Harald Lesch erklärt Schellings Naturbegriff - Vom Sein zum Werden

Shownotes

In Kooperation mit der Görres Gesellschaft machte sich die Katholische Akademie auf die Suche nach Schellings Naturbegriff. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, der vor 250 Jahren geboren wurde, war ein früher ökologischer Denker, der die Natur mit dem Einsatz des Denkens erfahren wollte. Der Abend in der Katholischen Akademie mit dem Referat von Harald Lesch am 11. November 2025 ist seinem Andenken gewidmet. "Vom Sein zum Werden" hat der bekannte Astrophysiker seinen Vortrag betitelt.

Dieser erste von zwei Beiträgen dokumentiert das einleitende Referat von Prof. Dr. Harald Lesch. Er ist Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians Universität München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München.

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00:00:03: Ja meine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe die große Freude sozusagen den Ball jetzt mal ins Feld zu spielen.

00:00:09: Denn für uns Physiker ist der Schelling ja einer der auf der einen Seite unglaublich provoziert und auf der anderen Seite aber offenbar wirklich seinerzeit schon so weit voraus war dass es fast hundertfünfzig Jahre gedauert hat bis seine Ideen so fruchtbar geworden sind das wir heute sagen würden sie gehören natürlich zur Natursenschaft Und zwar mehr denn je wichtiger als alles andere.

00:00:30: Im Grunde genommen geht es um was ganz Einfaches.

00:00:33: Die Frage ist, erklären wir die Welt als Aufbau von Elementarteichen zu immer größeren und größern?

00:00:41: Oder müssen wir bedenken dass das Ganze ebenfalls eine Wirkung auf die Einzelteile hat?

00:00:46: Das ist die eigentliche Frage.

00:00:48: Also reduzieren wir alles auf die Eigenschaften von elementarsten Teilchen.

00:00:51: So wie wir das gemacht haben bis zum vierten Juli, zwei Tausend zwölf, denken Sie nur da wurde das Higgs-Teilchen gefunden.

00:00:57: Das war die letzte große Entdeckung der Elementarteilchenphysik.

00:01:01: Da war das Programm der griechischen Naturphilosophie nach dem Elementarsten zu suchen zunächst einmal abgeschlossen.

00:01:07: Vierter Juli also haben die Europäer die europäische Einrichtungen Der Große Hartronenbeschleuniger wahrscheinlich nur gemacht um den Land jenseits des Atlantiks was jetzt in so einer heftigen intellektuellen Krise steckt, eins auszuwischen.

00:01:22: Schon zwartehausendzwölf ist ja klar das Europa mitteilt wir haben das Elementarste gefunden von dem wir etwas wissen können ein Feld dass übrigens das gesamte Universum durchzieht.

00:01:33: sollten sie mal einen außerirdischen Treffen rufen Sie ihm einfach zu.

00:01:36: zwei hundert sechsten vierzig Komma Zwei Zwei GEV da weiß der Bescheid ja das ist nämlich der Vakuum erwartungswert dieses Feldes.

00:01:46: und beim Begriff des Feldes sind wir auch schon sofort bei Schelling.

00:01:50: Es ist in der Tat so, dass dieser Philosoph einen enormen Einfluss auf etliche Physiker gehabt hat weil er nämlich weggegangen ist von diesem einzelteichen Blick und er hat den Blick auf etwas gerichtet was Wirkungen verursacht ohne direkt da zu sein also ohne das man es greifen kann.

00:02:09: Er hatte ein Feldbegriff in die Welt gesetzt, dass es Wirkungen geben kann.

00:02:15: Dass es etwas Organisches geben kann, was in der Welt eine große Wirkung haben kann und lustigerweise tatsächlich hand.

00:02:27: in dieser Zeit haben die ersten Felder begonnen wie wir gleich sehen werden.

00:02:31: noch ganz andere Fragen aber in der Physik war es vor allem die Frage nach der Wirkung.

00:02:36: wieso eine elektrische Ladung eine Wirkung?

00:02:41: Was bedeutet das, wenn hier eine Ladung ist und eine andere Ladung davon angezogen wird?

00:02:45: Ganz zu schweigen von den magnetischen Effekten.

00:02:48: Von diesen ganzen Blitzen

00:02:49: usw.,

00:02:50: also es war ja diese Erkenntnis dass es offenbar noch andere Kräfte in der Welt gibt als die rein mechanischen so Druck drauf und kaputt.

00:02:58: Sondern es gibt Kräften die bis dahin völlig unverstanden waren Und hier haben Leute wie Örstedt und andere auch Michael Faraday sich tatsächlich von Schelling inspirieren lassen.

00:03:08: Es war der erste Philosoph der sozusagen direkt mit der damals aufstrebenden Physik in engerem Kontakt war.

00:03:16: Und das finde ich schon sehr bemerkenswert.

00:03:18: und als jemand, der sich heute mit komplexen System beschäftigt ist Schelling sozusagen der Begleiter schlechthin!

00:03:23: Weil alle Komplexität über die wir mehr oder weniger stärker sprechen auch wenn man es gar nicht wollen, ist tatsächlich immer begleitet von diesem Wechselspiel dass kleine Teile zusammenwirken in einem großen Rahmen dessen Brandbedingungen gewissermaßen den kleinen Teilen vorschreiben, bis sie sich zu verhalten haben.

00:03:43: Und das ist schon bemerkenswert.

00:03:44: nun im Jahr eighteenhundert das habe ich mir mal genommen als das Jahr, in dem die Naturwissenschaften angefangen haben sich quasi von der Philosophie zu trennen.

00:03:53: Sie wurden methodisch immer spezifischer und spezificer.

00:03:56: war vorher die Physik noch experimentelle Philosophien?

00:03:59: Newton hätte sich niemals Physiker genannt sondern sein großes Werk sind die mathematischen Prinzipien der Naturphilosophie.

00:04:05: alle Physiker zu dieser Zeit haben sich natürlich immer um philosophische Fragen gekümmert.

00:04:10: es müssten Physiker heute auch viel mehr tun aber vor allen Dingen was hier jetzt passiert ist etwas was natürlich unbedingt zu dem Begriff der Entwicklung gehört, des Organischen.

00:04:21: Das nämlich Naturwissenschaften historisch werden und das ist in den moderneren Begriff von Naturwirtschaft durchaus etwas Besonderes denn eigentlich und dass es hier ein schönes saubes ordentliches deutsches eigentlich nicht dieses andere eigentlich das sind schöne saube.

00:04:36: eigentlich sind diese naturwissenschaftengeprägt von Labor Wissen Also von dem Wissen um Vorgänge, die man im Labor genau kontrollieren kann und auf diese Art und Weise kann man den Effekt in reiner Form sehen.

00:04:48: Also ungestört von irgendwelchen Umwelt einflüssen und kann diesen Effekt als einen sozusagen Inventurbestandteil der Natur nehmen.

00:04:56: So vollziehen sich nämlich von nun an abt eighteenhundert die Naturwissenschaften.

00:05:02: aber sie haben natürlich Teile, nämlich hier die Geologie, die Biologie und die Astronomie, die in sich historisch sind.

00:05:10: Da ist was geworden und man hatte keine Ahnung, wie das eigentlich geworden ist.

00:05:15: Ein paar Jahrzehnte später nach eighteenhundert wird David mit seiner Evolutionstheorie kommen.

00:05:19: die Geowissenschaften werden anfangen mit Prinzipien des Aktualismus zu arbeiten weil sie rekonstruieren wollen Wie es früher war und wie es heute ist indem Sie nämlich Prinzipien verwenden muss ich sagen Die Natur war schon immer so ähnlich wie Heute Und daraus ist aber trotzdem etwas geworden von der Astronomie ganz zu schweigen.

00:05:37: Im nineteen jahrhundert war das universum ja noch ewig, wie sich dann herausstellte war das ein großer Denkfehler.

00:05:44: Also in dieser Zeit wird aus einmal aus dem statischen Begriff an dynamischer, aus der Substanz werden Prozesse und aus Raum wird auch Zeit.

00:05:54: die Zeit wird quasi verräumlicht und der Raum wird verzeitlich auf einmal tauchen Geschwindigkeiten auf die irgendeine Bedeutung haben und die Entwicklung läuft natürlich auf die Entstehung.

00:06:05: Wie hat es angefangen?

00:06:07: Die Evolution fragt ebenfalls nach Entstehlungsprozessen und später wird man sehen, als das Universum tatsächlich so stark durchdrungen wird, dass man sagt, das Universium expandiere, wird ebenfalls die Entdehnung von entscheidender Bedeutung sein.

00:06:19: Aber das Irre ist also das Verfahren des Labors, das man hier auf der Erde Gesetzmäßigkeiten feststellt unter kontrollierten Bedingungen möglichst ungestört auf einmal auf die ganze Natur angewandt wird.

00:06:33: Das heißt, auf einmal werden diese elementaren Prozesse in ganz anderem Zusammenhang untersucht.

00:06:38: Nämlich unter offenen Bedingungen.

00:06:40: Ganz anders als im Labor wo man alles unter Kontrolle hat ist in der Natur überhaupt nichts unter Kontrollen und das bedeutet natürlich was?

00:06:47: Auf einmal und später dann immer deutlicher wird in der Geologie etwas passieren dass was in Bewegung gerät.

00:06:54: ich habe heute morgen ein Interview geführt mit Marco Bonhoff vom Geoforschungszentrum in Potsdam.

00:06:59: da ging es darum wie das Jahr.

00:07:04: Wir hatten die flegräischen Felder.

00:07:06: Die Schlagzeilen waren so, Supervulkan bricht aus.

00:07:10: Dann in Istanbul ein schweres Erdbeben.

00:07:13: Dann gab es Erdbäben um Santorin herum.

00:07:16: Santorín ist der Vulkan für den Untergang deminoischen Kulturverantwortliches und die finden jetzt raus.

00:07:23: Was wir uns nicht glauben, dass der Anstieg des Meeresspiegels verursacht durch den Klimawandel tatsächlich Erdbeben verursach.

00:07:31: Noch keine großen aber dadurch das mehr Druck auf dem Gestein ist fängt es dort an zu knistern über uns.

00:07:37: auch Stürme wie diese unglaublich starken Typhoone die jetzt im Pazifik sind drücken das Wasser so sehr gegen das Gesteinn dass es beginnt sich zu bewegen.

00:07:46: Also selbst der Erdkörper selber überdenken, meine Güter sind doch wir haben doch festen Boden unter den Füßen.

00:07:50: Selbst er beginnt sich zu bewegen.

00:07:52: und später als man dann die Blattentektonik sozusagen entdeckt hat in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hatte man ein Modell dafür wie dieser Planet sich eigentlich an der Oberfläche verhält und damit auch die Möglichkeit zu fragen Wie ist es denn nun geworden?

00:08:05: Das heißt Wir haben das ganz große, das ganze große System Erde Und auf diesem oder in diesem System Erde Verhalten sich die Dinge nun alle In einem starken Prozessor am Charakter.

00:08:16: Und was das Leben betrifft, brauchen wir nicht zu reden.

00:08:19: Wissen wir alle?

00:08:20: Gibt es verschiedene Verfahren und wieder sind es die Bedingungen also die Umrahmungsbedingung, die Randbedingungen unter denen sich leben entwickelt.

00:08:29: natürlich gibt es die Elementarakte die auf der genetischen Ebene stattfinden aber ob und wie sich bestimmte Eigenschaften nun entwickeln werden dass entscheiden die Bedenkungen nicht die einzelnen Lebewesen Die Bedingungen unter denen diese Lebewesen leben müssen, die werden darüber entscheiden ob die Lebewesen die Eigenschaften dieser Besitzen auch tatsächlich weitergeben können oder nicht.

00:08:51: Und wieder ist es das Elementare und und der Rahmen drumherum.

00:08:55: Das ist das, was mich an Schelling am stärksten interessiert von der Kosmologie ganz zu schweigen.

00:09:00: Natürlich ist es das große, der große Raum, der mit seiner Veränderung auf einmal den Einzelteichen mitteilt, was überhaupt möglich ist.

00:09:07: schon in den ersten dreihundert-achtzigtausend Jahren wo die Temperatur sich radikal abkühlt aufgrund der Expansion sind immer nur ganz bestimmte Bedingungen überhaupt möglich und allmählich entsteht das, Das Interessante ist auch, dass wir da mit natürlich verbinden und das war glaube ich zu dieser Zeit völlig unabsehbar.

00:09:31: Dass es auf einmal Methodiken gibt die ganz anders sind als die Methodiken die man bis dahin hatte.

00:09:37: Man hat sehr anschauliche Methodiken also die Mechanik oder der Pumpen selbst die Wärmepumpe ist eine ziemlich anschauliche Angelegenheit Auch wenn das heutzutage einige nicht verstehen wollen aber sie isst die beste Maschine die wir haben.

00:09:52: Aber die damaligen Dampfmaschinen zum Beispiel, wo die Pumpen sich bewegen.

00:09:56: Das ist alles total klar!

00:09:59: Aber was bitte?

00:09:59: Ist

00:09:59: Elektrizität?!

00:10:02: Hier beginnt etwas, das natürlich in den Naturwissenschaften für die nächsten zweihundert Jahre von unglaublich großer Bedeutung ist und was Schelling so nicht auf dem Schirm hatte wie auch, konnte er gar nicht.

00:10:14: Das sind immer mehr und mehr stärkere, stärker und stärkeren Mathematisierungen und Abstraktion.

00:10:21: Auf einmal wird die Natur in einer Art behandelt, wie das vorher nie der Fall gewesen ist.

00:10:26: Es werden Gleichungen hingeschrieben und diese Gleichung werden dazu verwendet Prognosen zu machen.

00:10:31: und diese Prognose werden durch Experimente bestätigt oder nicht bestätig.

00:10:35: Und dann geht diese Maschinerie los die überhaupt nichts mehr mit dem großen Ganzen zu tun hat sondern wo sich einzelne Bereiche hier mal dargestellt Die Elektrodynamik, die Thermodynamik und die Mechanik auf einmal in einem Übermaß triumpfartige Erfolge zeigen das etwas auftaucht was natürlich einem organismischen System oder einen organistischen Blick eines großen Ganzen völlig widerspricht.

00:10:59: Technik!

00:11:01: Und zwar eine Technik die in einem ungeheuren Ausmaß erfolgreich ist.

00:11:06: Es werden Maschinen gebaut, die über Kraft verfügen wie man sich das vorher nicht vorstellen konnte.

00:11:10: Die über Geschwindigkeiten, die Geschwindigkeit erreichen könnte wo die Leute sogar Angst davor kriegen Gottes Willen wenn ich mich den Zug setze nicht dass mir der Gegenwind dann davon trägt oder mir sogar die Luft weg nimmt und vor allen Dingen diese merkwürdige Elektrodynamik mit ihren Ladungen da scheiden ja ganz schlimme Dinge sich zu vollziehen.

00:11:28: von der Mechanik wusste man ja wie sie geht.

00:11:29: aber die Elektro-Dynamik und vielleicht an dieser Stelle ein kleiner Hinweis Um diese Zeit wurde eine Strahlung entdeckt, die unsichtbar war.

00:11:38: Nämlich zunächst im Jahr eighteen Hundert durch Herrschl die Infrarotstrahlung.

00:11:43: Und der gute Herr Ritter, jemand, der für Schenning durchaus nicht unbekannt war.

00:11:49: Der machte aus sozusagen ganz romantischen Symmetrie-Betrachtungen heraus die Entdeckung der Udrabiolettstrahlung.

00:11:54: Herrschl hat die Infrarot-Strahlung durch Zufall entdeckt und hat etwas liegen lassen und hat dann gemerkt es ist warm geworden das heißt die Sonne hat nicht nur im sichtbaren Bereich eine Strahlung sondern sogar noch da hinten was man gar nichts sehen kann.

00:12:07: Die Infrarotsstrahelung war damit entdecked.

00:12:09: Ritter suchte aktiv Nach dem was denn, wenn etwas jenseits des Roten ist dann war für ihn klar.

00:12:14: Da muss es auch was jenseites des Blauen geben.

00:12:18: Gesagt getan und er machte das erste Foto der Welt mit Silberjutit.

00:12:21: Er brachte es übrigens noch am selben Tag nach Weimar aber der große Alter hatte kein Interesse dafür weil es natürlich in seiner Farbenlehre keine unsichtbaren Farben gab.

00:12:31: Aber so war das eben manchmal Okay.

00:12:34: also Das heißt wir haben eine Zeit In der Schelling mit seinen Ideen auf den Markt kommt wo er konkurriert mit einer Dynamik, die in den Naturwissenschaften von nun an viel schneller sich vollzieht als all die Gesprächen der Philosophie.

00:12:49: Nimm's mir nicht übel Willi aber hier wird die Philosophia rechts überholt!

00:12:53: Auf einmal werden die Methoden so schnell und so innovativ und vor allen Dingen sofort technisch anwendbar das von den Philosophen gar nicht mehr soviel erwartet wird in dieser Zeit.

00:13:04: Es gibt zwar große Denker ohne Zweifel wie wir alle wissen Aber was dann sonst noch passiert, führt eher zu einer Ablehnung insbesondere des Begriffs der Naturphilosophie.

00:13:15: Die Naturwissenschaften sind so überragend gut dass man sich nicht vorstellen kann das es irgendeinen philosophischen Zugang zu etwas gibt was für den Naturwirtschaften dermaßen intensiv durchdrungen wird und dann auch noch genutzt werden kann.

00:13:27: Das ist der Punkt!

00:13:28: Es ist doch nicht mal so dass es nur um Erkenntnisse geht sondern dass man damit auch noch reich werden kann.

00:13:33: Und wie?

00:13:35: Und im Jahr Das muss ich einfach an der Stelle mal sagen, hat so sein die Klimaforschung begonnen.

00:13:43: Also es ist zweieinhalb Jahre her.

00:13:44: Es gibt ja immer wieder Leute, die sagen Ja diese Klima-Forschung dieses ganze moderne Gedöns... Nee nee!

00:13:49: So steigt also die Temperatur gerade durch das dazwischenstellen der Atmosphäre da die Wärme in Lichtform, also die Solarestrahlung leichter in Luft eindringen als wenn sie sich erst einmal in Form der Chaleur Obscur, also der Infrarotstrahlung befindet.

00:14:06: Vorher hat sich eine unglaublich interessante Frage gestellt, das war die Zeit wo man anfing sich in der Erdgeschichte immer besser auszukennen und festzustellen es muss mal einer Eiszeit gegeben haben.

00:14:16: Man fand überall große Findlinge die offenbar aus Norwegen beziehungsweise Schweden stammten aber hier in Mitteleuropa quasi so rumlagen.

00:14:24: wie sind sie hier hingekommen?

00:14:25: Naja wir wissen durch die Kletscher die großen Eismassen und man hat sich zu Beginn des neunzehn Jahrhunderts gefragt Wenn das früher so viel Eis gab, wie hat sich die Erde eigentlich wieder erwärmt?

00:14:37: Denn Eis ist weiß.

00:14:38: Weiße Oberflächen reflektieren das Sonnenlicht.

00:14:41: Eigentlich sollte es kalt bleiben und da kommt ja vor je auf den Gedanken Ja!

00:14:46: Also so ungefähr Französisch dann natürlich.

00:14:49: Da muss was sein, was in irgendeiner Form jetzt aufs Neue die Wärme speichert, die von der Erde kommt und nicht ins Universum entweicht.

00:15:01: In den letzten Jahren wird man feststellen, dass es z.B.

00:15:04: Kohlendioxid gibt als Gas-, aber auch Wasserdampf und Methan, die genau diese Moleküle darstellen, die diesen Effekt produzieren.

00:15:11: Aber in den vergangenen Jahren wurde das quasi gedanklich entdeckt.

00:15:16: Was ein interessanter Hinweis wiederum darauf ist war, Schelling war ein Denker.

00:15:21: Schelling hat versucht durch reines Denken etwas über die Natur zu erfahren Ein Apriori, da gab es eine Vorstellung davon.

00:15:28: Ich kann von vorne herein viel mehr über die Natur erfahren, indem ich über sie nachdenke.

00:15:34: Zur gleichen Zeit wurden überall in Europa Experimente gemacht, fast hätte ich gesagt das ist nur so.

00:15:39: gekracht hat denn oft hatte es nur so gegracht bei Ritter zum Beispiel mit seinen elektrostatischen Experimenten wo er sich die drähte unter den Nägel und sonst noch wohin gehalten hat.

00:15:48: also Das war schon ziemlich irre.

00:15:50: An allen Ecken und Enden wurde geforscht, weil man festgestellt hat dieses Potenzial kann man mit relativ wenig Aufwand tatsächlich auffüllen.

00:15:57: Innovative Entdeckungen wurden gemacht die teilweise doch ganz, ganz erheblich über das hinaus gingen was man bis dahin gedacht hatte.

00:16:06: Und so kommt man dann dazu dass eben um eighteen Hundert zwanzig herum tatsächlich verschiedene Dinge in diesem Universum beziehungsweise was unseren Planetenbetrieb bekannt ist und vieles ist unbekannt.

00:16:17: Denken Sie nur daran, dass das Zeitalter in dem die großen Entdeckungsreisen gemacht werden.

00:16:21: Es war klar wir sind auf der Erde und es war schon klar auch wenn heute wieder einige Leute gibt, die das bestreiten... Die Erde ist eine Kugel!

00:16:29: Ich warte nur bis die erste UNO-Rede kommt.

00:16:32: von dem großen Meister nachdem er jetzt schon den Klimawandel als Schwindel bezeichnet hat werde vielleicht demnächst behaupten die Kugelform der Erde sei auch ein Schwindel.

00:16:41: ich hoffe dass wenigstens dann sich der Plenarsa lehrt.

00:16:46: ganz ehrlich gesagt Ich hätte mir gewünscht, dass schon bei der ersten Rede angefangen hätte in den hinteren Reihen, dass die allmählich so rausgegangen wären.

00:16:53: Und dann hätte Frau Baerbock einfach noch sagen können du Donald wenn du fertig bist machst das Licht aus!

00:16:57: Das wäre die richtige Reaktion gewesen.

00:16:59: aber leider sie wissen ja wie es ist.

00:17:05: Die Entwicklungsprozesse auf dem Planeten waren unbekannt.

00:17:08: man verstand nicht die Zusammenhänge dieser Prozesse und in diesem Sinne ist Schelling eben tatsächlich ein absoluter Vorreiter gewesen weil er dem Prozessoralen dem totalem Vorrang gegeben hat.

00:17:19: Die Verbindung untereinander, nämlich die geschaffene Natur – aber da werden wir ja nachher darüber sprechen.

00:17:25: Nun das Ganze rührt natürlich an einem ganz tiefen Geheimnis der Physik.

00:17:29: wenn man über etwas spricht was geworden ist und in irgendeiner Form entsteht und sich allmählich entwickelt unter den Rahmen- und Randbedingungen unter denen es sich je mehr entwickeln muss dann kommt man an ein Thema ran, d.h.

00:17:43: Zeit!

00:17:45: Und das ist das tiefste Geheimniß der Physique.

00:17:48: Die Zeit ist das große Problem.

00:17:50: Die Zeit ist der große Gleichmacher.

00:17:52: Und gerade wenn es um das Organische geht, auf unserem Planeten kann man sich ja angucken an welchen Stellen und was wir alles für Phänomene haben, die tatsächlich alle etwas mit der Zeit zu tun haben?

00:18:03: Wir können uns in der Natur umschauen.

00:18:05: Es ist sehr anschaulich, was da passiert!

00:18:07: Wir wissen alle was passiert.

00:18:08: Wenn lang genug der Wind hier weht und unter Regen fällt dann werden diese Berge verschwinden.

00:18:14: An anderer Stelle wird es möglicherweise so aussehen wie hier Und das ist nicht von der KI produziert, sondern von CBS News zu einer Zeit als man in Amerika noch Bilder kaufen konnte.

00:18:25: Kleine Randbemerkung!

00:18:26: Wir haben unlängst versucht, Bilder von NBC zu kaufen über einen bestimmten Vorgang und kriechten dann sogar den Text von dem mitgeliefert, den wir zeigen sollten.

00:18:35: Daraufhin haben wir uns entschlossen die Bilder nicht zu zeigen.

00:18:38: also sie sehen schon wie sich alles verändert hat.

00:18:40: aber auch sowas ist natürlich völlig klar.

00:18:42: wir wissen alle wovan hier die Rede ist.

00:18:44: Wir wissen, dass die Dinge im Fluss sind.

00:18:46: Pantaré im ganz wörtlichen Sinne!

00:18:50: Aber auch im Innern unserer Erde gibt es eben eine Zeit in der Natur, die gewaltig ist.

00:18:56: Wir sehen hier etwas was zu dem Entwicklungsbegriff eben unmittelbar gehört nämlich das, was sich unter unserem Erdboden befindet – in einem Grater See mit einer Beschleunigung von ungefähr neunzig, kann man jetzt hier sehen was mit den Blatten auf unserem Planeten passiert.

00:19:13: Wie sie auseinanderreißen welche Bruchstellen es gibt wie Hotspots entstehen und so weiter.

00:19:18: die großen Erdbeben auf unseren Planeten zuletzt im Juli diesen Jahres in der Kamchatka war ein Erdbäben von der Stärke acht Komma.

00:19:26: Acht ist also wirklich enorm stark gewesen und das entsteht eben wenn tatsächlich die eine Platte sich unter die nächste drückt und dabei enorme Spannungen frei werden.

00:19:37: Das heißt, die Zeitlichkeit der Natur.

00:19:39: Die Zeitlichkeit des Seins, die äußert sich eben in etwas was uns natürlich ganz große Probleme macht nämlich indem nicht wieder zurückführen.

00:19:49: es ist eben nicht das immer wieder gleiche was da passiert sondern da passiert etwas und es ist nicht mehr reversibel.

00:19:56: man kann es nicht mehr in den gleichen Zustand führen.

00:19:59: Das ist der Ausdruck für die Zeitigkeit von dem was in diesem Universum passiert.

00:20:04: Es gibt keine Möglichkeit zurückzureißen, wir haben keine Vorgänge die uns in irgendeiner Form sozusagen jünger werden lassen oder sowas.

00:20:11: Eine Analyse der Zeitstruktur also des Wertens von etwas ist eben immer zugleich eine Analysee von Prozessen die alle zusammen zu dem führen was im Einzelprozess übrigens eine Reversibilität noch zuließe.

00:20:25: das Ja, das ist absurde.

00:20:29: Wenn man so einen Elementarteichen betrachtet gibt es überhaupt keinen Grund dafür dass hier irgendwelche Änderungen sich vollziehen sollten sondern so ein Elektron bewegt sich eben um den Atomkern rum ohne Probleme.

00:20:40: aber schon die Anwesenheit eines zweiten Atoms führt bereits dazu, dass das eine Atom sich nicht mehr so ungestört verhält sondern dass es Schwankungen, Fluktuationen, Schwingung und alles Mögliche gibt die dann eben tatsächlich die Struktur dieses Moleküls zum Beispiel verändern ganz zu schweigen von großen Molekülen oder der Wechselwirkung von großen moleküllen mit der Umgebung.

00:21:04: Das heißt, sobald die Dinge größer werden, so bald die Dinge in Wechselwirkung geraten.

00:21:08: Sobald sie sich verändern können sind Sie nicht mehr reversible und der Zeitpfeil ist sozusagen automatisch eingepreist.

00:21:15: Wir können gar nicht anders!

00:21:16: Es läuft auch eine Form von Pantaré.

00:21:19: wir wissen alle was passiert.

00:21:20: jeder Tag mehr als ein Tag weniger hilft alles nichts.

00:21:25: Und das zeigt sich nicht nur im Klein bei so einer Uhr, wo die Gravitation den Sand zu sich holt.

00:21:31: Sondern zeigt sich eben auch bei dem ganz großen, bei dem allergrößten Oberhalb dessen nichts mehr gedacht werden kann.

00:21:37: Wenn man dann tatsächlich durch dieses Universum geht und schaut sich die wissenschaftlichen Daten an, dann ist unser Planet eben das Resultat einer gewaltigen evolutionären Geschichte, die seit knapp vierzehn Milliarden Jahren am Werk ist.

00:21:52: Das ist erstaunlich!

00:21:54: Ich habe vorhin meinen Studenten in einer großen Karte gezeigt, bei dem Reich der Möglichkeiten in diesem Universum.

00:22:00: Wo ist eigentlich die Insel für Biosysteme?

00:22:02: Die sich also die Ordnung aus Ordnung immer wieder aufbauen wenn sie sich wirklich Gedanken machen würden was in unseren Körpern in unseren Zellen jetzt gerade passiert welche Materie und Energieflüsse dafür notwendig sind Und wir gleichzeitig denken fühlen und alles möglich und vielleicht auch denken wovon redet er denn?

00:22:20: davon ist der verrückt geworden.

00:22:22: das is irre.

00:22:23: Es ist wirklich irre.

00:22:24: Das ist Prozess in Rheinkultur und das verzieht sich eben vom Allerkleinsten bis zum Allergrößten, und dass in den Rahmenbedingungen unseres Universums... Wenn Sie es genau wissen wollen also wie's da draußen aussieht dann schauen sie sich die nächsten Filme an.

00:22:39: Das eine Zusammenstellung der großen Strukturen, die Sie sehen würden wenn Sie mit einem Raumschiff von der Erde über die Milchstraße flögen und würden sich anschauen ich habe hier schon mal so Die wichtigsten großen Objekte, die das Universum zu bieten hat in unserer unmittelbaren Nähe.

00:22:57: Die großen Wolken aus denen Gersterne werden.

00:23:01: Die Milliarden Sterne, die in der Milchstraße sind... ...die Überreste von Sternen, die aber nicht mehr als Sterne da sind sondern als Sternleichen.

00:23:11: Wenn wir uns dann allmählich von der Milchsstraße entfernen und auf sie drauf schauen sehen wir eine Struktur, die im Universum eigentlich gar nicht sein sollte.

00:23:20: Wenn das Universum expandiert, fragt man sich woher die Strukturen kommen?

00:23:24: Wie kann es denn sein dass in vierzehn Milliarden Jahren solche Riesengebilde, die hunderttausend Lichtjahre groß sind überhaupt aufgebaut werden können?

00:23:31: und wie können sie sich zusammenhalten?

00:23:34: Und auch das ist eine Kraft die wir alle kennen, die wir tagtäglich in jeder Sekunde unseres Lebens wenn wir nicht Astronautinnen und Astronauten werden feststellen, das ist die Schwerkraft.

00:23:45: Sie führt dazu, dass da draußen solche riesigen Gebilde da sind und das sogar unsere Milchstraße in ferner Zukunft zu einem Galaxienhaufen stoßen wird.

00:23:54: Und mit ihm zusammenstoßen wird und dann für immer diesem großen Galaxiensuperhaufen zusammen sein

00:24:01: wird.".

00:24:01: Das heißt wir haben die ganz große Geschichte!

00:24:04: Schelling ist der Philosoph der ganz großen Geschichten – der ganz langen, der grossen Prozesse, der Rahmenbedingungen, die uns….

00:24:13: es konnte er ja gar nicht wissen Denn die Bilder, die ich Ihnen hier zeige sind Bilder aus einer ganz modernen Vorstellung von Natur.

00:24:24: Noch bis weit in die siebziger-achtziger Jahre gab es durchaus Leute, die den Urknall oder die Bedingungen für die Entstehung von Universen stark bezweifelt haben.

00:24:32: Da war alles stabil!

00:24:34: Es gibt heute noch Leute, der behaupten, die Erde sei auch schon immer da gewesen und wenn man sich dann noch anschaut wie das mit unserem eigenen Heimatso ist ganz anders.

00:24:50: Sie sehen hier eine Animation von National Geographic, die in das Werden unseres Planeten zeigt war ja keiner dabei.

00:24:57: Das heißt wir müssen es den Computern nachbauen und können heute anhand von Bildern wie zum Beispiel vom großen Interferometer Alma anderen Sternen beim Planeten machen zu schauen.

00:25:08: und da sieht man dass das passiert der Zusammenstoß von großen Brocken deren Bewegungsenergie sich in Wärme verwandelt.

00:25:14: das Material wird aufgeheizt Und sammelt übrigens mit einem interessanten Fachwort, das nennt man oligarchic grows.

00:25:23: Also oligarisches Anwachsen.

00:25:25: Mit Oligarchen haben wir ja in letzter Zeit so unsere Erfahrungen schon gemacht und diese Kugel hier wird nach ungefähr hundert Millionen Jahren auch eine ganz besondere Erfahrung machen die ihr da sein, so sein und hier sein noch mal nachhaltig verändern wird.

00:25:43: Denn diese große Kugel an der Oberfläche mit sechstausend Grad fast am Anfang wird sich eben nicht beruhigen wie andere Planeten das nach dem Werden gemacht haben sondern sie wird nochmal sozusagen eine kleine... Da wird noch ein Nachspiel geschehen und dieses Nachspielen wird die Erdachse um dreinzwanzig Grad verschieben, wird sie dramatisch verändern Und wird vor allen Dingen und das zeigen die neuesten Simulation in nur vier Stunden, in ihrer Umgebung einen Begleiter entstehen lassen.

00:26:15: Das ist der Mond!

00:26:17: Dieser Begleitter ist auf folgende Weise entstanden ein Marsgroßer Brocken mindestens doppelt wahrscheinlich dreimal so schwer wie der Mars hat sich die Erde streifend getroffen, er hat sich dabei zerrieben mit dem Erdmantel Material zusammengetan Und dann ist in Null, nix wirklich im wahrsten Sinne des Wortes in dem Abstand von fünfzigtausend Kilometer von der damaligen Erdoberfläche unter erheblichen Verlusten.

00:26:41: Aber eben so dass es nicht zerstört worden ist ein Objekt entstanden das der Erde dienstgradmäßig gar nicht zu steht.

00:26:49: Solche Monde wie die Erde sie hat, so einen Mond wie die Ere sie hat gehört zum Jupiter Der ist doppelt so schwer wie alle anderen Planeten zusammen.

00:26:56: Wir haben also einen sehr schweren Mond der stabilisiert die Erdachse seitdem Und seitdem übrigens hat die Erde vier Jahreszeiten, weil seit dem erst die Erdachse tatsächlich geneigt ist und seitdem haben wir einen Trabanten der unseren Planeten nachhaltig verändert hat.

00:27:14: Durch die Gezeitengraft hatte er sich von uns entfernt.

00:27:19: Wir haben ihm Drehenpuls gegeben und die Erde hat den Drehen-Puls verloren.

00:27:23: als die Erde angefangen hat hat sie neun bis zehn Stunden um die eigenen Achse gedreht.

00:27:27: Einige werden sagen, wer nicht schlecht heute es gibt zu Tage, dann wären wir froh wenn er schon nach zehn Stunden rum wäre.

00:27:33: aber heute haben wir vierundzwanzig und auch das ist eine wichtige Voraussetzung für einen Vorgang der uns nachhaltig in diesem bei uns natürlich beeinflusst hat nämlich ein Planet mit Leben.

00:27:45: Und das heißt, wir können heute diese ganzen Entstehungsfragen die zu Beginn des neunzehn Jahrhunderts noch völlig im Unklaren waren in viel besserer Bedeutung auseinandernehmen.

00:27:54: Dieser Vorgang der zum Mond geführt hat, diese Veränderungen die dann aber dazu geführt haben dass auf unserem Planeten eine ungeheure Veränderung sich vollzogen hat nämlich tatsächlich In dem Sinne, dass Moleküle sich zusammengetan haben.

00:28:07: Die Vorgänge die zur Photosynthese geführt haben wahrscheinlich den wichtigsten chemischen Prozess, den es überhaupt gibt im Universum nämlich der Nutzung von Sternenlicht zum Aufbau von Zuckermolekülen bzw.

00:28:22: dem Splitten von Wasser.

00:28:24: Die Photosynthesis ist der Prozess der Bio-Sphäre auf unserem Planeten ungeheuer angetrieben hat Und damit ist es ganz klar, worum das geht.

00:28:32: Oliver Jatzen hat vor einigen Jahren mal einen Artikel geschrieben, Sie Energy Expansion of Evolution wie nämlich die verschiedenen Energiequellen verwendet wurden.

00:28:41: als Schelling seine philosophischen Gedanken entwickelte gab es auf unserem Planeten praktisch nur Holz und allmählich kamen die Kohle ins Spiel.

00:28:49: So haben sich ja tatsächlich auch diese Lebewesen Mensch mit immer neuen Energieformen praktisch immer größere Bereiche des Planeten gesichert.

00:28:59: Hier sehen Sie auf diesem Bild, welche verschiedenen Energieformen es bei uns in der Evolution gab.

00:29:05: Also die geochemische Energie, also sozusagen die Steinfresser, denn diejenigen, die Sonnenlicht verwendet haben aber ohne Sauerstoff zu verbrennen.

00:29:13: dann haben wir diejenigen die Sauerstoffs produzieren, die Fleischfresser und die, die das Feuer beherrschen, da sind wir!

00:29:19: Wir beherrschten nicht nur das Feuer irgendwas zu verbremsen sondern können sogar Atomkerne verbrenn.

00:29:24: Und deswegen sind wir diejenigen mit dem höchsten Energieausstoß Und so kann man praktisch die Evolution danach untersuchen, welche Energiequelle zur Verfügung stand.

00:29:33: Noch besser wird es wenn man nochmal anschaut wie stark die Biosphäre eigentlich auseinander gegangen ist, wie stark sie sich entwickelt hat als auf einmal die Fotosyntheseaufgaben ein unglaublicher Sprung der dort passiert ist.

00:29:44: Als man angefangen hat hier irgendwann das Leben entstanden vielleicht sogar schon früher.

00:29:49: Sie müssen sich überlegen wir können inzwischen in einem Ausmaß Genau dieser Vorgänge rekonstruieren, weil wir sehr empfindlich geworden sind bei den Entdeckungen von Einzelteilen.

00:30:01: Vor einigen Jahren wurden in Nordweste Australien Zirconen-Kristalle entdeckt die vier Komma vier Milliarden Jahre alt sind und die nur entstehen können flüssigem Wasser.

00:30:11: Wenn Sie das zusammennehmen mit der Entstehung des Mondes dann müssen auf unserem Planeten relativ schnell große Flüssige Wassermengen da gewesen sein.

00:30:19: Wie kann es sein?

00:30:20: Auf einem Planeten der so heiß ist nur in einer äußerst dichten Atmosphäre voller Gase wie Wasserdampf, CO² und Methan.

00:30:30: Und fast hätte ich gerufen Gott sei Dank!

00:30:32: Denn Sie dürfen nicht vergessen die Sonne war in ihrer frühen Phase nicht so hell wie heute.

00:30:39: Die Erde war früher nicht in der bewohnbaren Zone der Sonne und wenn sie diese Dichteatmosphere nicht gehabt hätte dann wäre aus ihr für immer eine weiße Kugel geworden weil es war so kalt ohne diesen Effekt.

00:30:51: Ich weiß nicht, ob Sie es wissen.

00:30:52: Heute hätte die Erde ohne Atmosphäre minus achtzehn Grad Celsius.

00:30:57: Mit der Atmosphere hat sie plus fünfzehn und diese dreiunddreißig Grad verdanken wir der Wirkung von Molekülen wie Wasserdampf, CO zwei und Methan.

00:31:06: Sie sehen also das ein delikates Gleichgewicht und damals ist das Leben anstanden.

00:31:11: Und wenn Sie mehr darüber wissen wollen, sollten Sie meinen Kollegen Dieter Braun einladen?

00:31:15: Der großartige Forschung dazu macht wie es gewesen sein könnte, also wirklich auf ganz großartige Weise.

00:31:22: Nun worauf ich hinaus will ist dieser Sprung hier als hier auf einmal die Fotosynthese.

00:31:28: dabei explodierte das Leben auf unserem Planeten förmlich.

00:31:33: Das ist die ganz große Geschichte ohne dass man jetzt direkt auf die Menschheitsgeschichte eingehen muss.

00:31:40: Es ist tatsächlich so, dass wir eine Geschichte haben deren Organisation immer davon geprägt ist von dem Wechselspiel, von dem ganz großen mit dem ganz kleinen.

00:31:50: Diese beiden Strömungen liegen in diesem Universum sozusagen in außerordentlich fruchtbarer Form vor und wenn wir das jetzt noch ein bisschen zusammenziehen, noch ein wenig knackiger machen dann würde man tatsächlich sagen Wir haben es mit einem Universum zu tun wie schon am Anfang gezeigt dass ungefähr so aussieht.

00:32:08: im Fachsprech sieht es so aus Er hat das Universum angefangen mit etwas dessen hundertsten Geburtstag wir gerade feiern, nämlich mit der Quantenmechanik.

00:32:22: Aber nicht zweieinhalbfünfzig, aber hundert Jahre ist für eine Wissenschaft wie die Physik schon eine echte Hausnummer.

00:32:28: vor hundert Jahren hat Werner Heisenberg zum ersten Mal eine Arbeit veröffentlicht wo das Wort Quanten-Mechanik auftaucht.

00:32:35: und das Universums muss Quanteneigenschaften gehabt haben sonst wird es uns gar nicht geben.

00:32:39: Ich weiß nicht ob sie das wissen.

00:32:41: Ohne diese Schwankungen vom Anfang dieser Asymmetrien Wäre gar nichts passiert.

00:32:47: Ohne diese Nicht-Gleichgewichte wäre nichts passiert.

00:32:51: und auch hier ist Schelling eben eine ganz wichtige Vorreiterfigur, wenn es darum geht dass Dinge im Gang gesetzt werden und Prozesse sich tatsächlich gegenseitig verstärken und perpetuieren.

00:33:03: in seinem Versuch über die Philosophie der Natur sind ne ganze Reihe von Stellen drin wo genau davon die Rede ist wie Prozesses sich gegenseITich beeinflussen.

00:33:12: nun eine letzte Folie vielleicht Denn das, worüber ich hier gesprochen habe ohne dass wir direkt auf die ökologischen Aspekte gekommen sind ist, dass die Welt als Selbstorganisationsprozess ohne die schellenschen Ideen gar nicht zu denken ist.

00:33:27: Das merkwürdig ist nämlich, Wir haben völlig zeitsymetrische Natur gesetzt.

00:33:31: Ich hab von der Mathematisierung der Natursenschaften gesprochen.

00:33:34: In den Gleichungen ist die Zeit nur ein Laufbursche.

00:33:36: Man kann sie immer wieder auf Null setzen Und eigentlich hassen die Physiker die Zeit Denn in ihren Gleichungen Ist es nicht drin Dass Sie selber alt werden.

00:33:44: Das ist komisch.

00:33:45: Irgendwas erklären die nicht richtig, also zeitseemethische aber kleine Abweichungen Schwankungen um etwas herum das sind die großen Möglichkeiten Erzeuger nämlich hin zu etwas was was Neues erzeugen kann neue Eigenschaften und dabei werden Ungleichgewichte ausgeglichen durch Instabilitäten.

00:34:04: Natur ist überhaupt nur Natur insofern sie instabil ist wie Jan Cornelius Schmidt dass man so wunderbar genannt hat Und dass es eben Energieflüsse sind, die uns treiben.

00:34:13: Felder, die miteinander in Beziehung stehen und dabei taucht auch etwas auf was uns heute mehr denn je große Probleme macht das nämlich Veränderungen unbedingt notwendig sind.

00:34:24: Baktisch zu der Kondizusinequanone dieser Welt gehören.

00:34:28: Wir können nicht immer so tun als könnten wir so weitermachen wie bisher.

00:34:32: Das gilt für das eine wie das andere und die Natur tut es ohnehin nicht Und sie tut es teilweise auf sehr dramatische Weise.

00:34:37: Wenn man sich mit einem Erdbebenforscher unterhält, dann wird einem das ziemlich vor Augen geführt, dass es keine ordentliche Prognostik gibt für die Erdbäben.

00:34:44: Warum?

00:34:45: Weil es nicht um Prozesse handelt, die entweder da oder da oder dar passieren.

00:34:49: Man kann zwar ungefähr sagen wo's passiert aber nicht mal wann!

00:34:52: Das wäre doch toll wenn man genau vorher sagen könnte, ihr in Istanbul könnt euch schon mal drauf einstellen übermorgen so gegen drei, halb vier... Da gehts zur Sache Aber nichts davon.

00:35:03: Es kann über Nacht kommen Und das nennt man kritischeren Effekt, dass es darum gehen könnte tatsächlich den Unterschied.

00:35:10: Der Unterschied kann minimal sein.

00:35:11: Wenn's ein bisschen zu viel ist dann kippt das Ganze.

00:35:14: Was übrigens auch für gesellschaftliche Prozesse von außerordentlicher Bedeutung sein kann.

00:35:18: in Zeiten wo es wichtig wird, dass alle sich engagieren, kann der einzelnen Unterschied ausmachen.

00:35:24: Also auf diese Weise entstehen eben in diesem riesigen Universum Inseln der Ordnung die auf ganz artige Art und Weise inzwischen eben das hervorgerufen haben was dieses Universum darstellt.

00:35:36: Eine grandiose Schöpfung, die mit Schelling einen Philosophen hat, der sich unbedingt lohnt zu lesen und nochmal nachzuschauen wie seine Vorstellungen über diesen organischen... Über das Organische.

00:35:50: bei ihm heißt es, wie ich von dir weiß vom Werden zum Sein und nicht vom Sein zum Wehren, wie dieser organische Blick eigentlich in den Blick zu nehmen ist, diesen Blickwinkel zu haben.

00:36:02: über die ökologischen Zusammenhänge, also wie ein System als Ganzes funktioniert können wir gleich reden.

00:36:09: Ich glaube das war einfach nur mal um mal darzustellen welche Bedeutung dieser Philosoph für diejenigen hat, die sich nicht nur um ihr Spezialfach kümmern sondern die tatsächlich in dieser großen Geschichte der Natur möglichst die ganze Geschichte erzählen wollen und nicht so kleinteilig sind.

00:36:28: Dankeschön!

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