Verena Bentele "Mittags im Schloss" zu Gast bei Achim Budde
Shownotes
Das Gespräch von Akademiedirektor Dr. Achim Budde mit Verena Bentele "Mittags im Schloss" fand am 29.4.2026 im Schloss Suresnes im Rahmen einer Veranstaltung der Katholischen Akademie in Bayern statt.
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00:00:03: Ja meine sehr verehrten Damen und Herren, bei strahlendem Wetter ich habe es heute Morgen nicht geglaubt.
00:00:08: Dass das noch klappt.
00:00:09: darf ich Sie alle hier sehr herzlich im geschichtsträchtigen Schloss Syrien in Alt-Schwarwegen willkommen heißen zu einem der schönsten Formate die wir in der katholischen Akademie in Bayern haben.
00:00:19: ein oder zweimal im Jahr darf ich mich vor einer ganz erlesenen Teilnehmerschaft eine Stunde lang mit einer herausragenden Persönlichkeit befassen und sie zu ihren großen Lebensthemen befragen für die sich steht Und dabei aber auch in diesem einigermaßen geschützten Raum versuchen, ein bisschen mehr oder vielleicht anderes herauszukitzeln als die Google und KI-Suche auswerfen würde.
00:00:42: Innegritt Volker hat er zum Beispiel am letzten Mal eine ungewöhnliche Blicke hinter die Kulissen des Bayerischen Hofes gewährt und auch in ihre gesellschaftlichen und religiösen Ansichten.
00:00:49: Da war einiges nicht im Netz zu finden.
00:00:51: Ihr sehr eigener konnte ich kritische Töne zum Thema Frauen in der Kirche oder in den CSU entlocken wobei sie meiner Frage vor Wohl von beiden bis schlimmer ist Ausgewichtnis Und Clemens Wuster tatsächlich hier erstmals gestanden, das ist aus der Kirche ausgetreten.
00:01:04: Das ist also mal gucken was wir heute entdecken!
00:01:07: Nun habe ich also wieder einen Gast in meiner Seite von dem wir alle bereits ein Bild im Kopf haben und wir wollen schauen was anders ist wenn man eine Persönlichkeit eines stunde lang in solch einem familiären Format seiner Aufmerksamkeit widmet.
00:01:19: Ich begrüße Verena Bentele.
00:01:25: Frau Bentele, eigentlich muss ich Sie dreimal einladen.
00:01:28: Denn sie bringen im Grunde drei große Lebensthemen mit und mit jedem Einzelnen dieser drei Themen.
00:01:33: alle drei sind so spannend und so groß dass es eigentlich von erfülltes Leben völlig ausreichen würde.
00:01:37: da ist einmal der Sport.
00:01:38: die war Leistungssportlerin und blicken auf eine echt krasse Karriere als Beatletin und Langläuferin zurück.
00:01:44: Ich sage nur ganz kurz, im Staccato wäre es nicht präsenter.
00:01:46: Zwölf Goldmedaillen bei dem Paralympics, vier Goldmedallien bei Weltmeisterschaften, mehrfacher Gewinnerin des Biathlon- und Langlaufgesamtweltcaps und zahlreiche Auszeichnungen unter anderem mehrfach als weltbehinderten Sportlerinnen.
00:01:58: Das zweite Lebensthema, das Sie mitbringen ist das Leben mit Beeinträchtigungen und Inklusion.
00:02:03: Sie sind von Geburt an blind und haben unter diesen Bedingungen und Dinge vollbracht hier einen staunen lassen und die vielen Menschen mit beeinträchhtigung jeder Art Hoffnung geben und ein Roll-Model.
00:02:13: Einige Jahre war sie auch behindertenbeauftragter der Bundesregierung.
00:02:16: Und dann kommt drittens der Block, soziale Gerechtigkeit dazu.
00:02:19: Solidarität für den VdK-Werena Bentele, Präsidentin des größten deutschen Sozialverbandes mit über zwei Millionen Mitglieder in Deutschland und fast knappen Millionen glaube ich in Bayern.
00:02:29: Also dreimal einladen geht nicht
00:02:30: deswegen sie
00:02:31: rein aber ich habe entschieden dass wir Sie deshalb heute nicht nur eine Stunde sondern drei Stunden lang befragen und der Imbiss ist dann...
00:02:38: Wer gehen will
00:02:38: muss jetzt
00:02:39: einfach schneller ins Ausnehmen.
00:02:40: wer keine drei Stunden Zeit hat das nimmt Ihnen auch keiner übelst gar kein Problem.
00:02:44: Ja,
00:02:45: genau.
00:02:48: Frau Wendtel, drei Karrieren haben Sie jetzt mit Anfang Mitte vierzig bereits zu verzeichnen?
00:02:51: Welche drei-Karriere planen Sie denn für die zweite Hälfte Ihres Lebens?
00:02:55: Ich bin dran aber das werde ich Ihnen hier nicht verraten.
00:02:57: Schade!
00:02:57: Ich dachte sie spoilern
00:02:58: ein bisschen.
00:02:59: Ich bin schon Menschen immer wieder auch mal gerne andere Dinge macht.
00:03:04: bis in alle Ewigkeit armen, sagt man das hier so.
00:03:07: Das Gleiche machen wir heute.
00:03:09: ich finde immer wieder eine neue Herausforderung für mich auch schön.
00:03:12: und Sport mein Literaturwissenschaftsstudium hier in München danach ne Coaching-Ausbildung selbstständig sein das waren immer wieder andere Dinge alle paar Jahre.
00:03:20: aber den Gefallen kann ich ihn gerade noch nicht tun zu erzählen was nach dem VdK kommt weil ich weiß es einfach noch nicht wenn wer hier der richtige Moment ist zu erzähln.
00:03:29: aber ich weiß jetzt schau mal viele spannende Dinge, die mir einfallen würden.
00:03:36: Und irgendwas davon wird schon... Wir haben
00:03:37: noch einiges von Ihnen zu erwarten und vielleicht kann ich sehr vor meiner Verrentung dann nochmal einladen an dieser Stelle.
00:03:43: Ja, ich möchte Ihnen ein bisschen unser Publikum vorstellen.
00:03:45: Sie waren ja auch nie dabei aber sie sind natürlich ab jetzt jedes mal auch herzlich eingeladen.
00:03:48: Ich kockere hier immer ein bisschen gern damit dass sich vor dieser Moderation mittags im Schloss das größte Lampenfieber hat weil nicht nur meine Moderationsgäste sondern auch das Publikums so wahnsinnig illustrer sind.
00:03:57: Sie verstehen warum ich Lampenfieber habe?
00:03:59: Haben wir jetzt auch welches?
00:04:00: Ich hab meinen Ziel quasi erreicht.
00:04:02: Aber in der Frage an Sie, gibt es eine Sorte von Auftritten vor denen auch Sie trotz aller Routine wie soll ich sagen immer noch besonderen Respekt haben?
00:04:11: Also Lampenfieber habe ich heute immer noch keins.
00:04:13: Respekt schon weil hier sind ja viele Menschen und das finde ich ganz beeindruckend.
00:04:18: schön dass sie alle da sind.
00:04:19: Viele Menschen die sich sehr für die Gesellschaft, für Veränderungen, für positive menschliche Werte engagieren.
00:04:24: Das ist natürlich immer was Besonderes Menschen wie ihnen zu sprechen, deswegen freue ich mich heute vor allem.
00:04:30: Also bei mir überwiegt die Freude das Lampenfieber und besonders nervös bin ich natürlich vor Auftritten wo ich in kürzester Zeit viel Botschaft rüberbringen muss zum Beispiel wenn man Empfang hat.
00:04:40: der VdK Berlin.
00:04:42: unser Bundesverband hatte ein Jubiläum vor einigen Jahren und hat bei diesem fünfundsebzigsten Geburtstag den Bundeskanzler damals noch Scholz.
00:04:51: Im Moment ändert sich das relativ zügig, deswegen muss man es immer dazusagen.
00:04:55: Da war das dann Olaf Scholz und an diesem Tag war Riesentrama im Bundestag weil's
00:05:00: Abstimmungsergebnisse
00:05:02: gab mit denen keiner zu rechnen hatte, letztes Jahr im Januar.
00:05:06: Der eine oder andere weiß jetzt wahrscheinlich was es war und dann wussten wir gar nicht bis zum bitteren Ende kommt der Bundeskanzler?
00:05:11: wenn er kommt wann kommt und wie ist er drauf?
00:05:14: Was erzählt er uns?
00:05:15: Und da war sogar dann ich mal ein bisschen nervös weil die Veranstaltung verschob sich immer weiter nach hinten.
00:05:20: das Publikum hatte vorher nichts zu essen bekommen.
00:05:22: Sie wissen
00:05:23: dass die Stimmung
00:05:24: extrem und da war ich schon irgendwann auch etwas nervös und Menschen die mich sehr gut kennen haben das am Anfang die ersten dreieinhalb Minuten der Rede schon auch gemerkt.
00:05:33: weil ich dann auch ein bisschen unschlüssig war, muss ich mich noch mehr beeilen.
00:05:36: Und jetzt spreche ich ohnehin schon schnell, dass ich alle meine Botschaften unterbringe oder reduziere die Form der Botschaft und was ja auch nicht so richtig schön ist.
00:05:44: Da war ich dann kurz mal etwas aufgeregt.
00:05:46: aber als Ex-Biatletin weiß man auch das Aufregung schneller macht und besser im... Also von daher ist es auch nicht nur schlecht.
00:05:54: Ist schon okay!
00:05:55: Heute haben wir tatsächlich in den ganzen Stunden Zeit.
00:05:56: also heute müssen Sie nicht schauen, dass alles in der ersten Wortmeldung unterbringen soll.
00:06:00: Wir können uns noch ein bisschen zeit... als ich mir die ersten Notizen machte für die Moderation.
00:06:04: Jetzt stand da zunächst der Satz, wie schön das sie den Weg zu uns hier in die Akademie gefunden haben!
00:06:09: Ich habe dann gedacht... mit Bezug auf jemanden, der nicht sehen kann.
00:06:11: Ist das gleich schon wieder das erste Fettnäpfchen-Buddel?
00:06:14: Ich muss gestehen dass ich da so eine gewisse Unsicherheit spüre.
00:06:16: Ich habe bei dem Thema im Kopf glaube ich alles klar.
00:06:18: unsere jüngere Tochter war auf einem integrativen Kindergarten.
00:06:20: also ich bin dann nicht unerfahren in Umgang mit diesem Thema aber ich merke trotzdem dass der umgang mit menschen mit Behinderungen für mich und ich bin wahrscheinlich gar nicht der einzige hier im raum nach wie vor mit unsicherheiten bewaffnet ist.
00:06:32: warum ist das so und warum lässt sich das so schwer ändern auch wenn es im kopf klar ist?
00:06:37: Also wenn ich jetzt meine kollege nicht dabei gehabt hätte Navigationssystem angeschaltet und wäre so hergelaufen von der Münchner Freiheit.
00:06:44: Jetzt war die Kollegin dabei, was gut war weil ich war mega spät dran.
00:06:48: dann warst du natürlich ein bisschen schneller Und ich wurde am Eingang hier gefragt, ob es möglich ist, dass die Stufen hochgehen.
00:06:52: Wo ich habe gesagt ja Leute, ich hab's an den Augen nicht an den Beinen also ist die Stufe eigentlich jetzt nicht so.
00:06:57: das Problem.
00:06:58: aber warum erzähle ich die Geschichte?
00:07:00: Nicht um jemanden hier zu diskreditieren sondern die Unsicherheiten sind einfach riesig und bei Menschen die nicht sehen können sich ganz offensichtlich viele auch nicht vorstellen, dass sie über hohe Stufen gehen können.
00:07:09: Ich war halt mal Sportlerin da denke ich immer naja gut Also ich habe auch andere Berge geschafft Aber warum erzähl ich es?
00:07:16: Ich glaube das Problem ist heute einfach immer noch auch unterschiedlicher Herkunft, unterschiedliche Religionszugehörigkeit.
00:07:23: Aber eben auch Menschen mit und ohne Behinderung sich zu wenig begegnen und zu wenig Alltags-Erfahrungen stattfinden.
00:07:30: Und das ist neben aller theoretischer Bemühungen die wichtig sind und wissenschaftlicher Forschung des A&O dass wir mehr Alltagserfahrungen haben.
00:07:37: Das sieht man an ganz vielen Punkten.
00:07:40: also ich werde ganz oft gefragt Herr Bodys stöhnt innerlich weil ich immer so lange antworte So diese Frage gestellt bekommen, wieso machst du eigentlich Sport?
00:07:51: Obwohl du nicht siehst.
00:07:52: Man kann ich immer nur fragen, warum machst du gar nichts, obwohl du alles siehst?
00:07:57: Das ist mein Problem!
00:08:02: Und man kann es weiter durchdeklinieren.
00:08:04: Wir wissen doch alle Bescheid, wie viele Kinder Annalena Baerbock hat.
00:08:07: Wissen Sie was über die Kinder von Johann Vadefuhl?
00:08:09: Also ich nicht.
00:08:11: Vermutlich sind sie jetzt auch schon groß und whatever.
00:08:13: aber wer die erzieht oder ob der da noch etwas zu tun hat, aber für die noch was zahlt... Ich weiß das alles nicht!
00:08:18: Hat die Medien auch nie interessiert.
00:08:19: bei Frau Baerbach war das ja super spannend, wer diese armen Kinder betreut.
00:08:23: also da sehen wir einfach wieder sehr, wie wir in unseren Vorurteilen verhaftet sind und das trifft auf Frauen, Menschen mit Behinderungen haben alle ihre Erfahrungen, die Sie da mitbringen.
00:08:35: Auch aus Ihrem Hintergrund wie schnell wir selber auch alle über diese Vorteile stolpern aber wie sehr wir damit konfrontiert sind?
00:08:44: Da knüpfe ich gerade nochmal an das.
00:08:46: ich glaube tatsächlich man hat nicht immer die richtige Vorstellung davon wie das ist in welcher jeweiligen Beeinträchtigung wie sie es gerade mit dem Beispiel mit den Stufen sagten.
00:08:54: Ich habe zum Beispiel gelesen dass sie als Kind Fahrradfahren gelernt haben.
00:08:58: Da merke ich, da steigt meine Vorstellungskraft erst einmal aus und Sie haben sich über den Schall orientiert wo im Hof Ihres älterlichen Bauernhofs die Autos standen das sie dann nicht gegen gefahren sind.
00:09:08: können sie uns vergleichsweise tauben menschen sage ich mal erklären wie es funktioniert sich über schallfreibem Fahrrad fahren zu orientieren?
00:09:15: Genau, also das funktioniert über entweder ein Geräusch.
00:09:18: Es gibt so einen amerikanischen blinden Herrn der hat es heute zu einer richtigen Technik entwickelt.
00:09:23: die kannten meinen Bruder der auch nicht sieht und ich damals noch nicht.
00:09:27: Das glänzt sich dann klick so nah also indem man einfach Klickgeräusch mit der Zunge macht und ich höre auch jetzt ohne, dass sich das Klick Geräusch mache einfach auch am Sprechen wie nah hinter mir.
00:09:37: Wenn ich meine Hand ausstrecken würde, würde ich hinter mir schon die Wand berühren.
00:09:40: Das sind Dinge, die ich dann eben hören kann über den Schall, dass es dann dumpfer klingt Das könnten Sie auch alle, also wenn sie das Bedürfnis haben, das zu lernen.
00:09:48: Dann üben Sie es mal nachts am besten in ihrem eigenen Zuhause, dass wenn Sie wogegenlaufen, Sie auch wissen, wo der Waschlappner Kalte danach ist.
00:09:56: Aber das kann man auf jeden Fall schon mal üben.
00:09:57: bisschen, auch ob man Wände hört sich ein bisschen näher und dann ein bissel weiter weg von der Wand stellen, irgendein Geräusch machen.
00:10:03: Und dann hört man tatsächlich einen Geräuscheunterschied im dumpfen Schall.
00:10:07: Erstaunlich, was man alles können kann.
00:10:08: Und beim Schießen im Biertelon gibt es einen Akustik-Signal?
00:10:11: Da gibt's ein
00:10:11: Akustiksignal das von der Zielscheibe gesendet wird und das hatte ich auf dem Kopfhörer und wenn ich dann das Gewähr in der Schulter hatte war das wie so eine Einparkautomatik... Ist
00:10:20: aber da nicht total einfach?
00:10:21: Ne Quatsch mal!
00:10:21: Man muss die Hand trotzdem ruhig halten, egal ob man sieht oder hört.
00:10:25: Ich hab
00:10:25: auch trotzdem nicht gut geschossen.
00:10:26: also ich war immer ne gute Läuferin.
00:10:27: Ich war immer schnell durch die Strafrunde durch und das hat für mich auch eher irgendwie sehr viel Sinn ergeben weil wenn man da mal gut schießt wirds bisschen entspannender Vielleicht muss man halt schnell sein, also für mich war das okay.
00:10:39: Apropos technischer Fortschritt gibt es irgendwas voraus?
00:10:41: Sie sich wirklich freuen jetzt mit der Revolution
00:10:43: K.I.,
00:10:43: so weit Google brennt die Namen ins Ohr sagt oder...
00:10:46: Also gut, Bildbeschreibungen werden super dass wenn ich jetzt auch irgendein Bild geschickt bekomme über das Handy wird mir das schon... Einigermaßen gut beschrieben und die Detailbeschreibungen werden auf jeden Fall noch viel besser in den nächsten Jahren.
00:11:00: Auch die Möglichkeiten der Navigation des Bewegens werden sicherlich besser, dass man wirklich über eine Brille, die man auffahrt vor sich Hindernisse sieht und die auch wirklich in einer sehr guten und schnellen Geschwindigkeit mit einer guten Auswahl.
00:11:11: Welches Hindernis ist auch relevant?
00:11:13: oder was kann man vielleicht wegen Irrelevanz aus der Beschreibung rauslassen?
00:11:18: Da freue ich mich sehr drauf.
00:11:19: Und was ich wahnsinnig gerne hätte irgendwann, ist ein elektrischen Blindenhund also so einen Teil des Formier-Herfers und mich beim Joggen begleitet dass sich nicht alleine wenn ich laufen gehe alleine auf dem Laufband bin sondern draußen laufen kann.
00:11:31: aber ich will dafür halt kein echten Hund und ich will auch keinen... Also es steht ja auch nicht immer morgens um diesen Begleitläufer zur Verfügung und dann hätte ich gerne so einen elektronischen Hund.
00:11:41: das wäre für mich super.
00:11:42: der Fortschritt.
00:11:43: Vielen Dank!
00:11:47: Wir denken neu, wie auch in den Interviews immer wieder auffällt ist die Prägnanz ihrer Sprache.
00:11:52: Sie reden ohne Manuskript Druckreif.
00:11:53: Auch lange Gedankengänge sind immer im Kopf fertig strukturiert und fertig ausformuliert.
00:11:57: das flößt mir ein Höllenrespekt.
00:11:58: eigentlich brauche man hier meine Zettel und lese das ab ich könnte das nicht stellenweise schreiben und reden sie quasi ins Slogans also kurz griffig einprägsamen dann noch einleuchtend.
00:12:07: Ich habe in ihrem Buch etliche Stellen mir so unterstrichen und dachte Den Satz könnten wir auch plakatieren fand ich wirklich stark.
00:12:13: meine Frage dazu.
00:12:14: Wo haben Sie Ihre präzise Sprache geschult?
00:12:17: Waren das die politischen Gespräche im Elternhaus, waren das nächtelange Diskussionen in Ihrer vermutlich wilden Jugend oder war es die Uni?
00:12:23: oft wird ja übersehen dass sie neue deutsche Literatur studiert haben Sprachwissenschaft und Pädagogik.
00:12:27: also auch da eine liebe zur Sprache.
00:12:28: wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Sprache beschreiben?
00:12:31: Alles was Sie gesagt haben trifft irgendwie zu.
00:12:33: Also Ich komme aus einer sehr diskussionsfreudigen Familie Und ich habe zwei ältere Brüder.
00:12:43: Meine Mutter ist die, die vielleicht am ersten noch mal nachgibt in Diskussion.
00:12:48: Aber die beiden Brüder und der Vater überhaupt nicht – die sind wie ich!
00:12:52: Da wird man sehr geschult wenn man sich da Gehör verschaffen will als Jüngste von allen Kindern.
00:12:57: Und dann habe ich natürlich auch meiner Jugend im Studium viel diskutiert.
00:13:02: aber ich hab' auch eine dazu ganz witzige Erfahrung.
00:13:05: Ich hab' einmal im Studiums ein Rhetorikkurs mitgemacht Und am Schluss hat der Rhetorik-Trainer zu mir gesagt, ja mit Rhetoric sollten Sie vielleicht noch mal gucken ob das so ihr Ding ist.
00:13:14: Habe ich gedacht okay lustig wenn nicht den hört man treff das wird ein nettes Zusammentreffen aber vielleicht ist auch Kurse geben nicht so sein Ding.
00:13:20: das habe ich mich danach gefragt.
00:13:22: jedenfalls Das ist ja immer das Schöne bei uns allen.
00:13:26: wir verfestigen ja Glaubenssätze im Kopf und da muss man echt hellisch aufpassen auch selber was man für Glauben setze im Kopf behält.
00:13:34: Germanistin von Anfang an akzeptiert, dass meine Brüder beide Mathe Leistungskurs hatten und ich das nicht kann.
00:13:39: Und ich denke mir heute was ein Quatsch eigentlich!
00:13:41: Also auch in unserem Bildungssystem haben wir da schon viel in der Hand, was wir Menschen für Glaubenssätze und Möglichkeiten damit mitgeben oder ihnen die Möglichkeiten verbauen.
00:13:51: Jetzt nochmal kurz ergänzen noch die Sprache.
00:13:54: sehen Sie im Zusammenhang damit, dass Ihr Denken stärker akustisch geschult ist und nicht so sehr von optischen Eindrücken geflutet oder abgelenkt wird?
00:14:02: Ich
00:14:06: weiß nicht unbedingt, ich glaube auch nicht dass alle Menschen die nicht sehen so jetzt sprechen.
00:14:10: Ich lese einfach wahnsinnig viel.
00:14:13: Viel Lesen bringt auch was zur Sprachentwicklung schon in der Kindheit und Jugend und später.
00:14:18: auch das ist ein Thema und gut.
00:14:20: und dann habe ich natürlich auch meine Methoden, wie ich mir Notizen für Reden mache.
00:14:24: Aber bei mir ist schon hilfreich mehr einfach super viel zu merken.
00:14:28: Allein wenn fünf Minuten vor der Veranstaltung sich die Liste dazu begrüßt und nochmal radikal ändert, kann ich mir dann nicht ganz schnell vielleicht Notizen machen sondern muss man das halt im besten Fall merken können.
00:14:37: Ich muss mich auch merken wo ich mein Kram hinterlasse in der Wohnung oder im Büro wo ich meine Dinge hinleg.
00:14:42: also ich hab wahrscheinlich ein ganz gut trainiertes Gedächtnis dass einfach bisschen systematischer vielleicht funktioniert.
00:14:49: Ich drifte jetzt mal Richtung Politik.
00:14:51: Schon die erste Viertelstunde rum wird mal Zeit, dass wir hier in die harten Themen kommen.
00:14:55: Aber vielleicht als Zwischenschritt einmal allgemein Solidarität?
00:14:58: In Ihrem Buch Wir denken neu damit sich Deutschland nicht weiterspaltet.
00:15:01: Schreiben Sie oder betonen wie wichtig Ihnen gesellschaftliche Unterstützung ist und wie wichtig das auch für sie selber biografisch war.
00:15:08: nur mit dieser Unterstützung konnten sie in Schule Uni und Sport ihre Potenziale entfalten.
00:15:13: wenn man sieht was sie daraus gemacht haben und was die Gesellschaft von ihnen zurück erhält würde ich sagen war gut investiertes Geld.
00:15:18: aber wie viele kleine Bentleys, sag ich mal bleiben in unserer Gesellschaft unentdeckt weil genau diese Unterstützung fehlt.
00:15:24: Ja es ist schon ein großes Problem dass unser Sozialstaat ehrlicherweise sehr gut ist und auch eine große Errungenschaft und das geht gerade viel zu oft verloren.
00:15:33: Das war jetzt noch nicht das Problem.
00:15:35: mein Satz fing falsch an da haben wir's schon.
00:15:37: das Problem ist aber er ist oft nicht sehr zugänglich.
00:15:39: man muss sich super gut auskennen, um zu wissen wo habe ich Leistungen, die mir zustehen?
00:15:44: Wo gibt es vielleicht auch Fördermöglichkeiten?
00:15:46: und das braucht immer Menschen aus der Familie.
00:15:49: Aus dem Umfeld Kita Schule, aus dem Sportverein Musikverein, wo man sich immer so aufhält.
00:15:55: Die Potenziale sehen, die die fördern und die eben auch wissen.
00:15:59: wie zum Beispiel in meinem Fallen als Schülerinnen, die nicht sehen kann war damals das Computersystem wo ich die Texte auf dem Bildschirm mit den Fingern an so einem kleinen Gerät lesen konnte oder eine Sprachausgabe hatte.
00:16:12: Dieses Computersystem hat deutlich über Zehntausend Mark gekostet, wir waren zwei Kinder, die nicht sehen.
00:16:18: das wäre für meine Eltern wirklich schon sehr viel Geld einfach gewesen dass sie nicht so einfach hätten ausbringen können und dass das eben von der Krankenkasse damals bezahlt wurde und später im Studium vom Inklusionsamt.
00:16:28: das war schon extrem hilfreich.
00:16:30: einfach für unsere Bildungsteil habe solche Dinge nicht Bescheid, vielleicht auch bei kleineren Dingen.
00:16:38: Die Kinder wollen sehr gerne Sport machen aber die Familie hat sehr wenig Geld.
00:16:42: wissen wir das heute durch die ganze Statistik?
00:16:45: in der Inanspruchnahme, der Bildungs- und Teilhabeleistungen für Kinder und Jugendliche liegen die Quoten da sehr niedrig.
00:16:51: Weil viele Familien genau die das bräuchten, davon nichts Wissen, Sprachbarrieren haben und überhaupt keine Zugänge haben.
00:16:58: Also da finde ich müssen wir wirklich einfach dringend dran gehen auf der einen Seite zu überlegen wie reden wir?
00:17:03: Und denken wir über diesen Sozialstaat, der eine riesen Errungenschaft ist und auch uns allen gemeinsam gehört und zum zweiten Wie wir in zugänglicher machen für alle Menschen dass sie net am Anfang schon an den Barrieren der Anträge, die ewig lang sind.
00:17:16: An der Information, die fehlt das sie da schon scheitern?
00:17:19: Gibt es auch innere Hemmnisse?
00:17:20: also Unterstützung anzunehmen kann ja auch das Gefühl auslösen so ein bisschen in der Schuld des anderen zu stehen.
00:17:25: dass ist die toxische Seite der Dankbarkeit.
00:17:27: kennen Sie von sich selbst oder von anderen dieses Phänomen, dass man sich ein bisschen unwohl fühlt Unterstützung an zu nehmen fast den schlechtes Gewissen.
00:17:35: und was tut man dagegen?
00:17:37: Also wo ich das sehr gut kenne ist aus dem VdK, aus unserer Sozialrechtsberatung.
00:17:42: Das gerade insbesondere ältere Frauen denen wir in der Beratung sagen sie haben Anspruch auf Grundsicherung im Alter eben also auf Sozialhilfe sozusagen weil die Rente so niedrig ist und nicht reicht.
00:17:53: da tun sich ganz viele schweres zu beantragen und machen es am Ende oft auch nicht obwohl wir ihnen sagen Sie hätten darauf einen Anspruch.
00:17:59: die schränken sich dann lieber ein.
00:18:02: Gucken, dass sie weniger Geld ausgeben.
00:18:04: Weniger Räume heizen.
00:18:06: Wenigere teure Dinge machen und schränken sich einfach lieber ein weil die sagen ich habe immer was gemacht Kinder erzogen gepflegt etwas was ich hab gearbeitet.
00:18:15: Ich möchte jetzt nicht zum Sozialamt gehen weil das für viele doch eine sehr beschämende Situation ist.
00:18:21: Jetzt sind wir endlich bei der großen Politik.
00:18:23: Unser Sozialstaat wird reformiert.
00:18:25: heute, also während wir reden bzw.
00:18:27: vorhin während sie ihre Schnittchen gegessen haben hat das Kabinett den neuen Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform beschlossen.
00:18:33: Der VdK hat vor Kurzem gemeinsam mit drei zehn anderen Sozialverbänden unter anderem der Karitas für eine Stärkung des Sozialstaats geworben und dabei sehr konkrete Forderungen unterbreitet.
00:18:41: Zum Beispiel, ich zitiere eine solidarisch finanzierte Gesundheitsversorgung für alle, Betonung für Alle!
00:18:47: Wie unzufrieden sind Sie mit dem Paket das heute auf dem Kabinetts Tisch liegt?
00:18:52: Sie müssen sich jetzt vorwegnehmen,
00:18:53: was nachher noch in den Meldungen kommt.
00:18:55: Das ist gar kein Problem!
00:18:56: Ich habe nämlich direkt vor unserer Veranstaltung die erste Presse-Sache freigegeben und das kommt schon.
00:19:01: Also es ist gar keinen Stress, ich kann Ihnen das erzählen.
00:19:02: Und ich hätte es auch sonst gemacht... Ich finde erst mal didaktisch gesehen fangen wir mit den guten Dingen an.
00:19:07: dass die Bundesregierung jetzt die Zuckersteuer erheben will auf gesüßte Getränke finde ich absolut richtig weil das auf der einen Seite ein präventiver Punkt ist, dass weniger weil es eben dann teurer wird zuckerhaltige Getränken getrunken wird.
00:19:20: Wir wissen aus anderen Ländern der Zuckergehalt in vielen Limonaden und anderen Süßgetränken wird dann auch reduziert.
00:19:26: Und es ist dadurch auf der einen Seite wie gesagt präventiv, wenn das teurer wird dass Menschen hoffentlich weniger davon trinken und wenn der Zuckergehalt reduziert wird ist weniger ungesund und auf der anderen Seite kommt dadurch ein bisschen Geld in die Kassen.
00:19:38: jetzt sind noch keine riesigen Summen und deswegen finde ich schon müssen wir uns immer wieder darauf besinnen zu schauen was brauchen wir sonst noch?
00:19:46: Es ist jetzt wieder raus gekommen aus dem Gesetzentwurf die Reduzierung des Krankengeldes.
00:19:51: Auch das ist schon, finde ich ein wichtiger Punkt.
00:19:53: Weil wir wissen natürlich alle wenn man jetzt das Krankengeld bissel reduziert gibt es Berufsgruppen und verdienst Tronchen wurde es oder Menschen mit einem guten Verdienst, die finden das auch nicht super.
00:20:06: Aber für sie ist das nicht gleich ein Drama.
00:20:09: und das Interessante ist aber dass sind genau auch die Menschen, die vielleicht auch mal eher mit einer Erkältung noch zu Hause arbeiten und Homeoffice machen können.
00:20:16: Aber gerade Menschen, Die wirklich sehr wenig verdienen, die Vielleicht nicht unbedingt krank zur Arbeit gehen können irgendwo auf eine Baustelle oder ins Pflegeheim Für die Es tatsächlich schon dramatischer wenn das Krankengeld auch noch gekürzt wird.
00:20:28: Das ist schon schwer vermittelbar und da würde ich mir schon von der Bundesregierung, wenn so ein Thema nochmal aufs Tableau kommt viel mehr soziale Differenzierung wünschen.
00:20:38: Was auch wiederum eine wichtige Sache ist zum Beispiel in dem neuen Paket dass die Verdienstgrenzen angehoben werden.
00:20:46: Die Beitragsbemessungsgrenze nennt sich das etwas sperrig.
00:20:48: also wer mehr verdient muss auch ein bisschen mehr einzahlen.
00:20:51: Das ist insgesamt und an sich schon richtig.
00:20:54: aber ich bin schon der Überzeugung die Bundesregierung hätte deutlich weitergehen müssen.
00:20:58: So hat sie zum Beispiel sich nicht dazu entschließen können, dass die ganzen Kosten, die entstehen für die gesamte Gesellschaft wie z.B.
00:21:06: für Personen, die Grundsicherungsleistung erhalten hätte wirklich aus Steuermitteln die Gesundheitskosten refinanziert werden müssen in die Krankenversicherung.
00:21:14: Denn ich jetzt hier als gesetzlich versicherte Bezahler mit genau.
00:21:17: stattdessen wird der Bundeszuschuss gekürzt und ich bin gesetzig versichert und bezahlt es mit privat versicherten Zahlen ist nicht mit um die eben auch so lange wir noch dieses mehrklassenen Krankenversicherungssystem haben Um die Menschen mit einzubeziehen, muss man sowas wirklich aus Steuermitteln bezahlen.
00:21:31: Und wie Sie sagen der Bundeszuschuss wird reduziert.
00:21:34: also die Rechnungen und Rechenkünste von Lars Klingbeer sind mir auch echten Rätsel muss ich sagen.
00:21:38: Glauben sie denn dass das überhaupt mit dem Solidarsystem funktionieren kann so lange ausgerechnet?
00:21:41: Die reichsten sage ich mal entweder geschont werden warum gibt es überhaupt eine Beitragsmessungsgrenze?
00:21:45: oder sich ganz raus kaufen können aus dem Solidarsystem.
00:21:48: Ja gut, wenn Sie mir die Steilvolle geben dann mache ich mich jetzt hier drin richtig beliebt.
00:21:53: Wir sind sicherlich auch nicht alle dafür die private Krankenversicherung abzuschaffen.
00:21:57: Ich werde es schon.
00:21:58: Man kann ja privat gerne Zusatzversicherungen abschließen.
00:22:01: also das ist jetzt überhaupt nicht mein Problem.
00:22:04: wer das möchte für das Einzelzimmer und dass der Chefarzt kommt Klammer auf, der vielleicht auch nicht die Hauptzahl der Operationen immer macht.
00:22:12: Aber wer gerne von dem operiert werden will, machen Sie das mal!
00:22:15: Nee, wenn hier drin Chef-Erste sind sie können sicherlich das auch gut.
00:22:19: Also Gottes Willen... Mir geht es nur um den Witz aber tatsächlich ist es so, dass die solidarische Krankenversicherung für mich schon der Weg wo wir irgendwann hin müssen.
00:22:29: Das Problem ist halt immer, das fordern wäre schon sehr lange.
00:22:31: ich bin Mitte vierzig, das wird schon so lange gefordert oder noch länger wie ich überhaupt alt bin.
00:22:36: Und ich befürchte da immer noch genug Interessenskonflikte da sein und genug Personen eben auch wir unsere Abgeordneten die Beamtinnen und Beamte in Ministerien des Bundes, die die Vorlagen dafür schreiben müssen.
00:22:47: was sind diese Personen?
00:22:48: Die allermeisten privat versichert und solange die dafür zuständig und verantwortlich sind ist der politische Mut für die Abschaffung und Zusammenführungen unserer Krankenversicherung in meinen Augen schon zu geringen.
00:22:59: Ich werde weiter für kämpfen auch wenn mir viele sagen es sind Windmühlen.
00:23:02: Ich werde da weiter mich für einsetzen, weil am Ende muss es uns immer darum gehen und das ist auch für Privatversicherte ein richtiges und wichtiges Ziel.
00:23:10: Dass man das bekommt was wirklich nötig ist.
00:23:12: und alle privat versicherten kennen ja das Elend auch dass die oft auch Dinge angeboten bekommen die eigentlich nicht sein müssen.
00:23:18: also das Schöne ist ja warum ich auch immer noch dafür werbe dass auch viele privat versicherten nicht nur von diesem System profitieren und deswegen hoffe ich schon irgendwann Die politisch-verantwortlichen, damals auch den gesellschaftlichen Mehrheitsmeinungen doch ein bisschen mehr anschließen und hier endlich die Zusammenführung beschließen.
00:23:36: Genau dieses Kämpfen von dem Sie gerade sprachen, dass sie sich weiterhin vornehmen – Sie sagen ja, dass Sie die Möglichkeit haben als Sozialverbandspräsidentin mit Politikern über ganz konkrete Gesetzesentwürfe zu diskutieren.
00:23:48: Da hätte ich jetzt gern mal von Ihnen einen kleinen Blick hinter die Kulissen.
00:23:50: Wie läuft das konkret?
00:23:51: Also Sie werden ins Ministerium vorgeladen, man fragt Sie in Ihre Einschätzung, werden Sie verstanden sind Anliegen von Ihnen denn heute verabschiedeten Gesetzentwurf eingeflossen.
00:24:00: Wie läuft das praktisch?
00:24:02: Also praktisch läuft es genauso ab, wir bekommen eine Einladung vereinbaren Termin gehen ins Ministerium dann haben die Ministerinnen und Minister ihre Mitarbeiter dabei und ich auch und dann diskutieren wir die wichtigsten Anliegen.
00:24:13: und zum Beispiel hatten wir gerade einen Gespräch mit jemandem aus dem Ministerium für Klimaschutz und Umwelt.
00:24:22: Für Umwelt, sorry das war früher muss man immer die Konstellation aus dem Umweltministerium.
00:24:29: Das war super spannend weil wir dort über die Förderung von Personen gesprochen haben, die eben auf erneuerbare Energien in ihren Heizungen umstellen wollen.
00:24:39: und das spannende war da haben wir als Vorschlag eingebracht Menschen mit sehr wenig finanziellen Mitteln, die aber Eigenheim besitzen brauchen eben Kreditmöglichkeiten auch wenn sie vielleicht schon älter sind damit Sie dann die Wärmepumpe einbauen können.
00:24:51: und es bräuchte eigentlich Lösungen dafür.
00:24:53: heute ist ja jemand von der Bank da.
00:24:55: Vielleicht ist das ja für sich spannend.
00:24:57: Es bräucht die Lösungen für diese Menschen.
00:24:59: dass die Kredite eben vielleicht nur in einem kleinen Maß im Moment zurückgezahlt werden Und erst wenn die Häuser verkauft verschenkt an andere Personen übergehen das dann eben der Haupt die Hauptrückzahl last zu.
00:25:11: Das wäre für uns eigentlich ein ganz spannender Vorschlag.
00:25:13: Den hat die Staatssekretärin mitgenommen und wir haben auch in anderen Gesetzgebungsverfahren, kann ich Ihnen noch nicht sagen weil sie hatte erst mal den Vorschlag mitgenommen lässt ihn ausarbeiten.
00:25:24: so schnell geht es ja nicht hier bei dieser ganzen Gesundheits thematik klar Ist es immer schwer zu sagen, was war der VdK ganz allein?
00:25:32: Das ist dann immer ein bisschen wie im Fußball.
00:25:35: Wir haben gewonnen und die haben verloren.
00:25:36: Also gestern haben die Bayern verloren.
00:25:39: Mal gucken ob wir da nächste Woche gewinnen oder das kennen wir alle und das Problem haben wir natürlich auch hier.
00:25:44: Wir sind uns als Vdk intensiv dafür eingesetzt dass das Krankengeld nicht gekürzt wird weil wir einfach das für unsere Mitgliedschaft und es sind nun mal viele Menschen die nicht wahnsinnig hohe Gehälte haben als ein Riesenproblem sehen.
00:25:55: Dass es wieder rausgekommen ist, da kann ich mir schon auf die Schulter klopfen mache.
00:25:59: Aber es waren auch viele andere da nicht für die Gewerkschaften und das finde ich auch heutzutage einfach das Wichtigste.
00:26:05: Sie hatten vorher unser Bündnis, wo auch die Caritas ein Bündnismitglied ist – und wir auch!
00:26:10: Für mich ist heute politische Arbeit weniger.
00:26:14: Wir sind nur der VdK, sondern dass wir wirklich als Organisation aus den Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Gewerksamkeiten, Umwelt- und Mieterschutz so gut zusammenarbeiten.
00:26:23: Das ist eigentlich für mich heute auch ein ganz großer Gewinn.
00:26:26: Noch mal allgemeiner ins politische.
00:26:30: VdK steht für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegsunterbieten und Sozialrenten in Deutschland.
00:26:34: Auch heute sind wir wieder in Kriege involviert militärisch vor der Haustür in der Ukraine digital durch Drohnenstörmanöver auch durchaus im eigenen Land.
00:26:42: Und natürlich spüren wir alle sofort die Folgen des Irankrieges für den Lieferketten.
00:26:45: da hat das KR im Namen des Vdk das wurde in den letzten Jahrzehnten seltensten Mal ausgeschrieben sag ich mal fast wieder eine neue Aktualität.
00:26:52: Wir sind in Deutschland die Kriegs- beschädigten von Heute.
00:26:57: Also erst mal nennen wir uns seit den Neunzigen nur noch Sozialverband VdK.
00:27:00: Wir haben zwar die Buchstaben noch, aber nutzen tatsächlich nur noch die drei Buchstabe mit Sozialverand und haben aus unserem Namen auch in der Satzung Eigentlich den Krieg gar nicht mehr drin, aber das ist natürlich eine große Herausforderung mit der wir uns auch immer mehr beschäftigen.
00:27:16: Dass wir natürlich auch in Deutschland immer noch wenige Menschen haben – ich habe zum Beispiel einen Herrn neulich kennengelernt, der eben eine posttraumatische Belastungsstörung hat aus dem Einsatz damals noch in Afghanistan als die deutschen, also das deutsche Militär dort noch aktiv war.
00:27:33: Aber klar ... Heute halt natürlich im VdK eher die anderen Themen, die präsent sind.
00:27:38: Immer mehr Menschen, die wegen psychischer Beeinträchtigung Erkrankungen, Erwerbsmündungsrente beantragen.
00:27:44: Menschen mit Behinderung, die an der Teilhabe im Beruf behindert sind und mehr Unterstützung brauchen durch Reha, durch Hilfsmittel, durch Arbeitsassistenz.
00:27:52: Das sind heute vielmehr unsere Themen.
00:27:54: aber klar ist auch dieses Thema Friedenssicherungen sozialer Frieden, aber auch globaler Friede sind schon Themen, mit denen wir uns natürlich beschäftigen, wo wir uns viel unterhalten und wo wir alle meines Erachtens unseren Beitrag zu leisten können.
00:28:08: Und müssen, dass wir hier eben nicht ein Land sind und in der Welt leben, wo irgendwann auch der Krieg wieder Anlass ist für noch mehr Menschen die verbunden sind, versterben, die nochmal Hinterbliebene hinterlassen, die wir
00:28:19: versorgen.".
00:28:21: Jetzt haben wir Viertel vor, ich würde dann gleich mal für ungefähr ne viertel Stunde auch Fragen aus dem Saal zulassen.
00:28:25: Eins oder zwei kurze Antworten kriegen wir vielleicht vorher noch hin.
00:28:28: Der Hinweis kam an also...
00:28:31: der wink mit dem Soundfall natürlich!
00:28:33: Wie interessieren uns hier besonders für Bildung?
00:28:35: Ich bin da über einen Satz gestolpert in Ihrem Buch und da haben Sie geschrieben Kinder sind nicht etwa arm weil sie keine Bildung bekommen sondern Kinder bekommen keine Bildungen weil sie arm sind.
00:28:44: können Sie das kurz erläutern?
00:28:47: Also in Deutschland hängt einfach der Bildungsstand und die Bildungsmöglichkeiten der Kinder intensiv mit ihrer Herkunft zusammen.
00:28:53: Das haben wir leider nie durchbrechen können, wir haben leider nie geschafft so gut zu fördern dass das Aufstiegsversprechen für alle Kinder Realität wird.
00:29:00: es gibt immer die positiven Ausnahmebeispiele, Kinder die sich doch hoch gearbeitet haben aber ich selber komme aus einer Familie wo beide Eltern keinen Abitur haben.
00:29:09: Wir haben alle drei Abituren gemacht.
00:29:11: Wer jetzt eine lange Geschichte?
00:29:12: Für die meine kurze Antwort keine Zeit hat Aber das ist eher untypisch.
00:29:16: Ich finde, wir haben da als Gesellschaft einfach einen riesen Auftrag.
00:29:19: Weil wir haben jetzt ja auch nicht so viele andere Rohstoffe in Deutschland.
00:29:23: deswegen uns wirklich mal intensiv Gedanken über unsere Bildungschancen zu machen ist eigentlich ein Jahrzehnte den wir aber schlecht annehmen.
00:29:32: In der Inklusionsdebatte geht es immer nur darum, wie viele Schulbegleiter jetzt da sind und ob die zu teuer sind, ob sie uns stören oder ob die Kinder überhaupt mit Behinderung in der Regelschule klarkommen.
00:29:41: mit thirty-fünf Klassenkameradinnen und Kameraden.
00:29:44: Aber dann endet die Diskussion schon fast wieder und das finde ich super schade weil wir haben sehr viele Möglichkeiten.
00:29:49: Wir haben auch viele tolle motivierte Menschen, Lehrerinnen und Lehrer, die auch gute Ideen haben.
00:29:53: vielleicht sollten man Menschen, die sich viel mit Bildung befassen, da auch mal mehr einbeziehen.
00:29:57: Das wäre, glaube ich, eine gute Sache.
00:29:59: Ein prägnanter Satz, den wir auch hingeblieben haben ist Ich will politische Veränderungen schaffen!
00:30:03: Ganz lapidar.
00:30:04: Haben Sie mal dran gedacht, Spitzenkandidatin der SPD, der sie angehören für die nächste Landtagswahl zu werden?
00:30:08: Nein,
00:30:09: da hat die SPD auch nicht
00:30:10: dran gedacht.
00:30:15: Frau Bentele, ich würde jetzt für ungefähr eine Viertel schon fragen.
00:30:17: Der Franz Margit ist da, fragen Sie den man auf seiner Meinung?
00:30:19: Der Franz hat ja bestimmt was zu sagen!
00:30:22: Ich finde,
00:30:22: hier gibt es ganz tolle Leute, die brauchen mich gar nicht unbedingt...
00:30:27: Jetzt haben wir Zeit für eine viertelstunde Saalfragen.
00:30:29: Ich kann mir vorstellen, dass es da einige gibt, vielleicht von Sarah-Peter Anderle, der ist wieder nicht sagen Kontra gibt, aber doch zumindest was Komplementäres daneben legt oder so.
00:30:37: Aber vorher noch mal ganz kurz umgekehrt an Sie.
00:30:40: Ich habe bei Ihnen vorhin vorgestellt, was das für den Publikum ist.
00:30:43: Wenn diese Runde ja schonmal beisammensitzt, haben Sie eine Frage an das Publikuum?
00:30:47: Also Saalfrage mal umgekehrt gedacht.
00:30:49: Saifrage umge kehrtgedacht wäre meine Grundfrage tatsächlich wie sehen sie Wie groß sind Sie die Gefahr für unsere Demokratie gerade?
00:30:57: Wir sehen in den USA, denen wir ja immer ein paar Jahre hinterher sind.
00:31:00: Was da gerade passiert und mir macht das große Sorgen.
00:31:03: umgekehrte Frage.
00:31:05: Und sie sind alle aus verschiedenen Perspektiven, aus Kirchen aber auch der Wirtschaft
00:31:10: usw.,
00:31:10: wo sehen Sie unsere Größen gefahren und vielleicht auch unsere größten Beiträge, die wir leisten können?
00:31:15: Marc, jemand aus dem Saal auf diese Frage von Verena Bentele antworten bitte, Kerstin Selina.
00:31:20: Einiger großen Gefahren der Demokratie ist Die AfD oder Rechtsextreme beeinflussen die Art, wie wir in Parlamenten miteinander umgehen.
00:31:29: Wie wenn der Gesellschaft miteinander umgeht aber auch wie wir der Justiz miteinander umgeben kann.
00:31:35: Ich finde schnelle Justiz ist wichtig mit gut ausgestalterten Justizen das Wichtigste.
00:31:40: und Wenn rechtsextreme es schaffen diesen noch sehr für gut gehaltenen Bereich justiz auch noch irgendwo In der gesellschaftlichen Debatte also funktioniert nicht darzustellen.
00:31:53: Noch eine Säule, wo wir wirklich drauf
00:31:55: aufpassen
00:31:55: müssen.
00:31:57: Alles klar!
00:31:57: Das war die Antwort einer Antwort aus dem Saal.
00:31:59: exemplarisch schon viele.
00:32:00: Die anderen geben wir dann gleich nach und noch draußen geben.
00:32:01: ich habe jetzt vier Wortmeldungen und wenn wir gut sehen kriegen wir doch alle durch.
00:32:04: Sie merken die Antworten auch nicht kürzer als sie.
00:32:06: Ja alles gut,
00:32:06: das ist so wunderbar.
00:32:07: Wir wollen hier diskutieren.
00:32:09: Wir wollen ja in Austausch.
00:32:10: Bitte sehr Herr Peter Ander.
00:32:14: Liebe Hörerinnen und Hörern, einen schönen Gruß aus der Nachbearbeitung dieses Audios.
00:32:18: Weil wir für die Saalfragen kein Mikrofon hatten sind sie auf dem Mitschnitt leider kaum zu hören.
00:32:22: ich lese sie also hier im Audio jetzt jeweils in einer Kurzfassung vor.
00:32:27: Saalfrage eins Frau Bentele Sie haben Aufstiegs-Szenarien für Kinder angesprochen.
00:32:33: da wird immer wieder das Abitur als höchstes Aufstieksziel genannt.
00:32:36: Ich bin auch dafür, dass möglichst viele das Abitur machen.
00:32:39: Aber wir sollten doch mehr auf die Talente unserer Kinderrücksicht nehmen!
00:32:42: Es muss doch nicht jeder Abiturt machen um in der Gesellschaft ein vollwertiger Mensch zu
00:32:47: sein.".
00:32:47: Das ist super.
00:32:48: also ich kann Ihnen jetzt was verraten, was auch kein Geheimnis ist?
00:32:52: Ich komme ja vom Bauernhof.
00:32:53: Ich bin ja eine Bauerntochter von dem Land und komme aus einem kleinen Dorf am Bodenseem.
00:33:00: auch gut Geld verdienen Gott sei Dank, denen es ja richtig gut geht.
00:33:03: Die allermeisten sind da von Handwerker.
00:33:04: also deswegen ist für mich Aufstieg gar nicht unbedingt und das sind wir uns voll einig.
00:33:09: Sie wurden mir angekündigt als jemand der mir vielleicht Kontra gibt aber jetzt sind wir sogar noch einig.
00:33:13: Es wird hier immer schöner weil ich bin total bei ihnen.
00:33:15: Das für mich ist aufstieg auch nicht zwingend oder gar nicht in Abitur zu machen.
00:33:20: Ich war auch selber erst auf der Rehreschule hab dann Abituren gemacht.
00:33:23: Aber ich finde persönlich Aufstiege eher das Versprechen dass man Menschen bestärkt, dass sie ihre Fähigkeiten kennenlernen.
00:33:31: Dass Sie sie kennen und nutzen können.
00:33:34: Was finden was ihnen Freude macht wovon sie gut leben können?
00:33:37: Und das sie in dieser Welt, in dieser Gesellschaft, im Bürokratie-Dschungel gut klarkommen.
00:33:41: Ich finde es ist viel relevanter als der Schulabschluss den man macht sondern eben was mal damit macht und was man damit ansteht eigentlich das zentrale Thema.
00:33:50: Vielen Dank!
00:33:51: Saalfrage zwei Sie haben gesagt, dass sie auch Coaching-Weiterbildung gemacht haben.
00:33:56: Stellen Sie sich vor, es ruft sie ein Bundespolitiker an und möchte sich von Ihnen coaching lassen.
00:34:01: Bei welchem Politiker, bei welcher Politikerin würden Sie sich am meisten über diesen Anruf freuen?
00:34:11: Darf ich die Frage interpretieren auch wo wäre's nötig?
00:34:14: also können wir uns darauf einigen.
00:34:21: Der stellt genauso gemeine Fragen wie ich.
00:34:23: Ja, genau!
00:34:25: Wo würde ich mich wirklich freuen?
00:34:27: Also freuen würde ich mir ehrlicherweise bei sehr vielen natürlich aus demokratischen Parteien.
00:34:34: wir als Sozialverband und ich als Person spreche nicht mit Rechtspopulisten und Recht Extremisten und Extremisten aller Art.
00:34:40: deswegen da würde ich auflegen.
00:34:41: aber bei allen anderen würde ich schon erstmal prinzipiell freuen und würde den Anruf auch gerne annehmen Und würde erst mal, wie das ein guter Coach macht nach dem Verhandlungen und nach dem Ziel fragen.
00:34:51: Was ist dein Ziel?
00:34:52: Willst du dich vor allem durchsetzen?
00:34:54: willst du vielleicht aber auch... Transparenter sein, die Dinge besser erklären können.
00:34:57: Bist du authentisch sein?
00:34:59: Willst du bei deiner Linie bleiben?
00:35:00: Gute Lösungen finden!
00:35:01: Ich würde erst mal die Frage nach dem Ziel stellen.
00:35:03: so wird ich schon mal starten und deswegen also wenn sie Katharina Reiche meine Nummer geben wollen
00:35:08: kommen wir ins Geschäft
00:35:10: weil die Freude des Coachings schon relativ dringend würd' ich sagen.
00:35:14: Also ein anderer bestimmt auch aber ich nenne jetzt einfach mal Sie und ja da gibt's dann vielleicht auch ein paar Connections.
00:35:20: Also nicht direkt zu mir oder so.
00:35:22: Saalfrage drei Wir müssen uns alle darauf einstellen, dass das Wirtschaftswachstum und unser Reichtum nicht mehr so zunehmen werden wie in den vergangenen Jahren sondern dass wir da mit einem gewissen Rückgang fertig werden müssen.
00:35:35: Wenn wir eine Spaltung unserer Gesellschaft verhindern wollen dann müssen wir Solidarität und Gerechtigkeit fördern zwischen den verschiedenen Gruppen die ja alle Verluste hinnehmen müssen Und wir müssen genauer erklären warum und dass es notwendig ist.
00:35:50: Nehmen das jetzt einfach mal kurz auf und sage vielleicht, kommentieren zwei Sätze dazu.
00:35:53: Ich finde es schön, dass Sie das ansprechen weil die Frage ist ja immer wie bereiten wir A die Menschen darauf vor?
00:35:58: Und B wertricht welchen Beitrag?
00:36:00: Die Gefahr im Moment ist halt riesig.
00:36:02: gerade mit den ist es ja immer so eine Herausforderung.
00:36:08: Es ist nicht ganz unbegründet der Verdacht und die Befürchtungen, dass das nicht unbedingt und in voller Höhe über den Menschen ankommt, die wenig Geld haben auf dem Land wohnen und das Auto brauchen um überhaupt von A nach B zu kommen.
00:36:21: Und gerade für die Menschen, die auch Herr Peter-Analysiv vertreten, ist es relevant.
00:36:25: Für meine Eltern fährt nichts hin.
00:36:28: Da gibt's keine U-Bahn wo ich herkomme.
00:36:29: Meine Eltern haben zum Glück ein E-Auto als Bio-Bauern aber es ist trotzdem so können und deswegen ist die Gefahr, dass dann große Konzerne Personen mit viel Aktienbestand davon mehr profitieren.
00:36:44: Im Moment auch von solchen Krisen sehr groß und da erwarte ich mir persönlich schon ein sehr mutiges aber auch konsequentes Gegensteuern.
00:36:53: Und es bedeutet halt schon, dass man irgendwann an ganz große Vermögen sehr große Erbschaften ran muss weil ja das Arbeitseinkommen höher besteuert wird als vererbtes Vermögens- oder Aktienerträge.
00:37:06: Das kann man sich Alex sagt schon fragen, ob das der richtige Weg ist.
00:37:10: Um diese soziale Spaltung, die wir in vielen Regionen der Welt ja schon tagtäglich vor Augen geführt bekommen um die hier zu vermeiden.
00:37:18: Seilfrage vier Wir haben in den letzten Jahren von rechts außen schlimme Diffamierungen der Entwicklungszusammenarbeit erlebt.
00:37:25: Das erschreckende ist für mich, dass jetzt tatsächlich auch bei der Entwickungszusammen Arbeit gekürzt wird und diese Haltung offenbar die Mitte der Gesellschaft und die Mitte Parteien erreicht hat.
00:37:35: Meine Frage an Sie beschränkt sich Ihr politisches Engagement für Menschen mit chronischen Erkrankungen, mit Behinderung etc.
00:37:42: auf Deutschland oder sehen sie das als globale Verantwortung?
00:37:49: Im Moment in meinem Sozialverband VdK sind wir deutschlandweit aktiv.
00:37:52: Ich war aber lange Botschafterin auch oder kann da jetzt gerade aus Zeitgründen nicht mehr so viel machen, eben der Christoffel-Blindenmission und habe deswegen auf viele Einblicke bekommen durch eine Reise nach Togo beispielsweise an einer anderen Reise Nach Tanzania wie dort Menschen mit Behinderung Unterstützung erfahren durch lokale Projekte.
00:38:09: Ich bin voll bei Ihnen die Diffamierung, die da in den letzten Jahren stattgefunden hat.
00:38:14: Die wirklich vollkommen unangemessen und auch menschenverachtend ist.
00:38:18: Da hilft es schon hier in Deutschland intensiv gegen zu arbeiten politisch was wir... auch als VdK tun.
00:38:25: Wie gesagt, Sie sind da noch mehr Fachexpertin als ich.
00:38:28: aber für mich ist schon klar weil ich das eben gesehen habe zum Beispiel in Togo was wir erreichen können damit wenn dort zb alleinerziehende Frauen die entweder selbst eine Behinderung haben oder Kinder mit Behinderungen haben die ganz oft alleine waren und eben keinen Partner mehr hatten an ihrer Seite was man für die tun konnte durch ein Mikrokredit, das ihr eigenes Geschäft aufmachen konnten um so eine Lebensgrundlage zu haben.
00:38:51: Was da eben wirklich jeder Beitrag auch bewirken und fruchtbar machen kann.
00:38:54: Das war schon richtig schön.
00:38:56: deswegen ist auch für mich das ein deutscher Thema wo wir auch als Deutscher Behindertenrat beispielsweise also als Aktionsbündnis mit der Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit dem nächsten Gespräch haben.
00:39:08: Die Saalfrage Nummer fünf kam von Franz Margelt.
00:39:11: er sagte Zur Demokratie gehört Menschenwürde, Solidarität und Teilhabe.
00:39:17: Was mich erschreckt ist, dass viele Menschen die genau darauf am allermeisten angewiesen sind aus irgendwelchen Gründen rechtspopulistischen oder rechtsextremen Parteien zuneigen.
00:39:28: Auch der VdK vertritt Mitglieder, die eben auf Teilhabe gesellschaftliche Solidarität und letztlich auf Demokratie besonders angewiesen sind.
00:39:37: Wie schafft ihr es diesen Leuten zu erklären das Rechtspopulisten genau das Gegenteil von dem Vorhaben was diese Menschen tatsächlich brauchen?
00:39:48: Genau, Franz, du hast den Finger in die Wunde gelegt.
00:39:50: Die ganz Groß ist bei uns allen weil wir versuchen das auf verschiedenste Weise mit Beispielen und Hinweisen darauf was deren Forderungen sind zum Beispiel zur Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, zur Ausgrenzung und Defamierung von Menschen die woanders herkommen wo wir alle wissen Ohne diese Menschen, die hier sind und hier arbeiten würde vieles gar nicht mehr funktionieren.
00:40:13: Also wir versuchen das immer wie viele andere auch über Beispiele, über Personen, über gemeinsame Erfahrungen.
00:40:20: aber es ist... Leider verdammt schwer und ich habe das Patentrezept nicht.
00:40:24: Und wir versuchen natürlich auch immer durch unsere Forderungen, indem wir dann die Forderung auch damit verknüpfen was wäre die Konsequenz wenn sie erfüllt oder nicht erfüllt wird den Menschen damit das klarer zu machen wie Sie Wahlentscheidungen treffen können was Sie selber tun können für die Demokratie.
00:40:40: aber wir sehen und es ist die leider nicht sehr schöne Erkenntnis die wir alle ja teilen dass immer mehr Menschen auch wirklich aus der Mitte, egal ob es aus meinem Dorf ist oder aus der Wählerschaft der SPD oder woher immer wir hinschauen.
00:40:52: Aus dem VdK zu AfD und anderen Extremisten hinneigen weil sie sich davon irgendwas an einfachen Lösungen versprechen.
00:41:03: Und ein Teil des Rezepts kann glaube ich schon noch sein das was wir wollen und was für uns richtig und wichtig ist, einfacher und besser zu erklären.
00:41:14: Also das auch auf ihre schöne Frage vor mit dem Brücken bauen.
00:41:16: Das sehe ich schon noch als eine meiner Aufgaben im VdK oder in auch medialen Auftritten die Dinge so ein bisschen gut zu erklären und einfacher dass die Menschen sie auch verstehen.
00:41:27: es geht nicht immer darum politische Inhalte genau so zu erklären dass am Ende keiner mehr schnallt und die Menschen vor der Talkshow sitzen und denken hey was meint Sie denn eigentlich jetzt?
00:41:35: Was bedeutet das für mich?
00:41:39: Leisten können.
00:41:40: Saalfrage sechs gibt den Hinweis, übers Ehrenamt gibt es noch ganz viel Bildung für junge Leute dass sie den Gefahren für die Demokratie entgegenstehen.
00:41:50: Das kann ich auch nur unterstreichen.
00:41:51: Bei Ehrenamt ermöglicht uns allen Erfahrungen mit Menschen, denen wir sonst nicht über den Weg laufen und das ist wirklich super wertvoll aus meinem kleinen Dorf am Bodensee wo ich herkomme.
00:42:02: Ich bin so aufgewachsen wie Sie da sind alle bei den Landfrauen beim Fahrgemeinderat mein Vater und jeder ist irgendwo engagiert und das war für mich dann ganz offensichtlich auch prägend.
00:42:13: Und da ist der VdK ja wirklich fantastisch aufgestellt, was das Ehrenamt betrifft.
00:42:16: Jetzt mache ich hier den Cut.
00:42:18: vielen Dank für Ihre Beteiligung.
00:42:19: Das fand ich jetzt ganz spannend und auch rund.
00:42:23: Sie haben in Ihrem Podcast in guter Gesellschaft übrigens etwas für ein geiler Titel.
00:42:27: lassen sie ihre Gäste gern halbe Sätze ergänzen.
00:42:29: Das mache ich heute mal mit Ihnen zur Strafe quasi und auch um eine Methode zu haben mit der man die Antworten wirklich begrenzen kann.
00:42:36: Ich fange an, Sie machen weiter.
00:42:38: Erster Satz Die Olympia Bewerbung Münchens sollte
00:42:40: erfolgreich sein.
00:42:42: Ich mag die Deutsche Bahn für,
00:42:45: dass sie mich von A nach B bringt.
00:42:47: Komma!
00:42:48: Sie dürfte nur pünktlicher sein.
00:42:49: wenn ich einen Sondervermögen von einhundert Milliarden Euro hätte würde ich
00:42:56: das Geld in gute Bildung für alle Kinder und Jugendlichen stecken wozu auch die Förderungen im Bereich Sportkultur gehört aber vor allem in Bildung.
00:43:04: Nach einem anstrengenden Arbeitstag brauche ich zur Entspannung
00:43:08: Ein paar Laufschuhe und gehe eine Runde joggen.
00:43:12: Das ist Gegenteil von der Entspannung?
00:43:14: Nein, das
00:43:14: ist Entsparnung!
00:43:15: Für mich ist es super.
00:43:16: Im Programm der katholischen Akademien sollte
00:43:21: bei den Mittagsbegegnungen hier im Schloss auch wirklich das Thema gesellschaftliche Veränderungen immer im Mittelpunkt bleiben.
00:43:27: da habe ich gar keinen Zweifel.
00:43:29: aber ich finde gerade diese Themen auch wirklich frei zu diskutieren frei von Vorurteilen ne wichtige Leitlinie.
00:43:36: Von der Kirche wünsche Ich mir
00:43:40: Ganz viel Punkt.
00:43:42: Ich wünsche mir mehr Frauen, die in der Kirche wichtige und relevante Funktionen, also wenn wir bei der katholischen Kirche mal bleiben... Also ich bin auch noch nicht aus... Ich bin noch katholisch, wollte ich eigentlich sagen?
00:43:54: Ich rede
00:43:54: mich gerade um Kopf und Kragen!
00:43:56: Das ist
00:43:56: ja nur den einen Satz fertig nach dem Bekommen.
00:43:59: Sorry, da kommen wir noch zu.
00:44:00: Sie können das nochmal sortieren.
00:44:01: Wir bekommen gleich aufs Thema zurück.
00:44:03: Ich
00:44:03: wüsste mir dass das Kirche wirklich die Menschen aufnimmt ab und wo sie sind bestärkt und eben auch in gesellschaftlichen Themen bildet.
00:44:11: Nächster Satz, oh lieber Gott bitte mach das!
00:44:15: Unser Sozialstaat bezahlt wird durch höhere Vermögens- und Erbschaftsbesteuerung.
00:44:21: Abgesehen davon ist es natürlich eine pathologische Form des Mitgliedsweites unserer Städte.
00:44:24: allerletzter Satz hoch die
00:44:29: erneuerbaren Energien Komma, ich war letztes Wochenende hier auf einer Demo zum Thema erneuerbare Energien retten und es war mega cool dass da ältere jüngere Menschen ganz unterschiedliche Menschen zusammen standen und sich für Erneuerbarer Energien ausgesprochen haben.
00:44:44: Und da kann ich dann auch noch hoch die Tassen hinzufügen aber auch hoch auf die erneubaren Energien was mich als Umweltbewegter Mensch auch interessiert.
00:44:51: Ich hatte überlegt ob so hochte Tassen oder hochte internationale Solidarität kommen.
00:44:55: Also wir als katholische Einrichtungen haben natürlich auch mal unseren besonderen Blick auf die Welt ist jetzt gerade schon ein bisschen angeklungen.
00:45:01: Sie verkörpern, denke ich, werte die Genu in Christlich sind, Hoffnung und Zuversicht strahlen sie aus, wachsen durch Scheitern, sage ich mal, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Selbstbewusstsein und Nächstenliebe sich angenommen
00:45:13: wissen.".
00:45:14: dass sie katholisch sind, haben Sie gerade schon gesagt.
00:45:16: Das ist auch bekannt aber ich habe dazu sonst fast nix gefunden was wir nicht wissen.
00:45:20: isst das für Sie mehr als eine formale Mitgliedschaft?
00:45:23: Sind Sie dezidiert christlich sozialisiert?
00:45:26: spielt der Glaube für Sie im Alltag da wo Sie gestalten können?
00:45:30: Eine Rolle!
00:45:31: Ist das Evangelium-Kriterium bei Ihnen?
00:45:39: Sie kriegen eine gute Antwort.
00:45:44: Ich bin christlich sozialisiert, ich war in meiner Kindheit und Jugend mit vielen Menschen unterwegs, in meiner Familie, die sehr kirchlich engagiert sind im Kirchenkorb, Fahrgemeinderat usw.. Meine erste Schule für blinde Menschen war eine ehemalige Klosterschule, wo immer noch auch Parter und Klusterschwestern gewohnt haben.
00:46:05: Und auch Teile der Unterstützung von uns übernommen haben.
00:46:10: Meine Oma hat mich mit neun Jahren mit nach Lurt genommen.
00:46:12: Auch das gehört zu meiner Sozialisierung als Pubertäre Jugendliche.
00:46:16: Die Antwort wird also nicht ganz kurz.
00:46:18: Als pubertäre jugendlich habe ich dann die Oma gefragt was meinst du eigentlich?
00:46:22: dass dann eine Wunderheilung eintritt oder was.
00:46:24: Hast du echt ernsthaft gedacht, ich gehe da raus und kann wieder gucken wenn einmal das Wasser da funktioniert?
00:46:29: Also ich wollte meine Oma provozieren um meine Omas hat mir die finde ich super schlauer und gute Antwort gegeben.
00:46:35: nein ich wollte einfach nur dass du mehr Kraft bekommst fürs Leben und ich fand die Antwort echt sensationell gut und das prägt vermutlich auch oder nicht?
00:46:42: vermutlich weiß ich bis heute mein Verständnis.
00:46:45: Ich kenne viele biblische Geschichten.
00:46:52: Ich kenne das Evangelium einigermaßen gut, würde ich sagen nicht so gut wie Sie sicherlich aber ich bin schon so bewandert dass sich auch vieles über christliche Und aus anderen Religionen beschäftige ich mich auch viel mit, was ja heute auch nicht ausbleibt und finde ich auch schön ist dass wir mehr über jüdisches Leben, den Islamen oder für andere Religionen uns unterhalten beschäftigen.
00:47:17: Das treibt mich schon sehr um aber mich treibt vor allem immer um wie wir diese Werte wirklich auch leben verkörpern und was die für uns heute bedeuten.
00:47:25: also Ich versuche eher für mein Leben und für mich die Übersetzungsleistung hinzukriegen, was das eigentlich für mich bedeutet.
00:47:31: Mich auch entsprechend zu verhalten.
00:47:36: Hab da in meinen Augen ganz gute Vorbilder in meiner Familie.
00:47:40: Das mag er immer nicht so aber für mich ist mein Vater beispielsweise wirklich ein gutes Vorbild weil der ist ein absoluter Menschenfreund Mensch, der einfach in seinem Herzen das gut lebt.
00:47:51: Und ich bin manchmal seiner Meinung nach schon sehr viel emotionaler und sollte mich da noch sehr viel mehr im Griff haben und so auch wie ich manchmal mit Menschen denke und spreche, dann würde mein Vater mir jetzt wahrscheinlich sagen ja, da kann man ein bisschen ran an die nächsten Liebe.
00:48:03: aber insgesamt zeige ich immer wenn ich mal deinem Alter bin habe ich das auch nochmal im Griff.
00:48:07: vielleicht und insgesamt finde es für mich spannend da auch immer eine Auseinandersetzung zu haben.
00:48:13: Sie sind einmal beim Skirennen schlimm und gefährlich gestürzt, hätte fast ihre Karriere beendet hat.
00:48:18: Ihnen bei der Verarbeitung dieser Unfallerfahrungen der Glaube geholfen?
00:48:23: Also mir hat man mindestens Vertrauen geholpen und da ist er schon nah im Glauben.
00:48:28: Jetzt hätt ich von außen ihr Verhältnis zur Kirche als ein bisschen ambivalent eingeschätzt.
00:48:31: also einerseits ist die Kirche verbündet in vielen sozialen Fragen wie das was sie heute sagen hätte auch vom Kardinal Max kommen können.
00:48:37: Andererseits ist die Kirche intern und strukturell nicht gerade ein Horts der Gleichberechtigung.
00:48:42: Welche Seite überwiegt bei Ihnen, wenn Sie auf die Kirchen schauen?
00:48:49: Ich setze mich schon oft kritisch mit der Kirche auseinander.
00:48:51: aber wie gesagt ich bin ja auch immer noch Teil der Kirch und dann darf man sich ja auch kritisch auseinandersetzen.
00:48:56: oder sollte das vielleicht sogar... Ich habe es vor kurz gesagt die Rolle die Frauen spielen Die Möglichkeiten, die eben auch Menschen dort haben Das finde ich herausfordernd Und wenn man dann noch an Weihnachten und Ostern, was jetzt eine individuelle Sache ist aber in die Kirche geht.
00:49:12: Und der Pfarrer vom Dorf über Krieg und Tod predigt finde ich es schwierig.
00:49:16: also wir hatten neulich ein Diskussion auch in der Familie an Ostern dazu wo ich gesagt habe Leute wenn nicht da schon herkommen will ich etwas Positives hören.
00:49:23: Also ich fand das irgendwie für mich bisschen unglücklich.
00:49:25: Aber wie gesagt das ist ja auch eine individuellesache Die man jetzt nicht so über einen Kamm schälen darf.
00:49:30: aber insgesamt was die Strukturen angeht bin Ich schon kritisch und hoffe und freue mich darüber wenn wirklich auf der einen Seite wirklich auch die Werte, die nach außen getragen werden gelebt werden und das bedeutet eben auch schon mehr Teilhabe in Beteiligung unterschiedlichster Menschen.
00:49:45: Die Kirche erfährt aktuell ein gravierender Mitgliederschwund.
00:49:49: Ihr VdK verzeichnet den fulminanten Mitgliederzuwachs.
00:49:52: Haben Sie strategische Tipps für uns?
00:49:58: Also eigentlich haben wir auch Gemeinsamkeiten, es gibt in der Kirche und im VdK Anlässe zum Feiern.
00:50:03: Das mögen unsere Leute auch schon sehr gerne im VDK wenn Veranstaltungen so Kreisversammlungen sind mit Essen und Trinken das zieht eigentlich schon immer aber das kann die Kirche ja.
00:50:12: dann würde ich aber sagen ist ein wichtiges Thema dass wir versuchen wirklich die Menschen zu unterstützen, ganz pragmatisch auch durch Rechtsberatung und durch Informationen über den Sozialstaat und viele gesellschaftlich relevante Themen.
00:50:29: Vielleicht ist die Informationsweitergabe und konkrete Unterstützung so ein Thema das für viele Menschen den VdK attraktiv macht.
00:50:38: Was in meinen Augen schon auch wichtig ist, dass wir versuchen wirklich auch sehr transparent zu sein.
00:50:43: Auf der einen Seite was unsere Haltung die politischen Themen angeht aber auch wie wir eben arbeiten es hohe Transparenz finde ich auch ein wichtiges Gut.
00:50:52: Das waren jetzt keine Tipps an die Kirche, das war sie Bewertung meiner eigenen Arbeit.
00:50:55: Ich möchte das hier noch mal klarstellen dass der nicht gepostet wird.
00:50:58: nachher genau
00:50:59: weil ich glaube
00:51:00: Sie kennen sich da besser aus in den kirchlichen Dingen und da sollte ich mich mit Tipps wahrscheinlich zurückhalten.
00:51:05: aber ich kann Ihnen ja mal sagen wie wir arbeiten und was unser Thema
00:51:08: ist völlig fair.
00:51:09: dann ist die Übertragungsleistung ist halt unsere Jobsee.
00:51:13: Noch zum Schluss vielleicht Sie haben da zwei Facetten oder zwei Zwei Seelen oder Lungenflügel in Ihrer Brust.
00:51:21: Als Sozialpolitikerin ist Solidarität bei Ihnen ganz oben als Sportlerin.
00:51:25: Mögen Sie, dass kompetitive den Wettkampf andere Ausschlagen besser sein?
00:51:29: Wie passt das zusammen oder wie kann man unterscheiden was gehört wohin?
00:51:33: Wo ist das kompetitive besser und wo das solidarische?
00:51:36: Ich finde es fast ganz wunderbar zusammen weil im Sport gibt's ja Regeln.
00:51:39: meine erste Sportart war gar nicht die Langlauf sondern Judo.
00:51:42: Und in Judo mit acht Jahren habe ich das gestartet in einem Verein in meiner ersten Schule fängt jeder Wettkampf damit an, dass man sich vor seinem Gegner verbeugt.
00:51:51: Also zeigt ihm erstmal seinen Respekt und dann hat der Wettkämpf regeln.
00:51:55: Und das ist im Skielanglauf auch so.
00:51:56: Ich habe mich einmal bei einem Langlaufwettkampfer laufen also nicht ich sondern mein Begleitläufer sich mit mir.
00:52:01: Ich bin halt hinterher und wir haben die originale Strecke zwölf Meter verlassen.
00:52:05: erlaubt werden neun gewesen.
00:52:07: Wir sind disqualifiziert worden und an dem Tag wäre ich eigentlich Weltmeisterin geworden.
00:52:11: Und klar war es für mich in dem Moment super ärgerlich.
00:52:13: aber Quintessence ist ja so ein Sport hat nun mal Regeln.
00:52:18: Ende, nachdem alle über die Ziellinie gelaufen sind.
00:52:21: Und im besten Fall war der Wettkampf fair und danach geht es wieder um andere Themen.
00:52:26: Da geht's dann auch darum sich mit den Konkurrentinnen zu unterhalten, sich auch für sie zu freuen.
00:52:31: Auch das lernt man ja im Sport wenn man mal nicht selber gewinnt sich auch freuen zu können.
00:52:36: Wie gesagt ich finde Wettbewerb mit klaren Regeln in einem bestimmten Bereich war für mich eigentlich eine gute Möglichkeit, um mich auch im politischen Durchsetzen zu lernen.
00:52:48: Und ansonsten ist schon für mich Solidarität die wichtige Seele wo wir uns ja auch selber immer hinterfragen dürfen.
00:52:53: was bedeutet eigentlich Solidaritäts für uns in unserem normalen Leben?
00:52:57: Solidarät zu unserer Umwelt, Solidaritet zu anderen Menschen?
00:53:02: Inwieweit müssen wir gleich als allerersten politischen Beißreflex, wenn es um Erbschaftssteuer geht dann rufen Bayern wird das Land wo die am niedrigsten ist.
00:53:11: Muss man das machen?
00:53:12: Man könnte vielleicht auch erst mal darüber nachdenken ob's vielleicht auch sinnvolle Möglichkeiten gibt es einfach fair auszugestalten und das würde ich mir oft wünschen.
00:53:20: Haben Sie mit einem politischen Statement abgeschlossen?
00:53:23: Wir haben Viertel nach durch und kommen tatsächlich jetzt auf die Zielgerade.
00:53:27: Wir hatten es gerade vom Thema Mitglieder, da möchte ich einen kleinen Werbeblock einblenden.
00:53:30: Wir haben hier einen Förderverein Freunde und Gönner der katholischen Akademie in Bayern, der wirklich wichtig ist für uns.
00:53:35: Der fördert inzwischen mehr als die sieben bayerischen Diözesen im Durchschnitt.
00:53:38: also das ist wirklich hat den letzten Jahr seine Förderung Verdoppelt und vervierfacht, wenn man fünfzehn Jahre zurückguckt.
00:53:44: Also ganz, ganz großartig eine wichtige Säule.
00:53:46: Die haben immer wieder mal auch für Sachen finanziert die technische Ausstattung fürs Streaming also dass wir unsere Sachen in die Breite bringen hier fürs Schloss wünschen bei uns so einen Turm mit einer Kamera oder ordentlichen Tonanlage.
00:53:56: Wer ist eigentlich Mitglied?
00:53:57: Darf ich mir am Handzeichen bitten?
00:53:59: Das ist sehr erfreulich, aber da ist noch deutlich Luft nach oben.
00:54:03: Und dafür haben wir uns heute was ausgedacht.
00:54:05: hier nebenan gibt es nämlich nicht nur Verköstigungen die ihnen natürlich geschenkt wird sondern da ist auch ein Stand des Vereins der Freundin Gönner und der Vorsitzende Georg Farnschon und die stellvertretende Vorsitzender dann jeder Philippi ehemalige Regierungssprecherin sind da und sind bereit mit Ihnen darüber zu sprechen den Verein vorzustellen und am besten treten sie sofort bei.
00:54:23: das sind auch Formulare dar.
00:54:25: Wir hatten weit über tausend Menschen.
00:54:27: jetzt kommen ein bisschen in diese Demografie Geschichte rein wie alle und würden gerne über dieser Tausender Marke bleiben.
00:54:33: Und es kosten nicht viel, das sind fünfzig Euro.
00:54:35: Das kostet schon so lange als dass noch die Hälfte wert war.
00:54:38: insofern also herzliche Empfehlung nutzen Sie doch die drei Viertelstunde gleich auch um sich mal zu überlegen ob sie da nicht zum Club zur Familie gehören wollen.
00:54:45: Das ist einfach auch wichtig für uns.
00:54:46: ja Werbeblock zu Ende Das
00:54:49: macht der VdK ähnlich.
00:54:51: Ich sag auf Veranstaltung, auch hier kann man noch Mitglied werden.
00:54:53: Da haben wir schon gleiche Strategie.
00:54:56: Wenn ich dem Vdk beitrete, kommen Sie dann in unseren Freundeskreis?
00:55:00: Ja okay mache ich.
00:55:02: Hand drauf!
00:55:02: Danke schön
00:55:12: Ja, damit sind wir am Ende angekommen.
00:55:13: Frau Bentele ich brauche gar nicht viel zu sagen.
00:55:15: Sie merken es und spüren uns und mir geht gerade ein eiskalter Schauer runter.
00:55:18: großartig dass sie da waren.
00:55:19: großartige das und wie sie zu uns gesprochen haben.
00:55:22: Ich denke bisschen wird sich jetzt auch mischen werden.
00:55:24: vielleicht noch Leute.
00:55:25: sie behälligen mit den Fragen die jetzt nicht beantwortet werden konnten.
00:55:28: aber wirklich ganz ganz großen danke für Neige mich und freue mich dass sie dabei war und hoffe wir sehen uns irgendwann mal im anderen Kontext wieder.
00:55:35: Danke Ihnen allen für die Einladung.
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