Gespräch zum Thema 'Unternehmen und Märkte - Verantwortung übernehmen und Chancen nutzen'
Shownotes
Wärmerekorde, Überschwemmungen, Dürren – unsere Zeit ist zunehmend von den Folgen des globalen Klimawandels geprägt. Angesichts zahlreicher anderer Krisen verliert der Klimaschutz gleichzeitig in der Politik an Bedeutung. Regelungen und Gesetze werden auf europäischer wie deutscher Ebene abgeschwächt oder sogar ganz zurückgenommen. Wo sich gemeinsames staatliches Handeln als schwierig erweist, rückt die Wirtschaft umso mehr in den Fokus, wenn es darum geht, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Können Marktmechanismen und unternehmerisches Handeln dort weiterführen, wo Politik zögert? Welche Rolle und Verantwortung haben Unternehmen in diesem Zusammenhang?
Diese Veranstaltung diskutiert, wie Unternehmen den Klimaschutz aktiv voranbringen können – nicht nur aus Verantwortung, sondern auch aus Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Innovations- und Wettbewerbsfaktoren sind. Wie kann ein marktwirtschaftlicher Rahmen aussehen, der klimapositives wirtschaftliches Handeln ermöglicht und belohnt? Welche Spielräume eröffnen sich für kreative Geschäftsmodelle, für neue Technologien und für wirtschaftliche Allianzen?
Impulse geben Vertreter:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zentrum steht die Frage: Wie kann die Wirtschaft zum zentralen Treiber einer wirksamen Klimastrategie werden – und dabei Zukunft sichern, Werte schaffen und Verantwortung übernehmen?
Auf dem Podium am 29. Oktober 2025 in der Katholischen Akademie in Bayern: Renate Bleich, Dr. Martin Dabrowski, Prof. Dr. Andreas Löschel, Sébastien Schikora, Christine Völzow.
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00:00:03: So,
00:00:04: einen schönen
00:00:05: guten Abend.
00:00:06: meine sehr verehrten Damen und Herren.
00:00:08: Ich
00:00:09: begrüße Sie ganz herzlich hier heute Abend in der katholischen Akademie in Bayern zur Veranstaltung Klimaschutz durch Unternehmen und Märkte Verantwortung übernehmen und Chancen nutzen.
00:00:21: Die Problematik des Klimawandels und die Diskussion um geeignete Maßnahmen zum Klimaschutz haben in der politischen und medialen Öffentlichkeit leider sehr stark Ansichtbarkeit und an Bedeutung verloren.
00:00:36: Trotzdem bleibt die Dringlichkeit der Problematik natürlich unverändert hoch.
00:00:42: Wie Hitzewellen mit immer neuen Wärme-Rekorden, Starkregenereignisse, Überschwemmungen und Dürren uns tagtäglich zeigen?
00:00:53: Angesichts zahlreicher anderer Krisen verliert der Klimaschutz dennoch in der Politik an Bedeutung.
00:01:00: Regelungen und Gesetze zum Schutz des Klimas werden auf europäischer und auch auf nationaler Ebene
00:01:06: abgeschwächt
00:01:07: oder sogar ganz zurückgenommen, gerade Anfang dieser Woche ist die Diskussion ja nochmal wieder durch den Vorsitzenden von EWONIC Herrn Kullmann stark angeheizt worden Und ja, wird jetzt natürlich im politischen Rahmen auch wieder weitergeführt.
00:01:26: Weil staatliches Handeln auf europäischer wie auf deutscher Ebene also oft ins Stockengerät oder gar Rückschritte erkennbar sind rücken Unternehmen und Märkte immer stärker in den Fokus.
00:01:38: Sie sind gefordert innovative Lösungen für den Klimaschutz zu entwickeln Verantwortung zu übernehmen und Chancen zu nutzen.
00:01:47: Dieses wollen wir heute Abend diskutieren.
00:01:50: Wir wollen uns mit den Fragen befassen, wie Unternehmen den Klimaschutz aktiv voranbringen können nicht nur aus Verantwortungsgefühl sondern auch aus der Überzeugung heraus dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Innovations- und Wettbewerbsfaktoren sind oder beziehungsweise werden können.
00:02:11: Wir werden unter anderem darüber sprechen, welche Spielräume für kreative Geschäftsmodelle, für neue Technologien und für wirtschaftliche Allianzen sich auf diesem Gebiet eröffnen.
00:02:24: Es geht aber natürlich auch darum welchen marktwirtschaftlichen Rahmen wir brauchen damit klimapositives unternehmerisches Handeln ermöglicht und dann auch belohnt wird.
00:02:38: Bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung kooperieren wir mit der Münchner Rückstiftung.
00:02:44: In dieser Zusammenarbeit sind in den letzten Jahren schon einige Tagungen zum Thema Klimaschutz-Klimawandel entstanden, die immer sehr interessant waren.
00:02:54: Ich begrüße sehr herzlich Renate Bleich die Geschäftsführerin der Münchner Rückstiftung.
00:02:59: Sie wird auch gleich im Anschluss das Podiumsgespräch moderieren, liebe Renate!
00:03:05: An dieser Stelle schon einmal ein ganz herzlicher Dank für die gute Zusammenarbeit wie immer bei der Vorbereitung und jetzt bei der Durchführung der Veranstaltung.
00:03:13: Herzlich begrüßen will ich auch die übrigen Expertinnen und Experten unseres Podiums Gespräch, die jeweils aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Aspekte unserer Tagungsthematik beleuchten werden.
00:03:26: Da ist zum einen Prof.
00:03:27: Dr.
00:03:27: Andreas Löschel, Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Umwelt und Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum.
00:03:36: Zweiter Referent ist Sebastien Chicora.
00:03:40: Er ist Technologiechef bei Flexa, einem Joint Venture der Firmen N-Pal und N-Tricks.
00:03:47: Als dritten Gast auf dem Podium begrüße ich herzlich Christine Völzow.
00:03:52: Sie ist Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft hier in München.
00:03:59: Vielen Dank, dass sie sich heute Abend die Zeit nehmen uns mit ihrer Expertise hier in das Thema einzuführen und auch dann nachher für die Diskussion für uns bereitstehen.
00:04:10: Ja, ich wünsche uns allen eine interessante Veranstaltung mit tiefgreifenden Analysen zum Thema des heutigen Abends und dass wir nachher mit wertvollen neuen Perspektiven auf die Thematik Klimaschutz durch Unternehmen und Märkte nach Hause gehen.
00:04:26: bzw.
00:04:27: bevor sie nachhause gehen gibt es ja auch noch einen kleinen Umtrunk hier wo man sich dann natürlich noch weiter unterhalten kann.
00:04:37: Ja, ich wollte jetzt eigentlich die Experten nach vorne aufs Podium bitten.
00:04:41: Das ist schon passiert!
00:04:42: Also kann ich jetzt direkt an die Moderatorin Renate Bleich abgeben und freue mich auf die Veranstaltung.
00:04:48: herzlichen Dank.
00:04:49: Vielen Dank Martin.
00:04:51: auch von meiner Seite herzlich willkommen zu dieser Kooperationsveranstaltung der Münchner Rückstiftung und der katholischen Akademie in Bayern.
00:04:59: wir freuen uns sehr wieder hier zu sein.
00:05:00: vielen dank auch von unserer Seite für die gute Zusammenarbeit.
00:05:04: Mein Name ist Renate Bleich.
00:05:05: Ich bin die Geschäftsführer, nämlich eine Rückstiftung und habe ... das Vergnügen und die Ehre, diese Podiumsdiskussion zu moderieren.
00:05:13: Auch für meiner Seite ganz herzlichen Dank an unsere Gäste!
00:05:16: Ich darf sie nochmal einmal ganz kurz vorstellen.
00:05:18: Martin du hast ja schon ein bisschen was gesagt aber ich möchte noch mal ganz herzlich begrüßen Frau Christine Fölzo.
00:05:24: Sie ist die Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik seit im Jahr zwei tausend achtzehn bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und wird uns nachher auch gleich ein bisschen etwas dazu erzählen was der VBW ist.
00:05:36: Sie verantworten dort die Themen Digitalisierung, Energie Klima Mobilität und Rohstoffe also alles spannende Themen von denen heute sicher einige zur Sprache kommen.
00:05:47: Waren vor ihrer Tätigkeit im Verband etliche Jahre im Bayerischen Wirtschaftsministerium tätig und sind neben ihrer jetzigen Tätigkeiten auch in zahlreichen Kriegmen engagiert zum Beispiel auch im Aufsichtsrat der bayerischen Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer.
00:06:00: Vielen Dank dass sie da sind.
00:06:01: Dann darf ich ganz herzlich auch noch mal begrüßen Herrn Prof.
00:06:04: Andreas Löschel, seit dem Jahr zwanzig-einundzwanzig Inhaber des Lehrstuhls für Umwelt und Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum.
00:06:12: Davor waren sie Professor an den Universitäten Münster & Heidelberg.
00:06:16: Seit dem Jahr zwei Tausend Elf sind Sie Vorsitzender der Expertenkommissionen der Bundesregierung zum Monitoring der Energiewende.
00:06:24: Seit twenty-vier und zwanzig haben sie den Vorsitz des Direktoriums der Akademieninitiative Energiesysteme der Zukunft.
00:06:30: Also wir haben heute einen der ausgewiesensten Energiesystemen und Energiewende Experten in Deutschland hier bei uns, herzlichen Dank dass Sie da sind!
00:06:38: Last but not least Sebastian Schikora hier für uns auf dem Podium.
00:06:42: Er ist Chief Technology Officer bei Flexa.
00:06:46: auch darüber werden wir sicher noch mal mehr hören.
00:06:48: Flexer ist ein Joint Venture von NPAL und Entrix und leitet dort als Technologischef unter anderem die Entwicklung des größten virtuellen Kraftwerks in Europa.
00:06:58: Ich bin gespannt, mehr darüber zu hören.
00:07:00: Davor arbeitete er über zwanzig Jahre im Silicon Valley.
00:07:04: Unter anderem leitete er drei Jahre lang bei Tesla die digitale Produktentwicklung für alle stationären Batterien weltweit.
00:07:12: Und wer noch nicht weiß, was Endpal ist.
00:07:16: Endpal werden Sie sich ja auch noch vorstellen nur vielleicht ganz kurz von meiner Seite.
00:07:20: EndPal hat sich innerhalb der letzten acht Jahre von einem kleinen Solar-Startup zu einem sehr bedeutenden Unternehmen der Energiewende in Deutschland entwickelt.
00:07:29: gilt als erstes deutsches GreenTech Einhorn wächst sehr dynamisch stetig weiter und die Mission von N-PAL ist klar, ich zitiere von der Webseite.
00:07:43: Wir glauben an eine klimaneutrale Zukunft in der Solarmodule auf jedem Dach Heimspeicher in jedem Haus, Wärmepumpen in jedem Garten und Elektroautos in jeder Garage gibt.
00:07:53: also ein Unternehmen mit einer Mission.
00:07:55: Ich freue mich sehr dass Sie da sind.
00:07:56: herzlich willkommen!
00:07:57: Anfang würde ich gerne mit Ihnen Herr Professor Löschel.
00:08:01: Ich würde gerne sozusagen mit der Makro-Perspektive starten und gerne mit einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung.
00:08:08: Es geht ja um die Frage, inwieweit Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zusammenzubringen sind?
00:08:16: Sie waren auch im Wissenschaftlichen Beirat der Transformationsstunde des BDI wo es ja auch darum geht durch die Transformation, durch den Klimaschutz gibt es einerseits Belastungen für Unternehmen andererseits aber auch viele Chancen.
00:08:30: Und ich würde Sie bitten, uns vielleicht mal so einen Überblick zu geben aus Ihrer Sicht welche Bedeutung hat denn der Klimaschutz beziehungsweise klimafreundliche Technologien heute für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.
00:08:41: Was ist das was eher für Belastungen sorgt?
00:08:43: Was eher für Potenziale?
00:08:46: Ich fand das sehr interessant.
00:08:47: Ich habe die BDI-Studie begleitet, als die erste Studie jetzt auch die zwei sind Transformationspfaden und da hat man schon versucht eben genau diese Spannungsverhältnisse aufzuspannen von dem sie gerade berichtet haben.
00:08:58: also es gibt eben etliche Bereiche.
00:09:02: Klimapolitik kostet, das ist glaube ich mal grundsätzlich was man sagen muss.
00:09:07: Das lohnt sich vielleicht trotzdem in der langen Frist und global.
00:09:10: aber für uns im Norden und heute ist erst einmal eine Belastung so und trotzdem sind Unternehmen ganz unterschiedlich davon betroffen.
00:09:18: also gibt einige Bereiche die haben auch tatsächlich große Chancen.
00:09:23: durch die Energiewende haben wir heute ein bisschen drüber sprechen also die werden auch da versucht dazu also im Bereich Effizienz bei Systemlösungen, bei den Erneuerbaren aber natürlich auch bei sowas wie Effizience in Industrie und Automatisierung.
00:09:39: Also gibt es viele Dinge wo wir eigentlich weit sind Wasserstoff usw.
00:09:44: Aber für viele Unternehmen ist das eine Belastung.
00:09:48: Und hier hat man ein Problem dass wir in Deutschland auch eine Industriestruktur haben die sehr energieintensiv ist Teil der Energiewende, der Klimapolitik sind auch zu kämpfen haben.
00:10:05: Und jetzt ist die Frage, wo schaut man ein bisschen stärker hin und wo ein bisschen weniger stark?
00:10:11: Der BMI hat gesagt wir können eigentlich langfristig durchaus mit einer schwarzen Null da rauskommen.
00:10:16: also erst mal wenn die anderen natürlich auch mitmachen aber wenn wir es auch clever machen die Energiewenden und deswegen Gibt sich das schon die Waage?
00:10:26: Aber hier jetzt, wenn ich bin ja in München da kann ich dann vielleicht mal einen Kollegen zitieren.
00:10:30: Clemens Fust hier vom IFO der hat gesagt wir sind so ein bisschen mit in der Mitteltechnologie Falle sozusagen.
00:10:37: also Die deutsche Wirtschaft ist gekennzeichnet durch so Technologien des Letztes Jahrhunderts sage ich jetzt mal despektierlich ein bisschen überspitzt.
00:10:45: Also Automobilindustrie Automobilzulieferindustrie Chemische Industrie also Kunststoffindustrie im Allgemeinen meinen, während in anderen Ländern eben häufig Hightech-Industrien auch für Wachstum gesorgt haben.
00:11:00: In den USA zum Beispiel das ist eben dann die Pharmabranche, die Biotechnologie KI und so weiter.
00:11:08: Und da haben wir irgendwie noch nicht zu richtig den Zugang gefunden.
00:11:11: Jetzt sehen Sie mal das Zitat.
00:11:14: Wir haben jetzt natürlich sehr starke Besitzstandswahrungen beziehungsweise man möchte eigentlich dass sich nichts verändert.
00:11:21: Klimapolitik Faktor in gewisser Weise.
00:11:24: Ich muss anpassen, die Welt wird nicht so bleiben wie sie ist und zwar auch dann nicht wenn die Politik auch sehr stark.
00:11:32: mir hilft sozusagen als Unternehmen einfach weil die globalen Entwicklungen anders sind.
00:11:38: wir sehen das.
00:11:39: Augenblicklich bin ja auch im IPCC Weltklimarad.
00:11:42: wir sehen wo Investitionen reingehen massiv im Endeffekt in sehr günstige Energien Erzeugungstechnologien dort wo eben Sonnewind was da ist und man hat im Endeffekt in der langen Frist einfach einen großen Abwehr oder die Großen.
00:11:59: Pool sozusagen von energie- und sieben Sektoren in diese Regionen.
00:12:03: Und da wird es ganz schwierig sein, sich sozusagen davon ganz abzukoppeln.
00:12:07: Wir sehen das.
00:12:08: wir sind jetzt im sechsten Jahr Rezessionen.
00:12:10: Man kann da viel besser machen glaube ich.
00:12:13: Das hat auch gar nichts mit Energiepolitik erst mal zu tun so mit ganz vielen anderen Punkten.
00:12:17: aber man muss sich dafür glaube ich schon in dieser Diskussion begeben nach guten Lösungen suchen.
00:12:23: wie machen die Energiewende besser als was heute machen?
00:12:25: Wie machen Klimaschutz effizienter machen, wir helfen den Unternehmen da auch tatsächlich eine proaktive Rolle einzunehmen.
00:12:33: Aber ich sage mal jetzt so ganz grundsätzlich, ich sag mal dem Klimaschutz als solches abzuschießen oder den marktlichen Klimaschutzzüren ja eigentlich sinnvollerweise betreiben und ich glaube das ist auch nicht hilfreich um sich dann in so einer Welt langfristig zu positionieren.
00:12:50: Und vielleicht noch eine kurze Erläuterung dazu Dieses Thema klimafreundliche Technologien sind wichtig für Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
00:12:59: Vielleicht können Sie dazu noch ein bisschen ausführen, wie das zusammenhängt?
00:13:03: Wenn man sich anschaut wo sind wir eigentlich stark und was sind die großen Märkte der Zukunft dann das nochmal auf BDI rekrohirend.
00:13:11: Dann ist ja klar es gibt verschiedene globale Trends.
00:13:14: also wenn wir heute viel über Elektrifizierung sprechen das findet natürlich Überall auf der Welt statt im Augenblick in China ganz besonders stark, aber man sieht das überall.
00:13:25: Wir sehen Sektorkopplung findet statt, der Strom geht eben in die anderen Sektoren wir sehen viele systemische Lösungen weil diese Systeme immer stärker verwoben sind und das sind eigentlich alles Themen, die Deutschland gut beherrscht sozusagen und wo man eigentlich auch in der mittleren Frist tatsächlich ein gutes Geschäftsmodell hat.
00:13:46: Und wie gesagt diese Geschäfts-Modelle zu entwickeln, ein bisschen auf die Technologien der Zukunft auch zu schauen weil wir haben ja in der Energiewende oder auch im Klimaschutz ganz viele Technologie die heute einfach noch nicht entwickelt sind.
00:13:59: also die Elektrifizierung ist noch in den Kinderschuhen.
00:14:03: wenn sie jetzt vielleicht ein paar Sachen dazu sagen aber Es ist noch lange nicht so, wie wir es uns eigentlich vorstellen.
00:14:08: Wir brauchen Ersatz wo Elektrifizion nicht funktioniert und Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe gibt's alles nicht augenblicklich.
00:14:16: Wir brauchen im Endeffekt breite Innovationen auch wenn es um die CO-Zweihinnahme aus der Atmosphäre geht.
00:14:24: Das wird nicht reichen nur auf Null zu kommen, wir müssen eigentlich CO-zweih aus der atmosphären nehmen also CCS, CCU all die Technologie.
00:14:30: Also es gibt ein großes Bündel von Dingen die heute sind und wo es große Möglichkeiten gibt innovativ tätig zu werden.
00:14:40: Und stattdessen wären wir uns da sehr stark sozusagen, anstatt das ein bisschen positiver auch aktiver heranzugehen.
00:14:49: Danke!
00:14:51: Dann Frau Völzer würde ich zu Ihnen gerne kommen?
00:14:55: Ja vielleicht die erste Frage erzählen Sie einfach nochmal ganz kurz, was die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft ist und was so zu Ihren Aufgaben gehören.
00:15:03: Aber zum anderen würde ich gerne ganz konkret fragen nach einer Studie die der Verband vor fünf Jahren veröffentlicht hat mit dem Titel Klima-Zwanzig-Dreißig nachhaltige Innovation, in dem es ja auch ganz stark darum gegen Handlungsempfehlungen zu geben und auch sozusagen zu analysieren welchen Beitrag die bayerische Wirtschaft zum Klimaschutz leisten kann.
00:15:25: Und das wäre interessant spannend glaube ich für alle wenn Sie ein bisschen aus den Ergebnissen dieser Studie berichten würden.
00:15:32: Ja vielen Dank erstmal für die Einladung.
00:15:35: Genau, ich habe gefragt ob ich mal ein paar Sätzen erzählen soll, wer wir sind.
00:15:39: Weil jetzt befürchte das nicht jeder mit der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft täglich zu tun hat.
00:15:42: aber sie sind herzlich eingeladen das zu ändern.
00:15:46: Wir sind einen Dachverband Interessensvertretung bei uns und andere Verbände Mitglied wenn Sie das gerne möchten Und zwar QRB durch die ganze Wirtschaft.
00:15:55: Das geht vom Bauernverband über Waldbesitzer bis in diverse Industrien einige Handwerksbereiche und natürlich auch viel Dienstleistungen dabei.
00:16:04: Also so ziemlich alles, was man sich so vorstellen kann in der Wirtschaft und deren Interessen versuchen wir dann gebündelt gegenüber der Politik zu vertreten aber durchaus auch im gesellschaftlichen Kontext.
00:16:14: Und da war irgendwie klar das für uns auch mit dem Thema Klimaschutz irgendwann mal vertief beschäftigen müssen.
00:16:22: Die Studie ist entstanden im Zusammenhang mit dem Zukunftsrat der bayerischen Wirtschaft.
00:16:27: Und das war ein Gremium, das hatten wir bis vor ungefähr vier Jahren.
00:16:31: Das haben wir gemeinsam mit der Technischen Universität Münchens Leben gerufen.
00:16:35: Da saßen Wissenschaftler drin
00:16:37: und
00:16:38: einige Vertreter aus Unternehmen auch zum Beispiel für die Politik oder die amtierende Wirtschaftsministerin Und dieser Zukunftsrat hat sich immer mit einem Schwerpunktthema pro Jahr befasst, um einfach so ein bisschen Grundlagen zu klären und Unternehmen auch Orientierung zu geben.
00:16:57: Vor allem aber auch dem Staat natürlich auch Empfehlung zu geben, wo man hingehen könnte.
00:17:01: was passiert technologisch in Bayern?
00:17:04: Wie können wir darauf reagieren?
00:17:06: Da war eben eines dieser Schwerpunkthemen der Klimaschutz.
00:17:10: da muss man sehen Sie haben zurecht gesagt vor fünf Jahren wurde eigentlich gestartet sind also dann musste vielen auch noch
00:17:17: mal
00:17:18: nachweisende, dass das ohne Alternative ist.
00:17:22: Das war schon länger unser Credo als Verband aber wir haben es dann nochmal auf ein schönes wissenschaftliches Fundament gestellt und gezeigt, dass es also tatsächlich keine andere Optionen gibt als sich für Klimaschutz zu engagieren und die Tatsache, dass in Bayern einen kleinen Anteil an den weltweiten Emissionen stehen Ich glaube es dürften nach wie vor so um die Null, mal zwei Prozent sein.
00:17:45: Nicht bedeutet das ist nichts ändert was wir hier im Freistaat machen.
00:17:50: Wir haben mit der Studie unter anderem gezeigt dass der eigentliche Schlüssel technologische Innovationen sind also dass es eben nicht reichen kann einfach nur auf Verhaltensänderungen zu setzen dass die Effekte viel zu gering sind dass es natürlich hilfreich ist, auch sowas wie Kreislaufwirtschaft zu setzen, das auch einen großen Beitrag liefern kann.
00:18:10: Aber eben nicht ganz alleine und dass wir letztlich Ja, an Technologien nicht vorbeikommen und dass es für Bayern keine schlechte Nachricht ist.
00:18:20: Sondern am Grunde genommen eine gute, weil wir in der Studie unter anderem auch analysierter mit einer Patentanalyse wie wir da stehen weltweit Und dann kann man schon sagen das bayern gut positioniert ist auch deutschland.
00:18:31: Wir stehen für ungefähr zehn prozent der europäischen Weltklasse patente in klimaschutz technologien Ungefähr ein viertel der deutschen also das weltklasse patenten und daher ist Das ist ein fund mit dem wir wuchern können.
00:18:46: Einen der Botschaften war auch, dass grundsätzlich die Technologien bekannt und vorhanden sind mit denen wir den Klimaschutz betreiben können.
00:18:54: Ja einiges ist noch nicht großskalig im Einsatz.
00:18:56: sie haben angesprochen Wasserstoff synthetische Kraftstoffe aber man weiß wie es geht und man weiß eben bei den grundlegenden Dingen zum Beispiel dem Umbau des Energiesystemes worauf man setzen kann.
00:19:06: also
00:19:06: Damit hat man natürlich auch so ein bisschen stetig aufkeimende Hoffnung, den Wind aus dem Segel genommen.
00:19:14: Dass es die eine Gamechanger-Technologie gibt, die man jetzt nur warten muss und dann wird ja alle unsere Probleme lösen.
00:19:20: im Gegenteil wir haben sehr viele Einzeltechnologien untersucht über sechzig in aller Tiefe und haben achtundzwanzig rausgearbeitet, die für Bayern ganz besonders wesentlich sind.
00:19:31: Das klingt viel aber ich glaube das ist schon allen der Kernbotschaften.
00:19:34: es gibt eben nicht die eine Lösung sondern man muss ganz vieles gleichzeitig machen vielen verschiedenen Sektoren oder in allen Sektionen Und dann hat das ganze auch das Potenzial tatsächlich eine wirtschaftliche Chance zu sein.
00:19:44: Aber ich glaube über die Rahmenbedingungen wird es teilweise verhindern.
00:19:47: werden wir heute noch viel sprechen?
00:19:48: Genau
00:19:49: Danke.
00:19:49: auf die Rahmenmedikung kommen wir gleich noch.
00:19:51: erst würde ich gerne von Ihnen, Herr Chikura noch mal hören.
00:19:56: Sie gehören ja einem Unternehmen an das Innovationen auf den Weg bringen, dass neue Geschäftsmodelle entwickelt hat und es in einem ganz neuen Feld unterwegs ist, explizit eine Mission hat,
00:20:06: d.h.,
00:20:07: die Energiewende in alle Haushalte zu bringen.
00:20:09: Können Sie uns ein bisschen erläutern was InPal macht?
00:20:12: Was Flexa macht, was dazu gehört, was das Neue auch daran ist und was diese neuen Geschäfts-Modelle beinhalten?
00:20:19: Vielen Dank für die Einladung.
00:20:20: erstmal!
00:20:21: freue mich hier zu sein.
00:20:22: Normalerweise bin ich eher bei technischen Foren unterwegs und freue mich wirklich, hier ein anderes Publikum oder einen anderen Gesprächspartner heute zu haben um auf Entrix-Flexer N-Pal einzugehen.
00:20:38: also nochmal ganz kurz Ich bin im CTO für die Entwicklung zuständig für Entrix & Flexor.
00:20:47: Hendrix vermarktet Großspeicher, Elektrizitätsspeicher.
00:20:52: Man hört ja immer wieder davon.
00:20:54: unsere Aufgabe ist diese der Nutzung zu optimieren an verschiedenen Märkten.
00:21:00: also sehr stark zum Thema heute wie funktionieren Märkte?
00:21:05: was für Technologien gibt es?
00:21:08: und hier geht es eben darum den Abstand zwischen dem Strom, den Erneuerbare produzieren.
00:21:17: Der dann eben kommt wenn der Wind weht oder die Sonne scheint?
00:21:21: und dann wenn wir den Strom nutzen wollen, wenn ich eben den Backofen an mache oder heizen möchte... Ich habe eine Wärmepumpe.
00:21:30: insofern, geht das schon mit Strom?
00:21:34: Da gibt es eben einen Abstand minimal Kosten im Endeffekt, um das finanziell sinnvoll zu machen.
00:21:44: Die Erneuerbaren sind schon mit Abstand die günstigsten Energieressourcen wie wir haben also mehr als ein Faktor drei vier günstiger als Gas.
00:21:55: Also Strom der produziert wird aus Gas ist bis zu fünfmal so teuer wie Solarstrom und dreimal so treuer wie Wind.
00:22:05: Also wenn wir sagen, wir suchen nach günstigen Energien ist das mit Sicherheit nicht in der Gas- und Kohle zu suchen.
00:22:15: Das ist unsere Aufgabe.
00:22:17: Unsere Missionen ist es eben auch mit Flexa & Enpal zu jedem Haushalt zu bekommen.
00:22:21: Wir haben die Großspeicher, die hört man immer wieder in den Nachrichten.
00:22:26: Wir können aber auch die Speicher, von der tagsüber produziert wird, lädt den Speicher auf und stellt den Strom zur Verfügung wenn ich ihn dann nutzen will.
00:22:43: Das kann ich aber auch größer spielen und zu sagen wann will ich denn wirklich den Strom nutzen als Gemeinschaft?
00:22:51: Nicht nur ich für mich sondern auch wann ist er denn für die Gemeinschafter am wichtigsten?
00:22:55: weil
00:22:57: nur weil ich gerade Strom verwenden will in der Nacht könnte ja trotzdem auch vom Wind kommen.
00:23:03: Das heißt, wirklich diese Optimierung für das gesamte Stromnetz machen wir an den Märkten und wie gesagt für die Großanlagen als auch mit N-PAL für die Haushalte.
00:23:16: Und da geht es eben dann auch darum nicht nur den Stromspeicher zu nutzen sondern auch das Laden des Autos also wann ich Wenn ich die Möglichkeit habe, das zu Hause zu tun, mein Auto anstecke.
00:23:33: Dann passiert es in der Regel, wenn ich nach Hause komme nach der Arbeit, sechs Uhr oder sieben Uhr, dass es genau dann, wenn der Strom am teuersten ist, wann wir nicht genug haben.
00:23:45: Das heißt, wenn Ich das unkontrolliert tue, dann tue ich dem Netz nichts Gutes, dass ich das genau zu dieser Zeit mache und auch zum Preis für uns alle Nichts Gutes.
00:23:57: Wir können das natürlich leicht auch in der Haushaltsoptimierung aufnehmen und dann sagen, ich sehe aber dass um drei Uhr oder vier Uhr oder fünf Uhr der Strom sehr günstig ist.
00:24:09: Und auch viel verfügbar ist und ich verschiebe dann das Laden auf die Urzeiten wo es eben sinnvoll ist.
00:24:17: Das gleiche können wir mit den Wärmelpumpen machen.
00:24:20: Da ist natürlich immer darauf zu achten, dass der Komfort nicht verloren geht.
00:24:23: Wir wollen natürlich nicht im Kalten sitzen weil es gar teuer ist.
00:24:28: Aber das sind natürlich die Ansprüche, die wir an den Anlagen haben.
00:24:33: Wie wir diese gesamte Optimierung an den Märkten tun?
00:24:36: Wir sind mit Entrix an allen Spotmärkten verbunden.
00:24:42: Das heißt, wir machen das nicht nur auf der Headmarkten sondern jede Minute tun wir neu optimieren wie die Anlagen verwendet werden um wirklich auch jede Veränderung ist jetzt doch ein bisschen weniger Wind oder mehr Sonne dass wir das adaptieren können auf jede Minute des Tages.
00:25:01: Und das ist wirklich, was wir mit dem WPP tun, weil wir können einen einzelnen Haushalt nicht an den Markt bringen.
00:25:07: Das geht nicht, dass wir so viele Marktteilnehmer haben sondern wir müssen hier tausende von Haushalten.
00:25:15: Zusammennehmen.
00:25:16: zu der Größe.
00:25:17: Wir sind schon das größte WPP in Deutschland seit letzte Woche, wir warten noch auf die offizielle Aussage dazu dass wir das nochmal getrennt auch sagen dürfen.
00:25:31: aber da stehen wir heute und haben natürlich das Ziel wie vorhin angesprochen das größten wpp in europa zu werden.
00:25:39: damit können wir dann natürlich auch einen echten Beitrag für die Gesellschaft liefern.
00:25:44: Also jetzt haben wir Zehntausend Haushalte, da sind wir noch so
00:25:47: klein
00:25:48: dass das natürlich nicht wirklich den Unterschied macht.
00:25:52: aber darüber wollen wir auch heute reden.
00:25:53: wie kommen wir zu Skalierungen?
00:25:55: Wie können wir diese Technologien in Massen umsetzen?
00:26:00: und was ist dazu wichtig?
00:26:02: Was muss die Politik tun?
00:26:04: Was darf sie nicht tun und wie können wir wirklich auch in einem Bereich, wo wir die Verantwortung übernehmen können aber auch die Opportunitäten.
00:26:16: Wir sind natürlich als kleines Start-up nur in dem Bereich offensichtlich auf der Opportunitätsseite.
00:26:22: Wir sehen hier keine Probleme mit der Energiewende sondern nur Chancen.
00:26:26: das ist natürlich nicht für jeden so aber in unserem Bereich natürlich
00:26:30: sehr stark.
00:26:31: Perfekte Überleitung zum Thema wirtschaftliche Rahmenordnung, Anreizsysteme, Regulierung und Förderinstrumente.
00:26:40: Dann würde ich direkt bei Ihnen bleiben.
00:26:43: Ja also N-Pal Flexa Sie sind erfolgreich damit neue Geschäftsmodelle, neue Technologien zu entwickeln.
00:26:52: Was sind denn die Erfolgsfaktoren für diese Entwicklungen auf der anderen Seite?
00:26:56: Sie haben es ja schon angesprochen.
00:26:58: Es geht ja dann darum, auch zu skalieren.
00:27:00: Sie sind erfolgreich aber trotzdem noch klein.
00:27:03: Hunderttausend Haushalte ist jetzt nicht die Energiewende geschafft für Deutschland.
00:27:09: Wie ... was brauchen wir für Rahmenbedingungen und woran harpert das im Moment um solche neuen Technologien- und Geschäftsmodelle auch zu skalieren?
00:27:18: Wir sind grad ... also das Größte Problem, was wir im Moment sehen ist eigentlich dass wir keine Klarheit der Regulatorien für die Zukunft haben.
00:27:29: Wenn ich jetzt so eine Anlage als Kunde kaufe ja in einer Solaranlage dann baue ich mir die für fünfzehn Jahre, zwanzig Jahre aus Dach.
00:27:38: Die rechnet sich vielleicht nach fünf bis sieben Jahren.
00:27:43: Aber wie die regulatorik bis dahin aussieht, das kann leider keiner sagen.
00:27:47: Und das sind glaube ich die wirklich großen Schwierigkeiten für uns sind.
00:27:52: gar nicht mal brauchen wir mehr Förderung oder weniger Förderungen.
00:27:56: Vielleicht weniger Gasfördern ist auf jeden Fall gut, aber insgesamt sind wir mit unserem Modell nicht auf zusätzliche Förderungen angewiesen.
00:28:07: Worauf wir angewiesen sind es eine Klarheit wie die Märkte funktionieren werden damit wir den Kunden auch Versprechen geben können, dass sich das auch rechnet über die Zeit.
00:28:18: Also da ist wirklich der Horizont weil es eben Investitionen von Privathaushalten sind.
00:28:24: Die sind es nicht gewohnt große Risiken einzugehen sondern das soll sich natürlich recht schnell errechnen.
00:28:31: insofern Förderung hier aus meiner Sicht das wichtigste ist wirklich eine Klarheit eine Belastbarkeit der Versprechen diese Investitionszeiträume zu schaffen.
00:28:44: Die Förderungen auch gezielt zu verändern, wir haben in letzter Zeit das Problem gehabt dass jedes Jahr eine komplette Veränderung der EEG stattgefunden hat, dass jeder Wirtschaftsminister eine neue Idee hat wie wir das gerade machen wollen und das führt natürlich zu einer großen Verunsicherung.
00:29:05: Wie gesagt wir brauchen nicht viel Förderung, wir brauchen nur Klarheit Und dass auch andere, insbesondere fossile Energieträger nicht weiter unterstützt werden.
00:29:19: So sehe ich das!
00:29:21: Dass wir schon in einer Phase sind – also wie gesagt Solar und Wind sind billig ohne zusätzliche Förderungen.
00:29:29: Wir müssen nur die Klarheit der Förderung haben.
00:29:32: Das ist wirklich gefährlich im Moment, dass es eben ständig sich ergibt
00:29:38: Prof.
00:29:38: Löschel, wenn wir jetzt von dem einen Unternehmen und dem was Endpal macht weggehen wieder auf die Energiewende als Ganzes schauen oder auch auf die Industrie
00:29:47: etc.,
00:29:49: vielleicht können Sie noch mal darstellen welche relevanten Instrumente und Anreizsysteme haben wir denn im Moment in Europa, Deutschland?
00:29:58: Wie wirksam und effizient sind sie um Klimaschutzinvestitionen anzureizen, aber auch um die Nachfrage nach diesen grünen Technologien zu stärken.
00:30:08: Wie sieht es da im Moment aus und wo sehen Sie da wieder Chancen und Schwierigkeiten?
00:30:13: Wenn wir jetzt sozusagen den marktlichen Klimaschutz nach vorne stellen wollen, dann ist es eben wichtig dass man auf der einen Seite das haben wir gerade gehört eine Verlässlichkeit haben.
00:30:22: Dass fossile Energieträger teurer werden und auf der anderen Seite eben grüne Energie günstig.
00:30:28: Und beides ist mit großen Herausforderungen verbunden.
00:30:31: augenblicklich also ich sag mal die Frage, wie geht es eigentlich weiter zum Beispiel bei den Gaspreisen?
00:30:40: Bei den Ölpreisen und so weiter ist aus meiner Sicht augenblicklich komplett offen.
00:30:44: Wir haben das ja mit dem Leben sehr gerade.
00:30:47: Die Idee ist ja dass über die Zeit auch fossile Energieträger teurer werden.
00:30:54: aber wir sehen, dass sich auf den Märkten eigentlich so unter Umständen nicht widerspiegelt.
00:30:59: Das kann man sich relativ einfach vorstellen wenn man einen großen Gaspreisschock gehabt irgendwo vor drei Jahren.
00:31:06: und was ist.
00:31:07: Was ist passiert?
00:31:08: Die Nachfrage ist zurückgegangen.
00:31:10: Das Angebot wird jetzt ausgeweitet, das braucht ein bisschen sozusagen bis auf die Märkte kommt und das bedeutet aber irgendwie nach freier Rundeangebot hoch, die Preise sinken wieder und der langen Frist können sie sogar noch mal richtig nach unten gehen.
00:31:23: und deswegen ist da dann schon Politik auch gefragt und wir haben ja eigentlich ein gutes Instrumentarium dafür nämlich den Emissionshandel, der eben dann schrittweise Zertifikate verknappt Signalen eben auch verteuert, die Nutzung von fossilen Energieträgern.
00:31:41: Wenn man das in Frage stellt dann geht natürlich die Rechnung nicht mehr auf irgendwo weil jeder der jetzt investiert hat oder den in Zukunft investiert wird dann schlechter gestellt eigentlich.
00:31:51: und die andere Seite der Medaille ist sozusagen die grüne Energie muss günstig sein Und da gibt es auch viel Anpassungsbedarf.
00:31:59: Also das sehen wir, also man gerade gehört.
00:32:03: die Frage ist ja mittlerweile wie kriegt man die erneuerbaren Indie-Märkte eigentlich gut hinein?
00:32:08: Also im Endeffekt aus den Fördersystemen etwas heraus in die Marktdynamik herein.
00:32:15: Das wird wahrscheinlich bedeuten dass man perspektivisch sich auch überlegen wird Möchte man den Aufdach PV Buhmen unterstützen noch mit staatlichen Mitteln weil wer da auch Probleme hat was eben Netze angeht, was eben dann auch die Flexibilität angeht.
00:32:32: Die dann auch erförterlich wird in den Märkten auch systemische Sicht oder wie möchte man eigentlich in der langen Frist mit den Netzen umgehen?
00:32:42: Also wenn ich jetzt erneuerbare ausbaue, dann baue ich die günstigsten Technologien richtig aber die kommen natürlich mit einem großen Rucksack an Systemkosten.
00:32:52: also das heißt Treiber der Kosten sind ja vielleicht gar nicht die erneuerbaren, sondern wahrscheinlich die Systeme, die herumgebaut werden.
00:33:01: Also Batterien augenblicklich sehr günstig geworden gibt es einen großen Batterie-Boom das einzige was eigentlich ohne Subventionen läuft Augenblicklich in der Energiewende Das ist ja gut.
00:33:12: aber dann haben wir viel übertragungsnetzausbau verteilen netzausbau und da wenn man genau hinschauen müssen dass wir im Endeffekt die Infrastruktur nicht zu groß machen also genau richtig machen sozusagen damit überhaupt, also diese Rucksack in der Summe auch nicht so groß wird.
00:33:28: Auch für die erneuerbaren und wie gesagt auf beiden... Dimensionen haben wir gerade großen Anpassungsbedarf.
00:33:35: Deswegen ist ja auch gut, dass das Wirtschaftsministerium da nochmal drauf schaut wie machen wir die Energiewende?
00:33:41: Passt es alles so richtig zusammen?
00:33:44: weil eins ist klar wenn wie gesagt wenn das nicht passt so dann wird man da in große Probleme kommen perspektivisch und das gilt dann jetzt eben nicht nur für die Verbraucherseite sondern halt tatsächlich auch für die Unternehmen der genauso mit diesen ganzen Systemkosten konfrontiert mit den Netzausbaukosten konfrontiert sind und die ja dadurch auch stark unter Druck gesetzt werden.
00:34:07: Also deswegen, ich glaube wir sind da in der richtigen Richtung unterwegs aber wir sehen eben dass wir doch einige Sachen anpassen müssen.
00:34:18: Sie hatten sehr angesprochen der Emissionshandel?
00:34:21: Wir haben ihn eigentlich, wir haben auch eigentlich ein Fahrplan.
00:34:24: jetzt gerade wird aber wie Herr Menn darüber diskutiert bis hin zu rufen nach, die Preise müssen runter abschaffen wie auch immer.
00:34:35: Wie können wir denn mit den negativen Auswirkungen auf die energieintensiven Industrien umgehen?
00:34:41: Sie hatten im Vorgespräch was wir hatten ja auch angesprochen es gibt auch Kostensenkungspotenziale in der Energiewende die wir noch nicht nutzen.
00:34:49: Und was haben wir also für Möglichkeiten mit dem Thema umzugehen, wenn wir immer über das Thema Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sprechen?
00:34:58: Und auf der anderen Seite müssen wir denn aber vielleicht auch einfach akzeptieren dass es einen gewissen Strukturwandel geben wird und dass es eben nicht mehr alles so in Deutschland geben wird wie es bisher der Fall war.
00:35:09: Ja, beides.
00:35:10: Also wie gesagt, ich habe gerade gesagt, es gibt schon Potenzial einfach zu schauen wo sind die günstigen Neuerbahntechnologien und wie kriegt man sie eigentlich besser in den Markt?
00:35:21: Deswegen schauen wir uns bestimmt auch in Zukunft mal den Offshore Wind an was eine recht teure Technologie ist.
00:35:26: deswegen da wäre ich ein bisschen Fan sozusagen mehr Onshore weniger Offshore bin auch ein bisschen fan davon mehr große PV und weniger kleine PV zu fördern.
00:35:37: Wie gesagt, wir brauchen eher die großen Batterien und weniger die kleinen Batterien für den System.
00:35:41: Und wie gesagt bei den Netzausbau, ich muss ja dazu sagen... Ich bin ja Bayer!
00:35:47: Aber ein bisschen verfolgt, so habe ich mir das angeschaut und Bayern hat sich natürlich immer gegen Infrastrukturausbau gestellt schon immer irgendwie Leitungstraßen macht es autonom machen
00:35:59: usw.,
00:36:01: möchte auch hier keinen erneuerbaren Ausbau so richtig in großer Menge.
00:36:05: Das fällt einem natürlich so ein bisschen dann auf die Füße irgendwie, und deswegen ist schon wichtig all die Infrastruktur ausbauen, die wir jetzt angestoßen haben.
00:36:13: Also gerade diese Netzinfrastur, die schnell fertig zu bauen weil es eben wichtig auch für Bayern als Industriestandort ist, dass wir auch schauen das hier mehr Neuerbare in den Süden kommen.
00:36:24: Auch das wird wichtig sein, weil wir die Infrastrukturen gar nicht so viel ausbauten, so schnell ausbauern können, weil's eben auch sehr teuer ist.
00:36:30: also auch da hinschauen jetzt schnell aber was braucht man darüber?
00:36:34: hinaus noch wirklich an zusätzliche Infrastruktur, wie kann man da die Kosten niedrig halten?
00:36:39: Also ich glaube das sind so ganz zentrale Stellschrauben und dann wird es ein System sein was auch Abpufferungen braucht.
00:36:45: Wir werden also neue Kraftwerke brauchen.
00:36:47: So wir wollen aus der Kohle rausgehen aber das heißt sozusagen die steuerbare Leistung die wir haben in Deutschland nimmt eben kontinuierlich ab Ob mit Kohleausstieg oder einfach, weil die CO-Preise die Kohlekraftwerke rausdrücken.
00:37:01: Das heißt sie geht runter.
00:37:02: und wie gesagt Elektrifizierungen das war ja gerade haben wir gesagt also in manchen Bereichen wird die sicher kommen.
00:37:07: Also gerade im Geschäftsmodell von Enpal, Elektromobilität Wärme da wird elektrophiziert werden zum großen Teil.
00:37:16: Das ist relativ absehbar.
00:37:17: Da ist nur die Frage Wie schnell kommt es?
00:37:19: Das kommt vielleicht ein bisschen langsamer ein bisschen schneller aber das kommt In anderen Bereichen gibt's große Unsicherheiten.
00:37:25: Industrie, also wie schaffen wir diese Transformation in der Industrie?
00:37:31: Wie schaut dann auch die Industrienachfrage mittelfristig aus.
00:37:34: Auch Stromnachfrage und Wasserstoffe.
00:37:37: Also wie auch mit Industrie verbunden werden auch da die Bedarfe dann in der langen Frist ausschauen.
00:37:43: Auch das wird ganz zentral sein für diese Kosten.
00:37:45: Und meine Meinung ist dass man sich so ein bisschen darauf einstellen muss, dass sozusagen nicht alles so bleiben wird wie bisher dass man da auch draufschauen wird.
00:37:57: Wie schauen eigentlich Wertschöpfungsketten aus, Lieferketten aus?
00:38:02: Was möchte man in Deutschland noch machen und was macht man vielleicht woanders?
00:38:06: Wie kann man das aber trotzdem resilient machen?
00:38:08: Wir wollen es ja nicht abhängig machen.
00:38:10: Das muss irgendwie dann schon in Europa diversifiziert sein usw.
00:38:14: Und ein Teil wird natürlich hier bleiben.
00:38:16: Ja, das ist auch klar.
00:38:17: Aber da haben wir irgendwie... Also das ist ja so ein bisschen der zweite Teil der Frage Industriepolitik.
00:38:23: Da haben wir bisher im politischen Diskurs, würde ich sagen jetzt noch nicht wirklich eine ganz offene Debatte sondern schauen eigentlich eher nochmal Status quo erhält und ich glaube dass wird ganz schwierig und wie gesagt es ist auch eine schwierige Debatte weil man dann eben schauen muss wieviel möchte man hier auch haben was sind auch zentrale Industriekompetenzen, die man hier braucht.
00:38:49: Ja also auch in der Grundstoffindustrie und bei der Stahlerzeugung, bei der Chemie
00:38:53: usw.,
00:38:54: aber wo gibt es auch Möglichkeiten eben etwas zu diversifizieren?
00:38:58: Frau Feldsohn Sie hatten uns ja vorhin angesprochen.
00:39:01: aus Sicht des VBW sind gerade die technologischen Lösungen und die Innovation der Schlüssel zu einer klimafreundlichen Wirtschaft.
00:39:10: nochmal zum Thema Innovations- und Technologiepolitik was Was sind da noch mal aus Ihrer Sicht die wichtigen Punkte, die vielleicht noch nicht adressiert sind?
00:39:19: Wo haben Sie Forderungen an die Politik?
00:39:22: Ich würde vorher gerne nochmal ein, zwei Sätze zum Thema Strukturwandel sagen.
00:39:27: nicht so, dass wir oder sonstige Wirtschaftsvertreter einfach das was da ist um jeden Preis erhalten wollen würden.
00:39:35: Aber Wir glauben, dass es brandgefährlich ist irgendeine Branche einfach abzuschreiben.
00:39:40: So brauchen wir vielleicht nicht mehr Chemie?
00:39:42: Ist vielleicht eine Industrie von Geld?
00:39:44: Habe ich
00:39:44: nicht gemacht.
00:39:45: Ich habe nicht gemacht.
00:39:46: die Chemies Mittel Technologie hab' ich gesagt und das ist so irgendwie so.
00:39:50: Das ist ne wichtige Branche.
00:39:52: Es kann eine Branche die teilweise ja auch wichtig sein wird.
00:39:56: aber Aber Sie werden hier keine Ammoniakerstellung in Deutschland haben, langfristig so.
00:40:01: Und da wird man sich halt mit beschäftigen
00:40:03: müssen!
00:40:05: Aber wenn wir eben die chemische Industrie ziehen lassen, weil es sich nicht mehr leisten kann hier zu produzieren dann hängt da dran extrem viel Wertschöpfung in anderen Branchen.
00:40:13: Also wir haben das an verschiedensten Enden gesehen.
00:40:16: Das Problem fängt schon mal damit an dass man es kaum voraus abschätzen kann Weil wir niemandem finden der uns auch nur eine einzelne komplexere Wertschüpfungskette wirklich von A bis Z aufzeichnen kann.
00:40:25: Es hat ja die Entwicklung längst gegeben Dass man sich diversifiziert, dass man weltweit schaut was man wo machen kann.
00:40:31: Das gibt es ja alles schon.
00:40:32: und Gerade
00:40:34: bei
00:40:35: Wertschaffungsketten unter anderem im Bereich der Chemischen Industrie, aber auch Automobilindustrie etc.
00:40:39: ist es beliebig kompliziert was da alles in einem Endprodukt drin steckt Aber natürlich erst recht, wenn es über mehrere Branchen hinweggeht.
00:40:46: Wir haben zum Beispiel als Systema mit der Erdgasversorgung aufkam, als Russland die Ukraine überfallen hat und diskutiert wurde, werden wir überhaupt alle noch genug Erdgast haben oder wird das im Winter knapp?
00:40:56: Haben wir mal durchrechnen lassen was passiert, wenn die Industrie dann einfach mal zehn Prozent weniger Erdgarst bekommt?
00:41:02: Und dann kommen die erwartbaren Ergebnisse.
00:41:04: Natürlich ist es schlecht für Glas- oder Chemie weil sie einen hohen Erdgaßanteil haben.
00:41:09: Den sind halt.
00:41:09: nur brauchen wir die Produktion.
00:41:11: aber was man eben auch gesehen hat dass halt mehr als zwei Drittel der Effekte in anderen Branchen auftreten, in ganz anderen, denen die überhaupt gar nicht ad-gasabhängig sind.
00:41:18: Die aber eben davon abhängig ist, dass wir eine chemische Industrie haben.
00:41:21: Wir haben das Thema ganz genauso und dann höre ich auch mit den Lieferketten auf bei Corona gesehen wo vollkommen überraschend Engpässe aufgetreten sind Aufgrund von Zusammenhängen wie die vorher keiner überschaut hat Und das wollen wir nicht riskieren.
00:41:34: Wir sehen die Bedeutung der Industrien, die wir heute haben Auch für die Zukunft war nah das Beispiel der chemischen Industrie zum Beispiel auch als Grundlage von Digitalisierungstechnologien und von daher glauben wir da können wir überhaupt gar nicht in Industriepolitik wollen, die da aussortiert.
00:41:51: Ich wüsste auch nicht wer dazu hier in der Lage wäre das zu tun.
00:41:54: Aber das ist genau die Null-Eins-Diskussion, die ich eigentlich gesagt habe, da möchte ich nicht führen.
00:41:58: Und das ist das was wir halt in der öffentlichen Debatte so haben.
00:42:02: Man kann eigentlich das nicht ansprechen ohne dass man eben genauso solche Argumente hört und ich glaube ein bisschen offen muss man es halt machen.
00:42:08: irgendwie.
00:42:09: also wie gesagt ich war ja live dabei aber die Studien auch gemacht wo wir gesehen haben Wir sind schon innovativer auch mit vielen Bereichen Die Gaskrise ist ja.
00:42:18: wenn wir jetzt gesehen haben Wenn wir die Studien angeschaut hätten aus der Industrie wäre das alles gar nicht gegangen sozusagen Irgendwie ist es gegangen, war teuer und so weiter.
00:42:26: Aber ich glaube dass man sich der Debatte stellt.
00:42:29: Ich glaube das ist schon wichtig irgendwie und da wird ein Großteil der Grundstoffindustrie und der chemischen Skrivert hier bleiben aber halt nicht alles.
00:42:36: So und das sind natürlich Dinge die über Hunderte von einem Hunderte kann man mittlerweile sagen ja Jahren eingestuft wurden.
00:42:42: irgendwie so.
00:42:43: aber aber schauen sie mir und ich bin ja aus NRW und ich habe dieses Debatten im Stahlbereich zum Beispiel.
00:42:48: Das ist gleicher Thema und ist doch klar wer heute in der kommt vielleicht nicht auf die Idee, das in Duisburg zu bauen.
00:42:57: würde ich jetzt mal verboten.
00:42:59: Und dann ist die Frage, wie kann ich aber trotzdem in Duisburg da irgendwie meine Beschäftigung halten?
00:43:04: Ist doch ganz wichtig und deswegen ist schon irgendwie für mich wichtig zu überlegen was möchte ich denn an wertschöpfers intensiven Produktionen hier noch halten wo auch Leute drin arbeiten können?
00:43:15: und wo gibt es vielleicht Bereiche wo ich vielleicht nicht zwingend alles genauso weitermachen muss?
00:43:19: also bei Tüssen überlegt man dann halt auch was möchte Ich hier machen?
00:43:24: gibt's auch eine Möglichkeit zu importieren das grünes eisen?
00:43:27: und wie schaut da ein mix aus?
00:43:29: natürlich wenn wir nicht alles jetzt importieren wollen aus saudi arabien das wäre schlimm so.
00:43:33: aber es wird einen anderen mix um bisschen geben.
00:43:36: und die diskussion Ich glaube, sollten wir führen.
00:43:40: Ohne jetzt wie gesagt zu sagen müssen wir alles hier behalten.
00:43:43: irgendwie gibt es keine Option sondern ein bisschen überlegen.
00:43:45: was gibt's vielleicht für Möglichkeiten doch das ein bisschen auszugestalten?
00:43:49: und das gilt natürlich auch in Bayern also ich sage mal in der chemischen Industrie.
00:43:54: wir sind ja viel auch im Kontakt.
00:43:55: man ist immer eine tolle chemische Industrie hier mit Wacker usw.
00:43:59: aber die überlegen sich das ja auch und dann Gibt es auch da, glaube ich schon so ein bisschen Lösungen zwischen Null eins irgendwie?
00:44:08: Ja vielleicht
00:44:08: können wir von der Industriepolitik noch mal einen Schritt in Richtung Innovations- und Technologieförderung.
00:44:15: Ich würde auch noch kurz dazugeben... Wir haben
00:44:18: über die Krise, die aus dem
00:44:20: Gas kommt geredet und beschweren uns immer über die Angst dass die Erneuerbaren nicht kontrollierbar sind.
00:44:30: dabei haben wir ja gerade erlebt oder also vor drei Jahren erlebt, dass das Gas als Abhängigkeit eine viel größere Schwäche zeigt.
00:44:41: Als wenn wir vielleicht, wenn es wirklich passieren würde was gar nicht wahrscheinlich ist, wenn man sich die Bundesnetzagentur oder die Übertragungs-Netzbetreiber fragt wie abhängig wir dann von den erneuerbaren sind und solche Sachen.
00:44:57: Also ich glaube die Fragestellung, die wir uns Die wir nicht betrachten ist wirklich, dass diese Abhängigkeit immer weiter von den Fossilen und wo sie denn herkommen.
00:45:10: Also ich habe lange in USA gelebt aber im Moment würde ich mich da politisch nicht
00:45:14: so wohl fühlen
00:45:15: und im Moment sind wir komplett von den USA abhängig.
00:45:19: also wir müssen uns ja schon auch betrachten.
00:45:21: was ist denn die Alternative wenn wir den Status
00:45:24: quo
00:45:25: betrachten, weil eben Sie haben das Eingangs gesagt.
00:45:29: die Welt verändert sich um uns rum.
00:45:31: Wir können nicht einfach da bleiben wo wir waren und dann vielleicht auf die Technologien zurück zu kommen.
00:45:38: es gibt so viele technologien.
00:45:39: wir müssen sie wirklich anwenden und natürlich brauchen wir auch noch.
00:45:44: neue Elektrolyseure stehen zur Verfügung, noch nicht ganz so effizient wie sie wollen vielleicht auch nicht in der Menge.
00:45:52: In grüner Stahl andere Geschichten.
00:45:55: ich glaube da gibt es sehr viel zu tun aber diese Technologien stehen eigentlich bereit und wir müssen investieren.
00:46:03: Wir sind in Deutschland auf der Innovations-, auf der Forschungsseite sehr stark.
00:46:11: Wir schaffen es nicht, die Skalierung zu tun.
00:46:14: und da vielleicht wieder zurück auf Eingangs.
00:46:17: Also dann kommt halt die Förderung ins Spiel.
00:46:20: wie können wir neue Technologien fördern?
00:46:23: Nicht unbedingt alte, nicht in Skalierungen.
00:46:28: unseres Stroms zusätzlich aus Gas machen wollen und dafür bezahlen das, glaube ich es nicht sinnvoll.
00:46:34: Aber kleine Mengen anstoßen neue Technologien wirklich zu fördern und wirklich in die Skalierung zu bekommen Das ist woran Deutschland zurzeit nicht Teilhabe hat Und wir dann technologieren wahrscheinlich aus China importieren werden, weil China eine ganz klare Skalierungs- und Technologieförderungsstrategie fährt.
00:47:05: Wir haben uns die Solartechnologien nehmen lassen, weil wir sie selber abgewirkt haben.
00:47:11: Wir habe in Deutschland sehr gute Forschung im Speicherbereich chemische Technologien.
00:47:18: Wir hatten uns von den Themen der Gigafactories einschüchtern lassen, dass wir vielleicht ein paar Fehler gemacht haben.
00:47:31: Aber das nicht weiter unterstützen.
00:47:33: Jetzt haben wir nur noch eine Gigafaktorie im Moment in der Planung.
00:47:37: In China wachsen die an jeder Ecke.
00:47:40: Da hat man das Gefühl natürlich sind die Preise im Moment im Keller.
00:47:44: Das heißt keiner will da weiter investieren oder davon haben sie angesprochen, sehr niedrig sind.
00:47:52: Aber dafür brauchen wir eben die Unterstützung der Förderungsgelder, dass wir durch diese Phasen durchkommen und uns nicht so leicht abschrecken lassen.
00:48:03: Also da sind wir in Deutschland glaube ich nicht fokussiert genug stolz genug um uns dadurch zu beißen durch die Skalierung.
00:48:13: Frau Völzow, was sind Ihre konkreten Forderungen an die Politik?
00:48:17: Ja also es geht ja überhaupt nicht darum dass genauso weiter gewirtschaftet wird wie bisher.
00:48:20: Also ich glaube da sind wir uns auch alle einig.
00:48:23: Es geht ja darum wie es gelingen kann natürlich mittels technologischen Innovationen das Ganze auch tatsächlich klimafreundlich und letztlich klimaneutral zu produzieren egal ob Stahl ist oder irgendwelche Produkte aus der Grundstoffchemie oder was auch immer jetzt am Ende sein soll.
00:48:41: Da gibt es ja in der Tat viele Technologien, aber der Weg dahin ist halt äußerst steinig.
00:48:44: Also wenn man jetzt immer schaut zum Beispiel ein Zementwerk, damit das am Standort weiter produzieren kann musst du's halt abscheiden also CO² abscheidend und kann das natürlich schon Anfang der Dreißiger nicht einfach mal die Luft imitieren ansonsten wird das unbezahlbar wegen des Immissionshandels was man ja an sich richtig finden kann so als Anreiz.
00:49:04: nur was passiert mit dem CO²?
00:49:06: Jetzt können Sie das Werk ja noch investieren in eine CO² Abscheidungsanlage.
00:49:09: Die ist allerdings auch noch nicht im großgeiligen Maßstab gibt, aber gut könnte man ja mal ausprobieren.
00:49:14: Dann gibt es aber keine Infrastruktur wenn man das wegtransportieren kann.
00:49:17: Es gibt auch keine Speicherinfrastruktur wo man speichern könnte und es ist momentan auch nicht möglich neue Produkte mit dem abgeschiedenen Kohlenstoff den wir ja eigentlich auch nutzen könnte herzustellen.
00:49:27: Das ist halt jetzt ein ganz kleiner Teil der Rahmenbedingung was was jetzt eine spezifische Branche angeht wo man ansetzen müsste Aber ganz generell warum bei uns die Innovation nicht groß werden liegt natürlich auch an den Allgemeinen Rahmenbedingungen.
00:49:40: ist es halt bei uns, ja das wäre der allgemeinen Platz.
00:49:43: Es ist bürokratisch, es ist teuer egal ob die Energie ist oder die Arbeitskosten noch dazukommen in der Tat auch noch sorgen wie sicher eigentlich unsere Versorgung ist insbesondere natürlich dort wo man nicht so viele Netze ausgebaut hat und vielleicht noch nicht genug Erzeugungskapazitäten oder nicht mehr genug hat.
00:50:02: also
00:50:02: die Probleme muss man natürlich parallel angehen.
00:50:05: Gut, dann würde ich auch in Anbetracht der Zeit noch gerne einen kurzen Themenschwenk machen.
00:50:10: Wir haben ja als Titel der Veranstaltung Klimaschutz und Unternehmen unmerkte für den Klimaschutz Verantwortung wahrnehmen und Chancen nutzen.
00:50:19: Ich glaube wir haben jetzt viel über Chancengesprachen und auch Rahmenbedingungen Schwierigkeiten gesprochen.
00:50:24: das Thema unternehmerische Verantwortung würde mich jetzt nochmal interessieren.
00:50:30: Herr Skikora Ihr Unternehmen hat eine Mission, dieses Thema unternehmerische Verantwortung.
00:50:37: Welche Rolle spielt das für N-PAL?
00:50:40: Wie bringen Sie sich in politische Debatten ein und wie versuchen sie auch den gesellschaftlichen Diskurs mitzugestalten an der Stelle?
00:50:49: Ich glaube es ist fundamental.
00:50:52: Wir glauben ja einen Wirtschaftssystem, wo die Wirtschaft für unseren Wohlstand zuständig ist.
00:51:00: Das glaube ich auch, also ich bin ja auch Unternehmer und nicht anderweitig tätig.
00:51:05: Aber das bedeutet natürlich dass wir als Unternehmer das
00:51:10: aufnehmen
00:51:11: müssen, dass für uns diesen Wohlstand den wir aufbauen wollen für die Gesellschaft, für uns selbst mittelfristig denken müssen.
00:51:27: Das haben wir ein bisschen verloren.
00:51:29: Wir haben sehr kurzfristige Perspektiven, wir haben sehr bonyorientierte Perspektive in der Industrie und wir müssen diese Verantwortung – ob das die Unternehmer selbst sind oder ob es die Aktionäre sind, wie die Kapitalmärkte funktionieren – müssen wir diese Verantwortung aufnehmen und auch nach vorne
00:51:53: tragen.".
00:51:54: Meine Überzeugung ist, dass wir wirtschaftlich nicht tragfähig sind in Deutschland wenn wir nicht diese Energiewende Klimawandel... aggressiv angehen, nicht nur ein bisschen.
00:52:11: Sondern wir müssen das Aggressive als Gesellschaft aufnehmen – das Thema Wir sind ein Exportland,
00:52:17: d.h.,
00:52:19: es reicht nicht wenn wir uns auf uns fokussieren und was wir tun sondern wir wollen weiterhin exportieren.
00:52:26: Unsere Güte die wir heute herstellen sind nicht mehr gefragt Und da müssen wir sehr aktiv uns dieser Verantwortung stellen des Wohlstands, aber auch eben das Klimawandels und wie wir das aufnehmen.
00:52:42: Ich sehe es sehr verbunden miteinander.
00:52:46: wo stehen wir in ein paar Jahren?
00:52:48: Wo wollen wir Geld verdienen?
00:52:50: Mercedes hat gestern glaube ich den erklärt wie viel weniger Gewinn sie dieses Quartal machen und dass wird sich weiter so fortsetzen wenn wir nicht aggressiv diese Verantwortung aufnehmen.
00:53:08: Jeder von uns, jeder in seinem Bereich – das sage ich natürlich
00:53:12: auch
00:53:13: in meinem bekannten Kreis und ja wenn es um die politische Diskussion geht ist ja wir müssen feststellen dass diese Veränderung keine politische Seite mehr hat
00:53:26: vielleicht
00:53:27: die extremen ausgenommen aber wir müssen ganz klar sagen wir wollen
00:53:32: eine
00:53:34: Ja, unseren Wohlstand behalten.
00:53:36: Das schaffen wir nur mit einer aggressiven Veränderung und diese Verantwortung sind wir uns und den nächsten Generationen schuldig.
00:53:46: Insofern müssen wir das vorantreiben.
00:53:49: Frau Völzer, Sie vertreten ja viele Unternehmen selber als Verband.
00:53:52: haben sie da auch eine Rolle?
00:53:53: Wie nehmen Sie die Haltung der Unternehmen wahr, die Sie ver treten, mit denen Sie zu tun haben?
00:54:00: Es sind sehr viele davon seit jeher ganz klar durch Nachhaltigkeitsziele geprägt, also lange bevor das Ganze auf staatlicher Ebene reguliert wurde.
00:54:12: Also da gibt es wirklich extrem viele Beispiele.
00:54:14: man tut sich auch nicht schwer damit jetzt auch junge Unternehmen zu finden die spezielle Aspekte vorantreiben.
00:54:20: aber wir sehen halt zunehmend dass der Unternehmen absolut gelähmt fühlen, durch die Rahmenbedingungen mit denen sie umgehen müssen.
00:54:27: Dass Sie das Gefühl haben, Sie haben überhaupt keinen Spielraum mehr etwas zu tun was Sie eigentlich für richtig halten würden also zum Beispiel jetzt noch schneller klimaneutral zu werden oder noch schneller auch bestimmte neue Produkte zu entwickeln idealerweise sogar hier weil ja auch sehr viele gerade in Bayern sehr heimatverbunden sind und überhaupt nicht weg wollen.
00:54:43: Auch sowas erheben wir übrigens immer mal wieder wie stark die Unternehmen an den Standort gebunden sind Und es ist zum Glück eine starke Bindung.
00:54:51: aber das wird trotzdem auf Dauer überwinden können, wenn sich etwas nicht lohnt.
00:54:55: Und ich glaube auch das ist klar sie hat uns vorhin auch schon angesprochen volkswirtschaftlich lohnt es sich zu investieren in Klimaschutz und den Umbau des Energiesystems aber das ist halt nicht dasselbe ob es sich volks- wirtschaftlich oder eben auf betrieblicher Ebene lohnt.
00:55:10: Ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler.
00:55:14: Wir sehen halt zunehmend, dass die Rahmenbedingungen halt nun mal so sind.
00:55:17: Zum Beispiel bei der Energiewende, die viel langsamer vorankommt als man sich das vorgestellt hatte, wo einfach jedes Ziel gerissen wird, dass dann eben zum Beispiel die Energieträger, die sie angesprochen haben noch gar nicht verfügbar sind, die man bräuchte wenn man jetzt klimaneutralen Stahl produzieren möchte weil wir den grünen Wasserstoff halt gar nicht haben.
00:55:34: und davon gibt es eben extrem viele Beispiele mit dem... den Rahmenbedingungen, die nicht so schnell vorankommen und trotzdem sind die Erwartungen an die Unternehmen gleich geblieben.
00:55:43: Auch die Anforderung wenn sie im ETS reguliert sind dann haben wir einfach diese abschließenden Zertifikate und müssen irgendwie damit zurechtkommen.
00:55:50: Und deswegen muss man jetzt über die Instrumente mal nachdenken und braucht unter anderem aus unserer Sicht ganz klar einen Industriestrompreis.
00:55:58: also Wir werden den Industrieunternehmen über diese Phase hinweg helfen müssen Wenn wir nicht riskieren wollen dass das die ganzen Industrien dann irgendwann tatsächlich weg sind alles Mögliche importieren.
00:56:10: Mit allen Risiken wie das Burg, ich meine wir reden gerade schon wieder von der nächsten Chip-Krise weil halt etwas überraschend eigentlich relativ simple Chips derzeit nicht geliefert werden die aber dummerweise überall drin stecken und jetzt kann uns natürlich genauso gut mit allen möglichen anderen Produkten passieren.
00:56:27: Ich
00:56:27: würde gerne jetzt für Fragen aus dem Publikum öffnen.
00:56:31: Ich habe zwar selber auch noch ein paar Aber ich bin mir sicher Sie haben auch viele Fragen
00:56:36: Genau.
00:56:37: Ich würde mal mit einer Frage anfangen, die sich wahrscheinlich an Professor Löschl richten soll, obwohl es hier jetzt nicht
00:56:43: steht.
00:56:45: Da
00:56:46: wird die Frage zu den... Also das ist ja der Zertifikatehandel angesprochen worden, der natürlich auch die betroffenen Unternehmen belastet.
00:56:54: und jetzt wird aber der CO-Zweigrenzausgleichsmechanismus der EU angesprochen,
00:57:01: der das
00:57:02: ja wieder abmildern soll Mechanismus aussehen, damit die deutsche europäische Industrie nicht durch Klimaschutzmaßnahmen benachteiligt wird.
00:57:13: Vielleicht würden Sie als allererstes diesen Mechanismus nochmal kurz erklären?
00:57:17: Wir
00:57:17: haben ja das grundsätzliche Problem also erst mal dass wir diese Transformation einfach länger dauert als wir uns das vorgestellt haben.
00:57:26: Das war jetzt richtig was sie gesagt haben Infrastruktur braucht einfach lange, bis man das richtig in Gang kriegt.
00:57:32: Und das sehen wir jetzt in allen Bereichen.
00:57:34: also diese Geschwindigkeit der Umstellung ist ein Problem.
00:57:37: und dann haben wir eben das zweite Problem dass wir sozusagen hier eine Politik machen die nicht auf der Welt geteilt wird Klimapolitik wird eben kann man Überall nachlesen ist im Endeffekt Emissionen werden nur in einem kleinen Teil der Welt bepreist und die Preise, wenn sie da sind, sind niedriger als bei uns.
00:57:58: Also wir haben sozusagen einen systemischen Nachteil was eben den Klimaschutz angeht.
00:58:04: und das ist ein Problem weil klar Klimaschutz ist eine globale Herausforderung und dann müssen eigentlich alle mitmachen.
00:58:09: so jetzt ist die Frage wie geht man eigentlich damit um?
00:58:12: Und ich sage mal aus einer ökonomischen Sicht Mechanismen, SIEBEM.
00:58:19: Also eigentlich eine Idee wie man darauf reagieren kann nämlich zu sagen wir machen sozusagen ein gerechtes Niveau also Level Playing Field.
00:58:31: Jemand anders hat niedrigere CO-Preise, wir haben höhere CO-Preise.
00:58:35: wenn jemand zu uns was importieren will dann schauen wir uns wie viel CO-Zweich steckt da drin und das CO-Zebra was da drinsteckt das kriegt im Endeffekt das gleiche Preissignal und wenn es vorher niedrigeres hatte dann gleichen wird das aus.
00:58:47: Und andersrum, wenn wir sagen Level Playing Field, jemand exportiert ins Ausland und ein deutsches Unternehmen hat sehr hohe CO-Zweibepreisung.
00:58:58: Der möchte jetzt ins Auslands exportieren in den Markt wo eben niedrige Klimarestriktionen sind dann bräuchte der eigentlich eine Unterstützung müsste man das eigentlich auffangen um das wieder gleich also fair zu machen sozusagen So, und jetzt ist eigentlich dieser Siebam in der Beziehung eine ganz gute Idee.
00:59:19: Aber in der Praxis eben sehr schwierig.
00:59:22: Sie haben ja gerade darauf hingewiesen, wir haben natürlich viele Produkte die haben komplexe Wertschöpfungsketten.
00:59:28: da ist es eben ganz schwierig so ein CO-Preissignal über die Wertschöffungskette zu vergleichen und dann wird man immer auch das Problem haben dass natürlich jeder dann in die Exporte nach Europa die grüne Strom reinpackt wird sozusagen und den Dreck ich in daheim lässt gar nichts gewonnen, eigentlich.
00:59:49: Also es ist ein schwieriges Instrument tatsächlich in der Umsetzung und für die deutsche Unternehmen ist es noch schlimmer weil wir verteuern ja praktisch unsere Importe, aber wir sind ja ein Exportland.
01:00:02: das heißt in den nachgelagerten Wertschöpfungsketten wird sozusagen teurer und wir werden sozusagen noch weniger kompetitiv auf der Exportseite weil diese Entlastung der Exporte ist nach allgemeiner Einschätzung nicht kompsistent mit Regeln der Welthandelsorganisation, also es darf man nicht machen.
01:00:22: Das heißt, das Instrument ist glaube ich ein gutes Instrument.
01:00:27: Aber in der Fruchtbarmachung haben wir große Herausforderungen und mir ist nicht so ganz klar ob das für Deutschland jetzt wirklich was ist, was uns hilft?
01:00:35: Es gibt es glaube ich zwei Möglichkeiten die man da ansetzen kann.
01:00:39: Die eine ist, man überlegt nochmal diese Exportausnahmen zu machen habe ich jetzt auch schon öfter gehört, also die WTO existiert praktisch
01:00:49: nicht
01:00:49: mehr.
01:00:51: Warum hält man sich dann eigentlich an Systemen wo sich keiner mehr daran hält und gibt einfach den Exporteurenden in Rabatt sozusagen um dieses Level-Pling viel zu machen?
01:01:01: So ist aber natürlich ein bisschen schwierig, wenn wir eben hier uns an Regeln halten wollen.
01:01:07: International ist das kein gutes Zeichen.
01:01:09: Die andere Sache, das glaube ich auch ein richtiger Punkt ist zu sagen naja Wir haben jetzt einen Mechanismus der den Unternehmen hilft in dieser Transformation nämlich durch freie Zuteilung von Zertifikaten und wir haben sozusagen jetzt ein Fahrplan der sozusagen diesen Bordercarben Adjustment Mechanism Dieser Grenzsteuerausgleich sozusagen schrittweise ersetzt für diese Förderung durch Zertifikate.
01:01:38: Und ich glaube, das ist schon eine Diskussion die man führen kann zu sagen wenn es nicht richtig klappt mit dieser Absicherung durch diesen Grenzausgleichmechanismus wie möchte man dann eigentlich mit diesen freien Zertifikaten umgehen?
01:01:51: Möchte man nicht eine Zeit lang noch mehr freie Zertfikate verteilen an die Unternehmen?
01:01:57: Das Wichtige ist aber dabei, das würde sozusagen etwas Zeit geben, etwas Druck runternehmen.
01:02:05: Aber die Zeit muss eben dann auch produktiv genutzt werden und das ist sozusagen ein grundsätzliches Problem.
01:02:11: also wir haben ja die gleiche Diskussion in dem ETS II dieser neue Emissionshandel für Haushalte.
01:02:17: da gibt es eine ähnliche Diskussion zu sagen Wir nehmen jetzt erstmal sozusagen Zertifikate aus der Zukunft Geben mehr aus heute, damit der Preis niedrig bleibt.
01:02:27: Weil keiner in Europa außer wenige Länder inklusive Deutschland ist bereit so hohe Preise zu akzeptieren.
01:02:35: Dann kann man das machen und da muss man aber später sozusagen auch die Verpflichtungen wieder nach unten ziehen weil man hat ja aus der Zukunft geborgt.
01:02:44: sozusagen also das heißt beide Ansätze kann ich kann man rationalisiert aber heißt immer man muss auch später eigentlich machen.
01:02:53: Man muss das auch nutzen.
01:02:54: die Zeit und die Erfahrung hat jetzt nicht zwingend gelehrt, also wie gesagt ich bin jetzt ein bisschen aufgekratzt aus der Diskussion diese Woche, die mir wirklich nicht gefallen hat in der Stricktheit, wie sie geführt wurde, die waren nämlich nicht sehr differenziert dass man eben dann vielleicht zeit auch nicht nutzt wo man eben lange Zeit von der Regulierung Strompreiskompensationen Netzengeld Ausnahmen EG-Umlage Entfristung all diese Sachen haben ja lange Zeit gut abgeschützt sozusagen.
01:03:25: Und dass man eben sagt, ja das war wichtig aber die Zeit muss man auch nutzen und wenn man jetzt nochmal was drauf setzt dann muss mal auch ein bisschen die Unternehmen in die Pflicht nehmen zu sagen also irgendwann mal müsste euch der Realität doch
01:03:37: stellen.
01:03:39: Ja
01:03:39: hallo danke für die interessante Diskussion.
01:03:41: Danke Renate!
01:03:43: Mein Name ist Aleksa Meier-Bossi ich arbeite für die Münchner Rück.
01:03:46: Das Thema Strompreise und Merits Verfahren in Deutschland.
01:03:52: Sie hetschen irgendwie dagegen, habe ich so ein bisschen verstanden oder wie auch mal das funktioniert?
01:03:57: Weiß ich nicht.
01:03:57: eine Frage!
01:03:58: Und das zweite, so wie ich verstanden hab verteuert es ja immer unseren Strom weil ist immer an die teuerste
01:04:05: Quelle
01:04:05: angehängt ist der Strompreis.
01:04:08: Was ist da die Standortdiskussion?
01:04:10: Ich habe mitgekriegt, dass das irgendwann einmal in Diskussion gegangen
01:04:12: ist,
01:04:13: das zu ändern.
01:04:14: und wie machen es andere Länder?
01:04:15: haben sie auch
01:04:16: so ein komisches
01:04:17: Mixsystem?
01:04:18: also drei Fragen danke.
01:04:21: Also der StromPreis den wir zahlen setzt sich ja aus vielen unterschiedlichen Komponenten.
01:04:26: Die Netzentgelte wurden schon mal angesprochen, die sehr stark aus dem Infrastruktur kosten kommen oder eigentlich komplett.
01:04:37: Und das ist der größte Teil in Deutschland, auch der Grund warum wir den höchsten Strompreis haben es nicht die Energiepreise oder die Produktion der Elektrizität da sind wir sehr gut.
01:04:48: Die Kosten aber auch daherkommen dass wir das stabilste Netz der Welt haben.
01:04:55: also müssen uns auch überlegen warum ist das so teuer?
01:04:58: weil wir das beste Netz der welt haben.
01:05:01: Wann war das letzte Mal ein größerer Stromausfall hier?
01:05:05: Wir haben natürlich von Spanien gehört, aber bei uns passiert das nicht.
01:05:16: Die Industrie hat die Erwartung und da müssen wir auch einen Weg finden wie wir dann eine Balance finden.
01:05:22: Sie haben es vorhin angesprochen dass man das richtig ausbaut mit der richtigen Größe mit den richtigen Kosten um diese Kosten in den Griff zu kriegen.
01:05:31: Was wir tun speziell, also wir hedgen nicht.
01:05:35: Wir sind aktiv am Markt und wir sind insbesondere am Spotmarkt tätig wo wir recht wenig mit der Merit Order arbeiten wo jeder den gleichen Preis kriegt und zwar den höchsten sondern wir sind sehr aktiv in den Austauschen der momentanen Positionen.
01:05:53: da geht es dann sehr stark darum einen Ausgleich zu schaffen von dem was ich erwartet habe.
01:05:58: was passiert Also?
01:05:59: als Stromversorger muss ich ja für meine Haushalte Strom einkaufen, das tue ich über eine lange Zeit.
01:06:06: Im Voraus die größte Menge im DEA Head Auction, dass ist eine Meritorder und dann muss sich aber meinen tatsächlichen Bedarf anpassen.
01:06:19: jetzt es doch kälter zwei Grad kältern als erwartet Dann brauche ich mehr Strom und das muss ich an den Spot merken positionieren.
01:06:29: Wir haben hier die Möglichkeit, aktiv teilzunehmen.
01:06:32: Alle Märkte sind eigentlich eingestellt dass sie das ja immer der attraktivere Preis gewinnt.
01:06:38: Das heißt wenn wir aktiv teilnehmen reduzieren werden die Kosten insgesamt.
01:06:43: dadurch dass wir das sehr oft tun verdienen wir für unsere Kunden damit Geld aber der Gesamtpreis geht runter.
01:06:50: Das gleiche gilt für die Merit Order.
01:06:52: auch wenn wir zusätzlichen Kapazität anbieten müssen wir das zu einem niedrigeren Preis tun, sonst bekommen wir ja nichts.
01:07:02: Und damit verschiebt sich natürlich die Merit Order und damit der höchste Preis zu einem Niedrigeren.
01:07:08: Das heißt mehr Angebot reduziert den Preis natürlich.
01:07:14: Es ist natürlich durch die hohe Variabilität so dass sich die Preise sehr stark verändern Und das haben wir auch letztes Jahr sehr stark gesehen im Anfang Dezember, wo wir extrem hohe Spitzen hatten.
01:07:29: Aber wenn wir uns den Strompreis im Schnitt anschauen wie viel der Strom im Snitt kostet sind wir dieses Jahr ein ganzes Stück wieder niedriger als wir das letztes und insbesondere vorletztes Jahr waren.
01:07:44: Das heißt die Preise sind stark zurückgegangen im Sschnitt Die Volatilität geht immer weiter nach oben und das ist auch etwas, woran wir uns gewöhnen sollten.
01:07:56: Weil das ist natürlich das was mit mehr Erneuerbaren kommt.
01:07:59: damit haben wir weniger Vorhersagbarkeit die aber ja eben verschiedene Möglichkeiten nutzen lässt es auszunutzen um dann den Gesamtpreis wieder zu reduzieren.
01:08:14: Aber das Angebot ist im Moment noch zu wenig.
01:08:19: Also wir haben zu wenig Speicher für die Erneuerbaren, die wir schon haben und insbesondere die wir planen.
01:08:24: Das heißt, wir brauchen mehr Speicher, welche Art auch immer sie sind und das müssen wir eben sehen dass es entsprechend ausgebaut wird.
01:08:34: Ich hoffe ich habe alle ihre Punkte.
01:08:40: Wir sind in Europa die gleiche Regulatorik und wir sind das marktorientierteste System der Welt.
01:08:56: Jeder Markt funktioniert so?
01:08:59: Jeder Markt auf der Welt funktioniert so, dass im Endeffekt das teuerste Angebot den Preis setzt.
01:09:05: Dass eben es gerade noch notwendig ist um die Nachfrage zu decken.
01:09:09: Das ist bei jedem Markt so getreide, beliebig.
01:09:14: Sie haben eine Nachfrage, die muss gedeckt werden und wenn sie es günstiger machen, können sie machen.
01:09:19: irgendwie aber wird die Nachfragen halt nicht gedeckt irgendwie?
01:09:22: Und das ist ein Problem.
01:09:23: Also Married Order hört sich jetzt irgendwie nach, weiß ich jetzt nicht, nach so einer Verschwörung an Aber das
01:09:29: ist
01:09:30: Ökonomie- one-to-one oder so was irgendwie.
01:09:33: Wenn Sie es nicht machen, haben sie ein Problem, weil wie gesagt wenn Sie jetzt niedrige Preise haben – ich habe jetzt auf die Industriestrompreise jetzt mal nicht reagiert irgendwie – dann haben Sie natürlich das Problem, dass im Endeffekt irgendwo da fehlt an etwas also die Erneuerbaren, die eben nur noch die Preise bekommen, die ihre Erzeugung brauchen, wo sollen die sich dann refinanzieren sozusagen?
01:09:56: Die leben eben davon dass der Marktpreis höher ist wie die Gestehungskosten für die erneuerbare Differenz finanziert.
01:10:06: Das ist die Idee und das ist eigentlich eine sinnvolle ökonomische Idee, dorthin zu gehen wo man den größten Gewinn macht sozusagen.
01:10:13: Und dann stört einem natürlich dass es die Gaskraftwerke sind.
01:10:17: aber da kann ich beruhigen, das werden in der Zukunft nicht mehr oft die Gas Kraftwerke sein sondern es wird nur noch in wenigen Stunden Gas Kraftwerk sein.
01:10:26: wenn wir eben den Boom der gerade beschrieben wurde mit den Batterien so weitergehen dann werden sie nicht mehr auf Preissätzen sein ziemlich niedrig sein, weil dann wird es andere Nachfragen geben die bereit sind
01:10:39: viel zu
01:10:40: zahlen für den Strom und das wird halt dann der Elektrolyseur sein in der Zukunft oder vielleicht die Batterie oder wer auch immer.
01:10:48: Der bereit ist dann an der Marsche viel vor dem Strom zu zahlen und deswegen bleiben die Strompreise dann auch in einer Welt wo jetzt die Gaskraftwerke vielleicht keine große Rolle spielen immer noch hoch.
01:10:59: und das ist auch gut, weil es eben dann Investitionsanreize gibt vorall die anderen Technologie die günstig sind.
01:11:05: Also wie gesagt... also ich habe wahrgenommen dass Frau von der Leyen gesagt hat Der Markt is not fit for purpose.
01:11:13: ja aber ohne den Markt werden wir schon gar nicht durch die Gaskrise gekommen.
01:11:17: sie brauchen ein Knappheitssignal müssen irgendwie sehen wo ist was knapp?
01:11:20: Und der Preis zeigt praktisch Knabheit.
01:11:22: wenn Sie das ausschalten Dann laufen sie in große Probleme.
01:11:27: Danke.
01:11:28: Dann der Herr wartet geduldig, bitte fragen Sie.
01:11:31: Mein Name ist Eckhardt von Münchow und ich engagiere mich für Klimabild
01:11:35: bei
01:11:36: ClimateFresh Deutschland.
01:11:38: Meine Frage an Frau Völzo und Herr Cikora ist wie motivieren wir Unternehmen für Klimaschutz?
01:11:46: Hintergrund ist das, dass wir unser Klimapuzzle in so ein dreistündiger Workshop in vielen Unternehmen anbieten.
01:11:53: vor zwei Jahren letztes Jahr ging es auch noch ganz gut.
01:11:57: Das haben schon zwei Millionen Menschen weltweit gespielt.
01:11:59: Aber zurzeit merke ich, dass das Interesse in Unternehmen geringer ist.
01:12:05: Früher waren es die CSR-Managerinnen, die damit im Unternehmensinteresse
01:12:11: wecken wollten
01:12:12: und heute lahmt das alles.
01:12:14: Deswegen Herr Chicoa bei Ihnen auch den Kunden haben Sie das gleiche Interessen?
01:12:18: Frau
01:12:19: Felsow vielleicht beim Mitgliedsunternehmen.
01:12:21: können sie mir da Hinweise geben?
01:12:23: Also, ich wünsche mir manchmal selber.
01:12:26: Ich wüsste wie ich Menschen motivieren könnte und wir haben ja auch ein paar Veranstaltungen im Angebot teilzunehmen.
01:12:32: aber da kommt natürlich einiges zusammen.
01:12:35: in allererster Linie die schwierige wirtschaftliche Situation, die ja schon dazu führt dass überhaupt nicht mehr jeder auf jede Tagung oder jeden Workshop reingehen darf sondern da ganz genau drauf geschaut wird.
01:12:46: Auch unter anderem natürlich aus Nachhaltigkeitsaspekten, wo man früher einfach mal quer durchs Land gefahren ist um irgendwo teilzunehmen.
01:12:52: Da wird jetzt auch genauer darauf geschaut an sich.
01:12:56: Stelle ich aber fest das Beste zu motivieren ist es ein Best Practice also in dem Fall halt ein Unternehmen das schon ans Obersteil genommen hat.
01:13:05: möglich ist jetzt nicht so ein riesiges dass vielleicht für einige weit weg klingt sondern ein Mittelgroßes, das einfach berichtet was es eben ganz konkret gebracht hat.
01:13:15: Stellen wir zumindest fest dass das gut funktioniert.
01:13:18: und für mich ist eben auch wichtig diese Mistelfristig Langfristigkeit anzusprechen.
01:13:23: ich glaube vielleicht ist es im Moment nicht in aber aus selbst Erhaltung aber auch künftige Preise, künftig erlöse wird es auf jeden Fall spannend sein hier zu investieren ist vielleicht nicht immer so direkt sichtbar, Klimawandel orientiert.
01:13:44: Aber wir müssen uns ja vorbereiten auf eine veränderte Welt und damit ist auch jedem Unternehmer glaube ich, der mehr als zwei drei Jahre in die Zukunft schaut wie doch die meisten, die auch hier sessig sind und längerfristig hier sein wollen dass man eben auch gerade das langfristige betrachtet.
01:14:07: Die langfristigen Kosten, die langfristiger Möglichkeiten wirklich ins Auge nimmt weil es sich für die Unternehmer rechnet.
01:14:17: also ist jetzt nicht so Klimawandel immer teuer sein muss und hier müssen wir, glaube ich... Die Art der Kommunikation ändern eben die Möglichkeiten in die Sicherheit, in die Zukunft.
01:14:33: In die Unabhängigkeit und hier wirklich sagen wovon wollen wir in der Zukunft abhängig sein?
01:14:38: Wovon will ich mich in den Zukunft positionieren?
01:14:44: Warum investiert Google in grüne Energien?
01:14:48: weil sie in mehrere Jahren eine Sicherheit haben wollen wie viel Sie für den Strom bezahlen nicht so altruistisch sind, ich glaube das hat man das Gefühl gehabt vor zwei Jahren dass sie das wären ja.
01:15:03: Das er hat mal als Message natürlich gut nach vorne gekehrt.
01:15:07: heute ist es klar.
01:15:11: Ich habe zwanzig Jahre im Silicon Valley gewohnt also ich kenne da viele.
01:15:18: der Altruismus ist nicht so
01:15:19: hoch
01:15:23: aber Sie haben es eben aus längerfristiger Planung gemacht.
01:15:27: Was kostet mich das in der Zukunft?
01:15:30: Sie haben's vorhin angesprochen, was kostet das Gas ... Das Öl in fünf Jahren, das kann rauf und runtergehen.
01:15:37: Wenn ich mir eine große Solarfeld irgendwo hinstelle, dann habe ich meine Investitionskosten aber ich weiß ganz genau wie viel mehr der Strom in zehn oder fünfzehn Jahre kostet ist wahnsinnig viel wert.
01:15:51: Jedem Unternehmer ist eine Sicherheit in die Zukunft sehr viel wert und da glaube ich, es ist eine gute Möglichkeit das anzusprechen.
01:16:03: für Unternehmer was sind denn unsere zukünftigen Kosten?
01:16:06: Was sind unsere zukünstigen Abhängigkeiten?
01:16:09: wie kann ich mich hier von der Volatilität entkoppeln und gleichzeitig etwas für das
01:16:14: Klima tun?
01:16:15: Wunderbar,
01:16:16: hier war glaube ich noch eine Frage im Saal und dann haben wir auch noch Fragen online.
01:16:22: Vielleicht nehmen wir zwei drei Fragen einfach zusammen weil vielleicht ergibt sich dann auch eine gemeinsame Antwort.
01:16:28: Also mein Name ist Alex Grobe, ich habe eine phryzofische Frage.
01:16:33: Klimawandel.
01:16:34: also die Diskussion ist sehr stark auf Energieträger gerade aber viele Sachen hänge auch Lieferkeppenthematik wo kriege ich seltene Erde her?
01:16:43: Das sind ja alles Klimathemen, weil der in China verarbeitet war natürlich das hochgiftige chemische Prozesse sind die hier nicht gemacht werden oder auch nicht in Schweden.
01:16:52: Auch wenn sie da erzeugt werden
01:16:54: und
01:16:55: dabei muss man sich ja auch damit befassen.
01:16:56: also will ich brauche ich diese Alternativ-Sachen was kann ich in Zukunft machen?
01:17:00: Oder Infrastruktur ist ein Riesenthema wie sicher es meine Infrastruktur auch im Klimawandel und so weiter.
01:17:06: Ich glaube da gibt's zu wenig Diskussion eigentlich
01:17:10: Gute Diskussion.
01:17:11: Und hier ist, glaube ich gerade sehr stark die Frage wo wollen wir in Europa sein?
01:17:16: Was wollen wir machen?
01:17:21: Inwiefern sind diese Abhängigkeiten kurzfristig und langfristig?
01:17:31: Sind sie für die Anschaffung?
01:17:33: Wenn ich eben eine Solarpanel aus China kaufe bin ich natürlich von China abhängig, aber dann für die nächsten fünfzehn Jahre nicht mehr.
01:17:42: Und kann mir dann überlegen was ich mache in der Zwischenzeit und welche Technologien brauchen wir über die Zeit?
01:17:48: Wollen wir hier haben?
01:17:52: auch welche dreckigen Sachen wollen wir hier machen um unabhängig zu sein und welche Sachen wollen Wir uns vielleicht trotzdem weiter woanders
01:18:00: kaufen?
01:18:01: Aber das sind glaube ich wichtige Entscheidungen ein wichtiger Stellhebel die wir machen.
01:18:06: wo wir aber diesen Gesamt Betrachtung machen müssen, nicht nur was ist die Abhängigkeit für diese Materialien.
01:18:15: Sondern auch wie werden die Produkte genutzt und was sind die Lifetime der Produkte, die wir woanders kaufen?
01:18:24: Und was ist das Overall Investment in das?
01:18:27: Weil wenn ich eine Gaskraftwerk kaufe da muss sich das Gas... Für die nächsten dreißig bis fünfzig Jahre irgendwo andersher beziehen, da bin ich langfristig abhängig vs.
01:18:41: kurzfristigabhängig sind sehr wichtige Fragen das wirklich zu betrachten aber eben immer im Gesamtpaket
01:18:47: für
01:18:48: den die gesamte Laufzeit der Anlagen ob das jetzt elektrische Anlagen sind oder auch andere Produkte es kann ja auch Ja, der Beton sein oder andere Sachen.
01:19:03: Wo kommen die her?
01:19:04: Und was ist dann über die Lebenszeit dieser Produkte?
01:19:09: Ich finde den Punkt auch sehr wichtig und da sind wir eigentlich wieder bei den Zweiundsechzig plus X Technologien ganz vom Anfang.
01:19:15: natürlich brauchen wir in allen Bereichen eine Veränderung.
01:19:19: Trotzdem finde ich es richtig, dass so viel über die Energiewende gesprochen wird.
01:19:23: Weil die einfach Grundlage für sehr Vieles ist was dann darauf aufbauen soll.
01:19:26: also Es geht natürlich einerseits in die Emissionen im Energiesektor selbst aber sie ist eben auch ein Teil der Grundlage Für einen Emissionsarm und später emissionsfreien Verkehr für eine Emissionsärmere In eine Wärmeversorgung.
01:19:42: Also von daher macht aus meiner Sicht beides Sinn.
01:19:45: Aber Ich kann den Punkt verstehen Wenn wir sicher die mündliche Rückstiftung und die katholische Akademie haben, bestimmt auch noch zu den anderen Aspekotzen der Veranstaltung.
01:19:54: Genau.
01:19:55: Die Frage bezieht sich noch mal auf die Diskussion, die Anfang der Woche von Herrn Kullmann von Evonik angestoßen wurde und ich würde Sie vielleicht mal an Frau Völzow adressieren.
01:20:05: Hier wird kritisch
01:20:06: gefragt wieso zeigen viele Verantwortungsträger in der Wirtschaft mit dem Finger auf die verantwortlichen Brüsseln?
01:20:13: und in Deutschland ist das nicht zum Großteil Bequemlichkeit und Mangel am guter Führung bei den Managern?
01:20:22: Ich werde mich jetzt nicht zu einem einzelnen Unternehmen äußern, aber warum viele Unternehmen Schwierigkeiten haben mit dem aus Brüssel kommt?
01:20:31: Das können wir schon sehr gut nachvollziehen.
01:20:32: Weil ganz vieles davon und ich versuche es kurz zu machen sowie das Thema Grenzausgleich was sie erläutert haben an sich total gut und sinnvoll gedacht ist.
01:20:43: oder weil ich da hinten gerade einen alten Bekannten sehe ein jungen Bekannte zum Beispiel Entwaldungsverordnung.
01:20:49: niemand möchte dass der Regenwald abgeholzt wird.
01:20:53: Aber wer kann wollen, dass irgendein Automobilzulieferer komplizierte Nachweise führt weil er eine Anleitung zu irgendetwas einem Kunden mitgeben möchte die aus Papier ist und dieses Papier halt irgendwann mal aus Holz war.
01:21:06: Und da muss dann über die komplette Kette nachgewiesen werden das dieses Holz nicht aus Entwaldung stammt Auch dann, wenn es aus Bayern stammt im Übrigen.
01:21:14: Obwohl es da gar keine Entwallung gibt.
01:21:16: also das ist nur eines von ganz vielen Beispielen wo etwas eigentlich sehr gut gedacht und etwas unfassbar komplexes wird und dass dann in den Unternehmen halt einfach zur Umsetzung vorgelegt wird.
01:21:28: Das betrifft die Kleinen natürlich oft noch schlimmer weil sie halt auch nicht die großen Stäbe haben sich damit befassen können.
01:21:34: aber ich kann schon nachvollziehen dass auch das eine oder andere große Unternehmen der Schwierigkeiten hat.
01:21:39: Dann angesichts der Zeit würde ich gerne eine kurze Abschlussfrage an jeden von Ihnen richten.
01:21:45: Vielleicht darf ich Sie bitten, dass Sie unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch einen einzigen Gedanken oder einen wichtigen Punkt mitgeben auf den Weg wie Unternehmen zu zentralen Treibern für den Klimaschutz werden können?
01:22:03: Also ich glaube, ich habe es schon ein paar Mal angesprochen.
01:22:05: Es geht wirklich für mich um wie wir den Wohlstand in der Zukunft erhalten?
01:22:11: Wirklich die Leute darauf ansprechen und die Leute daran anhalten.
01:22:15: Wir wollen eine Zukunft haben, wir wollen im Wohlstand leben – uns geht's sehr gut!
01:22:23: Und das ist unser Auftrag an alle Unternehmer sich über die mittelfristigen, langfristigen Perspektiven Gedanken zu machen und diese voranzutreiben.
01:22:32: Und dann aus dem eigenen Interesse... den Klimawandel entgegenzuarbeiten, weil ich glaube selbst Firmen wie Mercedes und BMW sind ganz klar wenn es um die mittelfristige Timeline geht gibt es nur noch Elektroautos.
01:22:51: Aber kurzfristig müssen wir uns hier nochmal krumm machen um weiter an dem Verbrenner zu hängen.
01:23:00: Und das ist, glaube ich, das wirklich Wichtige.
01:23:02: Dass wir weiter in die Zukunft schauen, dass wir die Verantwortung für den Wohlstand in zehn Jahren im Auge behalten und nicht dieses Jahr unter wie viel der Weihnachtsbonus dieses Jahres.
01:23:16: Danke.
01:23:17: Frau Völzer?
01:23:19: Ich glaube es würde helfen ein bisschen stärker die Gemeinsamkeiten zu betonen dem was man erreichen möchte und da nicht so sehr einen Sektor gegen die anderen oder Unternehmen gegen Bürger, oder die Politik gegen den auch immer auszuspielen.
01:23:35: Sondern wirklich das was gemeinsame Basis ist versuchen auf einem pragmatischen Weg zusammen zu verfolgen und wenn der Weg nicht zu steinig ist dann werden die Unternehmen denen auch gerne gehen um weiter Richtung Nachhaltigkeit zu kommen.
01:23:51: Danke.
01:23:51: Herr Professor Löschne?
01:23:52: Ich glaube, wenn man mal global schaut was passiert gerade.
01:23:55: Wo investiert global in welche Richtung entwickeln sich auch die Volkswirtschaften?
01:24:03: langfristig schon relativ deutlich wird, wo auch die Geschäftsmodelle der Zukunft liegen.
01:24:09: Und das war es gerade so ein bisschen natürlich sowie Politik häufig da ein bisschen kurzfristig schaut und hat natürlich auch das Unternehmen manchmal einen Blick eben, der vielleicht für den nächsten fünf Jahre geht.
01:24:22: aber wenn man in die lange Frist schaut glaube ich dann kriegt man vielleicht noch mal eine andere Perspektive auf viele Dinge.
01:24:28: und ich glaub Politik muss dann eben dass um bisschen versuchen zu britchen irgendwie dass eben dann auch diese etwas kürzfristigere Perspektive schon irgendwie das langfristige Sinnvolle läuft und da mache man glaube ich augenblicklich vielleicht auch noch nicht so ein ganz guten Job irgendwie, dass er eben klar machen sozusagen, dass das was wir augenblicklich mit Klimaschutz Energiewende aufsetzen auch ein Erfolgsmodell ist und es wird eben nur das haben wir gerade diskutiert.
01:24:57: Das wird nicht wenn man die Leute mitnehmen die jetzt schon überzeugt sind sondern es muss in der Breite tatsächlich im Wohlstandsversprechen erfüllen und da wird man überall drüber nachdenken müssen.
01:25:09: Der Ökonomus sagt dann What's Informy so?
01:25:12: Und das muss eigentlich für jeden beantwortbar sein und nebenbeantwortbar sein, aber für jeden Einzelnen.
01:25:17: Sonst wird das nicht
01:25:18: klappen.".
01:25:19: Und da ist dann auch Politiker etwas
01:25:22: gefragt?
01:25:23: Wunderbar!
01:25:23: Vielen Dank.
01:25:24: Dann darf ich mich bei Ihnen dreien ganz herzlich bedanken, dass Sie da waren und dass Sie mitdiskutiert haben.
01:25:29: Herzlichen Dank und vielen Dank an alle im Publikum fürs Kommen, fürs Dabeisein.
01:25:35: Ich darf Sie noch ganz herzlich einladen hier im Nebenraum auf einen kleinen Umtrung und einen Imbiss.
01:25:41: Vielen Dank, dass sie da waren.
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