Gespräch im "Digitalen Salon" zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?'
Shownotes
Digitaler Salon: Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun? Über digitale Meinungsbildung, Desinformation und Abhängigkeiten
Es gibt nichts, was nicht per Smartphone abrufbar ist: tagesaktuelle Nachrichten, das Wetter, Katzenvideos, komplett individualisierte Apps. Da das Smartphone immer greifbar ist, nutzen wir es auch ständig und begeben uns auf die Suche nach Orientierung oder Unterhaltung. Viele Menschen verbringen dadurch sehr viel Zeit online und werden abhängig von Likes, Followern und endlosem Scrollen.
Was bleibt vom Versprechen digitaler Medien, zur umfassenden Information und Meinungsbildung beizutragen? Werden wir zwangsläufig manipuliert und abhängig, wenn wir digitale Geräte mit ihren Apps nutzen?
Der „Digitale Salon“ von acatech und Katholischer Akademie in Bayern fragt deshalb: Wie breiten sich Informationen im Internet und speziell in Social Media aus? Welche Inhalte werden mir (auch ungewollt) aufgrund welcher Algorithmen angezeigt? Welche neuronalen Effekte hat das permanente Starren auf Bildschirme? Und was kann ich selbst tun, um mich gegen Desinformation, Manipulation und Abhängigkeit zu schützen?
Das Gespräch im "Digitalen Salon" mit: Apl.-Prof. Dr. Julia Brailovskaia, Prof. Dr. Claudia Eckert, Kerstin Heinemann zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?' fand am 4.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
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00:00:02: Vielen Dank für die Anmoderation.
00:00:03: Ich freue mich, dass ich heute Abend zumindest per Video bei Ihnen sein kann und ich freue mich das ich Ihnen so ein bisschen darüber berichten kann wie der Zusammenhang aussitzt zwischen der Nutzung von sozialen Medien und unserer psychischen Gesundheit vor allen Dingen von der von Kindern und Jugendlichen und freue mich auch auf die Diskussion im Anschluss.
00:00:21: Wie Sie alle wissen verbinden uns heutzutage die unterschiedlichsten technischen Geräte mit der Online-Welt Und die Seiten, die wir besonders häufig dabei aufsuchen sind natürlich soziale Medien von denen es mittlerweile die unterschiedlichsten Arten und Formen gibt.
00:00:36: Per Definitions- insoziale Medienplattform, die uns die Möglichkeit geben eigene Inhalte zu erstellen und uns mit anderen Nutzenden zu verbinden und Beziehungen aufzubauen, gehen wir von der engen Definition von sozialen Medien aus?
00:00:49: Meinen wir wirklichst die klassischen Netzwerkplattformen Facebook, Instagram?
00:00:53: Gehen wir von der etwas breiteren Definition aus, meinen wir auch die Messenger-Dienste.
00:00:58: Im Rahmen des Diskussionspapers auf das gerade schon mehr verhingedeutet wurde haben wir genau diese breitere Definition uns vorgenommen.
00:01:07: Wir wissen dass mittlerweile mehr als fünf vier Milliarden Menschen weltweit soziale Medien nutzen.
00:01:12: in Deutschland sind es gute fünfundsechzig Millionen Die täglich ungefähr zweieinhalb Stunden mit der Nutzung auch verbrennen manche weniger andere mehr.
00:01:22: Wir wissen natürlich auch, dass Kinder und Jugendliche soziale Medien nutzen.
00:01:26: Mindestens einmal pro Woche sind das zehn Prozent der sechs bis sieben Jährigen.
00:01:30: bei den zwölf- bis dreizehnjährigen liegen wir bereits bei ungefähr einundsebzig Prozent.
00:01:36: Auch täglich werden soziale Medien von Kindern und Jugendlichen oft genutzt.
00:01:41: Wenn wir uns die täglichen Nutzungszahlen genauer anschauen solange wir an Schul- und Werktagen ungefähr bei zwei Stunden vierzig An Wochenenden und Feiertagen sind es fast vier Stunden, die Kinder und Jugendliche vor unterschiedlichen sozialen Medien verbringen.
00:01:56: Interessant an dieser Stelle ist anzumerken dass in den meisten algebisten sozialen Plattformen steht das eigentlich die Nutzung für Personen nur ab dreizehn Jahren erlaubt ist.
00:02:06: Dass dies nicht der Realität entspricht sehen wir allein schon an dieser Folie mit den Zahlen für Deutschland.
00:02:12: Was uns wiederum besonders Sorge macht, ist die Satzsache das mehr als eine Million Kinder und Jugendliche in Deutschland zum riskanten Nutzungsverhalten von sozialen Medien neigen.
00:02:21: Und die riskante Form ist die Vorstufe der Suchtartigen zu der wieder um dreihundert tausend Kinder und Jüngliche tendieren.
00:02:29: Was genau ist die suchtartige Nutzung von sozialem Medien?
00:02:32: Hier ein kurzer Überblick über typische Merkmale oder Symptome Zum einen dieser Deans, also die Tatsache dass man ständig mit der Nutzung beschäftigt ist entweder in seinen Gedanken oder aktiv mit dem entsprechenden Gerät.
00:02:45: Die Toleranzentwicklung, also da Stände die tatsache das man nach und nach immer mehr und mehr Zeit online verbringen muss um die gleichen positiven Emotionen zu erleben wie zuvor bei einer geringeren Nutzungszeit.
00:02:58: Stimmungsmodifikationen also der ständige Rückgriff auf die Nutzungen wenn man schlecht Gelauntes und seine Stimmung wieder verbessern möchte.
00:03:06: Rückfälle entstehen, wenn man bewusst versucht seine Nutzungszeit einzuschränken.
00:03:10: Das allerdings nicht schafft und in die alten Muster wieder zurück fällt.
00:03:15: Entzugsymptome sowas wie Nervosität, Ängstlichkeit körperliches Unbehagen, wenn gerade die Nutzung nicht möglich ist Und Konflikte mit der Außenwelt aufgrund der intensiven Nutzungen und somit der vernachlässige Grund von Verpflichtungen offline.
00:03:30: Hier stellt sich natürlich die Frage weh hängt diese Art der Nutzung oder insgesamt auch die Nutzungen von sozialen Medien mit der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zusammen.
00:03:40: Das habe ich versucht für sie im Rahmen so eines kleinen Kreislaufs, oder Teufelskreises kann man das auch bezeichnen, zusammenzufassen.
00:03:48: Wir wissen dass die Nitzung sich in aktiv-und passiv unterscheiden lässt.
00:03:52: Bei der passiven Nutzungsung geht es darum, dass man keine eigenen Inhalte erstellt Und auch nicht direkt mit anderen Nutzenden interagiert.
00:03:59: Sondern man schaut sich an was die Anderen nach sozialem Medien so tun Und wir wissen, dass die meisten Nutzenden dazu tendieren, positive Inhalte hochzuladen.
00:04:08: Bilder vom Urlaub treffen mit Freunden Momente wenn sie glücklich gewesen sind und Sie entsprechend mit der Online-Welt teilen möchten.
00:04:16: Wenn wir nun rein passiv all diese schönen Bilder anschauen bekommen wir schnell das Gefühl ,dass die anderen ein wirklich schönes unterfülltes Leben führen sollten.
00:04:24: Unter Mensch Ein soziales Wesen neigt zu automatisch ablaufenden sozialen vergleichen.
00:04:30: Und so vergleichern wir das Idealbild vom Leben der anderen mit dem eigenen Leben, bei dem wir natürlich wissen dass nicht immer alles ideal verläuft, dass es vielleicht Herausforderungen und Probleme, Aufgaben gibt die wir nicht so toll finden.
00:04:43: Bei so einem Vergleich kommt es nicht selten zustande, dass wir schlechter abschneiden als den anderen das Gefühl bekommen unser Leben ist gar nicht so schön wie das von anderem.
00:04:52: Das für dazu was wir neid empfinden.
00:04:55: Neid kann wiederum der psychischen Gesundheit schaden.
00:04:58: Auf der anderen Seite haben wir die aktive Nutzung.
00:05:00: Sie kann dazu beitragen, wenn wir diejenigen sind, die die ganzen schönen Inhalte hochladen, dass wir durch die Likes und die positiven Kommentare der Anderen das Gefühl bekommen, populär beliebt sozial unterstützt zu sein.
00:05:13: Und das kann der psychischen Gesundheit ganz gut tun!
00:05:17: Allerdings kann die aktieve Nutzungen auch dazu beitragen, dass man Flow empfindet.
00:05:22: Flow ist ein Zustand bei dem man sich vollständig auf eine Aufgabe fokussiert dabei Spaß und Freude empfindet, sich nur noch mit dieser Eintätigkeit beschäftigen möchte und alles andere um sich herum vergisst.
00:05:35: Und so ein Zustands ist schön kann es sich beim Nutzen von sozialen Medien einstellen aber das sind kleine Haken.
00:05:43: Längerfristig betrachtet kann dieser Zustand dazu beitragen, dass man eine starke emotionale Bindung an die sozialen Medien den Ort wo man das ganze Schöne erlebt entwickelt und das wiederum ist ein predisponierender Faktor.
00:05:57: Ein Faktore der die suchtartige Nutzung fördert und sie wiederum schadet der psychischen Gesundheit.
00:06:03: Und wir wissen auf längschnitt Studien Auch die soziale Unterstützung online längerfristig diese emotionale Bindung fördern kann und somit auch zur Suchtentwicklung beiträgt.
00:06:17: Und somit, egal wie wir wenden und drehen, aktiv oder passiv, langerfristig betrachtet schadet den Nutzung der psychischen Gesundheit.
00:06:25: Was genau bedeutet das?
00:06:27: Hier ein paar Beispiele aus ufteilen Studien zu Kindern und Jugendlichen.
00:06:32: Es kann zum Anschiff von Depressionen Angst- und Stresssymptome kommen Essstörung und Schlafprobleme, Körperbild- und Zufriedenheit bis hin zu südcidalen Verhalten und süddcidalem Gedanken.
00:06:42: Positive Aspekte so etwas wie Aufmerksamkeit, Lebenszufriedenheits-, Selbstwertgefühl sinken!
00:06:49: Und wir wissen natürlich dass die psychische Gesundheit ein grundlegender Faktor ist für viele andere Entwicklungsschritte im Leben des Menschen – auch für die Tatsache ob man in der Lage ist in stressreichen Situationen funktionale Bewältigungsstrategien anzuwenden oder nicht.
00:07:04: Wir wissen, dass zwischen all diesen Aspekten Wechselwirkungen bestehen.
00:07:08: Und entsprechend wenn die psychische Gesundheit leidet, leiden auch die anderen Entwicklungsaspekte – soziale, emotionale, kognitiver, motorischer All den anderen Entwicklungsschritte sind betroffen!
00:07:21: Viererweise muss man natürlich sagen, viele der Studien auf denen diese Schlussschlussfolgerungen aufbauen die uns bislang vorliegen sind querschnittlich.
00:07:30: Querschnittstudien sind solche die Daten zu einem Messzeitbuch erheben und somit Schlüsse über Zusammenhänge zulassen aber nicht über Kausalitäten.
00:07:41: Es gibt aber bereits einige Lenkschnittsstudien die auf jeden Fall Hinweise zur Ursache Wirkung Beziehung geben Und es gibt erste Interventionsstudien, die klarere kausale Schlüssee ermöglichen.
00:07:51: Interventionsstudien oder Experimentalstudien, wie wir sie auch nennen, sind solche bei denen wir eine Variable bewusst manipulieren, verändern.
00:07:59: Zum Beispiel die Nutzungszeit von sozialen Medien und uns dann anschauen, wie sich andere davon abhängige Variablen ebenfalls verändern zum Beispiel jeder psychischen Gesundheit.
00:08:09: Damit Sie besser verstehen können was ich meine habe ich Ihnen ein Beispiel einer solchen Studie mitgebracht.
00:08:15: Eine Intervention, die wir bei mir im Team und auch Töl sind wir dabei, eine ganze Reihe weiterer Solchinterventionen durchzuführen.
00:08:24: Was wir gemacht haben war folgendes.
00:08:26: Wir haben eine Gruppe an Social-Media-Nutzenden alles Junge Erwachsene in Deutschland genommen und sie randomisiert also per Zufall nach Alter und Geschlecht für Gruppen zugeordnet.
00:08:36: Die erste Gruppe war unsere Kontrollgruppe Sie bekam keine spezifische Aufgabe.
00:08:41: die drei anderen waren unsere Interventionsgruppen.
00:08:43: In der ersten warten wir die Teilnehmenden ihre Social Media Nutzungszeit für zwei Wochen um dreißig Minuten zu reduzieren.
00:08:50: In der zweiten Gruppe warten wir, die Teilnehmer nun mehr körperlich aktiv zu sein um dreizig Minuten pro Tag für die zwei Wochen denn wir wissen Sport ist ein wichtiger Schutzfaktor der psychischen Gesundheit.
00:09:01: in der dritten Gruppe haben wir die beiden Bedingungen kombiniert weniger social media mehr sport.
00:09:06: und dann haben wir zur sechs Messzeitpunkten Daten erhoben mit Fragebögen und zwar zu Beginn Nach einer, nach zwei Wochen, nach einem Monat, nach drei und nach sechs.
00:09:16: Schauen wir uns ein paar beispielhafte Ergebnisse an.
00:09:19: Zunächst einmal die Lebenszufriedheit unserer Teilnehmenden.
00:09:23: Grau ist die Kontrollgruppe Grün – die drei Interventionsgruppen Rot – die zwei Wochen der Intervention.
00:09:30: Was wir hier sehen ist, wenn wir uns nur die Einzelbedienungen anschauen.
00:09:33: Die Reduktion der Social-Media Nutzungszeit ist ein wenig wirksamer als die körperliche Aktivität.
00:09:42: zeigt wiederum die Kombination der beiden Bedienungen.
00:09:46: Ähnlich sieht es in der Grafik darunter mit dem subjektiven Glücksempfinden aus und auch mit der Verbesserung kinsichtlich der Depressionssymptome und der psychischen Belastung durch die Pandemie, die wir erlebt haben denn die Untersuchung fiel genau in diesen Zeitraum.
00:10:02: Die Ergebnisse waren stabile über die sechs Monate der Untersuchungen hinweg und zeigen uns dass das notwendig ist einerseits den Nutzungszeit von sozialen Medien zu reduzieren bewusst und kontrolliert.
00:10:15: Und auf der anderen Seite Alternative Aktivitäten im Offline zu fördern, die dazu beitragen dass wir positive Emotionen empfinden und somit die Notwendigkeit reduzieren nach diesen positiven Emotion online zu suchen.
00:10:29: Auf der Grundlage dieser und auch weiterer Ergebnisse, die wir mittlerweile haben sind wir im Rahmen des Diskussions Papers zum Schluss gekommen das es dringend notwendig ist das Vorsorgeprinzip anzuwenden.
00:10:40: und dieses Prinzip besagt Wenn es einen wissenschaftlich begründeten Verdacht gibt, dass es zu einem Schaden oder insgesamt für die menschliche Gesundheit kommen kann.
00:10:50: Die empirische Lage aber noch nicht so weit ist zu sagen wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens?
00:10:56: Oder wie groß wird er ausfallen wenn der da ist?
00:10:59: Sollten die zuständigen Akteure auf jeden Fall Maßnahmen überhaupt erst gegen das Risiko des Schads ergreifen?
00:11:07: und basierend hier drauf haben wir unsere Handlungsempfehlungen formuliert, und zwar im Rahmen eines abgestuften Altersabhängen- und multidimensionalen Ansatzes.
00:11:17: Denn wir müssen hier von unterschiedlichen Richtungen greifen.
00:11:20: Und was ich jetzt sage wird wahrscheinlich bei dem einen oder anderen Unmut auslösen kann nicht gut verstehen.
00:11:25: aber wir fordern Altersbeschränkungen für die Nutzung von sozialen Medien und zwar keine soziale Medien für Kinder unter dreizehn Jahren.
00:11:33: Wir wissen aus der Entwicklungspsychologie außer Kinder und Jugendpsychologe das In diesen dreizehn Jahren so viele Dinge in der Entwicklung passieren, die grundlegend sind für das gesamte weitere Leben des Menschen.
00:11:45: Dass wir unbedingt in diese sensiblen Phase die Kinder vor den negativen Einflüssen von Social Media schützen müssen.
00:11:52: Ab drezehn Jahren müssen wir Kinder langsam an die sozialen Medien heranführen mit älterlicher Begleitung.
00:11:58: Wir wissen natürlich, soziale Medien sind gekommen um zu bleiben.
00:12:01: Sie werden nicht morgen verschwinden also müssen wir den Umgang damit in kompetenten Umgang da mit Schulen.
00:12:07: nichts anderes machen wir ja im Rahmen von Fahrschulen.
00:12:10: wir lassen die Kinder nicht sofort ans Steuer.
00:12:12: sie gehen in die Fahrschule sie fahren mit dem Fahrlehrer und ihren Eltern bei Begleitern fahren und so sollte es auch bei sozialen Medien sein Und damit wird das Anwenden können, müssen wir unterschiedliche Bereiche einbeziehen.
00:12:26: Erstmal technische Infrastrukturen.
00:12:28: die anbieter sollten verpflichtet sein digitale Altersverifikationen einzusetzen Zugangs beschränkungen wirklich gesetzmäßig durchzusetzen.
00:12:39: Personen unter achtzehn Jahren brauchen bestimmte Inhalte gar nicht erst zu sehen personalisierte Werbung Partneranzeigen oder auch Push-Nachrichten als Beispiele.
00:12:47: Eltern sollten die Möglichkeit haben, den Nutzung ihrer Kinder im Netz zu kontrollieren.
00:12:52: Sie sollten einen Account anlegen können mit dem sie die anderen Plattformen auf denen ihre Kinder Mitglied sind einsehen und sehen können bzw.
00:13:00: bestimmen können.
00:13:01: Wie lange sollte mein Kind diese Plattform nutzen?
00:13:03: Und vor allen Dingen wer sollte Kontakt mit meinen Kindern aufnehmen?
00:13:07: Wir wollen ja nicht dass unsere dreizehnjährige Tochter von einem fremden Mann auf der Straße angesprochen oder sogar mitgenommen wird.
00:13:14: Genau das sollte auch nicht in der Online-Welt passieren.
00:13:17: Und die Plattformen sollten auch automatisch unterbrechen können einführen, so etwas wie nach einer Stunde Nutzungszeit dass einen jungen Menschen angezeigt wird hey du bist seit eine Stunde online.
00:13:29: möchtest du wirklich weitermachen?
00:13:30: und nur wenn man bewusst ja sagt sollte man weiter gelassen werden um am Grunde diesen negativen Impuls überhaupt erst zu unterbreche.
00:13:40: natürlich müssen wir die Bildungseinrichtungen einbeziehen den Ort an dem Kinder und Jugendliche einen Großteil ihres Tages unter der Woche verbringen.
00:13:49: Und hier sprechen wir ganz klar für ein Smartphone-Nutzungsverbot im Rahmen des schulischen Unterrichts aus, nicht wenn sie wieder nach Hause gehen aber wenn Sie keine Ahnung fünf oder sechs Stunden in der Schule verbringen.
00:14:02: Wir brauchen einen digitalen Bildungskanon.
00:14:04: Im Sinne von, dass wir das Thema Social Media Nutzung, Chancen, Risik und Suchtprävention im Rahmen von unterschiedlichen Fächern einfließen lassen.
00:14:12: Dafür müssen wir natürlich das Fachpersonal schulen ist klar.
00:14:16: Wir sollten auch den Einsatz von Social Media im Unterricht aufs nötigste minimieren und wirklich uns fragen Ist das notwendig?
00:14:23: Hat es vielleicht mit dem Unterricht auch ganz gut in den letzten hunderten von Jahren geklappt ohne Social Media?
00:14:29: Und wir können das Ganze natürlich nicht umsetzen, wenn wir nicht die Akteure, die Experten auf diesem Gebiet einbeziehen.
00:14:35: Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte.
00:14:39: Wir brauchen vielmehr gesellschaftliche Aufklärung im Sinne von großen Public Health-Aufklärungskampagnen Die Eltern wirklich klare Handlungsempfehlungen an die Hand geben!
00:14:49: Wir brauchen viele mehr Beratungsangebote in jeder schwällige Art Und ein Punkt, der mir natürlich als Forschenden besonders am Herzen liegt.
00:14:57: Wir brauchen ganz dringend mehr finanzielle Förderung von unabhängigen Studien – von Interventionsstudien vor allen Dingen, die uns grausale Schlüsse ermöglichen!
00:15:07: Ich kann Ihnen ein Lied davon singen wie viele meiner Anträge auch bei großen Geldgebern der DFG beispielsweise abgelehnt wurden genau zu diesem Thema Unter anderem mit dem Hinweis, das Thema ist nicht relevant genug.
00:15:20: Ich hoffe dass man es langsam merkt wie relevant dies ist.
00:15:24: Wir brauchen eine Instituzionalisierung dieses Forschungszweigs und wir brauchen einen verbesserten Zugang zu den Daten über die soziale Medien verfügen.
00:15:33: ich weiß ebenfalls aus Erfahrung da solche Anfragen von Plattformen gar nicht erst beantwortet werden Und wir müssen diese Schritte nun nach und nach langsam angehen in die Realität umsetzen.
00:15:44: Und dabei brauchen wir natürlich eine permanente Begleitung durch wissenschaftliche Evolution, um zu verstehen ob das was wir uns da theoretisch überlegt haben realisierbar ist.
00:15:54: an welchen Stellen müssen wir etwas ändern?
00:15:56: Vielleicht haben wir uns was Gutes überlegt.
00:15:58: Wir müssen das natürlich evaluieren Das ist klar Und nur so haben wir die Möglichkeit, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen heute im Zeithalter der digitalen Revolution zu schützen.
00:16:09: Sie gleichzeitig zu befähigen zu einem kompetenten Umgang mit sozialen Medien und ihnen letztendlich ein angemessenes digitales Teil habe zur ermöglichen.
00:16:18: Damit bin ich am Ende meines Vortrags.
00:16:21: Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit, freue mich auf Ihre Fragen, freue in genug Input geliefert habe.
00:16:32: Ich weiß, dass einige Aspekte vielleicht ein wenig extrem sind aber das ist so gedacht.
00:16:37: Vielen Dank!
00:16:38: Ja ganz herzlichen Dank für den Input.
00:16:41: Sie haben es alle gesehen und gehört Smartphoneverbote unter drei Zähnen.
00:16:45: wir sehen sie da die technischen Möglichkeiten.
00:16:48: also zum einen mal wir haben vorhin schon gehört vielleicht reagieren verschiedene Eltern ja auch unterschiedlich.
00:16:53: Also die einen sagen, mein Kind kann ab fünf schon ein Smartphone haben kein Problem.
00:16:58: Die anderen sagen bloß vielleicht erst ab fünf senden das ist ja das eine.
00:17:01: aber gibt es überhaupt also wirklich technische Möglichkeiten so was Frau Prailowska ja zum Beispiel gesagt hat mit Verifikation oder sonstige?
00:17:11: Wie viele Stunden habe ich Zeit zu antworten?
00:17:15: Kurze Antwort natürlich gibt es gewisse Möglichkeiten, aber die Technologie ganz sicherlich nicht als eine Allheil-Lösung und auch schon gleich gar nicht one fits all.
00:17:27: Dass man mit einer Maßnahme alle möglichen Probleme Fragestellungen in den Griff kriegt.
00:17:33: Wir haben ja gerade im Vortrag das ein oder andere angerissen.
00:17:37: Es können wir vielleicht nachher nochmal vertiefen.
00:17:40: Altersverifikation Das ist etwas was über die EU der sogenannten EU-ID Wallet kommen wird, was verpflichtend als... Technologie eingeführt wird, inwieweit die Hersteller dann verpflichtet werden oder die Anbieter verpflichted werden den Zugang zu den Medien eben zu sperren bis man eben gesagt hat ich bin über sechzehn oder was auch immer gefordert ist.
00:18:08: Das das ist halt der nächste Schritt.
00:18:11: also wir können Technologie verschiedenste Art und kann es gerne nachher nochmal ein bisschen da und dort ausführen Was es schon alles gibt was viele vielleicht gar nicht wissen kann.
00:18:22: Aber die Vielzahl der Dinge sicherlich nicht.
00:18:25: und natürlich, das muss ich jetzt auch gleich sagen habe ich schon sehr gezuckt weil ich doch viele Kinder kenne, denen die Haare zu bergestehen würden wenn sie hören Handyverbot bis drei zehn Jahre.
00:18:39: Wir haben es ganz kurz getuschelt.
00:18:42: Zum Teil wird das ja aus der Schule heraus gefordert, dass man Handy benutzen muss um überhaupt in den Unterrichtsstoff mithin einzusteigen sodass wir hier natürlich so eine Forderung wirklich und dann würde ich sie moderieren nicht ich.
00:19:00: Natürlich meine Co-Panelistin da direkt sehen, dass Sie dazustellungen sind
00:19:07: Dann lege ich gleich mal los, oder?
00:19:09: Okay.
00:19:10: Also ich vertrete ja die Medienpädagogik auf dem Podium.
00:19:13: vielleicht ganz kurz zum Hintergrund das JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ist einzigartig in Deutschland.
00:19:21: Wir sind seit sechsohn-sebzig Jahren aktiv, also so alt wie das Grundgesetz und sind deswegen einzigARTIG weil wir das größte und das älteste Institut sind.
00:19:31: Das allein macht es noch nicht sondern was es macht ist...wir machen medienpädagogische Praxis,
00:19:35: d.h.,
00:19:35: wir arbeiten mit Kindern jugendlichen Eltern pädagogischen Fachkräften sehr praktisch im Projekten Aber wir forschen auch dazu.
00:19:43: Wir haben eine eigene Forschungsabteilung bei uns im Haus, die ist seit sechsensebzig Jahren den Medienwandel in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum begleitet.
00:19:52: Ich greife mal ein bisschen zurück in der Geschichte.
00:19:54: Keine Sorge nicht weit!
00:19:55: Ich fange nicht bei Adam und Eva an was in einem katholischen Hause irgendwie logisch wäre aber nein mache ich nicht.
00:20:01: Ich gehe mal bis zwei tausend neunzehn zurück.
00:20:03: da haben wir
00:20:04: in
00:20:04: Zusammenarbeit mit dem Hans-Predo-Institut in Hamburg den sogenannten Gefährdungsatlas gemachter.
00:20:11: Das ist ein Atlas der dreiviertzig Medienphänomene beschreibt, untersucht
00:20:17: und
00:20:18: einordnet.
00:20:20: Da ist sowas dabei wie Cybermobbing, Cyberbullying da sind aber auch Themen desinformationen selbst verletzendes Verhalten etc.
00:20:28: das ist eine Grundlage um letztendlich dann zu einem intelligenten Risiko und Chancenmanagement zu kommen.
00:20:35: wir diskutieren jetzt hier sehr auf der Risikoseit.
00:20:37: ich werde gleich sagen warum mich das für ein Problem halte.
00:20:40: Dann haben wir Projekte bei uns im Haus Forschung und Praxis, wo wir uns ganz gezielt diese Altersgruppe die Sie jetzt auch erwähnt haben.
00:20:47: Die Dreizehnjährigen ist im Moment so eine magische Zahl.
00:20:50: Wir haben uns in einem Forschungsprojekt unter dem Praxis-Projekt die zehn bis vierzehnjährige angeschaut nach der alterskohorte zehn bis zwölf von zwölfe bis viertzehn.
00:20:58: Weil wir da feststellen dass die Kinder im Übergang von Kindheit zu Jugend sind das der Entwicklungspsychologisch wahnsinnig viel passiert oder dass man da sehr differenziert hingucken muss was mal mit dieser Zielgruppe tatsächlich Macht oder auch nicht macht.
00:21:12: Und man darf nicht vergessen, die Debatte, die wir hier führen... Wir sind jetzt hier bei dreizehn Jahren hat aber eigentlich den politischen Hintergrund dass das australische Social Media-Band ab sechzehn Jahre in Social Media verbieten möchte.
00:21:27: es gibt auch Beschreibungen in der Bundesregierung, die ab sehzehn setzen und seit zwei Wochen gibt es dazu eine Bundesratsinitiative angeführt von Thüringen, die auch in dieses Horn stößt.
00:21:40: Und da müssen wir ganz genau hingucken, was es bedeutet wenn wir über die sechzehnjährigen sprechen.
00:21:45: Kleiner Spoiler!
00:21:46: Wir kommen gleich in eine Debatte mit Sicherheit noch drauf.
00:21:48: Die Kompetenz wird weder auf der Geburtstagstorte noch mit der Sechzehnte Kerze vom Himmel fallen Sondern dass der Kompetenzerwerb ist ein Prozess und da geht das tatsächlich nicht wie beim Führerschein drum Dass wir einmal eine Prüfung machen bis dahin haben wir gelernt und dann sind wir für unser Leben lang Medienkompetent sondern des bedeuteten Lebens langes entwickeln, ein lebenslanges Erproben reflektieren und ausprobieren weil wir ja auch in diesem vielleicht wieder auf der technischen Seite ständig technische Neuerungen haben.
00:22:19: Vor fünf Jahren hätten wir uns noch nicht über Chatchi-Pittier unterhalten müssen.
00:22:22: heute müssen wir uns über KI unterhalten.
00:22:25: das mal so als ersten Aufschlag.
00:22:27: ich habe noch ein paar Seiten weitere Ideen.
00:22:29: Ja vielen Dank Vielleicht noch mal an Frau Preilofskaya.
00:22:33: Ja, Sie haben jetzt auch auf diesem Papier mitgearbeitet und auch diese Empfehlungen ausgesprochen.
00:22:38: Wie groß sehen sie die Chancen?
00:22:40: Also wirklich ab dreizehn erst zu erlauben Smartphones
00:22:45: usw.,
00:22:46: wie sehen Sie es auch aus Ihrer eigenen Praxis vielleicht?
00:22:49: Hier müssen wir dieser Stelle ein bisschen differenzieren.
00:22:51: Wir haben nicht gesagt, Smartphones ab Dreizeln!
00:22:54: Wir haben gesagt bis zur zehnten Klasse im Unterricht.
00:22:58: was zu Hause passiert ist eine andere Sache.
00:23:00: Social Media ab Dreitzeln das ja weil das Smartphone ist definitiv eine Sache die man auch sehr positiv nutzen kann.
00:23:08: keine Ahnung ich nutze gerne mein Smartphone als Navigator würde jetzt nicht darauf verzichten oder zum Musik hören oder wie ihr auch immer.
00:23:16: es geht um den Nutzung von sozialen Medien die jetzt in dem Papier auch wirklich im Vordergrund steht und ich sehe absolut einen, was Sie sagen.
00:23:24: Ich meine es ist natürlich klar dass das nicht von heute auf morgen geht, dass es viele technische Aspekte geht, von denen ich persönlich gar keine Ahnung habe muss ich ganz ehrlich sagen.
00:23:31: aber wovon ich Ahnung haben ist die Studienlage zur psychischen Gesundheit und wir haben selbst Studien durchgeführt, die zeigen, dass die intensive Nutzung vor allem hinsichtlich der Sucht bis hin zum Suizid führen kann Und mir macht das persönlich am meisten Angst.
00:23:46: Ich habe zwei kleine Kinder, ich denke an ihre psychische Gesundheit und ich möchte sie schützen genauso wie die anderen Kinder.
00:23:53: Und deswegen finde ich das schon wichtig abgesehen von den technischen Aspekten, die sicherlich länger brauchen für die Entwicklung, für die Umsetzung politischer Art.
00:24:02: Das ist alles klar.
00:24:04: aber ich möchte Schutz für die Kinder garantieren auch für meine eigenen.
00:24:07: Vielleicht dazu nochmal weil Sie jetzt auch gerade schon auf Suizid angesprochen haben, das speziell.
00:24:15: Es geht ja nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern wenn ich es auch verstehe, auch Erwachsene nutzen Chatshipity oder andere Kis auch verstärkt als Ratgeber- oder Freundesersatz aus ihrer psychologischen Sicht.
00:24:26: wo kann denn sowas überhaupt hinführen?
00:24:28: Also jetzt mal abgesehen vielleicht tatsächlich von irgendwannen Suizid bei Beratung aber dieses ja auch fast psychotherapeutische Ersatzverhalten was bewirkt?
00:24:39: Man kann natürlich sagen, einerseits ist das natürlich was Gutes.
00:24:42: Jemand hat jemandem zu reden vor allem wenn man sich einsam fühlt und es auch einem nicht gut geht.
00:24:47: Das Problem ist aber natürlich wie ein sehr eifriger Praktikant.
00:24:55: Er kann mir die Antworten geben nach denen ich suche, aber Chagipiti reflektiert nicht.
00:25:00: Chaghipiti ist kein Therapeut.
00:25:03: Und es ist sehr gefährlich was da passiert weil man die richtige Frage In Anführungszeichen stellt, kann er mir eine Anleitung zum Suizid geben.
00:25:12: Da muss man sehr differenziert vorgehen und ich sehe die Nutzung von der KI in diesem Zusammenhang als Therapeutersatz, als Freundesatz sehr kritisch.
00:25:22: Ja wenn ich
00:25:22: das
00:25:23: so übertragsweise nehme ist es ja auch ein bisschen dann ja auch Desinformationen, die von derKI in dem Sinn kommt und unser Thema war ja auch so Desinformation.
00:25:36: Meine Frage auch in der Hinsicht noch mal ganz vor an das Szene gedreht.
00:25:40: Das ist mir, war mir persönlich so passiert... Ich bin auf diversen Plattformen unterwegs aber war noch nicht auf
00:25:47: TikTok
00:25:47: und dann habe ich irgendwie so ja TikTok beeinflusst immer mehr Jugendliche usw.
00:25:53: Und hab mich aus Interesse mal ein Konto angelegt, hab da angefangen die Videos durch zu scrollen.
00:26:01: nicht
00:26:02: mal eine Minute, glaube ich, hatte ich Alice Weidel auf dem Bildschirm.
00:26:06: Wo ich mir gedacht habe wie kommt der Algorithmus dazu mir das anzuzeigen?
00:26:10: Jetzt nochmal die technische Frage an Sie.
00:26:12: also wo kommen diese ganze egal auf welchen Plattformen diese ganze Desinformation her?
00:26:17: wie funktioniert dass?
00:26:18: vielleicht könnte es einfach mal grundlegend für uns alle.
00:26:23: schon wieder so eine allgemeine frage die ich kurz verantworte sehr gerne.
00:26:28: Also vielleicht erst einmal ganz allgemein losgelöst vom Desinformationsgehalt, die Algorithmen wie Sie das in Berechnungsvorschriften und in diesen Social Media.
00:26:43: Sie sammeln Daten über das Nutzungsverhalten.
00:26:46: auf welche Seite sind sie gegangen?
00:26:48: Welche Videos haben sich angeschaut?
00:26:50: Wie lange haben Sie sich ein Video angeschauen?
00:26:52: Welchen Videos haben Sie vielleicht konsekutiv im Wandel angeschauert?
00:26:56: mit wem haben Sie kommuniziert?
00:26:59: was haben Sie kommentiert?
00:27:00: Was haben Sie geleigt?
00:27:02: Was haben sie geschert.
00:27:03: All diese Dinge sind wichtige Daten, sodass die Algorithmen das alles einsammeln und dann Prognosen abgeben.
00:27:11: Die lernen daraus was der Algorithmus glaubt, was sie interessiert.
00:27:19: Und im nächsten Schritt werden Ihnen dann die Inhalte dargestellt wo der Algoritmus denkt.
00:27:25: dass passt zu dem Muster, zu dem Profil was Ihrem Nutzungsverhalten entspricht.
00:27:32: Und auf diese Weise kriegen Sie immer diese Dinge in höchster Priorität angezeigt die eben dieser Algorithmus auswählt.
00:27:41: und dann kriegen sie eine Vorstellung als wenn die Welt nur aus dieser Bubble besteht.
00:27:49: es wird quasi gar nichts anderes mehr vorgeschlagen, weil der Algorithmus der Meinung ist, dass interessiert sie eh nicht.
00:27:58: Weil Sie das ja nicht geliked haben und nicht geschehrt haben.
00:28:01: Und Ihre ... Ja, Ihre Florence, ich muss jetzt in diesem ganzen Journal sprechen, das eben auch nicht machen.
00:28:09: Auf diese Weise wird ihre Welt sozusagen durch die Algorithmung eingeschränkt.
00:28:16: Jetzt kommt die Desinformation natürlich noch mal ins Spiel, diesem Spiel auch das nutzt, denn was ja im Netz immer ganz wichtig ist.
00:28:29: Was hat hohe Priorität?
00:28:30: Was wird ganz hoch gerankt sozusagen?
00:28:34: Was eben viele Likes hat, was viel kommentiert wird und wo viel Interaktion drüber stattfindet wird dann ganz, ganz als wichtig erachtet von diesen Algorithmen.
00:28:44: Und wenn ich jetzt Desinformationen verbreiten möchte, dann sehe ich eben zu, dass ich eine Information so aufbereite, das über Trolle oder was auch immer erst mal ganz viele Likes darauf gehen, dass da viel los ist mit dieser Informationen und sodass diese Informationen auf einmal eine Wichtigkeit bekommt durch die Algorithmik.
00:29:05: Die gucken da ja gar nicht auf den Inhalt, sondern nur diese Muster werden dann aufgegriffen.
00:29:11: Und dann verbreitet sich das rasant, weil das dann eben auf einmal in die Bubbles hineingestreut wird und da geht der Automatismus weiter.
00:29:20: Das ist jetzt mal eine sehr high-level Ebene ganz kurz dargestellt wie das vom Prinzip her funktioniert.
00:29:29: So erreicht sie auf einmal etwas von denen Sie – was weiß ich?
00:29:35: wo sie mal irgendein Video über alles Weidel angeklickt haben, weil Sie sich einfach informieren.
00:29:41: Ja natürlich!
00:29:43: Aber das ist ja genau dass man sicher nicht mehr so bewusst was man eigentlich an Spuren hinterlassen hat und das ist ganz interessant.
00:29:51: da kommen wir vielleicht nachher nochmal drauf.
00:29:53: Darf ich mal ein Aspekt hier noch loswerden?
00:29:55: Ist mir ganz wichtig und bevor es irgendwo verloren geht... Es ist ein bisschen abseits aber mir wichtig.
00:30:04: was ich ganz schwierig finde, ist dass durch die finanzielle Drucksituation, die heutige Medienwirtschaft ausgesetzt ist.
00:30:16: Die seriösen Inhalte, die eigentlich faktenbasierten Inhalter, die man gerne auch verbreiten wollen würde
00:30:26: einen
00:30:26: Stil bekommen der dieser ganzen komischen Wolke entspricht.
00:30:31: Da wird nicht mehr mit einem seriösen sachlichen Stil gearbeitet, weil das keine Klicks gibt.
00:30:38: Da werden pauschale Dinge, da wird mit Negativismen gearbeitet und wie soll man dann noch anfangen zu unterscheiden?
00:30:48: Wenn die seriösen Medien in der gleichen Ich sage einmal, Klaviatur der Sprache daherkommen wie diese ja einfach falsche Informationen.
00:31:01: Das Medienthema ist ein ganz... also jetzt ein anderes Thema.
00:31:06: wie die Information kommuniziert wird es für mich aus meiner Sicht ein ganz wichtiges Thema worüber wir in Deutschland europaweit wo auch immer sprechen müssen wie wir da wieder eine stärkere Sachlichkeit, eine Korrektat reinbringen und alles hängt am Geld.
00:31:25: Wir müssen schauen dass es nicht weiter in diesen Trend hat.
00:31:30: statt Content gucken wir nur auf Klickrate.
00:31:33: das kann nicht die Lösung sein aber dann verlieren wir das Vertrauen im Medium wissen nicht mehr.
00:31:40: was ist jetzt hör ich auf zu reden.
00:31:42: Was sagt die Medienpädagogin dazu?
00:31:45: volle Zustimmung an der Stelle.
00:31:46: Also es ist tatsächlich eine Frage des Mediensystems, so wie Medien gebaut sind.
00:31:50: das hat ganz viel mit der Digitalisierung zu tun.
00:31:53: Spannend ist ja dass wenn ich's richtig weiß die Algorithmen nicht offen gelegt sind von den großen Firmen.
00:31:59: das heißt weder Metaconzern noch andere sagen klar wie ihre Algorithme funktionieren.
00:32:05: man kann es bei Instagram etc.
00:32:07: etwas rückschließen aufgrund der Untersuchungen die wir machen.
00:32:10: wenn wir gucken welche Inhalte funktionieren wie bei TikTok zum Beispiel Beispiel ist es deutlich schwieriger.
00:32:15: Also der TikTok-Algorithmus ist zumindest derzeit unsere Vermutung, spürt den ganzen Treck ich sage das mal so salopp bewusst nach oben und das wiederum bedeutet dass wir wenig Mechanismen haben das tatsächlich zu regulieren.
00:32:29: Da kommen wir zu einem ganz großen Thema nämlich die Verantwortung der Plattformen.
00:32:33: Wir haben ein Europareich den Digital Services Act, den DSA der in eine deutsche und nationale Gesetzgebung gegessen wurde.
00:32:40: Das digitale Dienstegesetz seit Mai-Zwei-Tausendvierundzwanzig im Graf der DSA schreibt dem Plattformen eine klare Verantwortung zu.
00:32:48: Wie kann es also sein dass ein Metakonzern Fact Checking abschafft nahezu?
00:32:54: Und wir einfach nicht in den Aufschrei haben die mehr dazu bräuchten?
00:32:58: das ist ne Randnotiz und es wird in einer netzpolitischen Szene sehr wohl diskutiert.
00:33:02: Aber da müsste eigentlich sich eine Bundesregierung, weil es geht um nichts anderes als um die Grundlagen der Demokratie.
00:33:08: Wir reden gerade nicht mehr über Kinder und Jugendliche und wir schützen ja Kinder und Jugendliche sondern wir reden hier grade um gesellschaftliche Prozesse und das bedeutet wir müssen als Zivilgesellschaft sehr viel klarer und sehr viel lauter werden.
00:33:20: Wir müssen als Politik da sehr viel mehr unsere Werbe rein schmeißen.
00:33:26: Es ist aber sehr still an dieser Stelle Und das ist eines der Probleme die ich sehe genau darüber sprechen, über Desinformationen sprechen
00:33:33: etc.,
00:33:35: weil die Kinder und Jugendlichen sind eine vulnerable Zieggruppe.
00:33:39: Da muss man nochmal anders drauf gucken.
00:33:40: das ist richtig aber grundsätzlich betrifft es die gesamte Gesellschaft.
00:33:44: vielleicht noch mal die Frage in dem Zusammenhang an die Psychologen.
00:33:47: also frailovskaja woher kommt es dass wir mehr dieses sensationsmäßige Anklicken?
00:33:55: nicht des sachliche Also kann man das überhaupt irgendwie zurückspulen?
00:34:00: Wir konzentrieren uns wieder mehr auf die Sachlichkeit.
00:34:04: Ich will auch meinen beiden Vorrednerinnen auf jeden Fall zuhundert Prozent recht geben, genauso ist es wie sie das beschreiben.
00:34:10: und vielleicht kann ich was Sie gerade gefragt haben Frau Schilding?
00:34:13: Und dass was gerade gesagt wurde bei Teg doch noch einmal ein bisschen erklären der Mensch ist ja von der Evolution her so bedingt, dass wir darauf gucken.
00:34:22: wo ist die Gefahr?
00:34:24: vorvor muss sich wegrennen Und das wird natürlich von sozialen Medien sehr stark ausgenutzt.
00:34:30: Die ganzen Negativschlagzeilen, das ganze Negative wird nach oben gepusht weil darauf gucke ich.
00:34:36: Darauf lenke ich meine Aufmerksamkeit.
00:34:38: Das was mir mehr Angst macht, darauf guck ich als erstes denn dann weiß ich woher wann muss ich rennen.
00:34:44: und genau das nutzen sie aus um die Aufmerksamkeit der Leute zu ketschen.
00:34:50: wenn da irgendwas ganz positives steht Keine Ahnung, heute ist der Tag des Glückes oder wie auch immer.
00:34:56: Wir hatten glaube ich den Tag der Poliziumpsychologie im Oktober.
00:35:00: Da wird keiner draufklicken das interessiert nur die wenigsten.
00:35:02: wenn da aber steht der und er hat das um das Böse gesagt oder das gebrannt?
00:35:07: Da werden Leute darauf klicken weil dass es das schürt meine Angst Das zeigt mir da muss ich aufpassen da werde ich drauf reagieren.
00:35:14: Produktionstechnisch bedingt Und ganz klar ist bei Social Media sitzen ja die gleichen Psychologen wie ich oder meine Kollegen, wir nutzen genau dieses Wissen um diese negative Aspekte zu reduzieren.
00:35:28: Sie nutzen es um das noch mal stärker zu betonen damit die Leute online bleiben weil ihr Ziel ist mehr Klicks, mehr Nutzer sie länger im Wahl halten damit sie bleiben.
00:35:38: Das ist die gleiche Psychologien nur in die andere Richtung verwendet.
00:35:42: Und da gehe ich mal kurz rein.
00:35:43: Eine liebevolle Seitenkritik an der Stelle, Ari Budde hat es vorher schon erwähnt.
00:35:48: ein bisschen haben wir das hier auch mit dieser Veranstaltung und dem Titel unter Bebilderung.
00:35:53: Wenn Sie sich mal kurz an die Bebilderung erinnern, da war das Smartphone ganz da oben.
00:35:56: Dann war so eine Treppe und dann sind wir Menschen... Das ist nicht um Souverän und selbstbestimmt die Bebilderungen sondern das ist etwas was... Wir tanzen um das Goldene Kalk des Social Media herum oder das Handy ist herum Und im Titel und in der Beschreibung ist von Sucht, von Abhängigkeit, von permanentem Starren auf dem Bildschirm die Rede.
00:36:15: Da sind wir genau bei der Sache.
00:36:17: Man kann das durchaus nutzen und provokant hier einen Thesen in Raum zu stellen zu diskutieren, das mag ich durchaus.
00:36:24: Nur gerade wenn wir über Kinder und Jugendliche sprechen sind die Emotionen eh schon ganz oben.
00:36:29: Wir wollen unsere Kinder- und Jugendlichen bitte schützen davor und es bedeutet dann auch dass man sich bei solchen Veranstaltungen liebevolle Seitenkritik tatsächlich auch überlegen muss wie sehr mal diesen Aspekt so nach außen spielt und damit genau diesem Mechanismus bedient den wir gerade diskutieren.
00:36:47: Vielleicht komme ich an der Stelle jetzt doch noch mal, Sie haben vorhin gesagt vielleicht können wir nochmal näher drauf eingehen.
00:36:52: Welche technischen Möglichkeiten gibt es denn?
00:36:54: von denen will vielleicht noch gar nichts wissen?
00:36:56: Also gewisse Beschränkungen oder wie auch immer einzuführen?
00:37:01: Natürlich ist es vermessen zu sagen, dass Sie das alles nicht wissen.
00:37:03: Ich zähle Sie einfach mal auf und dann können Sie in sich rein lauschen, ob Sie davon schon einmal gehört haben.
00:37:09: Es gibt tatsächlich einen ganzen Zoo an verschiedenen Dingen die schon im Einsatz sind oder jetzt auch verstärkt zum Einsatz kommen.
00:37:19: Ich versuche es mir ein bisschen zu klassifizieren.
00:37:22: Das was hier auch schon mehrfach angeklungen ist, ist die Fragestellung Kann ich denn als Nutzender irgendwelche Einstellungen vornehmen an den Systemen?
00:37:34: Die Apps, TikTok und wie Sie alle heißen Insta?
00:37:38: gibt es da die Möglichkeit etwas... so zu kontrollieren, dass Dinge gar nicht angezeigt werden.
00:37:44: Und da gibt es jede dieser Varianten von eben den klassischen Dingen.
00:37:52: Facebook und X- und wie sie alle so heißen ermöglichen verschiedene Dinge.
00:37:58: man kann eben explizit sagen das man das nicht mehr sehen möchte.
00:38:04: Man kann beispielsweise sagen, von dem und dem möchte ich kein Video mehr anschauen.
00:38:10: Bekommen angezeigt bekommen.
00:38:13: es gibt Möglichkeiten solche Regeln solche Beschränkungen festzulegen so dass man eben um.
00:38:21: das wird dann auch eingehalten von den entsprechenden Plattformen.
00:38:25: Es gibt weitere Möglichkeiten.
00:38:27: natürlich Das kann man immer überlegen, ob man das möchte oder nicht.
00:38:31: Aber die Technologie ist erst mal da auch zu solche Beschreckungen zu machen, wie lange jemand überhaupt Medienzeit haben darf.
00:38:42: Natürlich gibt es versierte Kinder, die das alles austricksen aber... Es gibt dann diversierteren Eltern, die es nochmal wieder austrickseln wollen.
00:38:52: Aber es gibt diese Technik wo man gewisse Dinge erstmal einfach festmachen kann, dann ist der Bildschirm aus.
00:39:04: Man kann Geofencing machen wenn man das möchte umzugucken wo sich das Kind befindet.
00:39:10: all das hat natürlich auch immer so ein paar Rahmenbedingungen.
00:39:14: Über die Altersbegrenzung haben wir schon gesprochen, mit der Wallet wird da vielleicht was kommen und man wird sehen.
00:39:20: aber es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten.
00:39:23: Und jetzt gehe ich ein bisschen stärker in Technologien rein wo man selber gar nicht so vielleicht das selber kontrolliert und sich selbst sozusagen das einstellt sondern da geht's stärker auf diejenigen die Inhalte herstellen Und da drehe ich jetzt einfach mal den Spieß um.
00:39:42: Nämlich auch dafür gibt es Technologien zu sagen, Leute wenn ihr vernünftigen Inhalt in die Welt bringen wollt und auch dazu steht dann nutzt doch die Technologie die wir haben nämlich sozusagen digital zu unterschreiben.
00:40:01: Das ist von mir, das ist dann und dann hergestellt.
00:40:05: Das ist mit dem und dem Werkzeug hergestellt worden.
00:40:10: Und auch das gibt es... sind solche Sachen wie Watermarking oder es gibt einen internationalen Industriestandard, um Inhalte tatsächlich so zu markieren, dass an jedem Video, an jedem Audio, an jedem Text und jedem Bild dranhängen kann.
00:40:32: Wann wurde das erstellt?
00:40:33: Wurde es gefotoshoppt oder ist es original?
00:40:36: Ist es von der und der Kamera?
00:40:39: Dass man da Informationen bekommt dass dran gehängt bekommt und dann kann man das auch
00:40:45: prüfen
00:40:45: lassen.
00:40:45: Es ist ein Industriestandard, so was zu machen.
00:40:51: Jetzt kommt natürlich jemand um die Ecke und sagt, oh, das ist so eine angehängte Information, die kann ich ja auch entfernen?
00:40:56: Ja!
00:40:57: Das ist so.
00:40:59: Aber jetzt kommen wir wieder zum Thema, was fordern wir?
00:41:02: Was fordern Sie eigentlich von der Politik oder von den Herstellern?
00:41:08: Es gibt es, es gibt diese Technologie.
00:41:11: Hersteller können automatisch die Informationen in die digitalen Inhalte hineinbringen und diejenigen die Inhalten verwenden.
00:41:24: Die können kontrollieren was sie weitergeben, was sie ihren Kindern zu sehen geben sich selber anschauen wollen.
00:41:34: wenn Sie das einfach prüfen Und man kann ja so weit gehen zu sagen, in einer vernünftigen Medienwelt wollen wir nur noch Medien verwenden die ein geprüfbares Label haben.
00:41:48: Ist auch natürlich vorkommen.
00:41:50: unrealistisch ist klar.
00:41:51: aber wir können ja auch einfach mal träumen.
00:41:54: es gibt diese Technologie Und das möchte ich jetzt nur noch mal abschließend sagen.
00:41:59: Es gibt noch weitere Technologien, eine Technologie die von der Firma Google beispielsweise für alle zur Verfügung gestellt wird KI generierte Inhalte wieder Videos Texte whatever.
00:42:12: dass dort automatisch ein sogenanntes Wasserzeichen eingebettet wird, ein unsichtbares und die Qualität nicht störendes Wasserzeichen – Sie merken das gar nicht -, dass da eine Information eingebättelt wird automatisch.
00:42:28: Und das ist eine Information, die bei der Prüfung Ihnen sagt, das ist KI-generiert, so und so generiert auch wieder eine Information die prüfbar ist was der Urheber ist.
00:42:42: Ich höre mal jetzt auf es gibt noch viel mehr.
00:42:45: Wichtig ist mir, man kann selber schauen konfigurieren Einstellungen vornehmen.
00:42:51: Es gibt Technologien mit denen Urheberschaft nachgewiesen werden kann und wenn man das in die Breite bringen könnte könnten wir eben das Pferd von der anderen Ecke aufzäumen.
00:43:05: nicht hinter diesen Miljausen gibt es nicht Millionen von Dieb-Fakes und sonstwas Fakes herrennen, sondern uns auf die Original-, auf die authentischen Dinge konzentrieren.
00:43:18: Und das wäre meine Vision für die Zukunft.
00:43:21: Wenn wir solche Infrastrukturen bauen würden ... Wir wissen wie es geht!
00:43:26: Wenn man sich auch wirklich baut, dann haben wir wieder das Finanzproblem.
00:43:29: Dann könnten wir dieser furchtbaren Schwemmet ein Stückchen
00:43:34: erwerben.
00:43:36: Und die Medienpädagogin sagt dazu, wie werden wir kompetent darin das umzusitzen?
00:43:41: Die Medienpädagogin setzt noch mal beim Kinder- und Jugendmedienschutz ein.
00:43:44: Das was Sie erwähnen ist völlig richtig aus der technischen Jugendmedienschutz.
00:43:49: Wir haben in Deutschland Gott sei Dank einen sehr breiten Jugendmedientschutzverständnis und neben dem Technischen ist es ganz wichtig dass wir auch den erzieherischen Jugendmedienschutz haben.
00:43:58: Und das Spannende daran ist, die Diskussionen sind ja nicht neu.
00:44:01: Die haben wir mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Novellierung im Jahr zwei Tausend Zehn schon diskutiert.
00:44:07: Da ist der technische Jugendmedienschutz ganz stark gemacht worden.
00:44:10: Der ist salopp gesagt auf die Schnauze gefallen und es hat nicht funktioniert.
00:44:14: Die Novellierungswozehen ist gekippt worden damals von NRW.
00:44:17: Es hat Jahre gedauert bis ein Jugendmedienschaftsfilter Software entwickelt wurde.
00:44:23: Zwei wurden von der Bundesregierung anerkannt.
00:44:25: Usebrock war der Letzte, der durchgehalten hat Mittlerweile auch nicht mehr anerkannt, weil einfach nicht sicher.
00:44:31: Damit spreche ich nicht gegen die technischen Lösungen überhaupt nicht.
00:44:34: Ich möchte nur dass sie technische Lösungen und die erzieherischen Lösung in Hand-in-Hand gehen und das es eine geteilte Verantwortung gibt.
00:44:41: Und ich hätte gerne die Debatte weg von der Einseitigkeit auf den Schutzaspekt.
00:44:46: Wir haben in Deutschland einen Jugendmedienschutz, der eine Dreisäulichkeit beinhaltet.
00:44:52: Die eine Säule ist der Schutz, die andere Säulen ist die Befähigung und die dritte Säume ist die Teilhabe.
00:44:57: Und all das verankert sich in der UN-Kinderrechtskonvention.
00:45:01: Wenn wir jetzt ne politische Debatte haben, die finde ich wir sehr zivilisiert führen... Ich weiß aber sie wird in anderen Stellen nicht so ziviliziert geführt!
00:45:10: Dann kommt es schreckgespenst, aber es geht doch um unsere Kinder und Jugendlichen und wir müssen das alles dicht machen.
00:45:14: bis dann vergessen wir, dass Befähigung und Teilhabe elementare Rechte von Kindern und Jugendlichen in dieser Welt sind.
00:45:24: Und das bedeutet für mich auf gut Deutsch.
00:45:27: Wir müssen gucken, dass wir die Debatte wieder öffnen.
00:45:30: Die technischen Lösungen sind wichtig aber eben nur ein Element was wir zum Beispiel politisch noch überhaupt nicht diskutiert haben.
00:45:37: in diesem Thesen oder Diskussionspapier ist es drin.
00:45:39: Sie haben dankenswerterweise Social Media definiert.
00:45:42: Politisch ist im Moment noch überhaupt Nicht klar was reguliert werden soll.
00:45:46: Australien nimmt die messen Schaddienste zB nicht mit rein definiert.
00:45:54: Was machen wir denn mit Messenger-Diensten wie WhatsApp oder Signal oder Telegram, die letztendlich genauso Broadcasting Elemente haben, wie es Instagram und TikTok auch haben?
00:46:06: Es ist völlig unklar, wie mit YouTube umgehen.
00:46:09: Die Inhalte von YouTube kann man sich alle angucken ohne dass man einen Account ein Konto haben muss.
00:46:14: Da nützt uns eine Altersverifikation wenn es um die Frage der Inhalten geht überhaupt nichts!
00:46:19: Wir haben Dienste wie zum Beispiel Twitch oder Teamspeak, die in der Gaming Szene genutzt werden.
00:46:27: Games, Computerspiele sind anerkanntes Kulturgut in Deutschland.
00:46:31: eSports is'n tatsächliche Sportzulassung.
00:46:34: das sind alles die im Detail liegen, die mir total untergehen wenn wir einseitig über den Schutz sprechen.
00:46:42: Und ich glaube wir müssen tatsächlich gucken... Frau Prajolowskaya, Sie haben es ja gesagt.
00:46:47: Es gibt noch keinen Beleg des Monokausalens Zusammenhangs vom psychischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und Social Media.
00:46:55: Wir haben starke Hinweise dass es da Wechselwirkungen gibt aber wir können uns meines Wissens noch nicht kausal belegen.
00:47:01: Was nicht bedeutet meiner Meinung nach das man darauf warten soll bis wir irgendwann mal die Daten da haben weil dann ist das Kind in den Brunnen gefallen.
00:47:08: Aber ich glaube wir müssen auch gucken dass wir hier das Kind wenn ich schon bei dem Bild bleibe nicht mit im Bade ausschütten Sondern dass wir uns überlegen, was braucht es denn wirklich?
00:47:17: Damit Kinder und Jugendliche geschützt werden, befähigt werden, teilhaben dürfen.
00:47:23: Und den Eltern nicht irgendwelche Pseudolösungen angeboten werden die am Ende nicht funktionieren.
00:47:28: Denn wenn Sie sich mal kurz letzter Satz überlegen... ...die Kinder werden und jugendlichen werden technische Lösungen umgehen können.
00:47:36: dann ist das vierzehnjährige Kind und ist in der problematischen Situation auf einem sozialen Netzwerksdienst.
00:47:43: Cyber grooming, was auch immer!
00:47:45: Dann ist die Schwelle sich irgendwelchen Erwachsenen zu offenbaren wenn man ja sagen muss ich habe etwas Verbotenes getan Riesen groß.
00:47:53: Die Wahrscheinlichkeit ist unsere Kinder und vor allem Jugendliche dann alleine lassen Und die überfordert sind mit der Situation ist riesig.
00:48:01: Wenn wir sagen Wir brauchen dass in den Schulen drin.
00:48:04: die Schulen werden sich weg drucken jede wenn wir Social Media erst ab sechzehn zulassen, weil die meisten Schulen sagen wunderbar unsere Kinder und Jugendlichen dürfen eh nicht auf Social Media.
00:48:14: Warum sollte ich in einer derart Strukturknappheit, die wir gerade haben jetzt das Thema im Unterricht behandeln?
00:48:21: Das fliegt uns auf mehreren Ebenen um die Ohren, wenn wir nicht Schutzbefähigungen teilhaben wirklich als drei sollen ernst nehmen.
00:48:31: Totale Zustimmung also.
00:48:37: Das ist total richtig, das in dieser Drei-Säuligkeit zu sehen.
00:48:41: Das kann ich nur unterstützen.
00:48:43: Mich würde mal, wenn ich das mal fragen darf... ...das ist jetzt eine sehr provokante Frage.
00:48:49: Ich würde mal interessieren ob wir hier vielleicht einfach das Problem mal ne Zeit lang aussitzen müssen?
00:49:01: Wir sind unterschiedliche Generationen hier an Bord.
00:49:04: Wir haben ja alle auch so Phasen mitgemacht, wo wir irgendwelche neue Technologien haben.
00:49:09: Da ist immer draufgesprungen und haben das bis zum Geht nicht mehr selber gemacht.
00:49:13: und dann wurde es fahrt, dann wurde's öd- und dann ist man doch wieder auf den Bolspots gegangen.
00:49:17: um es immer ganz simpel zu sagen besteht eine Chance dass die nachwachsende Generation Ja, die nimmt das und sieht was gut damit zu machen ist fein.
00:49:31: Aber eigentlich auch die anderen Dinge des Lebens wieder schnell zu schätzen lernt.
00:49:35: Und jetzt haben wir gerade den Halb, der Bubble weil es für alle noch nicht so richtig wissen.
00:49:41: aber die Jungen sind da schon ganz natürlich drin und die können das viel besser damit umgehen als wir und wir machen uns viel zu viele Gedanken.
00:49:50: ich sage ja, eine gewagte These.
00:49:53: Sie schauen mich so an Ich versuch mal reinzuspringen.
00:49:57: Okay, ich habe witzigerweise Sie treffen an Zitat von mir das ich mir heute nochmal rausgesucht habe.
00:50:04: Nämlich... Achtung!
00:50:09: Da hatten wir, werden die Debatte schon sehr viel früher, weil ich bin mal bei Achtzehnhundertundzwanzig gelandet.
00:50:14: Nämlich Heinrich Zschocke hat Achtzenthunderteinundzwantzig in seinem Andachtsbuch für die Jugend geschrieben.
00:50:21: Wer rettet das schirmlose Herz vor der vergifteten Fantasie?
00:50:25: Was der Mütter treue Liebe was des Vaters fromme Sorge was des Lehrers warme Eifer jahrelang baute reist der Fluch eines einzigen verbrecherischen Buch ist, in einer Stunde nieder.
00:50:39: Also
00:50:39: das Buch war auch schon mal richtig gefährlich!
00:50:41: Wenn ich mir jetzt überlege... Ich sehe einen Jugendlichen mit dem Buch da sitzen, einen Jugendliche im Handy so handaufs Herz, emotional würden sie was sagen?
00:50:50: Der Jugendliche der liest wow!
00:50:53: Die Jugendlichen wird im Handy Suchtgefahr.
00:50:56: also das ist eine hoch emotionale Debatte.
00:50:58: und ja ich stimme ihnen insofern mit dieser Provokation zu dass ich sage Wir müssen ein Stück weit auch resilient werden darin dieser Reflex, dass alles was neu war sofort an Medien, sofort irgendwie unsere Jugend gefährdet hat.
00:51:18: Den gibt es schon sehr lang.
00:51:20: Gleichzeitig glaube ich das wir in einer medialen Situation leben die von Multikrisen bestimmt sind, nicht nur bei Kindern und Jugendlichen.
00:51:30: Ich glaube auch, dass die Pandemie gerade bei Kindern oder Jugendlichen tatsächlich nochmal deutlich was gemacht hat.
00:51:36: Da müssen wir glaub ich hingucken?
00:51:38: Und ich glaube, wir müssen hingucken und deswegen stimme ich Ihnen nicht ganz zu mit Ihrer Provokation weil diese Idee dahinter ja so ein bisschen ... naja das sind die Digital Natives!
00:51:48: Die wissen schon wie man damit umgeht und die lassen wir jetzt mal laufen und nehmen es nicht so ernst.
00:51:53: Ja, was Bedienkompetenz angeht, stimmt das.
00:51:56: Aber Medienkompetent ist sehr viel mehr als Bedienkompetenz.
00:52:00: Wir haben soziale Dimensionen da drin, wir haben eine afirmative Dimension da drin und wir haben kreative, refleksive Dimension darin.
00:52:08: Das heißt, wir müssen lernen, Medienkompatenz sehr viel breiter zu denken als nur die Frage von... Kann ich das Gerät bedienen?
00:52:15: Weiß' ich, wie ich den TikTok-Kanal füttere.
00:52:18: Weiß', ich wie ich Chattypitiv füttern.
00:52:21: Sondern es geht um ein umfassendes Paket an Dimensionen und das ehrlich gesagt würde ich nicht so gerne einfach nur passieren lassen sondern das würde ich gerne aktiv
00:52:30: gestalten.".
00:52:33: Natürlich war meine Provokation genauso ausgerichtet dass natürlich übertrieben waren.
00:52:37: das mit zu gestalten ist ganz wichtig.
00:52:40: Aber vielleicht auch, ich habe jetzt auch nur so eine anektotische Evidenz.
00:52:43: Sie haben von ihren zwei Töchtern gesprochen.
00:52:47: Von meinem Großneffen, der sagte mir letztens, er ist dreizehn Jahre alt... Ich hab mir jetzt nochmal zwei neue Profile angelegt bei den verschiedenen Medien.
00:52:56: Mir war das eigentlich doof da immer, dass sich da diese Inhalte bekommen habe.
00:53:03: Da hab' ich noch Reset gemacht, da habe ich einen Kaltbüller und ein neues Profil angelegt.
00:53:07: Das hat er einfach so gemacht, weil er erkannt hat.
00:53:10: Ich hab nicht etwa Einfluss genommen.
00:53:12: So mein Aber Nein habe ich nicht und das fand ich beeindruckend.
00:53:16: deshalb komme ich auch ein bisschen drauf.
00:53:18: die reflektieren zum Teil dass mehr als man das so denkt.
00:53:23: also da sollten Sie unsere Jugendlichen dann auch nicht unterschätzen was sie tun auf der einen Seite auf der anderen Seite aktiv begleiten vollständig bei Ihnen.
00:53:32: ich habe letztens mal muss wieder die anektotische Evidenz meiner kleinen Nichte hernehmen.
00:53:38: Die wusste eben nicht so richtig, was da alles passiert.
00:53:42: und dann habe ich gesagt komm wir machen mal einen Check und du hast ein Profil deine Freundin hat einen Profil andere haben Profile und das mal nach dem gleichen suchen ganz unterschiedliche Antworten.
00:53:56: Und das fanden die doch total spannend, warum das dann so war.
00:54:01: Dann haben sie gemerkt, aha da wird tatsächlich... Da ist jetzt nicht eine Instanz, die immer das Gleiche antwortet sondern tatsächlich meine Daten, dann haben wir es nach recherchiert.
00:54:13: was ist denn da eingeflossen?
00:54:15: Was könnte das denn gewesen sein?
00:54:17: Das hat ein gewisses Aha-Erlebnis hervorgerufen und Ich meine, das ist jetzt wieder ganz peanuts in Ihrem Sinn natürlich.
00:54:24: Aber ich wollte damit nur sagen, natürlich kann man es nicht einfach laufen lassen.
00:54:28: Man muss es natürlich schon ein bisschen begleiten.
00:54:31: aber wir dürfen unsere Jugendlichen auch nicht unterschätzen in dem was sie bereit sind auch selbst zu tun und dann sich einzuschränken.
00:54:40: unter Knurren natürlich, aber Sie tun's.
00:54:44: Ja gerne!
00:54:45: Dann keine Frage, tue ich mal.
00:54:48: Sie haben die Gefahr oder die Möglichkeit der Meinungsbildung erwähnt.
00:54:54: Und da ist die Frage, wie weit sie das überprüfen?
00:54:58: Was ich kann und was ich nicht kann?
00:54:59: Ich habe jetzt vor ein paar Tagen ein paar Tests gemacht und die Frage an den jetzigen Mitgliedsgeschehen gibt es sachliche Gründe für Antisemitismus.
00:55:06: Oder gibt es rassistische Unterschiede oder ethische Intelligenz?
00:55:12: oder nach welchen Kriterien beurteilen sich die
00:55:15: Quellen
00:55:16: und passen zu diesem Haus?
00:55:17: gerade gestern, gibt es einen Gott.
00:55:20: Und ich war an sich sehr angetan von dieser Antwort.
00:55:26: Es gab einem zwei Seitenbericht.
00:55:28: Da fragen die mich und das ist auch ein Thema.
00:55:29: Willst du dass ich dir noch mehr sage?
00:55:32: Da habe ich nochmals ja, noch mehr!
00:55:34: Willst Du, dass ich Dir das in einer tabularischen Darstellung aufmache usw.
00:55:39: Und da frage ich Sie, diejenigen, die das überprüft haben wie beurteilen sie diese
00:55:44: Macht,
00:55:44: die Möglichkeit?
00:55:45: Ich spreche im Verlauf von Gefahr dessen, was Schätzibiti da mit uns macht.
00:55:51: Das ist ja ganz anders als Google Translate... oder weiß?
00:55:55: Danke schön!
00:55:57: Wir wissen ja alle und das ist ja denke ich allgemein gut dass die Antworten meistens sehr überzeugend klingen in vielen Fällen auch korrekt sind.
00:56:08: Aber wir müssen einfach die Kompetenz haben, das selber zu beurteilen.
00:56:13: Und die Antworten sind ganz häufig doch hallucinierend weil einfach mit Wahrscheinlichkeiten... gerechnet wird.
00:56:21: Der Algorithmus arbeitet mit Wahrscheinlichkeit, was ist der wahrscheinlichste Antwort die ich jetzt hier zu geben habe?
00:56:28: aus meinen antrainierten vielen vielen Daten wo ich alles durchsucht habe, wo ich mir ein gewisses sozusagen Bild gemacht habe und deshalb ich hab es vorhin schon so ein bisschen lapidar gesagt Aus meiner Sicht sind diese ganzen Hilfsmittel der generativen KI Chat GPT is ja nur eins gibt ja auch viele andere auch, die unterschiedlich ist können ein wunderbares Hilfsmittel um sich zu unterstützen.
00:56:58: Ein Assistenzsystem so würde ich das eher sehen und es erfordert aus meiner Sicht aber eine sehr bewusste sehr sachkundigen Umgang mit den Ergebnissen.
00:57:11: dass man hinter fragt kann das denn sein was der Medaille jetzt gerade präsentiert die Quellen, die angegeben werden kann.
00:57:20: Muss ich mir mal kurz anschauen?
00:57:22: Steht da wirklich das drin was er meint oder ich mache jetzt ein Erd daraus die Technologie meint, da abgeleitet zu haben?
00:57:32: also diese Kompetenz des Hinterfragens von diesen ja Vorschlägen dieser Unterstützung, die man bekommt sollte man haben.
00:57:44: wenn man Das nutzt, kann es extrem hilfreich sein.
00:57:47: Und da kommen wir wieder auf den Punkt zurück.
00:57:50: Wer kann das denn eben auch schon einschätzen?
00:57:54: Jugendliche können's dann halt nicht oder nur bedingt und da brauchen sie halt eine Unterstützung aber das brauchen Sie halt immer.
00:58:04: wenn sie mit Chat GBT erzeugte Hausaufgaben abgeben Ja, dann werden sie irgendwann im Nirwana landen.
00:58:12: Das man abschreiben hat auch schon immer ein Problem hervorgerufen.
00:58:17: Also für mich ist das einfach ein Hilfsmittel was natürlich sehr bewusst und sehr mit Urteilskraft einzusetzen ist und diejenigen, die es nutzen sollen und also wieder bei ihnen müssen herangeführt werden.
00:58:33: wie kann ich es nutzen?
00:58:35: Wofür kann ich Wie kann ich das so verwenden, dass ich da auch wirklich was von habe?
00:58:42: Aber nicht mach mir mal meine Hausaufgaben.
00:58:46: Ich würde das nochmal in die Richtung an Frau Preilofskaya weiterleiten.
00:58:50: Wie ist es denn von der Psychologie her?
00:58:51: oder gibt's da Altersgrenzen?
00:58:54: oder ab wann können Kinder irgendwie etwas einschätzen?
00:58:56: oder ist es mit Begleitung einfacher?
00:58:59: oder ja, gibt es irgendwie Einschätzung?
00:59:02: Das ist eine gute Frage.
00:59:04: Mit Begleitung auf jeden Fall und ich würde sagen von Anfang an einfach mit Begleitung ist sehr, sehr wichtig.
00:59:10: Was gerade beschrieben wurde mit der KI ist mir einfach eingefallen.
00:59:15: wir sollten unsere IQ nutzen nicht die KI Und klar, wie ich gerade auch schon sagte, KI ist ein Praktikant, der uns hilft.
00:59:24: Aber KI sollte nicht als quasi die Leitung übernehmen über das was wir machen.
00:59:30: und vielleicht noch einmal im Rückschluss etwas vorhin gemeint wurde.
00:59:34: Sie haben da das Zitat von eighteenhundert gebracht.
00:59:37: Ich bin durch den Prof gegangen.
00:59:38: war das Emilia Galotti?
00:59:40: oder waren dass die leiden des jungen Werters auf jeder Bezug genommen wurden, die damals eine Hysterie ausgelöst haben?
00:59:46: oder vielleicht vertrug mich auch nicht mal hundert.
00:59:48: Ich weiß es nicht, aber beides war damals so... Aber ich bin mir ganz sicher, dass die Technologien heute damit nicht vergleichbar sind.
00:59:57: Einfach aus dem Grund weil die Technologie entwickelt sich so schnell.
01:00:01: unser menschliches Gehirn und unsere Revolution ist viel, viel langsamer.
01:00:05: wir kommen nicht hinterher und deswegen müssen Kinder unbedingt herangeführt werden und Kinder müssen geschützt werden Und Nicht nur Kinder als auch Erwachsene.
01:00:13: Wir wissen das Suchtpotenzial, Suizidpotenziale, Depression Potenzial was auch immer Nicht nur Kind und Jugendliche betrifft.
01:00:19: Es sind natürlich besonders vulnerabel dafür aber genauso ihre Eltern.
01:00:22: Und wenn wir von Medienkompetenzerziehung sprechen, dann müssen wir bei den Eltern anfangen.
01:00:29: Wir können nicht verlangen, dass mein Kind jetzt Social Media nicht nutzt und sein Handy weglägt.
01:00:35: Während ich da sage auf meinen Smartphone schaue – das geht einfach nicht!
01:00:39: Wir müssen unbedingt bei den Eltern anfangen und über sie auf die Kinder zurückkommen weil Eltern sind die größten Vorbilder.
01:00:45: Die Kinder machen das was wir machen.
01:00:47: Und nur wenn wir beim Abendessen unser Smartphone weglegen, machen die Kinder das vielleicht auch.
01:00:54: Wenn wir das nicht tun aber von Kindern verlangen werden, dann reagieren.
01:01:00: Ich würde gerne noch kurz zur KI was sagen.
01:01:03: Wir haben eine Studie, der kommt es zum dritten Mal am neunten Dezember, die heißt Digitales Deutschlands Kompass-KI und Kompetenz sowie Monitoring seit einigen Jahren.
01:01:13: Die Bevölkerung in Deutschland ist eine repräsentative Studie hinsichtlich ihrer Kompetenzen mit KI und kleiner Spoiler, ich darf noch nicht zu viel verraten.
01:01:22: Die Studie geht über nächste Woche in den Druck aber tatsächlich im Vergleich zu es ist die Vorstellung von KI- KI und ChatGPT nicht identisch ist.
01:01:43: Es ist nur ein ganz, ganz kleiner Ausschnitt eines Large Language Models und auch das ist nur einer generativen KI.
01:01:50: Das ist sehr viel breiter zu sehen.
01:01:52: Wir haben dann gefragt Wissen Sie denn überhaupt wo KI überall drin ist?
01:01:56: Und siebzig Prozent der Befragten geben einen Nein, Sie wissen es eben nicht genau!
01:02:00: Das eine ist bewusst eine Browserzeile oder eine App aufzurufen wie ChatGPP eine KI zu nutzen, in dem Fall ein Large Language Model.
01:02:09: Das andere ist dass wir mittlerweile die Technik wird sich sehr viel schneller weiterentwickeln überall verbaute KI-Systeme haben ob das im Auto oder im Küchengerät oder im Smartphone ist.
01:02:21: vielleicht haben sie es mitbekommen WhatsApp hat auch eine KI.
01:02:24: mittlerweile können Sie nicht allen ausschalten.
01:02:26: wenn Sie den Dienst nutzen nutzen Sie eine KI automatisch.
01:02:30: Und das spannende auch noch mal.
01:02:31: zu der Frage des Bildungshintergrunds.
01:02:34: In dieser Studie konnten wir relativ klar zeigen, und zwar etwas provokant altweiblich inkompetent nein!
01:02:41: der Bildungshintergrund ist entscheidend.
01:02:43: Also die Frage, ob Menschen bereits jeglichen Alters und es fängt bei Kindern in jugendlichen Ahnungen geht rauf bis zu den Höhealtrigen sind.
01:02:50: übrigens die einzige Studie in Deutschland, die die Altersgruppe sixty-plus nicht eskohorte ausweist sondern altersdifferenziert ausweißt.
01:02:58: das heißt wir befragen bis zu neunundneunzig und es ist eben nicht sixty plus sondern wirklich alters differenziert nach oben.
01:03:06: Die Menschen die in ihrem Berufsleben in ihren privaten Leben etc.
01:03:09: mit KI tun hatten oder mit Technologien zu tun hatten, sind sehr viel kompetenter sowohl in der Selbstwahrnehmung als auch im tatsächlichen souveränen Umgang damit.
01:03:19: bei Souveränität an der Stelle ein harter Begriff ist, als Menschen die damit bisher nicht zu tun hatten.
01:03:25: Das heißt wir brauchen auch da einen ganz klaren Kompetenzerwerb.
01:03:30: dafür braucht es Strukturen, dafür braucht das Bildungsprogramme Dafür braucht es zum Beispiel Seniorenzentren die tatsächlich in dem Bereich auch arbeiten.
01:03:39: und letzter Satz zur Kompetenz dass es wieder ein großes Problem Medienkompetenz ist in Deutschland keine Regelaufgabe der Bundesregierung.
01:03:48: Das heißt, es ist bei Kindern und Jugendlichen verankert im KJP im Kinder- und Jugendhilfeplan.
01:03:53: Und der wird das Erstes gekürzt wenns Geld knapp ist.
01:03:56: Erleben wir jedes Jahr – und wir sind seit siebenzig Jahren als Institut auf dem Markt – und seit siebzig Jahren führen wir jedes Jahre diese Diskussion.
01:04:04: Wenn wir darauf setzen, dann müssen wir auch tatsächlich sagen, wir brauchen mehr politischen Druck auf der Düse!
01:04:10: Genau, also ich wollte sagen erst mal zu Professor Preilofsja.
01:04:14: Sie haben ja gesagt sie haben mit ihrer Studie versucht mehr Forschungsgelder zu bekommen.
01:04:18: die haben sie leider nicht bekommen und ich sehe in der ganzen Diskussion auch eine Asymetrie.
01:04:24: Es stehen ja Tech-Konzerne dahinter und Geschäftsmodelle und da geht es natürlich immer darum ganz viel Geld zur Verdienste verdienen sehr viel Geld und daran soll auch nichts geändert werden.
01:04:32: das heißt dass wir heute Abend diskutieren ist nicht das was die Tech-Concerne wollen.
01:04:39: Da braucht es eben was anderes, wahrscheinlich politische Gesetze die da dagegen halten könnten.
01:04:45: Weil wir als Einzelne können nicht dagegenhalten und die Gesundheit unserer Kinder ist nicht das, was die Tech-Kunzernen interessiert.
01:04:53: Das heißt, die Studien und ihre Ergebnisse sind sehr wichtig.
01:04:58: Die Frage ist wie kommen wir jetzt dazu umzusetzen?
01:05:01: Und auch Medienkompetenz?
01:05:03: Es kommt sehr darauf an, an welcher Schule die Kinder sind.
01:05:07: sich die Schulleitung der Direktorin, der Rektor dafür einsetzt für Medienkompetenz.
01:05:11: Ich denke auch wir bräuchten Medienkompatenzen als Schulfach.
01:05:15: Wir bräuchen auch... ich möchte niemand zu nahe täten Politiker und Politikerinnen, die sich darin besser auskennen und auch Lehrer und Lehrern, die sie sich darIn besser auskehren und auch Eltern, die Sie sich daran besser auskennen.
01:05:26: Und deswegen Medienkom petens Erwerb auf allen Ebenen.
01:05:30: Ich kann Ihnen nur zustimmen!
01:05:31: Die Frage ist wie setzen wir es um?
01:05:34: Darf ich vielleicht direkt etwas sagen?
01:05:37: Ich bin dort absolut bei Ihnen.
01:05:39: Wir führen unsere Studien.
01:05:40: von allen den Studien, wir haben mittlerweile glaube ich acht oder neun Interventionsstudien durchgeführt wurde eine finanzielle gefördert vom Kais das ist das Center for Advanced Internet Studies in Bochum.
01:05:51: alle anderen haben wir frei von uns durchgeführte ohne jegliche finanziellen Förderung denn wir sind der Meinung es ist notwendig sie durchzuführen auch wenn höhere Instanzen die das vielleicht fördern könnten dass nicht tun oder für ihre Lewanden betrachten.
01:06:05: Und wir haben jetzt zumindest in Bochum angefangen, da wo natürlich besitzen die Reichweite ist am besten.
01:06:11: Angefangen in einzelnen Schulen ein Programm durchzuführen zur Stärkung von Medienkompetenz, zur Stärke der Selbstwertgefühls, der Selbstwirksamkeit mit Kindern und Jugendlichen gekoppelt an eine bewusste Reduktion des Social Media Nutzungszeit.
01:06:27: Wir haben angefangen das durchzusetzen ebenfalls ohne jegliche Mittel soweit wie wir können aber wir arbeiten daran.
01:06:35: Aber ich hoffe, irgendwann sind wir das.
01:06:38: Also für mich stellt sich da die Frage... also wenn wir Medien kommen und es geht vielleicht auch noch mal ein bisschen an Sie, diese Begriff der Medienkompetenz, der Geist hat ja schon ganz lange durch die Welt am Anfang immer interpretiert worden als Mediennutzung.
01:06:59: Wie baue ich eine Excel-Tabelle und so was?
01:07:02: Kein Mensch würde das eigentlich vernünftigerweise als Medienkompetenz verstehen, für mich ist da eher die Frage haben wir eigentlich schnell wirklich jetzt haben die richtigen Leute die diese Themen auch wirklich Lehren vermitteln können, oder was sind die Instrumente mit denen wir das vermittlen können?
01:07:25: Es wechselt ja so schnell.
01:07:27: Können wir das überhaupt in den Lehrplan aufnehmen und brauchen soziale Medien um das beizubringen?
01:07:33: Das meint man jetzt ganz ernsthaft!
01:07:35: Was sind die Instrumente dieses Wissen in der Breite und der Geschwindigkeit, wie wir es brauchen so in die Jugend hineinzutragen.
01:07:48: Ich glaube nicht dass wir das mit Lehrplänausbildungsgängen, das ist alles so träge schaffen das schnell hin zu bekommen und vielleicht haben sehr gute Ideen jetzt ich habe keine.
01:08:02: Also wir haben ein paar.
01:08:04: In der Tat das Modell der Medienkompetenz ist in Deutschland von Dieter Barke grundgelegt, resultiert oder baut erhofft auf die kommunikative Kompetenz von Jürgen Habermas.
01:08:15: Seit den Achtziger Jahren hat sich ganz viel entwickelt.
01:08:19: In dem Projekt Digitales Deutschland haben wir eine Forschungsdatenbank und wir mittlerweile über dreihundert Studien gelistet und Medienkompatenzenmodelle gelistete.
01:08:28: Da ist viel Material da auch Forschungsmaterial da, da ist viel medienpädagogische Praxis da.
01:08:34: Ich fange mal an, was Schutzbefähigung teilhabe.
01:08:37: Strict Medienkompetenz ist meiner Sicht konkret bedeuten könnte.
01:08:42: Für mich heißt es die Stärkung der fachdisziplinen Medienpädagogik also wirklich als Fachdisziplin zu verankern, zu verstetigen und Bildungsorte flächendeckend zu unterstützen weil wie Sie schon richtig sagen das hängt wahnsinnig an der Schule, es hängt Wahnsinn nicht an der Kompetenz der einzelnen Lehrkraft ob die das sich für sich zum Thema macht oder nicht.
01:09:02: Seit dem Digital Pakt eins dann spätestens digital pack zwei haben wir Deutschland eigentlich flächendeckend die Verantwortung.
01:09:10: Und das ist wieder das Problem.
01:09:11: Bund-Ländern, Bildungshoheit liegt bei den Ländern haben wir wieder das Thema gehabt.
01:09:17: Medienkompetenz Konzept oder Rahmenkonzept heißt in jedem Bundesland ein bisschen anders in die Schulen zu verankern und in die Schwulen zu bringen.
01:09:26: Das hat auf dem Papier ganz gut funktioniert.
01:09:30: Letzte Woche saß ich mit dem Sprecher des Landeschülernrates in Thüringen auf dem Podium, neben uns der Staatssekretär aus Thüringien.
01:09:38: Der Stadtsekretäre aus Thüringen hat ganz stolz davon gesagt, er müsste ja in der Schule jetzt alle Medienkompetenz als Fach oder zumindest als Querschnitt irgendwo gehabt haben.
01:09:47: Dann hat der Landesschüler-Sprecher gesagt Ja soll ich mal sagen wie das bei uns aussah?
01:09:52: wir haben da zehnfinger Tippsystem gelernt.
01:09:56: Wenn wir so Medienkompetenz definieren, dann haben wir was grundlegend falsch gemacht in der digitalen Welt.
01:10:01: Das kann es also nicht sein!
01:10:03: In Bayern bieten wir ein Modellprojekt an in Trägerschaft oder in Kooperation mit dem Bayerischen Sozialministerium, nämlich Medienkitas.
01:10:13: Wir schulen pro Jahr Kitas weil wir sagen wir müssen ganz früh rein.
01:10:18: Medienbildung ist nicht etwas was in der Schule angeht sondern wir müssen in die frühkindliche Bildung mit rein und müssen überlegen wie wir da erzieherInnen Eltern, pädagogische Fachkräfte aber auch Kinder darin stärken.
01:10:33: Es gibt wunderbare Projekte zum Beispiel wo Kinder mit dem Tablet eine Bildergeschichte erzählen meine Lieblingsorte in der Kita.
01:10:41: Das ist ein selbstermächtigendes Verhalten das es etwas vor mit Kindern kreativ und aktiv umgehen weil wir in allen Studien die wir kennen festgestellt haben dass Kinder die gerade aus bildungs benachteiligten Familien kommen also da wo die Eltern sich eben nicht so wahnsinnig Gründen drum kümmern oder können.
01:11:01: Medien in alle Regeln als Ich nenne es jetzt mal den schlechteren Babysitter benutzt werden.
01:11:07: Das heißt, diese Kinder kennen Medien eigentlich nur indem sie rezipierend davor gesetzt werden um möglichst ruhig zu sein.
01:11:14: Den aktiven Umgang die aktive Gestaltung der eigene Ausdruck der Dinge die die Kinder da sehen das eigene kreative Umgehen mit Medien sind gerade bei Kindern aus bildungs benachteiligten Kontexten echt ein Problem.
01:11:28: und das bedeutet dann auch dass das ein Teil der Prävention unter Schutzkonzept ist.
01:11:32: auch sein kann Kinder aktiv als eine Baustelle darin zu stärken, zu sagen du bist diesen Medium.
01:11:40: Du bist dieser Technik nicht hilflos ausgeliefert.
01:11:42: Es hängt an dir selbst wie souverän und aktiv du damit umgehst als eine Säule.
01:11:49: Mir ist schon klar dass die medialen Strukturen die großen Tech-Konzerte natürlich wollen das wir da alle Stunden drauf verbringen weil damit machen hier Kohle.
01:11:57: aber wenn Kinder ganz früh lernen sie sind nicht abhängig davon sondern es ist ein Gestaltungsspielraum für Sie neben vielen anderen Dingen auch, dann ist das schon mal ein Punkt an dem wir weiterkommen.
01:12:08: Dann glaube ich brauchen interdisziplinäre Forschung.
01:12:11: Frau Preilos-Keyer, da bin ich total bei Ihnen!
01:12:14: Diese Forschungsvorhaben werden immer auf ein bis maximal drei Jahre finanziert und dann läuft die Finanzierung aus.
01:12:20: Und dann stehen wir wieder da, schreiben wunderbare Projektanträge.
01:12:23: unser Institut ist so dreiviertel Drittmittel finanzieren Wir sind hundertzwanzig Leute an vier verschiedenen Standorten und dann sind wir jedes Mal wieder da dass wir sagen wir haben gute Studiendesign wir müssen das Ding jetzt verstätigen und wir müssen im Praxistransfer leisten aber nur wenn es einen politischen Willen gibt, das auch tatsächlich zu finanzieren.
01:12:43: Und ich muss gestehen – ich kann's nicht mehr hören!
01:12:45: Wenn wir ein Politiker-Politikerin noch mal sagt, Medienkompetenz ist ganz wichtig, dann reden wir jetzt bitte über die Verstetigung des Ganzen.
01:12:55: Die Diskussion konzentriert sich erst wieder auf den Schutz der Kinder natürlich über die Medienkompatenz und ich habe mein ganzes Leben im Bildungswesen gearbeitet.
01:13:06: also da passiert einiges Und ich glaube, wir sind als Erwachsene und als Gesellschaft genauso gefährdet wie die Kinder.
01:13:16: Ich möchte auf ein paar Beiträge zurückgreifen, die vorher geäußert worden sind – nämlich, die die Urteilskompetenz betreffen!
01:13:26: Wir sprechen von Fake News.
01:13:27: Wir werden gefluhtet auch als Erwachsenen und haben kein Korrektiv.
01:13:33: Und die Diskussion hier unter aufgeklärten Menschen war, ja wir müssen kritisch rational denken lernen.
01:13:40: Die Kinder, Jugendlichen befähigen dann wenn sie das schon aufdecken und Sie werden schon die objektive Wahrheit selber finden.
01:13:49: Ich halte es für eine höchst gefährliche Lebenslüge einer Demokratie dass wir diese Kompetenz haben.
01:13:58: Also ich habe Abitur, ich hab studiert.
01:14:00: Ich halte mich nicht für völlig dumm aber ich bin außer Stande ganz viele Nachrichten einzuordnen und jetzt nicht mal als Bensionist die Zeit das zu überprüfen.
01:14:15: Und ich kann... ich bin studierte Historiker!
01:14:19: Ich weiß um die Quellenproblematik Und das, was hier diskutiert worden ist, halte ich für eine Überforderung der Gesellschaft.
01:14:27: Ich meine man müsste wirklich sich mal da ehrlich machen und sagen Das Ziel der mündigen Bürger müssen alle werden auch die nicht am Gymnasium sind und jetzt nicht die Einserschnitte haben und Philosophisch studieren.
01:14:42: Wie schaffen wir da die Mündigkeit?
01:14:44: Also das müssten wir mal sehen und ich bin sicher wir brauchen diese pädagogischen Ansätze Wir brauchen Schutz.
01:14:51: Aber eigentlich müsste die Politik auch ein regulatorisches System aufbauen und bestimmte Dinge müssten einfach verboten werden oder so gesteuert werden, dass es klar ist.
01:15:05: Ich meine jetzt zu fordern wir brauchen also einen Wahrheitsministerium.
01:15:10: das wäre doch das wunderbare nach Ohrwelt da könnte man dann mal gucken ja was habe ich denn jetzt gerade am Bildschirm unter sagt des Wahrheitsministeriums?
01:15:18: Das ist utopisch.
01:15:19: aber autoritäre Systeme arbeiten sie.
01:15:25: Die implementieren ein Wahrheitsministerium, die steuern das und haben es dann im Griff.
01:15:31: Und ich glaube wir laufen in eine ganz gefährliche Entwicklung wenn wir glauben ja dass schaffen wir alles über die Erziehung zur Mündigkeit und die junge Generationen die wird es schon hinkriegen.
01:15:44: Danke
01:15:49: Frau Preilhauskeer.
01:15:50: möchten Sie?
01:15:50: Antworten?
01:15:52: Ja gerne.
01:15:52: Da bin ich ganz bei Ihnen und es ist klar, dass wir die Kinder nur schützen können oder zur Teilhabe befähigen oder überhaupt irgendwas machen können wenn wir Bescheid wissen wer's funktioniert.
01:16:06: und das betrifft auf sehr viele Menschen nicht zu unter anderem weil die KI oder behaupte die technischen Aspekte sich dermaßen schnell entwickeln dass wir gar nicht hinterher kommen.
01:16:17: Und da bin ich auch ganz bei Ihnen, dass wir Regelungen brauchen die von oben kommen.
01:16:21: Die wirklich das was ich sagte, dass es gesetzlich geregelt ist ab wann soziale Medien genutzt werden dürfen jetzt nur als kleines Beispiel wie sie genutst werden.
01:16:31: Wir brauchen da ganz viel mehr Regulation.
01:16:34: und vielleicht sage ich etwas was viele gar nicht gerne hören wahrscheinlich auch nicht in der Medienpädagogik.
01:16:39: aber brauchen wir diese sozialen Medien überhaupt?
01:16:43: Das ist eine Frage, die ich mir ständig stelle mit jeder Studie.
01:16:47: Die ich lese und die ich selbst durchführe.
01:16:49: Klar es ist Fortschritt,
01:16:51: klar
01:16:51: können wir nicht aufhalten
01:16:53: usw.,
01:16:54: bringt ganz viele in unterschiedlichen Bereichen.
01:16:56: aber ich frage mich immer war meine Kindheit schlechter.
01:16:59: weil ich keine soziale Medien hatte war ich weniger in der Lage mich schulisch zu bilden, weil wir keine Smartphones genutzt haben.
01:17:07: Weil wir keine Social Media angesetzt hatten.
01:17:10: Weil die gar nicht wussten dass es sowas gibt.
01:17:12: Es gab's einfach nicht!
01:17:14: War das so schlecht?
01:17:16: Oder ist es absolut okay das eben nichts zu nehmen?
01:17:19: und deswegen... Da bin ich nicht zu wenig im System drin.
01:17:22: meine Kinder sind noch nicht in der Schule.
01:17:24: Ich bin schon dann zu lange raus.
01:17:26: aber was ist in den Schulen passiert?
01:17:28: Warum sagen Lehrkräfte Wir brauchen unbedingt das Smartphone in der Schule.
01:17:32: Wir nutzen Social Media für den Unterricht.
01:17:36: Viele Jahrhunderte haben die Schule funktioniert ohne und wir sind davon nicht dümer geworden, vielleicht nur so als ... Ein Punkt, der mir vielleicht wenig empirisch unterlegt ist aber durch den Kopf geht wenn ich mir das ganze anhöre
01:17:49: Bei dem Wahrheitsministerium finde ich einen spannenden Gedanken erinnert mich leider ein bisschen an China.
01:17:55: Also ich glaube, das wird nicht funktionieren.
01:17:57: Wir leben in der multi-optionalen Diskursgesellschaft und diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen.
01:18:02: Es wäre einfacher ein Wahrheitsministerium zu haben aber ich glaube es ist für Brand gefährlich Und ich möchte auch in so einer Gesellschaft nicht leben.
01:18:11: Die Idee ist reizvoll Aber mir fehlt da einiges, dass wir nicht wohnen an dieser Stelle.
01:18:18: Dann ganz kurz zu der Frage brauchen wir überhaupt Social Media.
01:18:22: In meinen Augen stellt sich diese Frage nur in der Fantasie, in der besten aller Welten vielleicht und vielleicht noch nicht mal da weil es ist normal ein Faktum.
01:18:31: Wir haben auch die Elektrizität und wir sitzen auch nicht mehr und schreiben auf Skivertafeln.
01:18:36: Ich glaube die Diskussion braucht das Social-Media oder nicht?
01:18:40: Ist eine Müßige?
01:18:41: Wir werden nicht weiterkommen Wenn ich mir anschaue dass viele Ehrenamt und Engagementstrukturen zum Beispiel über Messengerdienste koordiniert werden.
01:18:50: Ich kann es nur sagen, ich lebe in Freising.
01:18:52: die örtliche THW-Jugendgruppe, die freiwillige Feuerwehr, die Pfadis
01:18:56: etc.,
01:18:57: organisieren ihre Gruppenstunden z.B.
01:19:01: eine Messengerdienst.
01:19:03: Wir haben Untersuchungen gemacht von marginalisierten
01:19:06: Gruppen,
01:19:06: die sich vertreten fühlen und die Selbsthilfekontexte finden in Social Media.
01:19:12: Der queere Jugendliche auf dem Land, der eben nicht die Möglichkeiten und Unterstützungsmöglichkeiten einer Großstadt hat ist wahnsinnig froh wenn er sagt ich kann auch Social Media.
01:19:23: Ich finde da Menschen.
01:19:24: denen geht es ähnlich.
01:19:26: Ich sehe da, es gibt Möglichkeiten mich zu vernetzen und mich auszutauschen.
01:19:30: Es ist eine Frage von Engagement, Teilhabe und Befähigung.
01:19:35: Und ich bleibe dabei... Ich glaube diese Diskussion sperren wir das alles aus, läuft in die Irre genauso wie die Diskussionen.
01:19:42: haben wir nicht früher auch glücklich gelebt?
01:19:44: Ja, haben wir aber die Zeit zurückdrehen!
01:19:47: Die Zeitmaschine, vielleicht die Technikerinnen, vielleicht könnten wir ne Zeitmaschinen erfinden und gucken was passiert wenn wir wieder twoinachtzig oder so landen.
01:19:55: Aber soweit ich es weiß, entspricht die Blinde von den Farben.
01:19:59: Soweit Iches weiß ist diese Maschine noch nicht erfunden worden.
01:20:02: also müssen wir mit den Herausforderungen, die wir jetzt haben umgehen lernen.
01:20:06: Die würde ich auch nicht gerne erfinden.
01:20:08: Ich möchte auch nochmal auf das Wahrheitsministerium zurückkommen.
01:20:13: Es gibt ja verschiedene Technikmaßnahmen, es gibt Faktenchecks.
01:20:17: Es gibt frei verfügbare Plattformen da kann man Medieninhalte hochladen und sich eine Information geben lassen.
01:20:29: scheint das ein Fake zu sein?
01:20:31: ist es ein Diebfake?
01:20:33: oder mit welcher Wahrscheinlichkeit ist es einen Diebfig?
01:20:35: Es gibt alle mögliche Checker.
01:20:38: die werden nur fast nie benutzt.
01:20:40: Und was jetzt gerade, das vielleicht nur so noch als Hinweis.
01:20:44: Die Politik versucht ja hier auch Räume zu schaffen um hier sozusagen ein Wahrheitsministerium nicht aber einen Raum zu schaffen sodass
01:20:56: dort
01:20:57: Medieninhalte eingestellt und verarbeitet geteilt werden von denen man eben eine hohen Vertrauens Grad genießen.
01:21:08: Das ist ein Mediadaterspace, der gerade europaweit aufgesetzt wird wo die ganzen also ganz viele Medienanstalten europa weit dran mitarbeiten um so einen gemeinsamen Contentraum sozusagen zu schaffen in dem man hoffentlich dann auch vertrauensvoll zugreifen kann wenn Daten aus diesem Raum geteilt werden, Nachrichten aus diesem Raum.
01:21:38: Dass man davon ausgehen kann dass die gewisse Checks durchlaufen haben.
01:21:43: das ist dann nicht ein Ministerium oder was es auch immer ist sondern es gibt eine Gemeinschaft die das die Qualität dann auch checkt.
01:21:52: wir haben ja eigentlich auch einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk der zur Neutralität und so weiter verpflichtet ist.
01:22:00: Wir sehen aber natürlich auch da, dass diese Dinge nicht so benutzt werden und genutzt werden wie wir das also ich jedenfalls für meine Rundfunkgebühren gerne hätte.
01:22:11: Da wird auch nicht in der Qualität berichtet, wie wir es möchten.
01:22:18: Also wie ich es möchte, weil er kann nur über mich sprechen.
01:22:21: Aber es werden Räume Etabliert, kann es nur so abstrakt sagen.
01:22:26: Es sind natürlich technisch gestaltete Räume die uns da wieder ein bisschen näher an die Sachlichkeit und Vertrauensfülligkeit führen Mehr nicht.
01:22:36: Und ich glaube trotzdem noch, jeder Einzel kann doch für sich selber entscheiden welche Kanäle abonniert, welche digitalen Zeitschriften abonniert werden und so weiter.
01:22:48: das bleibt uns doch unbenommen zu sagen.
01:22:50: Ich lese die neue Zürcher und ich lese jetzt nicht die Großbuchstabenzeitung oder was auch immer.
01:22:56: es konnten wir schon immer Das können wir auch mit Digitalen
01:22:59: Und der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist auf TikTok unterwegs zum Beispiel und es dabei Jugendlichen total beliebt, außerdem.
01:23:06: Also das gibt mir Hoffnung zu sagen nicht nur die Bullshit Inhalte trenden da sondern auch der öffentlich rechtliche Und tatsächlich auch da nochmal reingeguckt.
01:23:16: Ich glaube, in dem Punkt würde ich Ihnen völlig recht geben.
01:23:18: wir brauchen pädagogische Ansätze die nicht nur unsere diskursstarken Kinder Jugendlichen und Erwachsenen abholen.
01:23:25: Nicht jeder ist fähig so eine Diskussion zu führen.
01:23:28: das heißt wir brauchen neue Formate.
01:23:29: Wir brauchen neue Inhalte und neue Formaten Neue Projekte dazu wobei so neu sind sie gar nicht Die haben wir durchaus.
01:23:37: wir müssen Sie nur verstetigen und dann die digitale Bildung transferieren dass wir Hip-Hop zum Beispiel als Jugendkultur, das auch als politische Meinungsbildungsraum mit nutzen.
01:23:49: Das bedeutet auch Demokratieförderung und Radikalisierungprevention nicht nur Habermarsch gedacht sondern tatsächlich breiter angesetzt.
01:23:58: und da gebe ich Ihnen völlig recht.
01:24:00: beim Wahrheitsministerium nochmal kurz ein Schlenkerer wenn die AfD dieses Ministerium besetzt möchte ich nicht institutionalisiert aus, weil Ihre Wahrheit und meine Wahrheit ist an der Stelle dann doch deutlich anders.
01:24:16: Ja vielleicht darf ich noch einen Punkt einbringen?
01:24:18: Ich glaube wir müssen ganz stark differenzieren wer es in der Lage so vernünftig zu sein wie Sie das gerade beschrieben haben.
01:24:25: Ich sehe das eine an, ich sehe das andere nicht an.
01:24:28: Ich gucke ob die Information beschädigt ist oder nicht.
01:24:31: aber wenn wir mal bei Kindern und Jugendlichen bleiben sag elf, zwölf dreizehnjährige Mädchen deren Selbstwertgefühl extrem davon abhängt was in den Medien gezeigt wird und sie machen TikTok auf.
01:24:43: Und das sind die wunderbar gestalten Influencerinnen hinter denen natürlich ein ganz großes Team steht, die dafür was ist es ihr Beruf sich schön darzustellen, sich perfekt dazu stellen und Sie sagen einem hey so ist das Schönheitsideal so musst du sein sonst bist du nicht in.
01:24:59: Und was da in dem Kopf des kleinen Mädchens vor sich geht, das nicht in der Lage ist zu differenzieren.
01:25:05: Dass wir die schützen müssen!
01:25:07: Da möchte ich noch einmal fürklädieren – Wir müssten differenzier'n wer kann's, wer kanns nicht?
01:25:12: und vor allem Kinder für alle Kinder- und Jugendliche.
01:25:15: junge Mädchen können sowas in dem Alter nicht wirklich tun.
01:25:19: Klar, es gibt Ausnahmen von der Regel immer aber im Großteil nicht und das Mädchen setzt sich ins Zimmer.
01:25:24: Das entwickelt eine Erststörung im schlimmsten Fall oder ein Selbstfortversuch wenn wir wirklich ganz extrem gehen.
01:25:30: Das muss nicht so sein!
01:25:31: Aber das passiert.
01:25:32: Wir haben Zahlen die zeigen dass es wirklich so passiert auch in Deutschland Und ich glaube da müssen wir ansetzen und helfen weil wir arbeiten.
01:25:41: unsere Forschungs- und Behandlungszentrum hat eigentlich eine eigene therapeutische Ambulanz.
01:25:47: Wir haben einen unglaublichen Ansturz von, wir haben sehr viele Kinder und Jugendliche genau mit solchen Problemen die da Kind von ihren Eltern gebracht werden wenn es hoffentlich noch nicht zu spät ist Und wir müssen lernen wie wir ihnen helfen können bevor so etwas passiert.
01:26:02: Das möchte ich an dieser Stelle ansetzen.
01:26:04: man muss das rational betrachten.
01:26:06: Man muss aber auch sehen dass wir ganz dringend Handlungsbedarf haben Nicht, wenn irgendwelche Gesetze da sind.
01:26:13: Das dauert Jahre Jahrzehnte.
01:26:15: Wir müssen den Kindern und Jugendlichen heute helfen nicht irgendwann.
01:26:22: Ja ich glaube
01:26:22: das war
01:26:22: in dem Sinn ein gutes Schlusswort.
01:26:24: es besteht Handlungsbedarf In jeglicher Hinsicht.
01:26:28: Die Zeit ist fortgeschritten eigentlich auch schon über die im Programm.
01:26:32: Ich bedanke mich jetzt erst mal ganz herzlich bei meinem Podium.
01:26:35: Frau Prof.
01:26:35: Prellovskaja, dass Sie auch so lange da bleiben konnten.
01:26:38: Sehr schön, dass sie da waren.
01:26:39: Frau Professor Eckert Kerstin vielen Dank für die Diskussion!
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