es ist durchaus auch hier eine Mischung Politik und Religion.
00:39:21: Weitere Fragen bitte Herr Walzer hinter Ihnen?
00:39:32: Ausgestaltung im Jahrhundert.
00:39:34: Das verstehe ich jetzt nicht so richtig, weil das Strelwerk ist aus statischen Gründen unbedingt erforderlich für dieses gotische Bauwerk.
00:39:43: Bei Schinkel sind große Zuganker im Inneren also er hat sozusagen als Ersatz der Streben wirkt einfach Zugankern im Innenraum eingefügt die dieses Statisch ersetzen hätten soll.
00:39:57: Das wäre natürlich ein sichtbarer freier Umgang mit Gothic-Zitaten gewesen, eingebettet in das erkennbare moderne Architektur.
00:40:04: Es hat Herr Frauk hier gerade erklärt, dass ästhetisch sozusagen klassizistische... Ich habe jetzt nur der Statische erklärt die Zuganker, die das Strebenwerk ersetzen.
00:40:16: Bitte sehr gerne!
00:40:17: Ja, ich hätte zwei Fragen.
00:40:19: Die eine geht in die staatliche Richtung.
00:40:23: Sie hatten gesprochen das Überlegungen
00:40:25: waren aus Guseisen
00:40:29: die Türme zu gestalten der Violelle Dyck dass nicht gemacht hat.
00:40:34: deswegen ist dann alles auch so wahnsinnig gebrannt vermute ich.
00:40:40: Ist dieses Guseisens vom Gewicht nicht dafür schwerer?
00:40:44: Und hat das auch staatliche Gründe, dass es nicht gemacht hat.
00:40:47: Das wäre die erste Frage.
00:40:49: Die zweite Frage betrifft Winsburg.
00:40:53: Ich habe in der Landesausstellung mitbekommen, dass der Ludwig I alles akribisch dokumentiert und aufgeschrieben hat was er selber sich so gedacht hat mit dieser Finanzierung und diesem
00:41:12: Weitertreiben
00:41:13: der Vollendung
00:41:14: des Regensburger
00:41:15: Bundes.
00:41:17: Genau, ich fange mal mit der Antwort für Violele Dück an.
00:41:19: also Violelle Dück war ein großer Fan von Eisenkonstruktionen und hatte unglaubliches Potenzial gesehen.
00:41:26: Er fand es aber für ein historisches Gebäude für unangemessen aufgrund des Materials.
00:41:31: Also es ging ihm ausschließlich einfach darum, dass ein modernes Material nicht in einem mittelalterlichen Bau verbauen wollte.
00:41:40: Ansonsten hatte er mit dem Eisen überhaupt gar kein Problem.
00:41:43: Wenn wir jetzt darüber reden einen Dachstuhl aus Eisen zu bauen also zum Beispiel im Wiederaufbau war das durchaus Teil der Diskussion den abgebrannten Dachsstuhl mit einer Stahlkonstruktion zu ersetzen.
00:41:58: Und da ist es so, dass Stahl zu leicht ist.
00:42:01: Sie hätten statische Probleme bekommen wenn wir ein Stalldachstuhl auf Notre Dame drauf gesetzt hätten weil dann die Strebepfeiler von außen ja die Wand wieder rein drücken quasi auf Dauer auch wirklich reingedrückt hätte weil der Schub nach draußen fehlt.
00:42:18: Also es ist ein sehr, sehr ausgeglichenes System von sich wieder aufhebenden Schüben und man hätte... Man hat auch kurz darüber diskutiert ob man das mit entsprechenden Betonankern oben auf dem Mauerring halt dann einfach noch schwerer machen könnte.
00:42:34: Unterm Strich hat man das einfach gelassen.
00:42:36: Der Punkt ist der Das ist etwas was ich von meinem Kollegen Thomas Eising gelernt habe Dass ein Stahldachstuhl leichter brennt als einen Holzdachstuhl, wenn man das Holz richtig bearbeitet.
00:42:48: Das ist das Spannende!
00:42:49: Wenn sie Holz sägen brennt das wie Zunder aber wenn Sie es beilen verletzen sie die Faser des Holzes nicht und damit kann das zwar von außen ankuckeln Aber es würde nicht richtig quasi in Brand geraten.
00:43:01: also ein Holz Dachstuch sowohl statisch als auch brandschutztechnisch besser solange man das holzrichtig bearbeitet.
00:43:08: sehr spannend.
00:43:09: jetzt kommt Notwicht der Erste, ob er aufgeschrieben hat was er sich gedacht hat.
00:43:17: Da kann ich nur sagen... Ich habe so viele Schriften im Zusammenhang mit der Vorbereitung dieses Kongresses in Archiven gefunden von denen die meisten meiner Ansicht nach noch unpopuliziert sind, zum Beispiel die Korrespondenz zwischen Ludwig und Den Zinger.
00:43:39: Der ja dann von Regensburg aus weitergereicht wurde nach Frankfurt wo er den Frankfurter Dom auch nachhaltig modernisiert und verändert hat.
00:43:52: Er hat ihm glaube ich im neunzig Grad gedreht und hat ihm anständigen Turmen verliehen damit der auch die Stadtsilmete beherrschen kann.
00:44:02: Also Danzinger ist ein hochinteressanter Mann und der hat bis heute gar keine Monographie erfahren.
00:44:08: Und wie gesagt, es gibt eine Menge Korrespondenzen die man erstmal transkribieren muss und vielleicht kommt da etwas heraus, jedenfalls das was ich nur so überflogen habe verrät viel Persönliches wartet in München im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, das sind die Akten des Inneren der Bayerische Regierung.
00:44:39: Da bin ich überhaupt nicht vorgedrungen.
00:44:41: da frage ich was überhaupt da eventuell vorhanden ist also es noch unbekannt und weil das Schlagwort der Ausstellung in Regensburg im Haus der bayerischen Geschichte gefallen ist, aus der Sicht der Kultur und insbesondere Kunstgeschichte ein totaler Flop.
00:45:07: Und ich bin froh dass die Frankfurter allgemein das auch gemerkt hat.
00:45:11: Ich habe mehrfach Führungen da gemacht.
00:45:14: Da erfahren sie, dass Ludwig den Frauenheld war und einen Technikfreak.
00:45:21: Das war alles.
00:45:22: Und wenn sie in die Ausstellung reingegangen sind, haben Sie eine riesen Vergrößerung gesehen vom Schädel Ludwigs mit KI generiert.
00:45:36: Das sind momentan hier die Kennzeichen von Fortschritt.
00:45:40: also wissenschaftlich erbringt es Null Komma Null.
00:45:45: ich war absolut empört.
00:45:56: Der Name Denzinger fällt bei Frau Kraus kein einziges Mal.
00:46:03: Aber wir sagen es ihr, jetzt sehe ich noch eine Meldung und da würde die Rednerliste auch beschließen.
00:46:09: zwei Meldungen.
00:46:09: vielleicht holen wir beide Fragen ein Herr Walzer dann kann man nochmal in der Runde antworten.
00:46:14: Eine Frage speziell an Sie, Frau Schock-Werner.
00:46:17: Und zwar sie hatten ja herausgestellt, dass gerade das Kulturenprogramm im Dom Dacchaos mitgesprochen hat wie Strukturen auszusehen haben die Projekteigenschaft oder Führerschaft nachher bei den Preusen und bei den
00:46:31: Protestanten.
00:46:32: Können Sie bitte das nochmal ausschälen?
00:46:35: An welcher Stelle die Zusammenarbeit über Gegnerschaft eigentlich zu spüren ist?
00:46:40: Wie muss man sich das nochmal vorstellen?
00:46:42: Wie kann so ein Bau gelingen und in den Achtzehnhundertundachtzig quasi dann eingeweiht werden, wenn es doch völlig divergierende kirchliche Ausrichtung war.
00:46:52: Wir hören noch die letzte Frage und dann antworten wir gemeinsam.
00:46:58: Frau Dr.
00:46:58: Müller-Dorfer, der Rednerin bei dem Muttertampfortrag, dass Gott sei Dank die Kathetreihe digitalisiert war sind nun alle wichtig.
00:47:19: Also es gab natürlich sozusagen die preußische Bauverwaltung, die den Dom erbaut hat.
00:47:26: Die Träger der Domenbauhütte war, die auch den Bildhauer in dem Fall Peter Fuchs bezahlt.
00:47:35: Aber es gab sozusagen die Verabredung, dass inhaltlich doch die Geistlichkeit zuständig war.
00:47:41: Also das Fensterprogramm war Moserie und die Gomen Geistlichen festgestellt haben wo welcher Heilige ist?
00:47:49: Und das galt auch für dieses riesenhaftes Kulturenprogramm, wo man wirklich nun den letzten deutschen Heiligen auch noch ausgegraben hat weil man einfach so viel brauchte.
00:48:03: diese durchaus sozusagen anpasserische Beurteilung, also erstens der Fuchs macht einen Entwurf.
00:48:13: Dann kommt zuerst die bräusische Verwaltung und sagt dieser Entwurf passt zum Dom weiter.
00:48:20: Und dann kommt die Geistlichkeit, kontrolliert den Unturuf und sagt nee Karl der Große braucht breitere Schultern also mache ihn breitre Schultern, dass er auch wie ein deutscher Herrscher aussieht.
00:48:32: Also es gab diese durchaus Zwei Teilung, die aber ganz offenbar gut funktioniert hat.
00:48:39: Vielleicht haben wir es gerade in fünf Jahren der Dachstuhl von Notre-Dame fertig, aber in nicht mal vierzig Jahre diesen Kölner Dom zu vollenden.
00:48:49: Dieses riesenhafte Bauwerk in dieser Perfektion war auch eine ungeheure Leistung.
00:48:56: Das muss man sich wirklich einmal klar machen, denn die Perfektion geht bis auf die Spitze hinauf!
00:49:04: Aber die Inhaltlich sozusagen durfte Gegeistlichkeit, aber die Organisation war staatlich.
00:49:11: Zu den Scans?
00:49:14: Sie haben gerade eben schon gleich dazwischen gerufen und das würden wir uns wünschen.
00:49:18: Wir sind ganz weit davon entfernt Kirchenbauten zu scannen.
00:49:22: Ich würde sagen nicht mal die wichtigsten.
00:49:24: Es ist eine relativ neue Technologie, es ist eine, die extrem teure Technik erfordert.
00:49:31: gute
00:49:32: Hochleistungskomputer.
00:49:34: Das können die Denkmalpflegebehörden in der Form gar nicht leisten, wenn man betrachtet wie sie finanziell ausgestattet sind.
00:49:41: In Bamberg, das kommt immer mehr und setzt sich immer mehr durch.
00:49:45: Es ist aber eine relativ neue Technik, die einfach so ein bisschen ihre Zeit braucht.
00:49:48: Und wir haben in Bamberg mit dem Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmalechnologie eine relativ einmalige Situation, dass wir halt Denkmal-Wissenschaftler, Bauforscher, Restauratoren, die Kunsthistoriker und vor allen Dingen relativ neu den Lehrstuhl für Denkmallechnologie oder digitale Denkmartechnologie haben.
00:50:08: Das heißt, wir haben sozusagen die Ausstattung die Scans von Notre Dame hatten, ist ehrlich gesagt purer Zufall.
00:50:15: Wenn es dieses Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert nicht gegeben hätte was die Erforschung oder auch das Scannen der Kirchenportale von den sechs Kirchen, die in diesem Projekt behandelt worden wären finanzierte dann hätten wir diese Scans auch nicht gehabt.
00:50:33: also es ist ein purer Zufall dass diese Scants da waren und in dem Sinne ein sehr glücklicher Zufalls dass wir Material zur Verfügung stellen konnten, was dann entsprechend genutzt werden konnte.
00:50:44: Wir sind sogar noch einen Schritt zurück in Köln.
00:50:48: Ich bin auch sozusagen im Kirchenvorstand von St.
00:50:51: Aposteln und diese Gemeinde hat unter ihrer Betreuung fünf kirchenromanische Art hauptsächlich.
00:50:57: Und als ich angeregt habe weil ich festgestellt hat das gibt es gehen, dass wir wenigstens Falls bei was partiert Bauaufnahmen dieser fünf Kirchen in der Verwaltung habe, wurde das abgelehnt.
00:51:10: Das sei so aufwendig und zu teuer, was ich ein Skandal finde.
00:51:14: Von Scannen wollen wir gar nicht reden!
00:51:15: Ich rede von ganz normalen Bauaufgaben.
00:51:18: Danke schön.
00:51:19: Ich hab mir eigentlich eine Schlussfrage vorgenommen nochmal für alle vier aber das darf dann wirklich nur dreißig Sekunden pro Person sein.
00:51:25: meine Frage wäre nämlich Wir gehen doch gleich rüber Und ich weiß noch, dass mir im Studium tatsächlich der Blick geschärft wurde.
00:51:31: Man hält Dinge für gotisch und eigentlich ist es alle allermeiste, Ninzehntes Jahrhundert, achtzig Prozent der Außenhauts, die Malereien.
00:51:38: können sie uns einfach für Besichtigungen solcher Kirchen irgendeine Faustregeln Kniff mitgeben?
00:51:44: Wie lese ich das?
00:51:45: Woran erkenne ich eigentlich Neugotik im Unterschied zur alten Gotik?
00:51:49: Da wäre ich dankbar für ein paar Tipps und Tricks, die wir einfach gleich mit in die Kirche nehmen können.
00:51:53: bitte sehr!
00:51:55: Die Neugotik entwickelt sich aus dem Klassizismus und ist daher in allen Einzelheiten sehr viel regelmäßiger und sehr viel schneller sozusagen sachlicher abzulesen als die mittelalterliche Gotik.
00:52:16: Ja, kann ich mich eigentlich nur anschauen?
00:52:18: Man sieht es wirklich nicht immer!
00:52:20: Je besser sozusagen die Architekten waren, desto schlechter sieht man es.
00:52:25: Aber es ist tatsächlich zu große Regelmäßigkeit.
00:52:30: Das macht verdächtig und dann ist das wahrscheinlich doch
00:52:34: neugotisch.".
00:52:36: Ich würde sagen wenn's so glatt gearbeitet und so hübsch aussieht, dann ist es neugodisch!
00:52:41: Ich finde die Frage wichtig, weil sie mich schon als Kind auf die Palme gebracht hat.
00:52:47: Wenn meine Eltern gesagt haben das ist neugotisch und dass es mittelalterlich.
00:52:52: Und ich wollte das auch immer wissen!
00:52:55: Und dann bin ich nach Mainz gekommen habe in Mainz Kunstgeschichte studiert bei Fritz Ahrens der ein sehr lockeres Mundwerk hatte und er hat beim Kunsthistoriker Kongress wo die Karuscheen des Faches sich gemeinsam versammelt haben und sich vor Wissenschaftlichkeit fast geplatzt sind, dann blieb er vor einem Altar stehen.
00:53:20: Und ein Flügelaltar hat gesagt es gäbe in der Kunstgeschichte Attributionisten.
00:53:28: Da wäre doch jetzt tatsächlich jemand aus dem Rheinland gekommen und hätte die Flüge dieses Altars für Mittelalter
00:53:37: erklärt.".
00:53:38: Obwohl mir eben gesagt habe, Burschler ist die Finger davon das Zeug es noch entziehen ist.
00:53:46: Also vielen vielen Dank nicht nur für diese Tipps und Tricks sondern auch für die vielen vielen Stunden die wir jetzt heute Morgen um neun hier versammelt waren.
00:53:53: ich nehme ganz viel mit nach Hause aber auch große Lust an viele Themen dran zu bleiben und jetzt noch die die Aufträge mitzunehmen die sie uns zugespielt haben.
00:54:02: Vielen vielen dank auch ihnen fürs herkommen und für die Geduld und ich wünsche uns allen noch viel Spaß.
00:54:05: jetzt drüben im Dom.
00:54:06: Ich danke nochmal den Kooperationspartnern Und dann sage ich, wir sehen uns in zehn Minuten drüben in der Kirche.
00:54:13: Aber ich werde mich nicht mehr von allen von Ihnen einzeln verabschieden können.
00:54:17: Insofern an dieser Stelle auch schon mal Tschüss!
00:54:19: Kommen Sie gut nach Haus und kommen sie wieder.
00:54:20: Sei es das nächste Mal zur Kooperation nach Regensburg oder auch mal zu uns nach München.
00:54:25: Danke schön.
00:54:28: Danke sehr.
00:54:29: Vollbar.
00:54:30: Vielen Dank.
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