Gespräch zum Thema 'Ludwig I. von Bayern - Träume und Macht'

Shownotes

Tiefe Gläubigkeit prägte lebenslang Ludwigs Wertesystem. Sein Glaube bildete für ihn keinen Gegensatz zu seinen Freiheitsidealen. Doch standen seine liberalen Ideen von Beginn an neben seinem Wunsch, die katholische Kirche zu fördern. Er wollte seit seinem Regierungsantritt 1825 Fortschritt und Tradition versöhnen. Doch seinen Zeitgenossen erschien dies als nicht lösbarer Widerspruch. Ludwigs Klostergründungen und seine katholische Politik stießen auf scharfen Widerspruch der Liberalen und die zunehmende Rekatholisierung Bayerns verärgerte die evangelischen Bürger im Königreich. 1848 trat der König zurück, weil er seine Politik nicht mehr durchsetzen konnte.

Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin em. für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg, beantwortete bei der Veranstaltung am 16.10.2025 zu Ludwig I. Fragen aus dem Publikum und über "frag.jetzt" eingereichte Stellungnahmen. Das Gespräch moderierte Studienleiter Dr. Robert Walser.

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00:00:03: Meine sehr geehrten Damen und Herren, noch mal vielen Dank für den sehr schönen Vortrag.

00:00:08: Sie werden es ihm vermutlich halten, obwohl sie ein religiöses Thema im Vordergrund gestellt haben waren die meisten Fragen zu Frauen.

00:00:17: Ich hätte auch mit einem begonnen wenn man bedenkt dass seine Stiefmutter protestant war.

00:00:22: er war mit einer protestante verheiratet und sein Kronprinz heiratete auch eine Protestantin.

00:00:28: Wie ist das in Vereinbarung zu bringen?

00:00:32: Totaler Ablehnung.

00:00:34: Das war doch unter Arbeitsregierung, seitdem die Heirat Maximilian II.

00:00:38: war, glaube ich, in der Ablehreinmacht und Position.

00:00:44: Wie kommen wir das zusammenführen?

00:00:46: Warum Max dann auch eine heiraten durfte.

00:00:49: Ja, der Ludwig hat gesagt er mischt sich bei seinen Kindern nicht allen in die heiraten.

00:00:53: und es gibt beim max ja diese wunderbare geschichte dass der gedacht hat er muss alle deutschen Prinzessinnen abklappern bevor er sich für eine entscheidet.

00:01:03: und der ludwig und sein freund von datan haben sie schon immer köstlich drüber lustig gemacht haben gesagt mit auf ab gelaufenen Freiersfüßen, hier ist es immer.

00:01:11: Wo dann der Max gerade, da sind noch Prinzessinnen die er sich anschauen muss, die sind aber da und da muss er auch hinfahren.

00:01:16: und dann also wirklich sehr lustig.

00:01:18: und dann hat er sich irgendwann für die Marie entschieden.

00:01:21: und Ludwig dem war das natürlich nicht, der hätte lieber eine österreichische Erzherzugehen gesehen, aber bei der Entscheidung über die Heirat mischt er sich bei seinen Kindern nicht ein.

00:01:32: Ein lobenswerter Entschluss!

00:01:33: Als sehr moderner Vater?

00:01:35: Ja Und

00:01:37: modern auch insofern.

00:01:38: Auch das möchte ich betonen, weil ich das ganz faszinierend fand wenn sie wissen wie viel körperlichen Abstand normalerweise fehlt von ihren Kindern bei den Müttern ja auch teilweise, aber Väter von ihren Kindern im neunzehnten Jahrhundert hatten.

00:01:51: Das ist beim Ludwig ganz anders.

00:01:52: der spielt mit seinen Kindern das gibt berichte Ja dann war er da und dann hat er... Dann ist also der was weiß ich der Ludwig der Grundprinz auf seinem Rücken und der andere ist vorweg marschiert und dann hatte wieder alle an sich gedrückt und es war wirklich ein sehr liebevoller und körperlicher Vater, und Großvater.

00:02:12: Und das ist schon bemerkenswert für die erste Hälfte des neunzehnten

00:02:16: Jahrhunderts.".

00:02:18: Seine

00:02:19: Frau Terese hat ja nun alle diese Affären wie auch immer sie aussahen mitbekommen.

00:02:28: Das hat er nicht heimlich gemacht.

00:02:31: Wie kann man aus den Tagebüchern oder sonst wie rekonstruieren?

00:02:36: Wie ablief Wenn Sie wieder was erfahren hat, sei es welcher Beziehung auch immer.

00:02:44: Wie hat sie reagiert?

00:02:47: Jetzt kommen die Fragen, die die Bunte in uns betreffen oder Frau im Spiegel geht auch also sowas.

00:02:54: Also ich kann sagen mir war ganz wichtig nachzuvollziehen, stimmt denn das jetzt alles mit diesen vielen Freundinnen?

00:03:04: Und der erste Punkt war.

00:03:05: er hat eine klare Unterscheidung getroffen.

00:03:07: Also so wurde das dann auch immer wieder kolportiert.

00:03:10: wenn er sich des fleischlichen Umgangs enthält Dann ist es ja gar nicht so eine Sünde.

00:03:15: also er hat das schon sehr katholisch argumentiert und hat gesagt nein Er hat schon ab und an mal ein Freudenmädchen oder eine Prosituierte aus dem Zimmer geholt, wenn er so lange auf Reisen war.

00:03:25: Aber zu diesen ganz großartigen Frauen mit denen er auch lange Beziehungen hatte wie die Marquesa Florenzi, die ihn wirklich lebenslang dann begleitet hat – mit vielen Briefen!

00:03:35: Das waren wirklich platonische Beziehung.

00:03:37: Und bei der Mitalola auch bis auf einmal was ich nach wie vor nicht zuordnen kann wo ich auch nicht so wirklich glaube dass es eigentlich war die Beziehungsbeziehung von A bis Z auf Sehnsucht aufgebaut, auf Verehrung, auf romantischer Idealisierung.

00:03:53: Auf Gespräch, auf gemeinsamen Literatur lesen übrigens auch mit der Marquesa Florenzi.

00:03:58: die haben dann so Dinge gemacht das als sie in Italien war.

00:04:01: die haben ja dann weitgehend nur korrespondiert dass Sie sich dann verabredet haben dass sie an einem bestimmten Tag bestimmte Texte liest zum Beispiel Götetexte die er dann auch gleichzeitig liest und so weiter.

00:04:13: also die Versuch über die Entfernung hinweg gemeinsam herzustellen.

00:04:19: und die Marquesa Florenzi, die galt zum Beispiel als eine der gebildeten Frauen Italiens ihrer Zeit.

00:04:23: Die hat Philosophie studiert.

00:04:26: Also es ist so, dass das wirklich besondere Frauen waren und diese Beziehungen.

00:04:30: Und jetzt sind wir bei Ihrer Frage also viele dieser Beziehung eben ganz anders waren als die Beziehungs zu Terese.

00:04:39: Wir tun immer so, als ob das eine bürgerliche Ehe des zwanzigsten Jahrhunderts wäre, die da stattgefunden hat.

00:04:44: Das Besondere ist, dass er die Terese wirklich geliebt hat, Partnerin war, die er nie verlassen hätte.

00:04:51: Dass er mit ihr neuen Kinder hatte.

00:04:53: Dass sie eine sehr sinnliche und liebevolle Ehebeziehung geführt hat.

00:04:58: Aber sie konnte nicht diese romantische Liebe leben... ...die er für sich als zentrales Element seiner Existenz ansah.

00:05:13: Und das war sozusagen die Trennung dieser beiden Welten.

00:05:17: Absolut liebevolle Briefe gewechselt, wenn er in Rom war.

00:05:21: Und er versichert ihr immer wieder seine Liebe und das war auch so.

00:05:26: Er schreibt auch, dass die Liebe immer mehr gewachsen ist.

00:05:29: Das war am Anfang eine Beziehung, die war eine Vernunft.

00:05:31: heiraten weil er wollte eine Frau heiraten.

00:05:34: Im Gegensatz zu seinem Sohn Max wurde ihm gesagt da gibt es diese Töchter da einen Sachsen-Hiltburgshausen gegen die niemand was hat.

00:05:40: und dann ist er hin und hat die Terese gesagt ja wir heiraten also das Gegenteil von seinem Sohnen Max.

00:05:47: Er hat dann geheiratet und es hätte auch ganz anders ausgehen können.

00:05:50: Aber da wuchs die Liebe, weil auch die Terese eben eine Partnerin war, die für ihn die loyalste Freundin war über die ganzen vielen Jahre ganz zutiefst erschüttert und es auch fast hatte danach noch einen Zusammenbruch in Darmstadt bei seiner Tochter, die dort lebte.

00:06:09: Und ist da fast gestorben.

00:06:11: also er war emotional hinger unglaublich an der Terese.

00:06:14: Also Es gibt die eine Welt das ist die welt der Ehe und es gibt die andere Welt Das ist die Welt der romantischen Liebe.

00:06:20: und in dieser romantische Liebe gibt es unzählige Briefe Gibt es ein großes Sehnsucht?

00:06:25: Es gibt natürlich auch viele Besuche Bei diesen Schauspielerinnen großartigen Frauen wie der Lady Jane, Ellen Burrell und anderen die hier in München zeitweise wie Sternschnuppen auftauchten und wieder verschwanden.

00:06:41: Wo von einige auch in der Schönheit ein Galerie sind.

00:06:44: Aber das waren die Namen in einen anderen Raum ein.

00:06:47: Und es gibt eine großartige Biografie von Wolfram Simon über den Metternich und der hat ein ganzes Kapitel drin, wo er Metternichts Verhältnis zur Liebe beschreibt.

00:06:56: Ich habe gesagt, die beiden mochten sich nicht Ludwig und Metternicht.

00:06:59: aber was diese Beschreibung angeht kann man da relativ gut darauf zurückgehen weil Metternig eben auch für diese erste Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts ganz typische Stränge dessen entwickelt was Liebe ist.

00:07:12: Also ich glaube, es ist zu klein gedacht zu sagen und die Terese war dir etwa nicht einfach süchtig.

00:07:16: Und wieso hat ihr eben nicht auf die Finger gehauen?

00:07:19: Wieso habt ihr ihm nicht verboten da irgendwie Freundinnen zu haben?

00:07:22: Das stimmt einfach nicht für diese erste Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts.

00:07:27: Ich glaub schon das ist so eine neue Erkenntnis weil alles was man bis jetzt so gehört hat, das war das dir halt nicht treubar.

00:07:33: aber dann ist auch offensichtlich

00:07:34: anders treu.

00:07:35: Die Frage ist, was versteht man unter Treue?

00:07:37: Also wir sind jetzt wieder bei dem Frage, wo beginnt die Treue und wo endet sie.

00:07:41: Ich meine das ist ja bis heute ein Thema, was sicherlich auch viele von Ihnen schon mal diskutiert haben in Ihrem Leben.

00:07:46: also da kann man auch heute darüber nachdenken, was treu ist.

00:07:49: aber damals war es so dass für einen König die Frage der Treue zu einer vernunft e geschlossenen E nicht unbedingt in irgendeiner Form relevant war Und dafür war Ludwig sehr treu dass er wirklich zu dieser Ehefrau eine solche Liebe entwickelt hat.

00:08:07: Und die andere Seite ist, es ist treu, wenn man eine hochsinnlich aufgeladene, hochemotionale romantische Liebe zu einer anderen Frau pflegt?

00:08:16: Nein würden wir sagen!

00:08:17: Puhi!

00:08:17: Aber ja wo ist die Treue da?

00:08:21: und für die Therese war offensichtlich auch ne Vereinbarung, dass sie sehr... Also das sie sich doch, also wenn sie die Gefahr sah, Liebesbeziehung wird eine volle, sinnlich ausgerotisch ausgelebte Liebes- beziehungen.

00:08:40: Dann wurde zog sie sich zurück.

00:08:41: Das war immer ihre Strategie und wurde immer kälter und kälther und das hat er ganz schwer ausgehalten.

00:08:46: also Sie hat schon auch Ihre Strategien gehabt ihn wieder irgendwo einzufangen.

00:08:50: aber es war schon schwierig das ist ganz klar vor allem wenn ein Monatelang in Italien war.

00:08:55: Aber dann wurden die Briefe so dicht.

00:08:57: Also dieses Leben der Romantik in der Ferne, das war dann wieder auch mit der Terese möglich.

00:09:02: Aber dieser Alltag mit einer doch eher biederen und sehr handfesten Ehefrau, das waren nicht ganz Ludwigsding!

00:09:10: Ich hab's nachgeprüft.

00:09:12: Es steht ziemlich genau in den Tagebüchern, ich sag nur das ist jetzt keine Erfindung von mir nur weil ich den Ludwig Mark und ihn reinwaschen möchte.

00:09:19: Nein nein es ist tatsächlich so.

00:09:20: er schreibt jedes mal auf wenn er irgendwo mit seiner Frau habe meine Frau beschlafen und so da steht immer genau im Tagebuch.

00:09:28: Nur dass sie nicht denken, dass ich hier fantasiere.

00:09:31: Nee das glaubt man glaube gar nicht.

00:09:33: eine Frage die etwas sehr kurz ist wie schafft der ja das Arbeitspensum gibt da in den Tagebüchern oder sonst wie Kommentare seinerseits über sich selbst, also jetzt bin ich müde.

00:09:47: Jetzt habe ich keine Lust mehr oder so in die Richtung weil das ja doch wenn was ihr erzählt haben was alles lernte, was alles konnte und was alles regierte es ist ja schon Erstaunlich.

00:09:57: Und dann hat er noch gebaut, also denken Sie an den Kommentar von Metternich, der hat ja gebaut ohne Ende!

00:10:04: Also das ist etwas was einen sowieso voll erfüllen kann.

00:10:08: Das eine ist die Krumprinzenzeit natürlich, da war er schon neununddreißig als er König geworden ist.

00:10:13: aber er ist extrem früh aufgestanden und er muss so gut organisiert gewesen sein und er war ganz schnell im Entschluss.

00:10:20: Aber ich weiß aus dem Tagebuch, da steht dann drin dass er aufsteht um vier Uhr und um fünf Uhr ab.

00:10:26: schreibtisch sitzt im Sommer.

00:10:28: Und dann sitzt er am schreibtischen, dann schreibt der erst mal Tagebuch und Briefe und dann heißt es Berufsgeschäfte besorgt.

00:10:33: Diese Berufs- geschäfte schreibt da ja ganz viel selber weil sich alle Vorlagen von seinen Ministern geben lässt.

00:10:40: Dann schreibt das seine berühmten Weihnachtsformen rein.

00:10:42: Das ist nicht wenig was da drin steht.

00:10:44: also wenn man sich das anschaut... Er muss so gut organisiert gewesen sein so schnell und eben auch einfach ein Macher Das mit einer großen Energie und Disziplin.

00:10:56: Und dann ging er eben wieder auf seine Baustellen, hat mit seinen Künstlern und Architekten konferiert... ...und dann ging es wieder an Berufsgeschäfte.

00:11:03: Dann gab's aber auch ein T-Danson oder einen Empfang hier und den Abendessen dort.

00:11:08: Er hatte ja auch ganz viele Repräsentationsverpflichtungen.

00:11:11: Und am Abendessen waren natürlich immer irgendwelche oder meistens bei den Abendessen... ...waren auch etliche Minister immer da, mit denen dann auch noch kurz vorher oder nachher im Kabinett gesprochen wurde.

00:11:20: Also das ist schon ein... Er hat schon diese Fluchten nach Rom, oder auch Peruccia wo die Marquesa wohnte.

00:11:30: Oder auch nach Sizilien ist er ja immer wieder gefahren.

00:11:32: später dann auch noch anders wohin.

00:11:34: aber die hat er schon als Zuflucht zu Orte vor dieser überbordenden Menge an Arbeit gesucht und hat aber da natürlich auch gearbeitet.

00:11:43: Da kam ständig die Kuriere die ihm natürlich seine Sachen zum Abarbeiten gebracht haben weil er konnte jetzt nicht acht Monate die Staatsgeschäfte ruhen lassen.

00:11:52: Also insofern hochdiszipliniert enorm fleißig und entscheidungsstark.

00:11:57: Und eben früh aufstellen, also das ist sicherlich auch ein Punkt.

00:12:01: Und mäßig wie Sie sich an diesem wunderbaren Eingangs-Zitat gesehen haben und was ich mir immer rübergenommen habe, sich große Aufgaben nicht schwer vorstellen.

00:12:11: Das ist ganz wichtig!

00:12:14: Also er zeigt sich mit seinem Leben zufrieden macht dann positiven Eindruck.

00:12:19: jetzt haben wir eine etwas kritischere Anmerkung In dem Frage jetzt, Kommentaren.

00:12:26: Es sind seitdem monumentalen Bauwerke Zeichen von selbstüberschätzung, von monarchischer Selbstübersetzung.

00:12:35: Gemeint ist wohl, also ich entablierte es so dass ja König eines, wie Sie haben gesagt, Mittelstatus war dafür aber sehr viel Baute.

00:12:48: Gibt sich da eine Erklärung aus dem?

00:12:51: Waren diese Bauten für ihn?

00:12:53: Ich nehme an, dass sie wichtig waren.

00:12:54: Sonst hätte ich das nicht gemacht.

00:12:56: Aber hängt es irgendwie zusammen?

00:12:57: Hat er sich gemeint, ja gut ... Ich brauchte's und muss das

00:13:02: machen?".

00:13:03: Also, mir ist ein König der Baut viel lieber als einer, der Krieg führt!

00:13:13: Und er hat das Geld für Bautnen ausgegeben was andere für die Aufrüstung der Armee ausgegeben haben.

00:13:20: Ich würde mir wünschen, es wäre modern.

00:13:22: Also ich bin der Meinung dass diese Bauten er hat halt gesehen auch das man diesen diesen Bayern natürlich nicht anders eine Bedeutung geben kann.

00:13:32: Also er hat sicherlich von Napoleon viel gelernt, also diese Zeit da in Paris wo er als junger Mann, achtzehnhundert sechs, da in Paris monatelang durch das entstehende Paris wo Napoleon erbaut ohne Ende geht und zieht wie der Arcté Triomphe entsteht und sieht wie die wie die ganzen wie die Champs-Elysées entstehen und sieht was der in Paris baut.

00:13:53: Das war sicherlich ein großer Eindruck.

00:13:55: Der andere große Eindruck waren natürlich die großen italienischen Städte vor allem Rom wo er gesagt hat, dass wir dich auch haben.

00:14:00: Das will ich in München haben!

00:14:02: Ich will das München durch seine Bauten... Sie wissen ja den berühmten Ausspruch so wird, dass niemand sagen kann, er hat Deutschland gesehen, er habe den München gesehen und insofern auch der Versuch, der ja dann wenn wir uns umschauen auch tatsächlich gelungen ist aus München eine Stadt zu machen die deutlich mehr ist als sie vorher war.

00:14:20: Die war vorher halt ne kleine Residenzstadt von vielen.

00:14:23: Und ich sage immer, bitte steigt bei der U-Bahn Amoteons Platz aus.

00:14:27: Schaut links, schaut rechts und dann denkt man über Ludwig I nach oder Königsplatz oder Theresienwiese oder eben natürlich auch die Valhalla und dann die vielen anderen Monomente, die außerhalb München sind, die vielen Denkmäler und so.

00:14:42: Das hat wirklich versucht seine Bayern stolz zu machen auf dieses Land und ich glaube das ist ihm auch gelungen.

00:14:49: Er hatte immer schreckliche Angst, dass die Franzosen wieder reinkommen.

00:14:54: Deswegen hat er mehr Geld für den Festungsbau als für die Offensivverteidigung ausgegeben.

00:15:00: Er hat das Militär kaputt gespart aber auf der anderen Seite war er persönlich sparsam und höchst bedürfnislos.

00:15:14: Privatgelder, die ihm zustanden aus der sogenannten Zivilliste hat er fürs Bauen ausgegeben.

00:15:19: Das waren seine Bauten.

00:15:20: Die hat er gebaut und hat ungefähr ein Drittel seiner Ausgaben.

00:15:23: Da bleibt nicht mehr so arg für Karitas ausgegeben also für persönliche Wohltätigkeit.

00:15:28: Und den Rest hat er sozusagen dann für die Hofhaltung usw.

00:15:31: ausgegeben.

00:15:32: als erstes hat er abgeschafft dass er einen Kamerliner hatte der ihn auszieht weil er sagt ausziehen kann ich mich selber Die Hoftafel zum Entsetzen der Höflinge verkleinert hat.

00:15:42: sechs Gerichte langen vollkommen.

00:15:44: Also er hat wirklich gespart Und das hat ihm natürlich sofort den Nimbus eingegeben, dass er völlig geizig sei.

00:15:51: Es gibt einen berühmten Hausrock der immer wieder ausgestellt wurde, den die jetzt auch in Regensburg wieder ausgestellt haben, wo ich gerade noch verhindern konnte, dass dann die alte Meer wieder weiter erzählt wird, der sei so gepflegt weil der Ludwig so geizigt war, dass sich nie ein Neun gekauft hat.

00:16:07: Stimmt überhaupt nicht, Ludwig war immer sehr gut angezogen aber es war ein Talismann!

00:16:11: Den hat er sich damals machen lassen als der erste Engländer in München war, nach dem Sturz Napoleons.

00:16:18: Und der hatte so einen G-Rock, und nachdem hat er sich diesen Rock machen lassen.

00:16:22: Der hat ihn lebenslang begleitet, den hat er auf allen Reisen mitgenommen

00:16:26: usw.,

00:16:27: und fuhr dann auch wieder zur Weltausstellung nach Paris.

00:16:32: Da hat er den wieder dabei gehabt und da hat er diese Story erzählt.

00:16:35: Daher weiß ich das!

00:16:36: Und konnte die Regensburger davon abhalten noch mal irgendwelche bösen Meeren weiter zu verbreiten?

00:16:43: Ja vielen Dank.

00:16:44: Das ist ja doch eine deutliche Stellungnahme, die gerade auch in die heutige Zeit passt.

00:16:49: Ob Milizier allein sinnvoll ist?

00:16:54: Einige Fragen hätte ich auch gestellt Abel.

00:17:00: Dass er ihn, also seinen Minister hat ihn ja persönlich ernannt.

00:17:05: So viel Freiraum gab, hatte ihm doch politisch unglaublich unglaubliche Schwierigkeiten gemacht.

00:17:11: Also man musste davon ausgehen Bayern war fast so ein Drittel evangelisch wurde formiert auch in der Pfalz.

00:17:18: Seine wichtigsten Preußen waren nicht nur verwandschaftlich verbunden, sondern auch politisch verbunden.

00:17:24: Wie ist das einzuschätzen?

00:17:26: Nicht nur dass er brokatholisch war, aber so anti-ephangelisch.

00:17:31: Warum hat er den Ludwigs-Missionsverein gefördert und den Leute behindert?

00:17:39: Wie ist es zu erklären?

00:17:41: Es ist tatsächlich ... Wenn ich genau hinschaue... die katholische Grundhaltung von Ludwig.

00:17:47: Die habe ich ja nun ausführlich skizziert, sein persönliches Verhältnis zu Gott, seine Religiosität.

00:17:54: und also in den Tagebüchern kann ich nachvollziehen wie er so in den dreißiger Jahren, in achtzehn Dreißiger jahren immer auch plötzlich beginnt mehr Wert auf Sittlichkeit zu legen, immer moralischer zu werden.

00:18:08: Er beginnt auch in seinen Privaträumen plötzlich die Nuditäten übermalen zu lassen weil er seinem Nachfolger, der vielleicht irgendwann wohnt, diese ganzen Nuditäten nicht übergeben will.

00:18:21: Er lässt in der während der Oktoberfestzeit die antiken Sammlung, wo so viele Nackte drin stehen, schließen um die Sinnlichkeit nicht zu erregen.

00:18:31: Also laut solche Sachen, die ihn aber erst in den dreißiger Jahren zu heim suchen Da versuchte auch immer mehr, auch Therese keinen Kummer zu machen.

00:18:40: Immer mehr das zurückzudrängen und immer mehr seine Freundinnen sozusagen, auch seine platonischen Freundinnen abzubauen.

00:18:48: Und ich glaube es ist so ein... in diese Linie, in die persönliche Linie sehe ich das.

00:18:54: Dann ist es so dass er tatsächlich ... Ich muss sagen, diese Intriganten wie der Friede eben dann irgendwo einredet dieser Oettingen Wallerstein.

00:19:04: Das sei furchtbar!

00:19:04: Der Arbeiter immer gegen ihn und seine... Der Oetdingen Wallerstern hat an bestimmten Punkten Rückgrat gezeigt obwohl er wirklich finanziell in sehr engen Verhältnissen war, hat er gesagt ne da stimme ich nicht zu das waren bestimmte Beschlussvorlagen Und das mochte der König überhaupt nicht.

00:19:18: wenn einer dann nicht zugestimmt hat und da hatte er gesagt okay als Minister stimm ich dann also enthalte ich mich aber im Staatsrat wo ich Standes her bin, da mache ich das so wie ich will.

00:19:31: Also der Oettingen Wallerstein hat da wirklich Rückgrat gehabt und das waren eben Vorlagen die auch schon in eine Richtung gingen wo er gesagt hätte können wir nicht machen wir haben so viele evangelische Wir müssen das Staatskanzel zusammenhalten.

00:19:45: Und dann hat der Friede eben, der intensiv geheimene Mettern nicht immer in Verbindung stand.

00:19:50: Hat das genutzt und dem Ludwig lauter böse Geschichten über Oettingen Wallerstein erzählt?

00:19:55: So dass der dann auch ins Tagebuch schreibt ich konnte gar nicht anders als den Oetningen Waller Stein entlassen obwohl ich sehr bedauere.

00:20:02: Und dann war die Frage wer denn?

00:20:04: Und dann kommt der Friede und sagt, der Abel.

00:20:06: Das ist doch ein wunderbarer Mann!

00:20:08: Der ist so ein Jurist und ich hau dich da schon raus, sagt er.

00:20:12: Der Friede war ja damals in den Napoleonischen Kriegen auch der Feldherr und so und war also immer so der... Ich bin dein Freund Ja und dann war der Abelt dran und ich glaube Ludwig hat das unterschätzt.

00:20:25: Er hat sich da überschätzten dass er natürlich durch die Vielzahl der Aufgaben, gar nicht in der Lage ist jede Vorlage vom Minister so zu dringen und auch zu kippen an bestimmten Punkten.

00:20:40: Und zu sehen was das anrichtet und vor allem diese.

00:20:44: ich konnte das jetzt nicht mehr in alle Details nachvollziehen aber bei der Kniebeuge erlass wenn sie diese beiden Varianten sehen dass Signat was in den Signaten veröffentlicht ist da steht ja im Gottesdienst sollen die Niederknien.

00:20:56: Das ist klar, dass die katholischen niederknienen das ja kein Problem in Gottesdiensten und dann wird es plötzlich ausgedehnt auf die von Leichnams Prozessionen und auf die Wache wo ganz viele sind eben auch evangelisch sind.

00:21:07: also diese Verschärfungen sind das wohl mit der Abel dann offensichtlich das immer noch einen Schritt weiter gedreht hat.

00:21:14: Und Ludwig war dann manche sagen er war total halsstarig kann ich mir für diese vierziger Jahre auf jeden Fall so vorstellen.

00:21:23: Der hat Widerstand, hat bei ihm sofort dazu geführt dass er gesagt hat dann erst recht Ich habe ein Rückgrat aus Stahl und das wird nicht gebrochen überhaupt.

00:21:32: Und je mehr wieder Stand dann kam desto mehr hat er sich dann auch solche Sachen versteift.

00:21:37: und damit auf dieser Klavier Tour hatte Abel hervorragend gespielt und Abl war offensichtlich ein absolut hoch begabter Jurist.

00:21:45: Also ich mag ihn nicht, ich mag ihm überhaupt nicht.

00:21:48: Aber er war offensichtlich einer der eben die Vorlagen auch so juristisch runterdeckliniert hat dass es den Ludwig einfach auch überzeugt hat.

00:21:58: und dann ging's halt immer einen Schritt weiter und noch ein Schritt weiter Und das der Ludwig das nicht gemerkt hat wie sehr er damit seine also diese Einheit des Königreichs eigentlich riskiert ist mir auch nicht ganz begreiflich

00:22:12: Zumal ja Protestanten, aber damals ja weder unsiedlich waren noch waren sie liberal.

00:22:18: Also wenn man Preußen anschaut da war eigentlich weniger liberal als Bayern insofern ist.

00:22:24: Aber da gibt es natürlich schon den Punkt, also in dieser Landesausstellung gibt's ja das Kapitel nach Norden.

00:22:29: und die versuchen also zu belegen dass zum Beispiel allein die Tatsache, dass er das Siegistor gebaut hat mit der Quadriga.

00:22:35: Die damals ja nach Nordenfuhr und dann die Eiste Eisenbahn, dass sie über Augsburg nach Nordend ging

00:22:40: usw.,

00:22:41: dass das eben zeige wie sehr er sich dem Norden zugewandt hat und das glaube ich einfach nicht.

00:22:46: Also die Bezieher hat immer gekämpft, dass Österreich einen Zollverein geht.

00:22:50: Er hat gesagt diese Österreicher warum haben die nicht mitgemacht?

00:22:52: Damals beim Zoll-Verein.

00:22:54: Es ist einige Deutschland gegen Frankreich.

00:22:56: Er wollte nie ein deutsches Reich und der preußische Führung, und die Angst ... Das war dann in den Sechsensechzig klar.

00:23:01: Da hat er sich noch mal versucht mit aller Kraft einzusetzen, mit Briefen und mit allem das eben... die Preußen nicht beginnen, diesen Weg zu einem preußischen Einheitsreich zu beschreiten.

00:23:13: Weil er wusste das natürlich den katholischen Teil und auch damit Bayern schwer in Bretulje bringen würde.

00:23:20: Den Kulturkampf hat er dann nicht mehr erlebt.

00:23:22: aber das wäre dann die Konsequenz gewesen.

00:23:24: Er hatte schon Sorge dass das starke protestantische Preußen die Übermacht bekommt und hat dagegen sein starkes katholisches Bayern gesetzt.

00:23:34: Das war der politische Teil davon Und da konnte ihn der Abel immer wieder auch überzeugend davon.

00:23:40: Was ja auch hellsichtig war, so ging es ja dann aus?

00:23:44: Wir haben eine Frage zum Verhältnis Ludwigs zu seinem Enkel Ludwig II und ganz konkret die Frage ob bekannt ist warum Ludwig III abgelehnt hat von Ludwig I beraten zu werden.

00:23:58: Das hat er gar nicht abgelehnt.

00:24:01: Also es gibt ganz reizende Kindheitsgeschichten, wo immer heißt der erste in seinen Tagebuch schreibt Ludwig Grundprinz.

00:24:09: Es gab auch dann den späteren Ludwig

00:24:11: III.,

00:24:11: der ja nur ein halbes Jahr älter war als der Ludwig-Krump-Prins.

00:24:14: und da steht immer Ludwig Krump-Prinz.

00:24:16: Und dass der eben sagt also Der spielt immer mit Bauglötzen und will immer nur bauen will immer nur bauen.

00:24:23: Und dann sagt der Ludwig zu der Erzieherin, der sei ihm wohl am ähnlichsten von seinen ganzen Enkeln.

00:24:28: und dann sagt die Erziehrerin wenn er nur euer heiteres Gemüt hätte Majestät.

00:24:33: also schon sehr hell wichtig.

00:24:35: aber dann der Ludwik.

00:24:37: Grundprinz war immer begeistert wenn der Großvater gesagt hat es geht in die Glasmalerei Anstalt da ist er begeistered mitgegangen.

00:24:42: oder an dem an dieser Phase kurz vor der Abdankung wo der Ludvik der erste wirklich eigentlich im Nebel unterwegs tagt er seinen kleinen Enkel an der Hand und geht mit ihm durch die Ludwigstraße, zeigt ihn den Universitätsbrunnen.

00:24:57: Und also gibt es viele solche liebevollen Schilderungen als Kind.

00:25:01: Später, als dann der Grundprinz zum Ludwig König wird da gibt's viele, viele Briefe vom Großvater an den neuen König und hat das immer sehr freundlich kommentiert entgegengenommen immer wieder mal dran gehalten hat, immer respektvoll geantwortet.

00:25:20: Er hatte zu seinem Großvater schon eine gute Beziehung gehabt.

00:25:23: die war nie so eng wie die zur Wagner.

00:25:26: also wenn man die Briefe an Wagner liegt das ist halt wie eine Verliebtheit das ist eine Euphorie.

00:25:31: so waren die Briefen nicht an seinen Großvaters.

00:25:34: aber daraus zu schließen ist ein schlechtes Verhältnis ist einfach zu kurz gedacht.

00:25:39: Also wenn ich mit diesem Umgang und auch die Art denke, wie der Ludwig I immer wieder auf seinen Enkel versucht hat einzuwirken ihn aber auch Freiräume gelassen hat also auch in gegen anderen verteidigt hat, die anderen Familienmitglieder.

00:25:54: Das war schon als der Ludwig II.

00:25:55: einmal bis seine Verlobung aufgelöst hat.

00:25:57: Da ist er auf Bitten der Familie extra nach Schlossberg gefahren und hat sich ausführlich mit seinem Enkel unterhalten und kam dann zurück und sagt dann ich glaube Ludwig taugt nicht für eine Ehe.

00:26:13: also da hat ihm offensichtlich den Enkel auch das Herz ausgeschüttet Und er hat ihn dann auch immer wieder in Schutz genommen und gesagt, das war gut diese Verlobung aufzulösen.

00:26:22: Also da gibt es solche Anmerkungen die natürlich auch fragmentarisch sind wo jetzt nicht das Gespräch eins zu eins wiedergegeben ist aber wo ich das Gefühl habe dass diese Beziehung eine gute war.

00:26:35: und der Ludwig I. hat natürlich Diese Lebensart seines Enkels nur bedingt gut gefunden.

00:26:44: Also sehr lustig ist, wie der Enkel dann auch nach Paris reist.

00:26:50: Der will eigentlich nur die Orte seiner Bewunderung, seiner bewunderten französischen Königesehen nicht diese Weltaustellung.

00:26:56: Sagt er bei dem Großvater, er soll bitte da bleiben und dann bleibt der Großvatter da noch einen Tag, trifft sich mit einem Enkel und ist dann völlig überrascht dass der Morgens sagt er sei müde, er könnte ihn nicht verabschieden am Bahnhof und so.

00:27:08: Also der Ludwig war halt eisern, der hat auch dann nach dreißig Stunden Bahnfahrt ist er begeistert ausgestiegen, sagt ich bin völlig munter und ist sofort losgefahren um sich die Weltausstellung anzuschauen.

00:27:17: Da waren aber auch schon Einen Achtzig.

00:27:20: Also, das war natürlich ein völlig anderer Art der körperlichen Befindlichkeit als bei dem Enkel.

00:27:27: Und da gibt es natürlich schon große Unterschiede.

00:27:32: aber er hat den immer mit Respekt und es war für ihn auch der König und er hat ihn immer mit respekt angeschaut und ihm aber ganz viele Ratschläge gegeben.

00:27:40: Ich hätte jetzt eine Frage zu Herrn Verhältnis von Max II.

00:27:44: wenn aber hier im Saal noch Fragen sind Dann gehen Sie doch bitte zum Mikro, damit sie gut versteht.

00:27:51: Macht ihr das Mikro an, bitte?

00:27:52: Ich habe eine Frage zu diesen Tagebüchern.

00:27:55: Gibt es die öffentlich oder wo haben Sie die her?

00:27:59: Sind Sie der Erste, die diese Tagebühne hatte?

00:28:03: Können Sie etwas dazu sagen, bitte!

00:28:07: Also die Tagebücher sind eine ganz eigene Geschichte, weil Ludwig hat ja alles gesammelt.

00:28:11: Auch Briefwechsel vervollständigt.

00:28:13: er hat auch die Tage Bücher überliefert.

00:28:15: Er hatte zwanzig Jahre Zeit alles zu tilgen wegzuschmeißen Zu schwerzen und so weiter ist er nicht aus dem Leben gerissen worden.

00:28:22: Im Gegenteil er hat immer gesagt man nehme den ganzen Mann.

00:28:25: deswegen war es ihm wichtig diese Dinge zu überliefern Und hat in sein testament geschrieben er übergebe seine tagebüche seiner bayerischen staats seiner bayrischen Bibliothek Königlichen bibliothek mit dem Auftrag sie nach Jahren zugänglich zu machen.

00:28:39: Fünfzig Jahre nach Ludwigs Tod, das war in den letzten achtzehn, da hatte das Königshaus definitiv andere Probleme als die Tagebücher Ludwix des ersten Zugängliches zu machen und vor allem wollten sie natürlich nicht.

00:28:49: jeder hat vermutet da stehen jetzt ganz böse Sachen drin.

00:28:52: keiner konnte es lesen weil es wirklich sehr schwer zu lesen ist.

00:28:56: und dann hatten Sie der Sorge dass da jetzt die ganzen bösen Geschichten auftauchen.

00:29:02: Erstmal der Cesar Conte Corti, der eine sehr gute Biografie in den Sechsten und Dreißig geschrieben hat.

00:29:07: Hat die Tagebücher nicht gekriegt?

00:29:08: Der hatte dann die Briefe vom Anheinrich von der TAN, die so fast eine Art Parallelüberlieferung sind, die wirklich sehr, sehr gut sind, wo auch ganz tolle Sachen drin stehen.

00:29:16: also wirklich super!

00:29:18: Und dann gab es immer die Frage Tageböcher, da hat sie der Goldwitzer bekommen... Er schreibt eine unschätzbare Quelle ganz großartig, aber er zieht daraus andere Schlüsse.

00:29:34: In seinem Psychogramm findet er diese Überspanntheiten von dem König und die bayerischen Landeshistorien konnten mit diesen Emotionen des Königs recht schwer umgehen, also da gibt es merkwürdige Kommentare auch im Handbuch der bayerischen Landesgeschichte.

00:29:47: Ich empfehle Sie zur Lektüre.

00:29:48: ich habe sie alle aufgezeigt weil ich dachte das muss man schon mal schreiben was so bayerische Landeshistoriker sich dann über ihren König denken.

00:29:55: Dann kriegte sie der Glaser für die große Edition der Glänzebriefe.

00:30:00: Also das ist ja eine Edition, die jetzt vollendet ist und wo auch jetzt der Wagner, der Kunstagent-Wagner sind auch fünf Bände, es ist jetzt auch vollendete.

00:30:08: gerade Und da verstanden die Tagebücher zur Verfügung.

00:30:11: also wenn man sich interessiert so im Groben dafür.

00:30:14: Die haben immer am Beginn eines Jahres haben sie sozusagen eine Art Zusammenschau gebracht, was so Wesentliches in den Tagebüchern steht.

00:30:22: Da kann man auch reinschauen.

00:30:23: Das sind immer vier fünf Seiten.

00:30:24: da steht einiges drin.

00:30:26: und ich hatte natürlich jetzt das Problem schon bei der Lola Montis dass ich gesagt habe warum soll ich die Lola montis Biografie schreiben wenn es keine neue Quelle gibt?

00:30:34: Und nur die Ludwig-Tagebücher hatte halt noch keiner.

00:30:36: und dann hab' ich mich also bemüht mit allen meinen Kräften ging es mal weiter.

00:30:42: Ich habe dann mein Lola-Buch hingeschrieben, bis es München losging und dann habe ich einen Sprung gemacht und hab nach Limdosa weggeschrieben – ich krieg die Tagebücher!

00:30:53: Und hatte eben den Antrag laufen und dann kam die Pandemie Und am zehnten März habe ich die Erlaubnis gegeben, die Tagebücher zu benutzen.

00:31:00: Am sechzehnten März war der Lockdown.

00:31:02: Mich hätte das also vollkommen gewürfelt.

00:31:04: Aber für den Herzog, der die Enemigung gegeben hat hatte Frau von Mäuse, die wunderbare ehemalige Bearbeiterin der Staatspolitik diese ganzen Passagen übersetzt, transkribiert und dann konnte ich tatsächlich in einem Monat mein Hundertfünfzig Seiten über Ein Kapitel über Lola und Ludwig in München schreiben.

00:31:22: So, dann habe ich mit dem Herzog seine Autobiografie gemacht und jetzt hat er Vertrauen zu mir gefasst und mir die Erlaubnis gegeben, die Tagebücher zu nutzen.

00:31:31: Und das war natürlich auch eine Riesenschance!

00:31:35: Die Tagebühler sind insofern in Anführungszeichen zugänglich wenn man ein ernsthaftes Interesse hat, dann stellt man einen Antrag in der Staatsföhrothek dass man eben das und das gerne wüsste Transkribiert oder exzerpiert und dann wird ihnen Auskunft gegeben.

00:31:53: So richtig so wie ich, kriegen die Leute momentan glaube ich nicht.

00:31:56: aber ich glaube die Angst des Herzogs ist die und die es nicht umberechtigt dass irgendeiner ein Journalist daher kommt der dann beginnt, sich das wie bei einem, wo ich gesagt habe die bunte in uns, beginnt alle sexualisierten Stellen aus den Tagebüchern herauszuziehen und zu sagen.

00:32:14: Die geheimen Tagebühner Ludwigs des Ersten!

00:32:16: Und das dann zum Bestzeller zu machen.

00:32:19: und ich glaube der Herzog will den Ludwig einfach ein bisschen beschützen und ich muss sagen nachdem ich so einen Also auch, glaube ich in der Abgewogenheit sehr viel gelesen habe würde ich ihm da auch zustimmen.

00:32:31: Wenn man das jetzt verhindern könnte dass irgendeiner daherkommt mit so einem Interesse dann glaube ich wäre es überhaupt kein Problem und man denkt aber in unserer Zeit sollte das doch überhaupt kein problem sein.

00:32:40: Aber ich glaube es gäbe diese Art des Zugangs sicherlich wenn einer da beginnt zu graben wenn er sich tatsächlich wenn er's lesen könnte was natürlich auch noch mal so eine Sache ist.

00:32:51: Ich kann sie inzwischen lesen.

00:32:54: Ich sag Ihnen, das ist ein hartes Brot.

00:32:59: Wir haben gehört dass der König ungefähr zwanzig Jahre nach der Abdankung noch gelebt hat.

00:33:05: Können Sie ja paar Sätze sagen über seine Zeit die letzten Jahre seines Lebens und er war glaube ich viel in Nizza, Südfrankreich Und was da gewesen ist... Was man da weiß darüber über diese Phase seines letzten Abstätts im Leben.

00:33:23: Also das ist mir ganz wichtig gewesen, weil ich glaube bei Goldwitzers sind es fünf Seiten über die Zeit.

00:33:29: Da ist nichts mehr.

00:33:30: also wir werden das Leben dann vorbei gewesen wäre und das stimmt natürlich nicht sondern ich habe wirklich für dieses Kapitel nicht ganz so viel wie für die Königszeit aber auch als Jugend ein umfängliches Kapitel geschrieben weil der Ludwig geht in die informelle Beratung über Jeder Gesamte, der nach München kommt, akkreditiert sich in München auch beim König bei Ludwig.

00:33:53: Also nicht nur beim Max

00:33:55: II.,

00:33:55: sondern auch bei dem ehemaligen König.

00:33:57: oder jeder Gesamnte, die auf irgendeinen Kongress geht, geht vorher zu Ludwig und lässt sich sozusagen so ein bisschen briefen.

00:34:04: Also Ludwig bleibt ein informeller Berater von hohen politischen Graden und der Goldwitzer nennt das Kapitel Politisch Tod.

00:34:14: Das stimmt natürlich einfach nicht!

00:34:16: So eine Figur wie Ludwig ist nicht politisch tot.

00:34:19: Und ich habe das dann sehr intensiv untersuchen können an diesem Kunstkönigtum, wo ich sage – das habe ich ja noch ganz kurz gesagt!

00:34:27: Da ist er nicht abgedankt, sondern als Kunstkönig war er im Dienst.

00:34:30: Und es gab so viele Demonstrationen – kann man schon fast sagen – Umzüge, Künstlerfeste aber in großen öffentlichen Dimensionen für den Ludwig, den Kunstkörnig Ludwig und den Großen Metzenen der den Künstlern Arbeit gegeben hat.

00:34:44: Das war unglaublich!

00:34:47: Ich habe ja meine Habille über die Max-Weidzeit gemacht.

00:34:50: Daher habe ich in den gesamten Berichten auch diesen Teil vorher schon gekannt Und der Max II.

00:34:56: hat ja zwischendrin seinen Vater unter polizeiliche Beobachtung stellen lassen, weil er Angst hatte, dass da von da irgendwie ein Putsch geplant ist.

00:35:03: Also ... Der war einfach eine politische Potenz und es gibt dann zum Beispiel von den Pfosten mit dem sich Ludwig Bestens verstanden hat.

00:35:11: Das war der leitende Minister von Max

00:35:14: II.,

00:35:14: der war ständig beim Ludwig I. zum Essen.

00:35:18: Die haben sich Bestens Verstanden.

00:35:20: Dann gibt's tatsächlich bei bestimmten, also ich glaub, Da gab es die große Affäre, wo der Max II.

00:35:31: diesen Berater Willem von Döniges hatte, der intensiv als unverantwortlicher Berater über den Kopf von allen Ministern und allen Politikern hinweg mit dem Preußenkönig eine direkte Korrespondenz an den Gang gesetzt hat von der Pforten ganz klar gesagt, also wenn das jetzt so weitergeht dann muss Ludwig wieder König werden.

00:35:57: Und so geht es nicht und der Max musste dann den Döniges wegschicken.

00:36:00: Also da gibt's schon so Stellen wo das schon sehr hart auf hart ging und vor allem weil der Max der Zweite halt ein König war.

00:36:09: ich sollte eine Biografie über ihn schreiben als Habild und er hat sich das kann ich nicht, unbedingt keine Biografieschreiben.

00:36:15: Also der Max ist ein zauderer und zögerer, also das was er bei der Brautwahl hatte als Methode.

00:36:22: Das war ungefähr auch so diese Methode des Abwartens, des Verzögerns.

00:36:28: nochmal beraterfragen.

00:36:29: Noch ein Beraterfrag noch einen und dann wusste er gar nicht mehr.

00:36:32: Dann fragte er den dritten.

00:36:33: Jeder dachte immer jetzt hat er den König rumgekriegt und dann kommt wieder der nächste.

00:36:38: Und also das war schon eine ganz schwierige Persönlichkeit.

00:36:41: Der war sehr unglücklich mit sich und mit der Welt und also das ist schon auch Teil gewesen, der natürlich dazu beitrug dass ich manche gesagt habe Mai wenn wir unseren Ludwig wieder hätten der dann schnelle Entscheidungen und da konnte man sich zwar an dem Reiben, aber da war der Max halt irgendwie eine völlig andere Figur.

00:36:59: Und deswegen war diese Zeit für Ludwig einerseits durchaus eine politische Zeit, dann aber eine Zeit der großen künstlerischen Vollendungen.

00:37:08: Max wollte seine Sachen nicht fertig bauen.

00:37:10: Dann hat er die Sachen alle wieder zu sich rübergeholt und hat sie aus seinen Privatmitteln bezahlt also aus dem was ihm noch geblieben ist.

00:37:17: Er hatte ja doch eine relativ hohe Staatsrente geholt, aber die war natürlich nur ein Viertel von dem was er vorher zur Verfügung hatte fürs Bauen.

00:37:26: und das waren sich dann große Ereignisse.

00:37:29: Also nach Köln kamen und die Bayernfenster im Kölner Dom angeschaut hat.

00:37:33: da ist er mit einem Schiff angefahren, die haben ihm einen Feuerwerk gemacht also eine Show abgezogen.

00:37:39: es war unglaublich Ludwig Warso gerührt und war ganz begeistert.

00:37:43: Die Bavaria, also die Einweihung der Bavari Das war dein großes Fest.

00:37:49: Und so gab es eins am anderen, wo er hinkam und er ist ja auch politisch gereist.

00:37:53: der Max, hat das nicht so mit dem Bad in der Menge.

00:37:56: und da Ludwig, der mochte das natürlich sehr und war dann immer präsent und hat alle Hände geschüttelt und war auch natürlich in der Pfalz immer wieder unterwegs und er war soweit noch ein politischer Botschafter des Königreichs in den ganzen Dingen die der Max vernachlässigt hat.

00:38:12: Und also künstlerisch politisch und dann hat Ludwig natürlich auch große Reisen gemacht.

00:38:18: Er war ja früher schon immer in Rom im Winter, er ist ja so viel krank gewesen das glaubt man ja gar nicht wenn man dieses Pensum sich anschaut es ein paar mal wirklich knapp davor gewesen zu sterben an irgendwelchen Krankheiten Lungen Entzündung was auch immer.

00:38:35: und deswegen auch immer dieser Weg in den Süden wo er dann eben sein geliebtes Rom besucht hat.

00:38:43: Aber eben auch dann in den letzten Jahren ist er eher noch nach Nizza gefahren, ist ja auch Nizza gestorben und ich finde das immer ein großversöhnlichen Schluss dass er diese Weltausstellung, ich habe die schon erwähnt, es war ja damals ein Highlight da ist er von Salzburg wo er sich dann immer wieder aufgehalten hat, da hat er sich einen Adomizil gekauft und der war auch seine Schwester Charlotte, die er sehr geliebt hat Die Kaiserin Witwe, die hat auch in Salzburg gewohnt mit der hatte er sich also ständig getroffen fährt er zur Weltausstellung mit der Bahn von Salzburg nach Paris.

00:39:12: Ist total begeistert, wie schnell das geht und schläft auch in der Bahn und steigt munter aus.

00:39:18: Und dann ist er jeden Tag auf der Weltaustellung, schaut sich Maschinen-Ausstellungen an... ...ist da sein Gabelfrühstück im französischen Pavillon unter.

00:39:26: Dann ist es wie auf der Schlafanzugpartie.

00:39:28: Da sind nämlich alle möglichen Könige da und alle unter Pseudonym.

00:39:31: Die besuchen sich dann alle unter pseudonym.

00:39:33: Dann kommt natürlich Ludwig der Komminapolion der Dritte Früher hat Ludwig alles verhindert.

00:39:39: Er war ja in Augsburg, bei seiner Mutter ist er aufgewachsen und da hat der Komprinz damals immer gedacht oh diese Bonaparte Leute die will ich gar nicht hier haben.

00:39:48: aber Napoleon III besucht ihn natürlich und lädt ihn ein und Ludwig ist zum großen Fest und so weiter.

00:39:54: es ist also köstliche Beschreibungen und er ist dann nochmal auf der Weltausstellung auf dem letzten Weg nach Nizza.

00:39:59: und als er eben stirbt Da lässt Napoleon der Dritte ein Hundert Eins Kanonenschüsse wie für einen regierenden Monarchen abschießen.

00:40:08: Ich finde, das ist doch ein würdiger Schluss dieser Beziehung.

00:40:12: also Insofern hat der Ludwig intensiv gelebt.

00:40:15: Er hatte auch immer wieder Freundinnen gehabt, also die Idee nach dem Therese Tod war, hat er sich durchaus immer wieder auch Freundinnen gemacht.

00:40:24: Also es ist nicht so ... Die Idee Lola ist die Letzte in seinem Leben gewesen und nie wieder liebte er.

00:40:29: Das stimmt gar nicht!

00:40:30: Und wenn Sie dieses schöne Bild von der Carlotta von Breitbach Brödesheim anschauen das war schon eine sehr schöne Frau.

00:40:36: Die war eben die Rufdame seiner Tochter Friederike von Leewitzhof bei Goethe.

00:40:45: Eine große Liebe und er hätte wirklich sie sehr, sehr gerne noch als Ehefrau für sich gewonnen.

00:40:53: Wunderbare Schlusswort!

00:40:55: Wenn jetzt keine Gravieren tragen wollen, dann vielen herzlichen Dank voraus.

00:40:58: Vielen herzliche Dank dass Sie da geblieben sind und so mitdiskussiert haben.

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