Gespräch zum Thema 'Warum reden wir nicht mehr übers Klima?'
Shownotes
Warum reden wir nicht mehr übers Klima?
Wie das größte Problem der Menschheit aus der Debatte verschwand
In der Klimadiskussion hat sich der politische Wind gedreht – zu Ungunsten des Klimaschutzes: Die Weltklimakonferenz endete nur mit einem Minimalkompromiss. Deutschland diskutiert, bereits beschlossene Maßnahmen zum Ausstieg aus fossilen Energien in der Hoffnung auf Wirtschafts- und Steuerwachstum zu verschieben oder zurückzunehmen. Warum also bekommt die Krise, die die Lebensgrundlage nahezu aller Menschen bedroht, keine Aufmerksamkeit mehr?
Aus verschiedenen Perspektiven werden bei diesem Podium die Ursachen für das vollständige Verschwinden der Aufmerksamkeit für die Klimathematik im öffentlichen Diskurs analysiert. Kann ein neues Framing der Klimathematik diese wieder in den Fokus der Gesellschaft, der Politik und der Medien rücken?
Transkript anzeigen
00:00:05: Ja meine sehr verehrten Damen und Herren, wie konnte das passieren?
00:00:09: Ich bin sicher viele von Ihnen erinnern sich noch an diese elektrisierende Atmosphäre als die Fridays for Future Bewegung irgendwann.
00:00:14: Diese kritische Masse mobilisierte, die ein Thema braucht damit es im gesellschaftlichen Diskurs nicht mehr ignoriert werden kann.
00:00:21: Die jungen Leute hatten einfach zu viel überzeugt.
00:00:26: Omars for Future, natürlich die Churches of Future und nicht zuletzt hatten sich über zwanzigtausend Scientists vor Future binnen Monaten mit den Teenies solidarisiert.
00:00:35: Und vernetzt!
00:00:37: Der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel war im öffentlichen Bewusstsein angekommen und keine demokratische Partei konnte es sich mehr leisten ein Wahlprogramm ohne seriöse und durchfinanzierte Klimapolitik aufzustellen.
00:00:49: Mit dem epochalen Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts in März, Erreichte diese Entwicklung ihren Höhepunkt.
00:00:56: Dann ging es bergab.
00:00:58: Rechtsextreme Kräfte und Klimaleugner fanden mehr und mehr Zuspruch, der gesellschaftliche Diskurs fragmentierte sich in Bubbles- und Echokammern die teilweise dem argumentativen System der neuzeitlichen Wissenschaften insgesamt nicht mehr zugänglich waren und die auch gezielt versucht haben die Regeln des Diskurses zu brechen.
00:01:17: Klima-Herr Leuchtener fluteten die sozialen Medien mit Fake News und manche großbuchstabige Zeitungen, triggerte genüsslich die Volksemotion.
00:01:25: Das Vertrauen in die Demokratie und den Staat dünnte sich aus.
00:01:29: Viele Politikerinnen und Politiker suchten nach Kompromisspositionen, bauten Brücken zu enttäuschten Wählern und übernahmen dabei doch bewusst oder unbewusst das Framing der Rechtsextremen.
00:01:40: Grünenbashing wurde in manchen demokratischen Parteien dominanter als eine klare Kante gegen die AfD.
00:01:46: Die Ampel-Regierung machte gravierende kommunikative Fehler und so etwas wie eine Abwärtsspirale entstand.
00:01:52: In Fischengelten Begriffe, wie Klimaschutz natürlich Wärmepumpe und sogar Biodiversität als so unpopulär dass viele sie lieber vermeiden und sich bedeckt halten.
00:02:02: das gilt sogar bei uns in der katholischen Erwachsene Bildung obwohl doch eigentlich der Erhalt unserer Lebensgrundlagen grundständig positiv konnotiert sein müsste.
00:02:11: Und tatsächlich zeigen Umfragen schon auch noch, dass immer noch die weit überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland Klimaschutz für wichtig hält.
00:02:19: Das größte Problem der Menschheit ist also gar nicht aus den Köpfen verschwunden aber in der öffentlichen Debatte steht es auf verlorenen Posten.
00:02:28: Warum?
00:02:29: Wie lässt sich das ändern?
00:02:30: Das sind die Fragen des heutigen Podiums.
00:02:32: Herzlich willkommen zu unserem Gespräch über die Frage, warum reden wir nicht mehr übers Klima für das größte Problem der Menschheit aus der Debatte verschwand.
00:02:39: Mein Name ist Achim Budde und ich bin Direktor der katholischen Akademie in Bayern, Meine ersten Fragen gehen an den Saal, meine Damen und Herren.
00:02:50: Wer von Ihnen diskutiert im persönlichen Umfeld beruflich oder privat schon mal gerne über den Klimawandel?
00:02:57: Mit Kollegen oder Freunden?
00:02:58: machen Sie es heller!
00:03:00: Das sind fast alle.
00:03:01: Sie merken, das war die Aktivierungsfrage mit der ich sie daran gewöhnen wollte, den Arm zu heben.
00:03:08: Wer hat den Eindruck im eigenen Umfeld, dass das Thema in den letzten Jahren kleiner geworden ist?
00:03:14: Das sind fast aber nicht ganz genauso viele.
00:03:17: Und wer von ihnen hat schon mal genervtes Augenrollen geerntet, wenn sie aufs Klima zu sprechen kam?
00:03:22: also dieses Lass mich doch mit dem Klima in Ruhe?
00:03:24: Das sind höchstens noch die Hälfte davon!
00:03:29: dass es so schlimm gar nicht ist oder zeigt, dass sie in der Bubble sitzen muss.
00:03:34: Ich begrüße unsere drei Gäste die auf das gleiche Phänomen, was Sie gerade dokumentiert haben aus unterschiedlichen Perspektiven schauen.
00:03:42: von dieser Verschränkung erhoffen wir uns erhellende Analysen und gegenseitige Befruchtung und ich freue mich total über diese geballte Frauenpower heute Abend hier Direkt zu meiner linken Sitz, Theresa Leisgang.
00:04:02: Sie ist Klimajournalistin und Autorin und arbeitet schwerpunktmäßig zu Umweltthemen und Fragen der Menschenrechte.
00:04:07: Für uns heute ist besonders interessant, dass sie zu den Gründerinnen des Netzwerk-Klimagenalismus gehört.
00:04:13: Das aus der Perspektive der Redaktionen und der Newsrooms heraus.
00:04:16: Vernetzung von Journalistinnen und Journalisten, organisiert und Klimawissen für eine fundierte Berichterstattung bereitstellt.
00:04:24: Das berühmte Mitglied oder Unterzeichner dieser Liste der Unterzeichnenden ist Osten Terli.
00:04:30: Den kennen Sie natürlich aus der ZDF.
00:04:33: Und der macht das ja auch vor, wie man Informationen zum Klimawandel quasi als Querschnittsthema als eine Dimension jedes Themas schlüssig in seine Berichterstattung einbauen kann.
00:04:42: Kurze, Theresa Leisgangs spezifische Expertise ist die Rolle der Medien in diesem Kontext.
00:04:47: Herzlich willkommen und schön dass Sie da sind.
00:04:53: Richtig schön hier zu sein!
00:04:55: Frau Leisgang, dass sie und ihre kollegInnen ihren Netzwerk.
00:05:03: Kurz zur Einstiegsfrage entsprang ihre Initiative eigentlich noch der Euphorie vom Frühjahr dieses Jahres, wo man dachte wir haben es durch oder ist es schon eine Reaktion darauf das im Laufe des Sommers die Stimmung sich gekippt hat und der Rückhalt in sich zusammenbrach.
00:05:18: Tatsächlich ist es so, dass ganz viele Journalistinnen und Kollegen von mir auch – ich erinnere mich daran – wirklich auch erst aufgewacht sind mit der großen Welle von den Fridays for Futures.
00:05:28: Und es gab diesen Moment wo wir überlegt haben, nennen wir uns jetzt Journalists For Future und da gab's aber auch eine ganz klare Einsicht zu Nehe weil dann kommen wir zu aktivistisch rüber und das ist in Medienbereich im Journalismus immer noch ein No-Go.
00:05:43: Ich persönlich und meine Kolleginnen, mit denen ich das Netzwerk dann gegründet habe die sagen aber immerhin eine Haltung müssen wir trotzdem zeigen.
00:05:52: Diese Debatte ist immer noch nicht vorbei, aber ja wir haben uns da nicht Journalist for Future genannt sondern... Netzwerk, Klima-Journalismus.
00:05:58: Das
00:05:59: war mit einer Gradwanderung zwischen Aktivismus und anwaltschaftlichem Journalismus, sag ich mal.
00:06:03: Ja, schönen Dank!
00:06:04: Das hat mich echt interessiert.
00:06:06: wo in der Phase ist das quasi hergekommen?
00:06:08: Als zweites begrüße ich Barovicentara Gabbat.
00:06:11: Sie ist bei Greenpeace Deutschland Vorstandsprecherin für sozialökologische Gerechtigkeit Und an dieser Kombi sieht man auch schon dass sie dafür brennt Sozialpolitik und Klimapolitik nicht auseinander dividieren zu lassen.
00:06:22: Ihr Job ist es aus dieser Haltung heraus Kampagnen zu fahren also die gesamte Klaviatur öffentlicher und politischer Kommunikation für Klimaschutz zu mobilisieren.
00:06:32: Von ihrer akademischen Qualifikation her ist sie Juristin, sie studierte Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg mit einem Auslandsemester in Rio de Janeiro.
00:06:41: Und noch als Studentin hat sie die Climate Clinic gegründet das es ein Verein der ehrenamtlich Rechtsberatung in Klimafragen anbietet also auch für Klimaaktivistinnen oder NGOs.
00:06:52: Barogaba ist die Jüngste in dieser Runde nicht einmal dreißig Meinser mit Frau Leisgang, aber anders als wir beide.
00:06:57: Wir sind aus den Sechzigern.
00:06:59: Da bringt sie auch die Sicht einer Generation auf diesen Planeten.
00:07:03: gerne noch ein halbes Jahrhundert aushalten können würde sagen was mal so.
00:07:07: in diesem Sinne ist es äußerst plausibel dass sich von der Bundesregierung zwanzig einen zwanzich auch als stellvertretende Vorsitzenden das bundesjugend kuratorium berufen wurde dass die Regierung infrage eine generationengerechtigkeit berät vor gabbert schön dass sie da sind Sie sind juristin.
00:07:27: wann haben sie eigentlich gemerkt dass das recht Ein Riesenfaktor im Kampf um die Erterwärmung.
00:07:32: Wann ist Ihnen das bewusst geworden?
00:07:35: Ich habe zwei Erinnerungen daran, die einen kann ich mich selber erinnern und die anderen nicht.
00:07:41: Die erzähle ich zuerst anscheinend mit sechs Jahren überlegt, erzählt meine Großmutter mir, dass ich so ein Heft aufgeschlagen hab.
00:07:49: Da waren Schneeleopaden und irgendwie ging es darum, dass sie gefährdet sind oder auch sterben.
00:07:54: Dann habe ich zu meiner Oma gesagt ... Ich werde Bundeskanzlerin, um ein Gesetz zu schreiben.
00:08:00: Um die Schneeleopathen zu schützen und ihren
00:08:02: Lebensraum.".
00:08:05: Das habe ich vergessen bis sich fertig mit der Schule war... ...und meine Oma mir das dann erzählt hat als ich sagte, ob ich will Jura studieren!
00:08:12: Und sie meinte, aha, das passt ja zu dieser Schneeleopatengeschichte.
00:08:15: und ich war so, ah ok..
00:08:17: Gut,
00:08:18: habe ich anscheinend mir irgendwann schon mal gedacht.
00:08:19: Man muss wissen in meiner Familie gibt es keine Juristinnen und keine PolitikerInnen also keine Ahnung wie ich darauf gekommen bin.
00:08:25: aber das erste Mal dass sich mir dann selber überlegt habe Klima und Recht das gehört doch vielleicht zusammen ist dass meine Familie mütterlicherseits aus Ecuador stammt.
00:08:33: Ich bin da auch öfter zur Schule gegangen als Kind Und ich hatte das große große Glück Zwei tausend zwölf in einer indigenen Gemeinschaft zu Besuch sein zu dürfen eine Zeit dort im Amazonas mit leben zu dürfen.
00:08:46: Ich habe dort Freundinnen gefunden und die haben gesagt auf unserem Gebiet, da wird nach Erdöl
00:08:53: geforscht.
00:08:54: Unser Gebiet wird zerstört mit Dynamit-, mit Probebohrungen.
00:08:58: das zerstört unsere gesamte Lebensgrundlage und zwar ganz unmittelbar wie wir leben, wie wir trinken oder fischen.
00:09:07: Und dagegen klagen wir jetzt als allererste vor dem interamerikanischen Gericht zur für Menschenrechte.
00:09:13: Und die haben dieses Verfahren gewonnen und haben Recht bekommen, dass ihre Lebensgrundlagen nicht den Profit von Öl-Investoren untergeordnet werden dürfen.
00:09:22: Ich dachte Mensch.
00:09:23: also wenn Jura sowas kann dann möchte ich Jura
00:09:26: kennen!
00:09:27: Wunderbar!
00:09:34: Das ist dafür mich ein biografisch sehr spannender Eyeopener.
00:09:36: vielen Dank.
00:09:37: ja damit komme ich zu Frau Professor.
00:09:38: Doktor Miranda Schröhrs.
00:09:40: das ist der niederländische Name auf Englisch für einen deutschen Herausfordernd auszusprechen.
00:09:44: Bevor ich mir die Zunge breche, steige ich auf Vorname und sie um vielleicht auch.
00:09:47: Ich versuche es jedenfalls brav.
00:09:49: Miranda Schröhrt hat seit Jahrzehnte an der Tummen München den Lehrstuhl für Klima- und Umweltpolitik inne.
00:09:55: Sie untersucht dabei auch auf einer abstrakteren Metaebene wie Regierungen, Industrie und Zivilgesellschaft ihre konkurrierenden Interessen ausbalancieren.
00:10:07: Sie kann deshalb erklären, aus welchen Gründen im öffentlichen Diskurs wer gerade die Lufthochheit hat.
00:10:12: Für unser heutiges Podium ist ebenso interessant Ihre internationale Perspektive.
00:10:16: Sie hat in Europa den Vereinigten Staaten und Asien gelebt und geforscht.
00:10:20: Sie bringt heute eine wissenschaftliche Reflexionsebene ein, die den journalistischen und aktivistischen Zugang komplementär ergänzen kann.
00:10:28: Liebe Miranda!
00:10:28: Auch Ihnen ein herzliches Grüß Gott!
00:10:35: Vielleicht auch von Ihnen ein kleines Blitzlicht, wenn sie die deutsche Perspektive mit der internationalen Situation vergleichen?
00:10:42: Macht Ihnen der Blick auf Deutschland besondere Sorge oder können wir im globalen Vergleich noch relativ zufrieden sein?
00:10:50: Schwierige Frage.
00:10:51: Ich bin in dem Jahr zwei Tausend Sieben nach Deutschland gekommen, teilweise weil ich in der Zeit wohnte in den USA und habe die US-Politik angeschaut.
00:11:00: Es war in derzeit von George Bush das Kyoto-Gipfel.
00:11:06: Den USA hat das Kyoto Gipfel nicht unterschrieben.
00:11:10: Der ganze Frage ist, wo kann man dann wirklich mit Klimapolitik was machen?
00:11:15: Dann dachte ich, Deutschland!
00:11:19: Ich bin nach Deutschland gekommen und hab eigentlich gedacht, was für ein tolles Land so viel wert gemacht.
00:11:27: Und es war wirklich so, wir waren das Vorreiterland für viele andere Länder.
00:11:32: Aber wer verlieren diese Rolle?
00:11:35: Das finde ich total schade.
00:11:37: Gerne dazu noch mehr.
00:11:40: Sie merken, da kamen in diesen kurzen Blitz nicht viele Themen vor.
00:11:44: Meine sehr verehrtes Publikum.
00:11:46: Auch sie sind eingeladen sich in der Diskussion zu beteiligen.
00:11:48: Das ist am Katholiken-Tach normal.
00:11:51: Dafür stehen Ihnen zwei Wege offen.
00:11:52: Der eine ist ganz klassisch.
00:11:53: Es sind Zettel im Saal und können Sie ausfüllen, handschriftlich notieren.
00:11:58: Und meinen Studienleiter Robert Walzer und Martin Dabrowski sammeln die ein und werten die aus.
00:12:04: Sie können aber auch über diesen QR-Code da oben gehen auf der Seite von Mentimeter direkt was eintragen ... Das ist vielleicht für manche einfacher, auch je nachdem wo sie sitzen.
00:12:13: Für die hinteren Reihen glaube ich machen wir gerade mal den QR-Code sehr groß damit man den auch gestern gemerkt hat, den kann man sonst da hinten nicht scannen.
00:12:19: Machen Sie es jetzt weil wir ihn gleich wieder kleiner machen.
00:12:23: Also die beiden kümmern sich dann quasi heute um ihre Fragen.
00:12:26: Die werden sowohl die analog als auch die digital eingereichten Fragen sammeln, wir gehen davon aus dass es zu viele Fragen sind um jetzt einzelne Fragen vorzutragen, die natürlich eine sehr enge Auswahl nur bieten sondern die versuchen alles was eingereicht wird so zu klustern das sie's dann quasi vortragen können und wir hoffen auf dem Weg tatsächlich alle ihre Gedanken irgendwie womit drin auf diese Bühne zu bringen.
00:12:49: schauen wir mal ob das klappt.
00:12:51: ich merkst du am Schluss Applaus.
00:12:53: Jetzt noch mal kurz zum Duktus.
00:12:56: Das ist das, was ich jetzt in den nächsten sechzig Minuten mit Ihnen vorhaben.
00:13:00: Wir schauen auf den Verlust der Meinungsführerschaft.
00:13:02: Wie konnte das passieren?
00:13:04: Wir werden dann in einem zweiten Teil gucken, geht es eigentlich nur um die kommunikative Ebene?
00:13:08: Nur um Fehler im Narrativ?
00:13:09: oder funktioniert ein gutes Narrativ auch nur wenn wir in der Substanz der Klimapolitik etwas ändern.
00:13:14: Ganz werden wir nicht auf der kommunikativen Ebene bleiben können.
00:13:17: Dann würde ich diesen Block beginnen wie mit einem Filmeinspieler von einem Herd namens Dr.
00:13:21: Nils Hesse, der heute nicht hier sitzt und danach sind Publikumsfragen und dann kommen wir noch mal eine Schlussrunde.
00:13:27: Was können wir machen?
00:13:29: Wie kommen wir vor die Welle?
00:13:31: wieder raus.
00:13:32: Ja, Frau Leisgang, beginnen wir einmal mit dem relativ objektiven messbaren Befund.
00:13:37: der Klimawandel ist aus unserer Debatte verschwunden.
00:13:40: Sie haben dazu Zahlen erhoben und können den Befund statistisch darstellen.
00:13:44: würden sie uns bitte kurz erläutern was lässt sich beobachten seit dem Peak als einfach alle Zeitungen jeden Tag von vorne bis hinten voll davon waren?
00:13:52: Ja, ich erinnere mich gerade nochmal an die Zeit.
00:13:54: Weil es war tatsächlich diese Zeit rund um zwanzig ein und zwei... Also eigentlich schon früher, zwanzinneunzehn war der Peak an Klimaberichterstattung.
00:14:02: Und ich erinnere mich dass das genau die Zeit war wo sie vorhin auch noch mal gefragt haben Wann hat sich denn dieses Netzwerk von Kliemannjournalistinnen gegründet?
00:14:10: Da ist tatsächlich auch erst dieser Begriff aufgekommen.
00:14:13: Davor hat sich niemand Klimadjournalistin genannt und es gab natürlich ganz viele Kollegen, Kolleginnen die schon immer sehr gute Berichterstattung zur Klimakrise gemacht haben aber die vielen Jahrzehnte ja diese großen Herausforderungen schon bekannt sind trotzdem nicht flächendeckend berichtet wurden und zumindest nicht in der Gesellschaft noch mal so einen Aufschrei gab oder diese Welle die es dann gab mit den Fridays for Future.
00:14:39: In dieser Zeit sind schon interessante Sachen passiert.
00:14:41: Also ich erinnere mich, dass damals Bernd Ulrich zum Beispiel in der Zeit die Klimaberichterstattung aus der Wissenschaft in die Politik geholt hat und das war wichtig weil auch in der Wissenschaftsredaktion auch in einer Zeit einige Kollegen, Kolleginnen saßen, die das regelmäßig verharmlos haben und die gesagt haben ja so ganz genau weiß man ja auch noch nicht Und da ist es natürlich auch weiterhin diffiziel.
00:15:02: also jetzt gerade Ich weiß nicht meine Newsfeets sind alle voll mit.
00:15:06: Vielleicht wird die Umweltszirkulation im Atlantik mit fünfzigprozentiger Wahrscheinlichkeit kippen.
00:15:13: Ich weiß nicht, wie ihre Newsfeeds aussehen.
00:15:15: Mich fühlt es sich nicht so an als gäbe sie weniger Berichterstattung.
00:15:18: aber darüber haben Sie ja auch schon gesprochen dass wir da auch in Bubbles und den Blasen leben.
00:15:23: Und das ist tatsächlich so.
00:15:24: also diese Zahlen haben nicht wir erhoben oder nicht ich Aber Es gibt einen USA des Media and Climate Change Observatory MECCO Unter anderem, neben vielen anderen Erheben immer Zahlen und haben jetzt gerade eine Studie rausgegeben.
00:15:38: Wo schon klar war Klimaberichterstattung ist achtunddreißig Prozent weniger als noch zweitausendundzwanzig.
00:15:44: Achtunddreißig Prozent minus in fünf Jahren?
00:15:46: Genau!
00:15:47: Das heißt da gab es mal diesen Peak und jetzt sind zumindest die Titel, die Schlagzeilen da wo man messen kann.
00:15:52: Da steht irgendwie Klimawandel, Klimakrise oder Biodiversität drin.
00:15:56: das ist nach unten gegangen und das ist natürlich schon einiges Aber das wissen sie ja auch alle.
00:16:02: Wenn man halt in die Nachrichten guckt, dann sind da viele andere Krisen.
00:16:06: Dann sind da Kriege und dann ist da die Unsicherheit was die KI eigentlich mit unserem Leben macht etc.
00:16:11: Noch mal ganz kurz!
00:16:12: Ist es denn quasi auf das Niveau von vor dem Peak abgesagt oder noch darunter?
00:16:16: Tatsächlich ist es jetzt gerade noch weniger, aber ich glaube das ist tatsächlich etwas was ich aus der medienwissenschaftlichen Forschung kenne die die Kollegen in Leipzig machen.
00:16:24: Es gibt einfach auch Wellen von Aufmerksamkeit und alle die hier viel älter sind als ich, die wissen das also Ich wurde da grad geboren.
00:16:33: Aber dass Waldsterben in den Achtzigern Das war auch mal so eine Welle.
00:16:36: Und die Älteren Kollegen Das tut uns tatsächlich auch gut Als Junge jüngere Journalistinnen in diesem Netzwerk, wo viele junge Freie sich auch engagieren.
00:16:47: Immer mal wieder mit den Älteren zu sprechen.
00:16:49: Da gibt es tolle Kolleginnen und Kollegen, die da schon seit dreißig Jahren dran sind und die uns auch daran erinnern, dass es durchaus auch andere Wellen gab von einer öffentlichen Debatte, wo es um Umweltthemen ging – wenn vielleicht auch nicht – um die Zuspitzung der Klimakrise.
00:17:03: Und natürlich merken das die Redaktionen auch.
00:17:06: Also die merken, dass eine Nachrichten-Müdigkeit gibt, wenn's immer nur noch geht und es ist eine politische Entscheidung, so eine Entscheidung wie das damals eine Entscheidung war das Klima aus der Wissenschaftsredaktion in die Politik zu holen.
00:17:19: Ist es auch bis heute eine Entscheidung von jeder Redaktion Klimathemen trotzdem zu setzen?
00:17:24: Und damit vielleicht zu riskieren dass nicht viel geklickt wird und damit zu riskierend dass man vielleicht Ja, ich glaube das ist die Angst.
00:17:33: Dass Leute weniger klicken und dass weniger Anzeigen geschaltet werden können, dass Leute irgendwie noch mehr zumachen und sich nicht mehr mit der Welt auseinandersetzen wollen.
00:17:40: Und da habe ich so's Gefühl – und das hab' ich auch viel gemacht in der Formatentwicklung -, dass wir da einfach nochmal uns reinlehnen müssen und gucken wie erzählen wird in diese Geschichten auch anders.
00:17:50: Noch mal kurz zu dem Befund.
00:17:51: also das heißt erstmal... Wir sind unter dem Niveau, dass es das vor der Future-Bewegung normal gewesen war abgesagt.
00:18:00: Das lässt sich messen.
00:18:01: Wenn wir noch auf die Begründungen schauen ... Ein paar Sachen haben sie schon genannt, was man landläufig auch unterstellt.
00:18:06: Wir haben zu viele Krisen, da ist weniger Platz für so etwas.
00:18:10: Wir haben eine gewisse Nachrichtenmüdigkeit, wir haben die normalen Aufmerksamkeitszüge.
00:18:13: Aber gab es bei der Analyse dieses erschütternden Befunds?
00:18:16: Der ist ja relativ frisch.
00:18:18: Gab's da auch Überraschungen oder noch mal Faktoren, die wir nicht so auf dem Zettel hatten?
00:18:22: Oder ist das schon eher so das Erwartbare was dahinter steht?
00:18:26: Ich glaube jetzt gucken wir heute zumindest auf den deutschen Diskurs und diese Zahl ... Das ist ne globale Zahl!
00:18:31: Und dann gibt es tatsächlich auch große Unterschiede in den Regionen und in den Ländern wo doch noch mehr über Klima gesprochen wurde.
00:18:38: Da sind Regionen weiter vorne, in vielen verschiedenen afrikanischen Ländern wurde weiter mehr über die Klimakrise berichtet weil da einfach auch Extremwetterereignisse viel regelmäßiger an der Tagesordnung sind und da verschwindet sie natürlich nicht.
00:18:51: Und ich glaube alleine dieser Titel warum reden wir nicht mehr übers Klima?
00:18:57: Also wenn ich rausschaue, dann merke ich die Leute reden über das Wetter.
00:19:00: Und kriegen aber nicht mit dass wir auch gerade aus einer Dürre kommen.
00:19:03: also auch der früher war viel zu trocken und das ist einfach dieser psychologische Mechanismus von was noch weit weg scheint oder in der Zukunft und was mich jetzt gerade nicht betrifft.
00:19:14: Das ist wie so unsere Aufgabe als Journalistinnen darüber hinweg trotzdem zu kommunizieren und trotzdem irgendwie dieses Thema hochzuhalten, was eben nicht nur ein Thema ist.
00:19:24: Und ich glaube aber das mir schon noch wichtig ist auch nochmal auf diesen Titel einzugehen, dass ich mich da so ein bisschen gefragt habe ob es auch provokativ ist weil dieser Saal ist voll und ich glaube es ist wichtig zu differenzieren.
00:19:38: Also es ist nicht so, dass wir nicht mehr über das Klima reden.
00:19:40: Sondern es gibt Teile in der Medienlandschaft die sich eben aus diesen ökonomischen Gründen oder auch aus anderen viele Redaktionen auch aus politischen Grunden sich anders positionieren und eine andere Haltung haben entscheiden.
00:19:54: und in der Politik wird sich entschieden nicht mehr übers Klima zu sprechen obwohl jede Entwicklung dies gerade im Iran Krieg und mit den Preisschocks gibt ein Anlass gäbe über die Energiewende Bei der Arbeit, die ich in der Redaktion bei Klimafakten mache, eine andere Organisation, die es schon sehr lange gibt.
00:20:17: Da gucken wir da sehr genau hin.
00:20:18: und dieser Befund wie reden nicht mehr übers Klima?
00:20:21: Der stimmt glaube ich so nicht!
00:20:22: Es gibt weite Teile der Zivilgesellschaft weiter darüber sprechen.
00:20:25: Das fühlt mich noch zu einem anderen Phänomen.
00:20:27: also Sie sind quasi innerhalb der Logik der klassischen Medien sage ich mal arbeiten sie dran diese Entwicklung zu stoppen und wieder mehr und richtiger auch fundierte über das Klima zu reden.
00:20:35: aber die Medienwelt erlebt ja gerade einen ganz fundamentalen Wandel auch im Verhältnis zu den großen Social Media Konzernen die mit ihren Algorithmen lösen ja in immer breiteren Kreisen der Gesellschaft, die klassischen Medien als Informationsquelle ab.
00:20:47: Immer größere Bubbles lassen sich quasi im Modus des Qualitätsjournalismus überhaupt nicht mehr erreichen.
00:20:52: Haben Sie da auch Ideen in Ihrem Netzwerk?
00:20:55: Also es gibt dann in Ihrer Schwarmintelligenz Ansätze wie was man da machen kann.
00:21:01: Also, was ich ganz persönlich mache und was sich wichtig finde ist eben Räume zu öffnen in denen wir uns den Diskurs gemeinsam angucken.
00:21:07: Und ich mach das normalerweise eben unter Kolleginnen und erladen wir mittags zu unseren fünf vor zwölf Klimagriffings-Kolleginnen ein.
00:21:14: da sind wir dann hundert Leute wie weniger als hier aber immerhin Journalistinnen und es sind immer noch so viele.
00:21:20: also den ersten Tag den ich dieses Jahr gehostet habe mit einem Soziologen aus München Dennis Ebersberg der ging um genau diese Frage Warum sind wir so klimamüde?
00:21:28: Wie kommen aus diesem Loch wieder raus.
00:21:32: Und da waren hundert und dreißig Kolleginnen zugeschaltet, das waren hunddreißig Journalistinnen die alle das Gefühl haben doch es braucht das mehr.
00:21:40: und natürlich genau haben wir dann in der Folge auch darüber gesprochen mit einer Medienwissenschaftler der uns nochmal ganz klar die Augen geöffnet hat.
00:21:47: Leute mit euren Nachrichten Plattformen mit tagesschau.de und so erreicht ihr deutlich weniger.
00:21:53: also der Traffic liegt in Deutschland einfach komplett bei den großen Tech.
00:21:59: Also der Traffic liegt, wenn man den Traffic in Deutschland im ganzen Internet misst.
00:22:03: Der liegt einfach bei YouTube, bei Amazon, bei Instagram und bei Meta.
00:22:07: Das fühlt mich jetzt direkt weiter Professor Schröhrs.
00:22:10: Die Politik muss heutzutage in einem gereizten Klima umgeben von Triggerpunkten ihren Job machen Und sie muss kommunizieren in einen Raum hinein, der Aufregung und negative Emotionen gegenüber einem faktenbasierten Diskurs begünstigt.
00:22:24: Der von Desinformation geflutet wird.
00:22:28: Kann das überhaupt gelingen?
00:22:30: Oder müsste die Politik nicht zuerst einmal ... den Diskursrahmen reparieren.
00:22:35: Da versorgen, dass inhaltliche Argumente überhaupt wieder besser durchdringen können.
00:22:39: Konkret braucht es Regulation mit neuer Medien als ersten Schritt einer besseren Klimapolitik, damit wir überhaupt wieder den Rahmen haben, in dem Politik sachlich diskutieren kann?
00:22:49: Sie haben in Ihrer Einführung eigentlich schon ein bisschen da hingewiesen ... In Sinne ... Sie haben über die Kommunikation in der Ampel-Kollektion geredet und ich ... Ich habe mich immer gefragt, die Ampelkoalition hat in viele Sachen versucht wirklich Sachen voranzubringen.
00:23:09: Aber es ist nicht immer eine Bewocerung rübergekommen, warum die Sachen gemacht werden?
00:23:14: Nicht das was der Ampelkollektion gemacht hat alles falsch verurteilt oder überhaupt nicht!
00:23:19: Es ist eher der Frage versteht der Bewoceration, warum wir reden über ein Heizungsgesetz?
00:23:28: verstehen die Leute eigentlich, dass es nicht rein in Klimafrage ist.
00:23:34: Es ist auch eine Frage was ist der Zukunftstandort Deutschland?
00:23:38: Wie kann Standort Deutschland langfristig auch wettbewerbsfähig sein?
00:23:44: und es wird nicht auf Basis die alte Industrie entstehen, sondern es wird auf Basiss der zukunftliche Entwicklung sein!
00:23:56: Was mir auffällt, die ganze Frage.
00:23:58: Wir haben bisher noch nicht über wie viel Geld wir im Ausland schicken zu autokratische Länder, die die fossile Energie uns verkaufen?
00:24:09: Die ganze Iran-Krieg – man merkt es bewegt Leute ein bisschen jetzt!
00:24:14: Wer soll in diese Gelegenheit benutzen, nicht zu bremsen?
00:24:19: Was ich leider im Moment sehe.
00:24:21: Stattdessen mit dem Bewölkerung darüber zu reden warum es vernünftig ist dass wir viel stärker in die Energieeffizienz einsteigen.
00:24:32: Ausbau der Neuerbare Energien.
00:24:35: Wir brauchen das Infrastruktur davor Die Hochspannungsnetzen.
00:24:39: Klar, die sind schwierige Themen Konflikt Themen, aber wir sollen vernünftige Offene miteinander darüber reden und nicht immer so diese Haarspolitik was man in die letzten Zeit sieht.
00:24:57: Jetzt würde ich in dem Kontext gerne Ihre internationale Perspektive abfragen.
00:25:02: Denn genau das sehen wir bei Donald Trump gerade.
00:25:05: Die Fakten sind so überzeugend, wenn man die wahrnimmt, kann nur zu einem Ergebnis kommen und deshalb ... Oder ist das System hier resilienter?
00:25:29: Ist es so divers aufgestellt, dass wir diese Angst nicht haben müssen.
00:25:37: Wie schätzen Sie das ein?
00:25:39: Man sieht, die Rechtpopulismus verstärkt sich in viele Länder heutzutage
00:25:46: und
00:25:47: darum müssen wir auch wirklich aufmerksam sein.
00:25:50: Ich glaube, wir haben in Europa mit ziemlich vielen ... Checks and Balances auch eine Möglichkeit, die rechtsrutsch abzubremsen.
00:26:01: Gleichzeitig soll man so nicht mal schlafen und das alles einmal hinnehmen weil es ist gefährlich.
00:26:09: Und wir haben auch in der Vergangenheit Europa schlimme Erfahrungen mit autoritäreren Regimes.
00:26:17: Das brauchen wir nicht wieder hier.
00:26:20: Mein Hoffnung aus den USA ist dass man sieht Ich sage es offen, ich bin kein Trump-Unterstütze.
00:26:29: Dann lehnen Sie sich jetzt aber ganz schön weit aus dem Fenster hier im Saal!
00:26:34: Ich glaube das.
00:26:35: man sieht dass in den USA der Begeisterung von Trump ist nicht mehr da und die Leute stellen viele Frage was der Gefahr ist bei Trump?
00:26:48: Ist das?
00:26:48: er hat so viel Institutionen in Sohn verschwacht, den Forschungsgelder weggenommen Sensor eingereicht und man merkt, das fängt den Deutschland schon an.
00:27:00: Sie haben es auch gesagt.
00:27:02: Manche reden nicht mehr, die nutzen das Wort Klima nicht mehr.
00:27:06: Ich denke kein Self-Sensor bitte!
00:27:09: Wenn wir nicht offen gegen Faschismus reden, faschistische Tendenzen, dann spielen wir mit.
00:27:17: Jetzt ist aber ja so ... Sie ist aber so, dass nicht einfach autoritäre Regime Böse zum Klima sind und alle Demokratien lieb.
00:27:32: Wir sehen in China ganz andere Tendenzen.
00:27:36: Absurd das Klingenmark hätte man vor ein paar Jahren nicht gedacht.
00:27:38: Aber kann es sein, dass China das Klima vor den USA retten muss?
00:27:44: Ja!
00:27:45: Ja,
00:27:46: es kann eigentlich sein und das ist für Deutschland ein Wachaufmoment glaube ich.
00:27:51: Weil China hat in die letzte Dekade von einer Nachfolge, die Deutschland hingeschaut hat zu einem.
00:28:01: wir sind Deutschland vorauslands sich entwickelt nicht in alle Bereichen.
00:28:05: Ich möchte nicht dass wirklich über zu groß darlegen aber in viele Bereiche in China hat bekannt sie haben Ergriffen, dass das der Zukunft ist mit der Klimawandel.
00:28:18: erneuerbare Energien.
00:28:20: Clean Tech, künstliche Intelligenz und Clean Tech Und die setzen wahnsinnig viel Energie da rein.
00:28:30: Die Forschungsgelder was da reinfließt und die Merken was in den USA passiert.
00:28:35: Wer ister Gewinner aus dem Iran Krieg?
00:28:37: China Ich glaube den USA wenn es nicht schnell sich ändert, ist ein Großmacht der sich abrutscht.
00:28:49: Ich glaube, ich lade Sie noch spontan.
00:28:50: Ich habe morgen um zwei in Podium zum Multilateralismus.
00:28:53: Letzen Sie einfach mit auf die Bühne!
00:28:55: Frau Gabbardt, Sie sind anders als es im Journalismus möglich ist bekennender Teil der Bewegung und sie waren gerade mal Anfang zwanzig, als das mit den Fridays for Future losging – mit den Schulstreiks.
00:29:05: Wie haben Sie diesen Declin, diese Entwicklung seitdem erlebt?
00:29:09: Und wie erklären Sie sich den Verlust Ihrer Meinungsführerschaft?
00:29:13: Ich habe nie das Wort Meinungsführerschaft benutzt.
00:29:16: Ich muss da noch mal drüber nachdenken,
00:29:17: aber... Das ist ein bisschen steil!
00:29:18: Aber Sie wissen was?
00:29:19: ...steil ja und ich hab auch nie aufgehört über's Klima zu reden so viel rede ich darüber nicht gerade noch so einen Hals-Bombon nehmen musste weil von einem Termin zum anderen übers Klima rede aber es stimmen zwei tausend.
00:29:31: Das Jahr fängt das an.
00:29:32: Im Jahr zwei Tausend neunzehnt stand ich da mit Millionen, hunderttausenden und deutschlandweit Millionen von Menschen auf der Straße.
00:29:40: Da war eine unglaubliche Energie dieses Mammutprojekt Menschheitsaufgabe Klimaschutz in den öffentlichen Diskurs zu tragen.
00:29:49: Und da gab es ein paar Dinge die irgendwo auf dem Weg mindestens abgenommen haben und die das möglich gemacht
00:29:56: haben
00:29:59: dass es einen großen Glauben daran gab in vielen Teilen der Bevölkerung, die da zusammengekommen sind.
00:30:05: Es waren ja nicht nur junge Menschen mit Nichten.
00:30:07: Das waren ganz unterschiedliche Menschen, die auf die Straße gegangen sind, das die Politik etwas verändern kann
00:30:15: und möchte
00:30:16: wenn man laut genug ist und auf die Strasse geht.
00:30:19: Die Leute hatten wirklich Hoffnung und gesagt Wenn wir uns zusammenschauen, wenn wir uns hierhin stellen, wenn wehlaut werden?
00:30:24: Wenn wir sagen was sie möchten dann wird das gehört und dann wird es umgesetzt.
00:30:28: Und dann muss man schon sagen, ja diese Bewegung hat ganz viel gebracht.
00:30:32: Das muss man ganz deutlich so anerkennen.
00:30:35: Ein Klimaschutzgesetz das hatten wir vorher nicht in Deutschland.
00:30:38: Wir haben höchstrichterliche Entscheidungen, die wirklich bahnrechte Dinge auch in die Juristerei gebracht haben.
00:30:44: Das hatten wir auch nicht in Deutschland.
00:30:45: und trotzdem muss man sagen für die größten Demonstration der Nachkriegszeit ist relativ wenig passiert.
00:30:52: Und man ist trotzdem auf den Straßen gegangen jeden Freitag immer wieder an Jahr lang.
00:30:59: Es war sehr zäh.
00:31:00: Und ich glaube, dass viele der gerade jungen Menschen die da waren das Gefühl bekommen haben was mache ich hier eigentlich jeden Freitag wenn es dann immer heißt und Ich war viel bei Abgeordneten Dann mit und Bundestagsabgeordnete und sonst Was?
00:31:14: Frau Garbert!
00:31:15: Es ist so schön Dass sie sich so engagieren finde ich wirklich toll.
00:31:20: Ja also
00:31:22: Ja,
00:31:22: also so nette Menschen.
00:31:23: Ich könnte aber auch was anderes machen an meinem Freitag.
00:31:25: So ist es nicht!
00:31:26: Für einen Staatsexamen zu lernen und da werden zufällig immer die Probeklausuren geschrieben.
00:31:30: Könnte ich auch stattdessen machen?
00:31:31: Ich würde gerne das in ein paar Gesetze ändern.
00:31:35: Das ist ganz schwierig...
00:31:38: Gut,
00:31:39: sollen wir Ihnen irgendwie helfen?
00:31:40: Deswegen haben wir übrigens unseren Verein gegründet.
00:31:42: Weil wir gesagt haben, wenn das so schwierig ist dann gibt es mal ein bisschen juristische Nachhilfe.
00:31:46: aber
00:31:47: ich glaube dass da wirklich bei Teilen der Leute die auf die Straße gegangen sind diese Hoffnung in die Politik macht das schon verloren gegangen ist oder zumindest abgenommen hat.
00:31:58: Bei manchen hat es zu Resignation geführt, bei manchen hatte es zu mehr Engagement geführt und bei anderen zur Radikalisierung.
00:32:07: Das ganze Spektrum gibt es.
00:32:09: Und dann sind natürlich ganz viele andere Sachen passiert, es kam die Corona-Pandemie, im Jahr ist das im Jahr.
00:32:15: Da konnte man überhaupt nicht mehr sich treffen und gar nicht mehr auf die Straße gehen.
00:32:18: Es war ein großer Bruch in den Hochzeiten dieser Klimabewegung.
00:32:23: Mit der Corona- Pandemie, so der Eindruck, glaube ich auch vieler junger Menschen aber auch viel anderer Menschen haben sich die Krisen so gehäuft kleinen Abstand überschlagen, dass viele Leute einfach irgendwann erschöpft waren.
00:32:40: Das habt jetzt Corona, jetzt Inflationen, jetzt Angriff auf die Ukraine, jetzt wieder Trump, jetzt Energiepreise – ich weiß nicht wie ich mir meine Miete leisten kann!
00:32:50: Ich weiß nicht, wie wir uns noch unser Lebensstandard halten können.
00:32:53: Ich weiß nie, wie das hier in Deutschland aussieht mit den Sozialsystem und so weiter und
00:32:57: sofort.".
00:33:00: Thema Klima und ich bin ganz bei dir.
00:33:03: Das ist nicht weg, wenn wir die Umfragen uns anschauen und auch selber machen das beschäftigt ganz viele Leute aber das hat nicht mehr so das Potenzial oder das Potential vielleicht schon Aber es wir sehen gerade nicht dass so viele leute sagen Wir gehen einfach auf die straße dann wird es schon wir demonstrieren nochmal und dann wird Es schon.
00:33:21: Und Ich finde aber Ganz Ganz wichtig anzuerkennen Dass Das nicht bedeutet, dass das nicht in anderen Formen weiter existiert.
00:33:30: Das eine ist viele junge Menschen gerade machen sich Sorgen und viele sind – ich habe es ja schon gesagt, manche haben mir Engagement verändert – die sind woanders mit diesem Thema hingegangen?
00:33:40: Es sind Leute auch groß geworden, sag' ich mal!
00:33:42: Die sind Klimadonalistinnen geworden, es sind Leute Klimajuristinnen geworden, sie sind Leute in die Wissenschaft gegangen, gegangen, die haben sich in ihren Kommunen engagiert.
00:33:52: Lokal gesagt wir machen Bürgerentscheid!
00:33:54: Wir wollen hier mehr Radwege haben, wir wollen mehr Bäume haben, tun das was wir können und zum Beispiel haben wir auch den Hamburger Zukunftsentscheiden mit geschriebenen das Gesetz.
00:34:06: also ich weiß nicht wer das mitbekommen hat.
00:34:08: Wer es mitbekommt?
00:34:09: Hamburger zukunft entscheid?
00:34:10: Auf jeden Fall ja aber hier ein paar okay genau da.
00:34:14: tatsächlich habe vor drei Jahren Anruf bekommen Hallo, Baro.
00:34:17: Wir sitzen hier zu dritt und wir wollen dass Hamburg früher klimaneutral wird.
00:34:20: kann man dazu ein eigenes Gesetz schreiben?
00:34:22: weil das was da in der Stadt ist es reicht nicht.
00:34:24: Wie gesagt klar kann man gesetzt schreiben für eine Stadt das ist ja gar kein Problem.
00:34:28: dann haben jetzt hingesetzt und über Jahre hinweg haben sich ganz viele Leute hingesetzt Wohnungsbau Genossenschaften UnternehmerInnen WissenschaftlerInnen alle zusammen einen alternativen Gesetz gearbeitet und darüber wurde abgestimmt.
00:34:42: Und Hamburg hat mehrheitlich zugestimmt, dieses Gesetz haben zu wollen als Staat.
00:34:46: Das heißt viele Leute haben auch gesagt vielleicht sind es nicht mehr die Demos?
00:34:49: Vielleicht ist das das Engagement vor Ort oder woanders und so verändert sich das.
00:34:58: Wir haben auf der einen Seite, wenn ich das noch mal zusammenfassen kann für mich schon gravierende Verschiebungen im Lebensgefühl ihrer Generation.
00:35:04: Da ist auch was zu Bruch gegangen und enttäuscht worden.
00:35:09: Auf der anderen Seite aber eben doch auch hoffnungsvolle Zeichen dass sich überall im Konkreten im Kleinen doch sehr viel tut.
00:35:14: Und wenn es sich da windmal wieder dreht sind ganz viele bereit sage ich mal in Scharen mit den Hufen und können dann auch wieder loslegen.
00:35:20: Ich habe nochmal eine kommunikative Frage zu dem was vor Leistgang vorhin sagte.
00:35:24: Greenpeace hatte in den Jahrzehnten seitens Greenpeace gibt eigentlich immer wieder gigantische kommunikative Erfolge zu verzeichnen.
00:35:31: Sie waren immer schon Meister der Zuspitzung!
00:35:34: Wie gehen sie jetzt mit den Veränderungen in der Medienwelt um?
00:35:36: Merken Sie, dass Sie schwerer durchdringen und kommunikativ sich noch mal neu erfinden müssen?
00:35:41: oder sagen Sie hey Greenpeace wir waren immer so.
00:35:43: Wir halten der locker Schritt und freuen uns über die neuen Möglichkeiten die es da gibt.
00:35:48: Das ist eine herausfordernde Zeit gar nicht weil wir nicht zuspitzen können oder Dinge auf den Punkt bringen sondern weil wir konkurrieren mit... Alternativen Fakten mit Algorithmen, die belohnen wenn man polarisiert und nicht mehr differenziert.
00:36:05: Ich würde sagen Greenpeace kann zuspitzen aber wir können auch differenzieren und wir können bei den Faktern bleiben.
00:36:10: Und das ist nicht so in Mode gerade!
00:36:12: Und Algorithme, die belohnen wenn man emotionalisiert vor allem auch wenn man Hass- und Hälfte verbreitet und das strebt uns wirklich zu wieder.
00:36:18: Das heißt es sind wirklich keine einfachen Zeiten und sie hatten die Frage ja schon nicht an mich gerechtet gestellt.
00:36:25: aber ich möchte schon noch mal was zu diesen Algorithmensagen und diesen sozialen Medien.
00:36:30: Ich bin jetzt nicht dafür zu sagen, wir verbieten das, wir schaffen das Abo oder sonst was.
00:36:35: also darum geht es gar nicht.
00:36:36: aber ich wundere mich schon warum wir hier in Deutschland nicht oder Europa nichts sagen?
00:36:43: Wir wollen diese Algorithmen demokratisieren!
00:36:47: Wir wollen selber entscheiden wie dieser Diskurs in welchem Rahmen stattfindet.
00:36:53: Das ist total spannend.
00:36:58: In den letzten Jahren habe ich in Brasilien studiert und da haben wir uns diese Fragen gestellt.
00:37:03: Wie sieht ein Gesetzeskonglomerat aus, was die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu begleiten vermag?
00:37:12: Und letztes Jahr hat diese neue Bundesregierung die Frage jetzt auch gestellt zehn Jahre später und ich war da und hab gesagt also gut dass wir darüber mal sprechen aber es ist wirklich also bisschen nach zwölf wenn wir uns mal anschauen was da passiert.
00:37:28: Man muss nicht alles verteufeln, was jetzt in den sozialen Medien passiert.
00:37:31: Menschen lieben Menschen!
00:37:33: Das sagt mir ein guter Kollege immer mal, der sagt über Menschen wollen, vertrauen auch Menschen die mögen Geschichten, die lassen sich mitreißen.
00:37:42: das funktioniert total gut und es funktioniert auch im sozialen Medien.
00:37:45: da kann man
00:37:46: gute Geschichten erzählen, da kann Auswirkungen der Klimakrise, woanders auf der Welt für Leute hier sichtbar und greifbar machen.
00:37:56: Da gibt es ganz tolle Potenziale und ich glaube auch ohne die sozialen Medien wäre Fridays for Future nicht so eine globale Bewegung geworden.
00:38:01: das muss man anerkennen.
00:38:03: aber wenn ich auf meinen Instagram Profil gehe und wirklich die ganze Zeit jede Woche irgendwelche Beleidigungen, einen Tag irgendwelchen Beleidingungen bekommen.
00:38:13: Jede Woche mir irgendjemand wünscht dass sich auf irgendeine andere Art und Weise bitte sterben möge und das honoriert wird von dem Algorithmus dann ist Das ist kein Diskurs, den ich hier gerne hätte für unsere Demokratie.
00:38:24: Dann muss man was tun!
00:38:31: Danke schon mal dafür bei unserem wichtigsten Tagesordnungspunkt Römisch-Eins.
00:38:34: Jetzt einen guten Blick über ihre verschiedenen Perspektiven hatten.
00:38:40: Eigentlich ist das Bewusstsein noch da aber die Politik traut sich nicht auf der Basis dieser Zustimmung zum Klimaschutz auch eine entsprechende Politik zu machen und das ist ein kommunikatives Problem.
00:38:49: Die Akzeptanz einer wirksamen Klimapolitik wird entscheidend davon abhängen, ob man dieser destruktiven Dynamik eine positive Erzählung entgegensetzen kann.
00:38:59: Und zwar eine positive Ernährung mit der man auch die bürgerliche Mitte
00:39:02: erreicht.".
00:39:03: Wie ein solches Narrativ lauten könnte, hat Dr.
00:39:05: Nils Hesse für die Konrad-Adenauerstiftung untersucht.
00:39:09: Er ist akademisch qualifiziert in VWL-, BWL-Politik und Wirtschaftswissenschaften.
00:39:13: Er arbeitet als Politik- und Redenschreiber unter anderem im Dienst der Bundesregierung und auch der Unionsfraktion.
00:39:19: Das ist seine politische Beheimatung.
00:39:22: Wir hätten ihn heute auch gerne auf dem Podium gehabt, aber er konnte nicht.
00:39:26: Deshalb hat er extra für uns ein neunminütiges Video aufgespielt, das wir uns jetzt anschauen.
00:39:30: Insofern kommen wir zu dem Videofilm
00:39:32: ab!
00:39:33: Schöne Grüße nach Würzburg.
00:39:34: Mein Name ist Nils Hesse und ich werde Ihnen in den nächsten knapp zehn Minuten eine bürgerliche Klimaerzählung vorstellen, die beginnt erstmal mit dem bürgernlichen.
00:39:43: Wer sind bürgarische Menschen?
00:39:44: Das sind Menschen, die haben typischerweise einen liberalen Drang einer Freiheit- und Selbstbestimmung und haben auch eher ein optimistisches Bild auf Wandel oder Fortschritt.
00:39:53: Gleichzeitig sind das auch tendenziell konservative Dieneskepsis haben gegenüber großen Gesellschaftsentwürfen und ein größeres Vertrauen haben in Gewachsenstrukturen, Traditionen.
00:40:04: Sie setzen auf Maß um Mitte und weniger auf Ideologien und Utopien.
00:40:08: Und diese Bürgerlichen stehen in den letzten Jahren bei der Klima- und Energiepolitik so zwischen allen Stühlen.
00:40:14: Also sie sind einerseits gelockt von dem Versprechen des grünen Wachstums dass wir in Deutschland alles gleichzeitig erreichen können also das Klimawelt weit schützen in Deutschland Arbeitsplätze schaffen, Unabhängiger werden von Energieimporten und am Ende noch wohlhabender dastehen als vor dem Ganzen.
00:40:32: Und von der anderen Seite da üben Aktivisten Druck aus, moralischen Druck, denn sie sagen, der Weltuntergang steht bevor, wenn wir es nicht in Deutschland tatsächlich schaffen innerhalb von wenigen Jahren aufhören CO-Zweid zu emittieren, am besten aufhörten Auto zu fahren oder Fleisch zu essen oder Flugzeug zu fliegen.
00:40:51: Dann gibt es noch eine Gruppe, die will von ihm eigentlich gar nichts wissen.
00:40:54: Die sagt Klimawandel ist gar kein Problem für uns und wir sollten gar keine Klimapolitik
00:40:57: machen.".
00:40:59: Und diese drei Gruppen üben Druck auf die Bürgerlichen aus und auch auf die Politik – und sie haben auch Einfluss auf die Politik!
00:41:07: Diese ambitionierten Klimaziele und ganz kleinteiligen Verbote sind schon ein Ergebnis der Aktivisten, die Druck ausüben, dass wir moralisch verpflichtet sind hier sehr aktivistisch etwas zu tun.
00:41:19: Und die ganzen Förderprogramme und die eher grüne Industriepolitik, sie ist auch ein Ergebnis des Werbens der Anhängern eines grünen Wachstums für eine Wachslungspolitik, die dann noch Wachsung schaffen soll.
00:41:31: Die Klimaverweigerer bekommen ab und zu mal was.
00:41:34: wenn die Preise zuspürbar werden und wenn es zu deutlich wird dass das einfach nicht so richtig tragbar ist für manche Gruppen, dann gibt es Spritpreisbremsen, Industriesterumpreise und solche Dinge.
00:41:44: Also das ist zusammen schon eine Mischung für all diese Gruppen, aber die ergibt in Deutschland speziell und auch Europa doch eher so ein Hindernislauf der einen relativ engen Korridor vorgibt.
00:41:57: Für die Unternehmen, für die Bürger- und für die Forscher.
00:42:00: Ein Korridord, der begrenzt ist durch diese Verbote und Regulierung und der zuführt auf recht kleinteilige Ziele nationalsektoral für bestimmte Technologien.
00:42:12: Weil es anstrengend ist dieser Lauf gibt es noch recht viele Verpflegungsstände am Rand, die dann Subventionen austeilen an die Läufer.
00:42:19: Und das Problem ist schon mal dass man ja gar nicht vielleicht die richtigen Ziele ansteuert, die auch nicht immer erreicht.
00:42:26: Noch ein größeres Problem ist, dass all das Wissen und Ideen, die außerhalb der Begrenzung des Korridors liegen, dass man die gar nicht richtig nutzen kann Und dass man in diesem ganzen Hindernislauf nicht mehr vorsieht, das man auch mal innehält.
00:42:40: Überlegt ob man noch auf dem richtigen Kurs ist und auch mal die Option vor sich, dass man mal auch umdrehen kann, umsteuern können.
00:42:47: So sind wir eben im relativ kleinteiligen Hindernislauf unterwegs – in Europa und in Deutschland.
00:42:54: Global ist das Problem Alle Länder zusammen in den Klimakonferenzen etwa, dass sie schon was tun wollen.
00:43:00: Aber doch sehr unterschiedlich rudern in einem globalen Ruderboot das auf so ein Wasserfall den Klimawandel zusteuert.
00:43:09: und wenn da jeder so rudert wie er selber denkt, dass es richtig ist dann gibt es da Menschen und Länder die ihr Ruder gar nicht mehr ins Wasser bekommen also gar keine Kraft ausüben mit dem was sie da tun oder andere die rudern zwar auch im Wasser mit dem Ruder aber die kommen sich nie quere.
00:43:26: So ist das Ganze nicht koordiniert und führt letztlich nicht zu einer richtig effektiven globalen Emissionsmünderung.
00:43:34: Und aus beiden müsste man rauskommen, dafür bräuchte es eigentlich eine bürgerliche Klimaerzählung also eine eigenständige wahrnehmbare Erzählung die das Problem wahrnimmt aber nicht in Panik verfällt.
00:43:46: Eine Erzählungen die ökologische Nachhaltigkeit mit ökonomischer gesellschaftlicher nachhaltigkeit abwegt Also die Zielkonflikte offen benennt und möglichst effiziente und effektive Instrumente sucht, die es dann ermöglichen, dass Deutschland wirklich was beiträgt zur Reduktion der weltweiten Emission ohne die Menschen dabei zu überfordern und ohne Freiheit um Wohlstand zu gefährden.
00:44:07: Und so eine bürgerliche Klimaerzählung hat vier Merkmale.
00:44:10: Das Erste ist, sie ist ne globale Erzählung also eine globale Perspektive weil wir ein globales Problem wie den Klimawandel auch nur global lösen können.
00:44:21: ganz wichtig, die Kosteneffizienz.
00:44:22: Also auf marktwirtschaftliche Instrumente setzen, die die Vermeidung von CO² dort geschehen lassen wo sie am wenigsten kosten und das ganze dann auch freiheitlich dass man den Menschen nicht beformen mundet sondern möglichst ihn dann aufgrund der preisanreize selber überlässt welche entscheidungen sie treffen welche technologien sie nutzen welche Entscheidungen sie tagtäglich treffen.
00:44:46: das muss freiheitlich in der sozialen Marktwirtschaft bei den Bürgern liegen, diese Entscheidung.
00:44:51: Der Staat ist dafür da die Preisanreize zu setzen und das ganze soll dann als Gesamterzählung noch erzählt werden, wie die einzelnen Bausteine Instrumente, die man nutzt in so einer bürgerlichen Klimapolitik im Beziehung zueinander setzt.
00:45:04: Ein Instrument dass diese vier Merkmale aufweist ist der Emissionshandel.
00:45:08: Er verbindet Zielgenauigkeit, Kosteneffizienz Freiheitlichkeit und internationale Anschlussfähigkeit.
00:45:13: Und es ist damit besser geeignet, globale Klimaziele zu erreichen als der jetzige Mix aus Verbotenförderung und Detailsteuerungen.
00:45:21: Der Emissionshandel ist aus bürgerlicher Sicht nicht nur einfach eine Ergänzung zu dem jetzigen Instrumentenmix sondern erst eine Alternative zu einem Großteil dieses Instrumentemixes.
00:45:30: Es verbindet eben die Möglichkeit dass man politisch gesetzte Ziele mit den Mengendeckel tatsächlich erreicht ermöglicht im Handel dann die Suche nach den günstigsten Vermeidungskosten und er ermöglich, dass man global sich mit anderen Bepreisungssystemen abstimmt.
00:45:44: Sie verbindet und damit dann immer größer wird und immer mehr seine Vorteile ausspielen kann.
00:45:50: Was wir damit brauchen ist, wir müssen wegkommen von einer Klima Erzählung, die auf achtzig oder hundert verschiedene Einzelinstrumente setzt, die alle mit einer bestimmten tollen Zahl versehen werden wie viel man denn damit einsparen kann und dann durch die Addition nationale oder sektorale Ziele zu erreichen, sondern wir müssen den Emissionshandel in Zentrum stellen als echtes Leitinstrument.
00:46:13: Und da nur noch die Instrumente nutzen, die den Emissionshandel wirklich gut ergänzen, die ihn seiner Wirkung unterstützen.
00:46:21: Dieser ganze Mix muss auf eine globale Emissionsminderung zielen.
00:46:27: Wenn man das kommuniziert Dann sollte die bürgerliche Klimapolitik zum einen diese Vorteile des Emissionshandels und eines Bepreisungssystems herausstellen.
00:46:37: Sollte nicht unnötig Erwartungen wecken, die man nicht erfüllen kann?
00:46:40: Weil das spüren die Bürger dann früher oder später und wenden sich im Zweifel enttäuscht ab von der Klimappolitik.
00:46:47: Und wir brauchen die Unterstützung der Bürger bei der Klima-Politik.
00:46:49: deswegen keine falschen Versprechung sondern das was man leisten kann.
00:46:54: Wir können tatsächlich eine effektive Klima Politik leisten, die weltweit Emissionen senkt.
00:46:58: dass wird zu gewissen Kosten führen, aber das muss man offen sagen und wir müssen es dann halt so machen dass diese Kosten möglichst gering sind.
00:47:07: Und wir müssen eben auf die internationale Kooperation erstmal in Europa dann global setzen und auch einen Technologieoptimismus vermitteln, dass wenn man die richtigen Anreize setzt als Staat, dass dann die Bürger, die Unternehmen, die Forscher immer wieder es geschafft haben auf große Herausforderungen Lösung zu finden Und das wird auch in diesem Fall wieder so sein.
00:47:27: Also es gibt vielleicht auch Technologien, die wir noch nicht auf den Zettel haben, die erfunden werden uns helfen bei der Lösung dieses Problems.
00:47:33: Man muss nur die richtigen Rahmen setzen dass die Bürger, die Unternehmen und die Forscher diese Lösung finden Und dazu sollte man die richtigen Anreize setzen und nicht einfach unverbindliche Appelle loslassen, die dann manche erreichen, manche aber nicht.
00:47:47: Und insgesamt auch zu einer Polarisierung innerhalb der Gesellschaft führen und dass man sich gegenseitig moralisch Vorwürfe macht.
00:47:54: Nein stattdessen sollte man den Anreizen richtig setzen und dem Bürgern ist überlassen wie sie damit umgehen und das Ganze dann eben als Gesamtpaket kommunizieren, also die Emissionshandel eben als Alternative nicht als Ergänzung zu manchen Instrumenten.
00:48:06: Und dann auch deutlich machen dass wenn er umgesetzt wird, dass er dann Kosten verursacht, dass es aber auch wieder Möglichkeiten gibt die Einnahmen zurückzuverteilen etwa an die Bürger über Steuersenkungen.
00:48:16: Dass es dadurch dann auch möglich ist bestimmte Regulierungen wieder zu reduzieren und wieder mehr Freiheit zuzulassen.
00:48:23: Denn nur so schaffen wir es dann, dass die bürgerliche Mitte weiter sich zum Klimaschutz und zur Klimapolitik bekannt.
00:48:30: Und auf die wird es ankommen, auf die bürgerliche Mitte.
00:48:33: Es wird deswegen ankommen auf eine bürgernische Klimaerzählung.
00:48:36: Die muss natürlich umgesetzt werden dann in eine börgerliche
00:48:39: Klimapolitik.".
00:48:41: So ich hoffe das ist ein kleiner Puls für Ihre weitere Diskussion und ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und freue mich auch über Rückmeldung zu dieser bürgarischen Klima Erzählung!
00:48:52: Schöne Grüße nach Würzburg.
00:48:55: Ich gebe es weiter mit dem Applaus.
00:48:57: Vielen Dank.
00:48:57: und jetzt interessiert mich ja durch die Meinung der Jury, Frau Leisgang möchte das Netzwerk Klima Journalismus Das Video für seinen Instrumentenkasten haben?
00:49:04: Nein Aber ich finde es tatsächlich super schade dass Nils Hesse jetzt nicht hier ist weil ich hätte schon noch wirklich viele rückfragen Und eigentlich wäre es irgendwie schön wenn er das mitbekommt.
00:49:14: vielleicht zeichnen wir das einfach auf und Jetzt
00:49:16: zeichne das auch
00:49:17: nach rechts zurück
00:49:18: Im Kanal der politischen Akademie.
00:49:20: ist das hinterher nachzuhören?
00:49:21: Ja wo soll ich anfangen?
00:49:23: Ich fand es zwischenzeitlich interessant, einfach noch mal so zu sehen.
00:49:28: Wo hilft es mir auch, Dinge zu verstehen wenn da ein Bild dabei ist?
00:49:32: Das mag ich irgendwie erstmal anerkennen das zum Beispiel dieses Bild von der COP wo auf dieser Weltklimakonferenz alle rudern und dann steht drüber Rudert doch alle freiwillig mehr etwas zu merken.
00:49:42: ah das funktioniert nicht.
00:49:43: und das haben auch ganz viele Menschen Und auch die Politik verstanden leider in den letzten Jahrzehnten dass diese Klima Konferenzen nicht funktionieren.
00:49:51: Und gleichzeitig ist der Emissionshandel keine Erzählung.
00:49:55: Also das ist ein politisches Instrument, aber man kann nicht sagen, der Emissionshandel ist eine Erzählungen die wir jetzt ins Zentrum stellen sollten.
00:50:03: Eine Erzählung ist zum Beispiel dass internationale Politik doch funktionieren kann und dass jetzt vor ein paar Wochen in Santa Marta Und wenn ganz viele Leute zusammengekommen sind, Internation aus sechsundfünfzig Ländern sind dort Menschen zusammen gekommen und haben gesagt hey diese Klimakonferenzen funktionieren nicht mehr.
00:50:24: Wir kommen jetzt zusammen und gucken wie würde denn eine Welt aussehen in der wir tatsächlich aus den fossilen Energien aussteigen?
00:50:30: Wie geht es denn wirklich?
00:50:32: Und zwar mit denen die das auch machen wollen!
00:50:34: Das ist eine Erzählung, die wir vielleicht auch zu wenig hier gebracht haben.
00:50:38: Ich glaube bei mir ist schon noch wichtig so eine Sache zu sagen dass da einfach teilweise die Fakten nicht gestimmt haben, also die Nils Hesse da als Fakte hingestellt hat.
00:50:51: Es gibt keine Umfragen, die zeigen das Menschen überfordert... dass die Mehrheit der Menschen überfordert ist wenn wir ihnen mehr über Klima erzählen.
00:50:58: Da kann man sich die Moran Common Studien und so weiter angucken.
00:51:01: Und wenn ich mit den Klimawissenschaftlern vom PIC von Potsdam Institut für Klimafolgenforschung Interviews führe Dann sind die in dieser Frage zu Technologie Offenheit, das ist eine Erzählung.
00:51:13: Also was ist Freiheit?
00:51:14: Was ist Technologieoffenheit?
00:51:16: Da sind sie ganz klar!
00:51:17: Der Weltklimarat rechnet in allen großen Berechnungen den Szenarien wie könnte unsere Zukunft aussehen?
00:51:24: Die rechnen mit verschiedenen Technologien, die es auch teilweise noch nicht gibt und daran gibt es große Kritik weil es tatsächlich noch völlig unklar wird diese Maschinen die CO² aus der Atmosphäre sagen sollen Nämlich, es ist komplett unklar.
00:51:41: Wo stehen die?
00:51:42: Welche Auswirkungen haben sie ökologisch?
00:51:44: wie soll das überhaupt finanziert werden?
00:51:47: und dass heißt auf so narrativ zu setzen was das ins Zentrum stellt das halte ich zumindest für fragwürdig und ich glaube da müssen wir noch mehr diskutieren.
00:51:59: Frau Garbert natürlich auch an Sie.
00:52:00: die Frage ist das was Herr Hesse uns jetzt da geschildert hat Das Patentrezept für die nächste große Kampagne von Greenpeace mit dem sie die bürgerliche Mitte erreichen?
00:52:10: Nee.
00:52:11: Auch nicht!
00:52:12: Und ich hab mir hier so mitgeschrieben und ich habe mir als letztes aufgeschrieben, Ich glaube und hoffe dass die bürgerliche Mitte auch zu anderen Erzählungen fähig ist Weil es mir ähnlich ging.
00:52:28: also eine Erzählung macht für mich eine Hoffnung auf Die Macht für mich los einen Wandel auf was Gemeinsames und das mit dem ETS, mit dem Emissionshandizim.
00:52:41: Das kann man machen!
00:52:42: Das muss man gut ausgestalten aber es ist ein valides Instrument.
00:52:45: Es ist aber für mich auch nicht die Erzählung, die wir brauchen.
00:52:48: Aus meiner Sicht – und das hat mir total gefehlt – ist das woran es mangelt?
00:52:53: Nicht dass die Leute nicht erkennen, dass Klimawandel-, Klimakrise ein Problem ist.
00:52:58: Auch nicht, dass sie wissen das mehr getan werden muss sondern das Wie und wie Sie in dem Wie selber sich wiederfinden und ob das gerecht ist.
00:53:07: für mich ist die Klimakise eine der größten Ungerechtigkeitskrisen unserer Zeit global wie auch national.
00:53:17: Die Klimakrise ist ungerecht, weil sie verursacht wird von Leuten die ihre Folgen nicht so sehr tragen.
00:53:23: Aber auch Klimapolitik kann himmelschreiend ungerecht sein – auch innerhalb von Deutschland und das merken die Menschen!
00:53:30: Wenn Leute das Gefühl haben….
00:53:32: …die Schere zwischen Arm und Reich wächst immer weiter... ...die wir wissen nicht wie wir unsere Grundbedürfnisse überhaupt noch decken können.
00:53:41: Und ein paar Leute, die haben immer mehr und immer mehr Klimapolitik, die alle und vielleicht sogar die Mitte belastet ohne diese großen Fragen zu adressieren.
00:53:53: Wer das eigentlich verursacht hat?
00:53:54: Und dass sind MilliardärInnen, die klimaschädliche Dinge getan haben!
00:53:59: Dann sind viele
00:54:01: Leute Nicht bereit, aus der bürgerlichen Mitte bei dieser Sache mitzumachen und deswegen hat mir da total der soziale Ausgleich gefehlt.
00:54:10: Also die
00:54:10: Frage
00:54:11: ganz kurz klang es ja an aber so die Frage kommt eigentlich etwas zurück zu denjenigen, die sich bemühen, die wirklich wollen, die aber trotzdem Jobs haben und Kinder und Familien und alle möglichen anderen sorgen.
00:54:23: wie kann man das denen einfacher machen?
00:54:25: Das ist für mich die Frage der börgerlichen.
00:54:29: Das letzte ist auch die Frage, was macht man denn mit diesen Leuten wie einem Elon Musk oder einen Jeff Bezos?
00:54:37: Oder den ganzen anderen Kollegen da.
00:54:39: Die jetzt habe ich gelesen, eine Achthundert Milliarden oder so ist das Vermögen von Elon Musk.
00:54:45: Und dann muss man sich mal vorstellen, wenn man das alles zum Beispiel über Zertifikate löst und der kann einfach ganz viel kaufen was er dann irgendwann emittieren darf.
00:54:53: Ist das die Welt?
00:54:54: Die gerechtes und lebenswert, die wir haben wollen oder brauchen wir da etwas anderes?
00:54:58: müssen wir uns nicht verleicht anhand der Krise und mit der Klimapolitik ganz viele soziale Fragen stellen weil wir dahinter viele Leute vereinen können?
00:55:07: Das wäre eher meine Erzählung.
00:55:18: Aus wissenschaftlicher Sicht würden Sie der Kernthese zustimmen.
00:55:23: Der Emissionshandel ist das Leitinstrument, Klimapolitik und alles, was da nicht zu passt, kann weg.
00:55:29: Aus wissenschaftlicher Perspektiv?
00:55:32: Nein!
00:55:33: Doch einmal nein so unterm
00:55:36: Herzen.
00:55:36: Man kann nur sagen, die Emissionshandelsysteme ist wichtig.
00:55:44: Es spielt ein wichtiger Roll.
00:55:46: Aber die Kernaussage hier, dass man alles durch ein wirtschaftliches System lösen kann.
00:55:55: Dass die Menschen fallen weg!
00:55:57: Wir sind Menschen und brauchen auch Gefühl.
00:56:01: Und wir brauchen auch diese Idee, dass wir mitmachen können.
00:56:04: Die Emissionshandelsysteme funktioniert viel besser für die Großunternehmen als für die Einzelpersonen.
00:56:12: ob man entscheidet, ein Elektroauto zu nutzen oder ein konventionell Auto.
00:56:18: Das wird über die Emissionshänder nicht so einfach entschieden.
00:56:22: Es ist eigentlich aber auch noch größere Probleme als er das dargestellt hat weil es ist auch in internationalen Wettkampf.
00:56:31: Da sind unterschiedliche Emissionshandelsysteme und da ist ein Grund warum wir bis jetzt dass wir kein globaler Emissionshandelssystem haben, weil das entscheidet eigentlich welche Regeln sind dominant.
00:56:46: Wirtschaft auch dann eine wichtige Frage.
00:56:50: Das ist ein komplizierter Thema.
00:56:54: Was mir bei dem Video aufgefallen war, der Titel ist eine Klimaerzählung.
00:56:58: Faktisch geht es zur Hälfte um Klimapolitik.
00:57:00: Wir setzen voraus, dass es eine Politik gibt, die man gut verkaufen kann und da ist tatsächlich der soziale Aspekt unterbelichtet.
00:57:09: Es ist verständlicherweise die Sorge in ärmeren Schichten besonders.
00:57:14: dass sie die Klimapolitik zu stark belasten könnte.
00:57:18: Und das, obwohl man eigentlich sagen könnte ... Das hat der Stefan Baumann im Interview mal ... Deren Klimabilanz ist ja in Ordnung!
00:57:23: Die müssen gar nicht so viel ändern.
00:57:25: Sie sind im Budget und wenn man trotzdem bilden Sie eine kommunikative Allianz zwischen Prekariat- und Porschefahrern sag ich mal etwas zugespitzt?
00:57:33: Das ist in der Sache ja gar nicht gegeben.
00:57:35: aber wie konnte man denn oder was wäre denn so ein Instrument mit dem man quasi aus dieser sozialen Falle rauskommt, da würde ich gerne von Ihnen allen drei nochmal kurz die Meinung hören.
00:57:46: Ich habe natürlich Stichwort Klimapolitik einfach schon mal in die Überschrift gemogelt aber vielleicht gibt es auch noch andere Instrumente.
00:57:52: Frau Schröders bitte von Ihnen zuerst und dann einmal reihum kurz.
00:57:56: Na ich glaube eigentlich diese Punkt vorher ist ein superwichtiger weil der Welt rückt in so ein Ungleichheit ein, dass es wird schwierig überhaupt Maßnahmen zu entwickeln die bezahlbar sind für einen Mittelschicht die immer ärmer wird.
00:58:14: Das wir müssen eigentlich die Strukturen viel stärker anschauen.
00:58:18: Wir haben bisher nicht darüber geredet, dass der Media was in Vergangenheit unabhängig war, in viele Länder von diesem Milieu-der aufgekauft werden.
00:58:30: und wenn man die deutsche Media anschaut, viel von Seitungenlaced kommt eigentlich von die internationale Berichten auch hinaus.
00:58:40: Und wenn alle von den Milliardären gekauft werden, dann hat man eigentlich schon ein Bayes in das Medienfeld, dass auch super groß geworden ist.
00:58:51: Wir haben über der Frage technologische Freiheit.
00:58:56: Wer redet über technologische Freiheit in der Bereich künstliche Intelligenz?
00:59:01: Nee, da sind alle bereits auch hundert Prozent schnell hinter zu laufen und nicht zu fragen was muss da vielleicht geregelt werden?
00:59:11: dass man viel stärker diese Meinungsdialog mit wieder aufnimmt.
00:59:17: Und nicht ein Struktur gesteuert wird von die super, superreiche industrielle Interessen.
00:59:29: Ich bin eigentlich nicht eins das glaubt dass wir in aller Bereich und Technologie Freiheit haben sollen weil es sind auch Technologien die gefährlich sind bereit sein zu sagen manche Technologien, ja aber vielleicht nicht alle.
00:59:46: und das ist ein Bereich wo für uns wir schaffen es nicht wenn wir die Gesellschaft nicht mitnehmen.
00:59:57: Darum brauchen wir einen besseren Dialog.
01:00:01: Wir müssen auch die Leute sagen, das sind mehrere Gründe, warum man versichten soll auf die fossile Energien.
01:00:09: Da es sind mehrere gründen, warum überlegen kann, kann man nicht vergitarisch essen usw.
01:00:15: Das bedeutet nicht dass alles geregelt werden muss aber dass wir vernünftig miteinander über Sachen reden und diskutieren Und ich glaube, nur so würden wir uns ein klimaneutrale Deutschland-Europa global schaffen.
01:00:33: Ich höre gerade von der Regie von Herrn Dabrowski das sehr viele Fragen eingegangen sind und nicht nur viele Fragen sondern auch viele Klasse von Fragen.
01:00:45: Jetzt haben wir zwei Drittel rum also wir machen ja bis zwölf.
01:00:48: vor acht und dreißig haben wir gesagt Wir haben noch eine knappe halbe Stunde.
01:00:52: Ich würde jetzt gleich die Fragen präsentieren lassen, aber vielleicht Frau Leiskang noch eine Frage an Sie.
01:00:58: Eines der erfolgreichsten Narrative ist ja der ökologische Fußabdruck, der witzigerweise von British Petroleum gepusht wurde und der im Grunde genommen das Instrument war mit dem man diese Frage individualisieren konnte.
01:01:13: Jeder muss doch gucken was er selber so hinterlässt Und damit ist die Frage von der Ebene der Konzerne und der Politik im Grunde genommen auf das Gewissen des Einzelnen geladen worden.
01:01:22: Geschickter Move, aber die Frage an Ihre Erinnerung sind Sie da vielleicht auch dieser Kampagne ein bisschen zu sehr auf den Leim gegangen?
01:01:30: Also muss man da auch nicht da nochmal ansetzen dass man von dieser Individualisierung wegkommt.
01:01:34: Von dieser Last der Verantwortung auf jedem einzelnen.
01:01:37: am Ende ist es ja wichtiger wie man wählt als wie viel man fliegt Aber das kommt nicht so rüber.
01:01:41: Wie schauen sie auf ihre eigene Innung?
01:01:44: Ja, es ist auf jeden Fall so wie du auch gesagt hast.
01:01:46: Menschen lieben Menschen und natürlich haben dann immer alle Kolleginnen geguckt Wie kriegen wir dieses Stück noch ein bisschen mehr servicemäßig?
01:01:53: Was kann ich jetzt tun Und das ist wahrscheinlich den meisten hier im Raum auch inzwischen klar dass es nicht darum geht wie viel wir jetzt unseren Müll trennen.
01:02:04: Das war aber auch ganz lange die Geschichte.
01:02:07: Ich bin schon gerade bei dieser Frage von was ist denn ein Narrativ?
01:02:12: Genau, also der Emissionshandel ist kein Narrativ.
01:02:15: Aber dieses was kann ich tun und wo kommt dann vielleicht auch ein Gefühl rein wenn es auch Schuld und Scham ist oder so?
01:02:23: Was dann zumindest anspricht aber das vielleicht auch nicht progressiv ist in dem Sinne von was bringt uns denn wirklich weiter?
01:02:30: Ich glaube, da schaue ich vor allem kritisch auf die Medienlandschaft und das machen wir in unserem neuen Format Brandmelder.
01:02:37: Wo auch alle gerne Brände melden können wenn irgendwo wirklich eine Berichterstattung was schiefläuft auf brandmelda.org vom Netzwerk Klimaschinalismus.
01:02:45: Und da ist uns schon viel durch die Lappen gegangen in den letzten Jahren.
01:02:49: Da hatten wir noch nicht die Kapazität des wirklich so genau zu beobachten.
01:02:54: Aber was ja passiert ist, das war ein Narrativ dass wir jetzt keine Freiheit mehr haben in unserem Heizungskeller und dass daran ein Politiker Schuld sei wobei dieses Gesetz schon in der Ampelkollektion entschieden und verabschiedet wurde und das war einen Narrativ und warum es so groß geworden ist aber auch weil es eine Kampagne war.
01:03:16: Ich glaube, da sind wir wieder so ein bisschen... Es macht ja nicht nur Greenpeace-Kampagnen sondern auch die Lobbyverbändekampagnien und das nochmal ganz klar zu haben in... Großbritannien haben Kollegen und Journalistinnen herausgefunden, dass die Kampagne gegen Wärmepumpen von der fossilen Lobby gestreut wurde.
01:03:36: Und in Deutschland gab es ganz lange so eine Recherche nicht, die das wirklich zeigen und aufdecken konnte.
01:03:41: aber einfach noch mal irgendwie klar zu haben.
01:03:44: wenn jetzt wieder darüber gesprochen wird, dass wir Freiheit in unserem Heizungskeller haben dann wünsche ich mir von allen JournalistInnen, dass sie einordnen was bedeutet das denn für mich als Mieterin oder für mich als Hauseigentümerin in den nächsten zwanzig dreißig Jahren, wenn die Preise steigen werden.
01:04:00: Wenn wir weiter abhängig sind von autokratischen Regimen, wenn wir weiter Gas importieren müssen aber gar nicht wissen, woher?
01:04:07: Wenn wir dadurch erpressbar sind und das ist die Einordnung von Narrativen, die es braucht.
01:04:15: Ich habe hier so ein Zeichen kurz bekommen.
01:04:19: ich möchte erstens dazu diese Kampagnen Das sind nicht nur fossile Lobby, da stecken auch rechtsextreme globale Netze und Gelder von Autokratien aus der ganzen Welt hinter.
01:04:30: Die dominieren vor allem die sozialen Medien.
01:04:32: das muss man ganz klar so anerkennen und es ist gewollt dass es diese Kampagnen gibt.
01:04:36: Das ist das erste und zwei Dinge.
01:04:39: sie haben ja gerade gefragt Instrumente also.
01:04:42: wir können ja auch Kampagnen machen.
01:04:44: und zwei Kampanien, die wir lange schon machen ist einerseits das Klimageld.
01:04:48: Ich finde es ganz, ganz bitter dass es nicht gekommen ist und die Leute, die sich klimafreundlich verhalten belohnt werden dafür und auch endlich mal als Die Vorbilder angesehen werden wie sie sind wenn Sie Dinge reparieren Wenn Sie sich Mühe geben wenn Sie andere damit inspirieren.
01:05:02: Das ist die erste Kampagne Könnte gerne alle weiter tragen können.
01:05:06: Und die zweite bis in Neuer Ist die klimabezogene Milliardärsteuer.
01:05:10: Dass Wir sagen Fünfzig MilliardäreInnen auf der Welt brauchen in neunzig Minuten so viel wie ein Mensch, durchschnittlicher Mensch in seinem gesamten Leben.
01:05:18: Und davon ist ganz, ganz viel klimaschädlich.
01:05:21: und wenn man so Mauprojekte wie eine gesellschaftliche Transformation hat dann könnten die ja vielleicht von denjenigen, die ganz viel kaputt gemacht haben historisch
01:05:29: auch
01:05:30: mitgetragen werden.
01:05:31: das als zweites.
01:05:39: Ich halte mal so als Quintessenz fest, wir haben gemerkt an der Stelle hat die Zeste sicherlich recht.
01:05:44: Das Narrativ lässt sich nicht unabhängig von einer guten Klimapolitik erzählen.
01:05:48: vielleicht anders als erst sagt sie Die Politik folgt dann daraus.
01:05:51: eigentlich muss muss ich vorausgesetzt werden.
01:05:53: Wir brauchen erst die gute Klimapolitik damit man darauf mit klugen narrativen und erfolgreichen Narrativen dann umso besser aufsatteln kann.
01:06:00: jetzt aber die Seilfragen.
01:06:02: Was steht an?
01:06:03: Ja, also es ist eine riesige Beteiligung.
01:06:05: Über Achtzig Fragen sind hier eingegangen digital.
01:06:08: Eine Frage analog.
01:06:16: Darum müssen wir natürlich sehr bündeln und wir würden uns jetzt auf die Fragen beschränken, die wirklich reden über das Klima zum Thema haben weil das ja der Schwerpunkt des Podiums ist.
01:06:25: Die Frage, die am meisten gerankt wird werden wir auch nicht stellen nämlich ob Robert Habeck der bessere Kanzler gewesen wäre.
01:06:31: Aber ich ... Die Frage beantwortet gerade der Saal.
01:06:35: Ich nennen Sie mal, weil sie eben die meisten Zustimmung gekriegt hat.
01:06:39: Also die nächste Frage wäre eben, die sehr hochgerangt wurde welchen Einfluss die Corona-Krise und die damit verbundene Wissenschaftsleugnung auf die Berichterstattung zum Klima gehabt hat?
01:06:52: Und ob das einer der Kipppunkte vielleicht auch gewesen ist?
01:06:55: Frau Schrössig, glaube die Frage jetzt für Sie.
01:06:58: Ja, es ist klar dass der Corona-Zeit ein stärker Einfluss auf den Debat gehabt hat.
01:07:06: Zuerst ist die Aufmerksamkeit auf Epidemie hingegangen und Pandemie.
01:07:14: Es ist auch eine Zeit wenn alle fokussiert waren auf eigenes Gesundheit.
01:07:19: man dürfte eigentlich nicht mehr protestieren auf dem Straße.
01:07:23: Aber es ist auch eine andere Änderung, was damit verbunden ist.
01:07:27: Was ich glaube auch wichtig ist und das ist wirklich dass der Social Media hat sich mit dem Corona-Zeit zu einem anderen Niveau hochgegangen Auch weil die ganze Gesellschaft hat sich gelernt zu digitalisieren.
01:07:40: Das war in der Vorfall nicht der Fall.
01:07:43: Ich finde es wohl schade, dass wir haben nicht viel stärker die Frage der Pandemie Mit der Frage der Klima Erwärmung zusammengesetzt, weil es ist eigentlich ein Problem für die Zukunft auch.
01:08:00: Das mit den entwirmenden Klima würden wir wahrscheinlich in der Zukunft oft so logische Pandemien haben wo aus Krankheiten die in der Tierwelt sind stärker und schneller in die Menschheit rüber springen.
01:08:21: Und leider ist der ganze Debat auf ein emotioneller Basis.
01:08:28: Zum brauchen wir Wachsinen ja oder nein, Impfungen ja oder Nein statt über die Frage was es wirklich hier hinter.
01:08:36: warum haben wir diese Pandemie gehabt?
01:08:40: Ein zweiter und natürlich auch sehr wichtiger Punkt ist, dass viele fühlen sich nicht richtig behandelt gewesen in der Corona-Zeit.
01:08:51: Und es war auch ein bisschen willkürlich für nichts sagen das die Politiker alle doof sind oder sowas.
01:08:58: aber die haben auch manchmal Entscheidungen getroffen wo man fragen kann wieso dürfte man wohl einen Weinhandel aber nicht den Buch handeln?
01:09:11: Schwierig zu sagen, dass das war wissenschaftlich passiert.
01:09:18: Und da
01:09:19: merkt man
01:09:19: ... Der Vertrauen ist wohl in der Politik stark verschwacht geworden in diesem Zeit.
01:09:28: Es ist auch ein Zeit, wenn die Rechtpopulisten sich verstärkt haben.
01:09:32: Nicht nur deshalb, aber es hat auch eine Rolle gespielt.
01:09:36: Vielen Dank!
01:09:37: Möchten Sie ganz noch zur nächsten Frage gehen?
01:09:42: Der zweite Punkt, der sehr stark war.
01:09:44: Schuld der Medien gab es handwerkliche Fehler in der Berichterstattung sprich zu wenig positive Erzählungen, zu viel Krisenberichterstattern.
01:09:54: hat der politische Druck auf ARD ZDF oder andere Medien eine Rolle gespielt die Berichterstattung zurückzufahren?
01:10:02: bzw auch der ökonomischen Druck auf private Medien?
01:10:06: genau das war ein punkt der öfters angesprochen wird
01:10:09: Frau Leisgang, viele Analyse im eigenen Laden.
01:10:13: Also wir leben ja Gott sei Dank immer noch in dem Land wo die Medien relativ frei sind.
01:10:17: Es gibt kein politischen Druck auf Medienanstalten des öffentlichen Rechts es gibt aber wohl den ökonomischen Druck.
01:10:24: also das ist auf jeden Fall so dass sich da die Kollegen Kolleginnen schon danach richten zu gucken was wird viel geklickt und im besten fall auch angepasst haben.
01:10:33: wie erzählen wir denn dann die Geschichte?
01:10:35: Da gibt es unterschiedliche Strategien.
01:10:37: Ich weiß, dass Kolleginnen von Bayerischen Rundfunk, das hieß Main-Bayern, da haben die sehr auf Naturschutz gesetzt und haben gar nicht das Wort Klima verwendet.
01:10:48: Das wurde gar nicht erwähnt und natürlich hängt alles miteinander zusammen.
01:10:51: Und natürlich ging es auch um Klimafolgen.
01:10:54: andere Kollegen, Kolleginnen haben andere Strategien gewählt und oft ist es aber auch passiert.
01:11:00: Also was heißt Handwerkliche Fehler?
01:11:02: Ich glaube, es ist eher dann passiert das Thema nicht mehr zu setzen und daraus zu gehen.
01:11:06: Und man muss auch sagen Es ist komplex immer genau wie in der Corona Pandemie auch die Hintergründe zu recherchieren, den Schritt zurückzutreten.
01:11:15: Gerade in dem Tagesgeschäft was unglaublich schnell ist.
01:11:18: und deswegen ist es mir glaube ich schon nochmal wichtig zu sagen Es gibt ja auch nicht so etwas wie Die Medien.
01:11:23: also es gibt schon eine sehr große Unterscheidung zwischen Was sind die News Redaktionen wo wir dann vielleicht einfach zu schnell übernommen?
01:11:31: Was die News sind.
01:11:33: aber es gibt ganz tolle Kollegen Kolleginnen die lange Stücke machen.
01:11:37: Zum Beispiel morgen erscheint in der SZ ein Stück von Christoph Gatsch, das ist ein Kollege aus der Schweiz, der über den Permafrost geforscht hat.
01:11:43: Und es ist eine sehr lange Recherche und er hat sehr genau herausgearbeitet wie in den Bergen der Permafrust hier schmilzt was das für Bergstürze zur Folge haben wird aber genauso in Sibirien was dafür Keime und Pandemien vielleicht noch auf uns warten könnten und wie wir eigentlich damit umgehen.
01:12:03: würde ich fast sagen, dass es selten irgendwie handwerkliche Fehler waren.
01:12:07: Sondern einfach vielleicht nicht die Kapazität von den Kollegen und Kolleginnen, die auch Menschen sind sich wirklich diesen Thema zu stellen.
01:12:15: Und glaube da merke ich gerade so hier im Raum einfach an der Beteiligung an diesem.
01:12:20: Ich merk da voll so eine Reihenlehnen und ich mag das einmal würdigen und anerkennen, dass für viele Menschen auch einfacher ist zu verdrängen Und dazu gehören natürlich auch Journalisten und Journalistinnen.
01:12:31: Die machen dann lieber andere Geschichten.
01:12:34: Das ist eine Anerkennung davon, dass anscheinend viele oder alle hier im Raum sich reinlehnen und sich diesem komplexen Thema stellen und den schwierigen Fragen.
01:12:43: Was bedeutet es denn Mensch zu sein in diesen Zeiten?
01:12:48: Vielen Dank!
01:12:54: Ein weiterer Komplex, der sehr oft angesprochen wurde war Rolle der Kirche.
01:12:58: Erst mal wurde mehrfach gefragt oder kritisiert, warum kein Kirchenvertreter oder Bischof hier auf dem Podium sitzt.
01:13:05: Aber die Frage wäre jetzt wie sehen die Podiumsteilnehmerinnen die Rolle der Kierche eher als zentral für dieses Thema und für die Berichterstattung darüber?
01:13:15: Eher marginal das ist hier mehrfach gefraht worden.
01:13:19: Jetzt hatte ich mir im Grunde schon als Schlussrunde überlegt aber gerne von Ihnen allen dreien dazu Was können wir für Sie tun?
01:13:26: Ich fange mal an.
01:13:30: Ich sage jetzt mal ganz persönlich meine Analyse.
01:13:32: Gerne!
01:13:33: Erstens, ich glaube das Pariser Klimaschutzabkommen in den letzten Jahren wäre vermutlich nicht zustande gekommen ohne die Enzykliker Laudatiusi.
01:13:48: Welt um spannende Öffentlichkeit.
01:13:51: In diesem Zuschnitt des Themas ein integraler Bestandteil war, dass das in Paris geklappt hat und ich wünsche mir Kirchen als Orte, wo Menschen zusammenkommen die vielleicht sonst nicht mehr zusammen kommen weiter diesen Geist tragen holistisch auf dieses Thema zu schauen.
01:14:15: Nicht so individualistisch egoistisch wie es in der öffentlichen Debatte aus meiner Wahrnehmung ganz oft der Fall ist, sondern eine Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln aber auch für die Gemeinschaft.
01:14:30: Ein Bewusstsein darum weitervermitteln dass kollektive Probleme auch kollektiven gemeinsame Lösungen brauchen und dass man einander zuhört einander begegnet einander auch mal verzeiht oder darüber hinweg sieht, miteinander ringt um gute Ideen und ich würde mir so sehr wünschen dass die Kirchen als Orte aber auch andere Orte dieses Zusammenbringen ermöglichen.
01:14:57: Und zweite Sache!
01:14:59: Kirchen gerade in Deutschland haben ganz viel eigene Orte, also nicht nur Gebäude sondern auch
01:15:07: Forst
01:15:07: zum Beispiel.
01:15:08: Und die Frage wie werden Wälder genutzt in Deutschland?
01:15:11: Das ist eine ganz zentrale Frage und da würde ich mir wünschen wir haben mit Greenpeace auch so Projekte das heißt Waldallianz beispielsweise wo wir sagen Wir könnten uns doch mal anschauen wie Wälden so genutzen werden dass es regenerativ ist und tatsächlich Eigenschum verpflichtet.
01:15:31: Das kennen ja die meisten, weil das man auch sagt nicht nur zu sozialen Dingen sondern auch zu ökologischen Dingen und Bayern hat es glaube ich sogar in seiner Landesverfassung.
01:15:40: also dass man wirklich sich mal hinsetzt und was sich fragt und vielleicht auch
01:15:43: vormacht.
01:15:44: Was bedeutet das mit Ländern rein?
01:15:46: Mit Gebäuden so umzugehen, dass es nachhaltig der Gemeinschaft zugute kommt.
01:15:51: Es wäre das zweite was ich mir wünsche.
01:15:56: Selbst jetzt ein Kirchenvertreter hier würde er sagen, das ist durch dieses Wirr weiter vielen kleinen Kirchenstiftungen leider nicht so einfach zu lösen.
01:16:03: Aber man is dran an vielen Stellen.
01:16:05: Genau da sind wir durch den Juristisch ganz schwierig aber da können wir
01:16:08: helfen!
01:16:15: Ich gebe es weiter an alle Kirchenvertreter, die heute nicht hier sind.
01:16:18: Vielen Dank dafür dass sie uns da einiges zutrauen und ich denke das entspricht auch unserem Selbstbild.
01:16:21: wir haben da tatsächlich kommunikativ im Sozial-Miteinander Dinge in unseren Werkzeugkasten Die uns ein bisschen abheben vom Durchschnitt der Gesellschaft.
01:16:30: insofern sehr schön Wer mag weitermachen?
01:16:32: Frau Schöß Sie hatten gerade schon angefangen oder?
01:16:34: Ich
01:16:34: hängt gerade noch so ein bisschen immer noch an dem Video von Nils Hesse weil irgendwas hat mich von Taran beschäftigt Das ist ja wichtig!
01:16:45: den wir als Journalistinnen haben, die bürgerliche Mitte zu erreichen.
01:16:49: Ich glaube das ist etwas was Kirchen tatsächlich noch können und ich weiß auch nicht wie lange noch oder wie viele jüngere Leute da auch dazu gehören.
01:16:58: Da braucht es vielleicht auch noch was.
01:17:00: aber ich habe mir irgendwie aufgeschrieben während des Videos als er so gesprochen hat über den engen Korridor und dass sich wieso vielleicht auch die börgerliche mitte so zerrissen.
01:17:08: viel zwischen was es alles braucht hab ich mir als frage aufgeschrieben.
01:17:13: Also eine Geschichte wäre für mich, die Schönheit dieser Schöpfung zu bewahren.
01:17:23: Und das ist irgendwie ein Narrativ was zu kurz kommt und was ganz stark aus allen Kirchlichen auf jeder Ebene kommen könnte und einfach so diese Frage – Was haben wir denn zu verlieren außer ein gutes Leben auf diesem wunderschönen Planeten?
01:17:39: Ja ich glaube, dass würde ich mir wünschen, dass die Kirchen diese Frage mehr stellen!
01:17:43: Also alle, die gleich hier links ums Eck im Café Regenbogen einen Kaffee trinken werden, um sich vom Podium zu erholen.
01:17:50: Die wissen natürlich, dass der Regenburger in unserem Narrativ für den Bund mit der Schöpfung auch steht.
01:17:55: Insofern ganz schöner Hinweis.
01:17:57: noch mal von Ihrer Seite Frau Schrös.
01:17:59: Was ich mich gewundert habe wenn ich nach Deutschland kam ist es so toll das die Leute gerne zu sowas kommen wie diese Podiumsdiskussion.
01:18:11: Und
01:18:13: man muss zugeben, die Kirchen organisieren so was.
01:18:18: Die haben das seit der Karten gemacht schon in den siebzigeren Jahren.
01:18:26: mit Waldsterbensfragen, mit dem ganzen Frage der Oso und Loch.
01:18:32: Wenn man über die DDR-Geschichte hinschaut ... Eigentlich war es in die Kirche, dass man über Freiheit geredet hat.
01:18:41: Und in die letzten Zeit, das sind Vollkrisen auch in die Kürche, aber es wird offen über Sachen geredeten.
01:18:48: Das ist so wichtig!
01:18:51: Ich glaube, dass die Kirchen in Deutschland So ein wichtiger Roll in so vielen Bereichen.
01:18:59: In Nandi bringen eine Community zusammen, super wichtig!
01:19:02: Man redet über Sachen wie Klima... Das ist mein Thema, superwichtig und es nicht nur deshalb dass ich einen Job habe.
01:19:12: Die Kirchen in Deutschland sind auch in viele Bereichen.
01:19:16: Sie sind ziemlich progressiv und ich finde das super.
01:19:19: Man redet auch über die Zusammenhang zwischen Themen, man braucht den Mittelschicht, muss Armut bekämpfen.
01:19:28: Man hat andere Weltregionen, die haben schwierige Fragen wegen Klimawandel-Krieg etc.
01:19:35: Und da würde ich sagen, die Kirchen spielen eine superwichtige Rolle.
01:19:39: und mach weiter!
01:19:50: Vielen Dank auch dafür.
01:19:53: Alle sind Teil der Lösung, alle da wo sie können!
01:20:00: Eine Saalfrage haben wir noch?
01:20:01: oder einen Cluster?
01:20:02: und dann Herr Walther danach in die Schlussrunde.
01:20:06: zum einen den Kommentar aus dem Publikum wenn ein Getaufter auf dem Podium sitzt ist die Kirche bereits auf dem Pudi.
01:20:12: also die Frage
01:20:15: Also einen haben wir mindestens
01:20:18: Klimakleber?
01:20:19: haben die Aktionen der Klimakleber, die ja von manchen Leuten sehr radikal wahrgenommen wurden.
01:20:25: Die Klimaberichterstattung behindert oder in eine falsche Richtung gelenkt?
01:20:30: beziehungsweise zweiter Teil der Fragen zu diesem Thema war die Berichterstatterung über diese Aktion der Klima-Kleber nicht von Anfang an zu negativ und hat das Probleme bereitet in den Redaktionen?
01:20:49: Also bei Klimafakten haben wir gerade uns nochmal in die Studienlage angeguckt, was bringt kommunikativ irgendwie ein radikalerer Protest?
01:20:58: Und darüber hast du ja vorhin auch noch mal gesprochen.
01:21:04: Aktivistinnen der damals sogenannten letzten Generationen, die haben sich davon versprochen dass das Thema in den Medien bleibt.
01:21:12: Das war auch tatsächlich so.
01:21:13: es gab irgendwann den Punkt wo nicht mehr viel über was anderes berichtet wurde außer über diese Klebeaktionen.
01:21:20: und es gibt aber eben diese Theorie von vom radical flank effect.
01:21:24: das heißt wenn irgendwie in einer Bewegung eine Gruppe radikaler wird, dann gibt es auch mehr Anerkennung für die, die so ein bisschen mehr in der Mitte stehen.
01:21:31: Und ich erinnere mich schon daran dass die ersten Medienberichte über Fridays for Future auch durchaus kritisch waren.
01:21:36: Dass da schon auch die Frage aufgeworfen wurde sollten diese Kinder nicht lieber an die Schule gehen?
01:21:39: und was sollen sie denn da?
01:21:41: Also da gab's irgendwann diesen Shift von ah jetzt gibts noch mal die die noch radikaler sind.
01:21:46: Ich glaube sogar so Gruppierungen wie Endegelände, die irgendwie immer die Kohlekraftwerke lahmgelegt haben.
01:21:52: Die wurden auch dann ein bisschen mehr anerkannt.
01:21:54: Wie soll er?
01:21:55: Die machen wenigstens was, was nicht den Straßenverkehr stört.
01:22:00: Aber
01:22:00: und das haben glaube ich viele von denen in den aktivistischen Gruppen auch unterschätzt.
01:22:05: Das kommt schon auch... auf verschiedene Faktoren drauf an.
01:22:09: Es ist nicht automatisch so, dass dann alles besser wird und das haben wir ja gesehen.
01:22:13: also es gab tatsächlich eine Verschiebung dahin, dass das sehr kritisch berichtet wurde und da haben wir auch immer wieder Kommentare gebracht im Netzwerk Klima Journalismus und wie so dazu angehalten die über die Thematik zu sprechen.
01:22:30: Aktionen an sich und ich glaube aber auch da ist wieder wichtig zu unterscheiden gibt es nicht so was wie die Medien also einzelne Journalisten, die zum Beispiel bei der Welt arbeiten.
01:22:41: Die haben da regelrecht Kampagnen gefahren.
01:22:43: und mit wem zusammen oder aus welchen Gründen?
01:22:46: das kann ich nicht sagen weil das wurde in den Nachmitteln.
01:22:49: Aber es gab Kampagne gegen diese Art von Aktivismus und das ist kein Journalismus mehr für mich.
01:22:54: Also dass es nicht nur die Bildzeitung sondern es gibt
01:22:57: auch vielen Lesern aufgefallen das immer über Aber geredet wurde, ob die das dürfen und nicht mehr über das Anliegen, dass sie damit verbreiten wollten.
01:23:03: Wir sind auf der Zielgeraden angekommen.
01:23:06: Ich danke Ihnen jetzt schon mal, dass Sie hier waren dafür, ihre Inhalte, Ihre Perspektiven gebracht haben auch für den Unterhaltungswert, den das Ganze hatte.
01:23:13: Ich fand es ausgesprochen spannend in diesen neunzehn Minuten.
01:23:15: Vielen Dank!
01:23:24: Darf ich
01:23:27: diese Leute zu meinem Seminar
01:23:29: einladen?
01:23:31: Wenn Sie den Saal passen.
01:23:33: Von meiner Schlussfrage, wie kommen wir vor die Welle?
01:23:37: Ich hatte drei Aspekte, die ich mir vorstellen könnte ... Jetzt hat jede von Ihnen
01:23:44: noch eine
01:23:44: Minute für einen Schlussstatement mitzugeben.
01:23:47: Wie kommen wir
01:23:50: v.a.?
01:23:50: Bitteschön!
01:23:58: Toll, dass das organisiert geworden ist.
01:24:00: Ich verbite, dass Sie weiter solche Veranstaltungen organisieren und dass Sie auch mit Ihren Kollegen, Freunden und auch die Leute, die sie nicht kennen auf dem Strasse manchmal über das Klima reden.
01:24:13: Und es ist wohl jeder von uns, der so eine Rolle spielen kann.
01:24:17: Und ich glaube, dass der Welle wird wieder hochgehen weil das Klimaat ….
01:24:24: Wandel ist da, es wird warmer.
01:24:27: Wir würden vielleicht in dieses Jahr im El Nino-Jahr sehen.
01:24:30: Es wird nicht angenehm ... Da ist die Möglichkeit, die Sachen wieder auf dem Agenda zu setzen.
01:24:37: Aber wir müssen daran bleiben aus jemandem, der immer für Frauenrechten gekämpft hat.
01:24:42: Das ist auch eine hundertfünfzigjährige Geschichte.
01:24:46: Man muss daran
01:24:47: bleiben!
01:24:48: Vielen Dank.
01:24:53: Ich stieß direkt an... erstmal ganz persönlich an jede und jeden einzelnen.
01:24:58: Ich glaube, man kann sich zwei Fragen stellen und wenn man eine Antwort auf die beiden findet dann ist man gut beraten.
01:25:05: und diese zwei Fragen sind was kann ich gut?
01:25:07: Und was braucht die Welt?
01:25:09: Wenn man sich fragt was man gut kann und sich darüber klar im Klaren ist was man für die Welt möchte, dann findet man ein gutes Schnittmenge in der einen Beitrag leisten kann.
01:25:19: Da kann man sagen, ich finde die Welt braucht Klimagerechtigkeit.
01:25:22: Ich bin Juristin dann werde ich Klimajuristin.
01:25:25: Es kann aber auch sein, ich kann gut Geschichten erzählen und ich möchte dass zum Beispiel meine Kinder oder Enkelkinder Werte mitbekommen.
01:25:32: Dann kann man sich hinsetzen und miteinander reden.
01:25:34: es gibt unendliche Möglichkeiten Und so findet jeder und jeder vielleicht etwas was die Wahrscheinlichkeit für eine der lebenswärteren zukünfte zumindest erhöht.
01:25:43: Das ist das erste.
01:25:45: und das zweite is Ich bin fest davon überzeugt, dass eines der wichtigsten Dinge, die wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten brauchen werden, neben einer Idee für eine lebenswerte Zukunft, die eben nicht tech-milliardäre sind oder rechtsextreme komische Fantasien diese gemeinsam zu entwickeln.
01:26:05: Und was wir dafür brauchen ist Vertrauen.
01:26:07: Wir haben es schon angesprochen, Corona-Krise.
01:26:09: Ich glaube Vertrauen ist eine der wichtigsten Währungen und Vertrauen entsteht dadurch auch dass man einander zuhört von der Politik das man paar gute Dinge macht und dass man zusammen kommt.
01:26:19: deswegen solche Tage wie dieser sind glaube ich ganz ganz gute Anlässe umeinander auch mit ein bisschen unterschiedlichen Meinungen oder Ausrichtung Vertrauen zu kultivieren und auf diesem Nährboden eine lebenswertere Zukunft möglich zu machen.
01:26:32: Dankeschön
01:26:39: Eine Minute.
01:26:40: Ich merke aber gerade, dass es für mich auch voll wichtig ist... ich hatte so das Gefühl, ich mache auch ganz viele Events oder lade ein zu verschiedenen Formaten in denen wirklich Menschen auch mehr in Austausch kommen und ich fand's richtig schön zu hören, dass achtzig Fragen da waren und dafür fühlt sich irgendwas noch gar nicht so ganz im Kontakt an.
01:26:57: also einfach vielleicht wollt ihr und wollen sie alle diese Fragen die Sie jetzt heute bewegt haben auch mit rausnehmen?
01:27:02: Und zu allen anderen Menschen, die nicht bei dieser Veranstaltung waren weil man muss ja schon sagen, auf allen katholiken tagen und auch journalistischen konferenzen die ich sehe sind die räume in denen wir übers klima reden tatsächlich zurückgegangen und ich finde es richtig schön dass jetzt heute hier so viele da waren und irgendwas ist mir daran wichtig das wird das auch mit raus tragen und diese fragen weiter mitnehmen.
01:27:27: Ja, ich habe mich gefragt ob es passt.
01:27:28: Ob ich glaube schon?
01:27:29: Weil irgendwie hat mir so ein bisschen eine nicht-weiße Perspektive hier noch gefehlt und Ich hab einen Zitat... Was ich heute mitnehme ist wir müssen die richtigen Fragen stellen Und ich finde Vanessa Matata de Oliveira Die hat zwei Bücher geschrieben wo's um die Sterbebegleitung der Moderne geht Wo sie sagt So was braucht es denn eigentlich tatsächlich und finde Sie stellt eine ganz schöne Frage am Anfang die so ihre Leitfrage ist.
01:27:51: Ich hab die mal übersetzt auf Deutsch Was wäre, wenn du wüsstest und zwar bis in die Knochen.
01:28:01: Und nicht nur im Kopf?
01:28:02: Dass ein großer gesellschaftlicher und ökologischer Kollaps bevorsteht das früher oder später vieles von dem was wir selbst verständlich halten Nicht mehr gegeben sein wird vor allem weil wir schon sechs von neuen planetaren grenzen überschritten haben.
01:28:18: Wie würdest du handeln wenn du dieses wissen aushalten könntest?
01:28:29: Dann danke ich Ihnen auch noch jetzt für diese Schlussworte.
01:28:32: Auch dafür, dass es nicht nur das persönliche Schlusswort ist und uns in Friede Freude Eierkuchen nach Hause schickt, sondern dass es uns Denkaufträge mit gibt.
01:28:38: Wir machen natürlich weiter wie als Akademiebleiben dran!
01:28:41: Wenn es Ihnen so geht wie mir, dass ich am liebsten einzelne Passagen noch mal nachhören würde.
01:28:45: Wir betreiben eine Mediathek bei uns.
01:28:46: Sie kennen übrigens von dieser Beilage hier.
01:28:48: Da ist hinten drauf die Werbung des Katholigentag als Dauereinrichtung in unserer Akademie.
01:28:52: In unserer Mediathea finden sie auch den Mitschnitt von diesem Gespräch.
01:28:56: Wer sich das mal merken mag vielleicht Newsletter abonnieren oder so.
01:28:58: dann können Sie da auch das Ganze nochmal und viele andere Sachen, die wir auch rund um die Klimathematik gemacht haben dort Insofern, bei Ihnen habe ich mich bereits bedankt.
01:29:07: Bei Ihnen tue ich es jetzt.
01:29:08: toll, dass Sie da waren und sich so stark verteidigt haben.
01:29:12: Toll, dass sie diese Gedanken mit wegtragen, genau wie sie sie auch hergetragen haben.
01:29:16: Ich freue mich auf noch gute Tage, Katholikentag!
01:29:18: Und ein Thema ist heute immer wieder zwischen den Zeilen gewesen, nämlich der Multilateralismus.
01:29:23: Da hab' ich morgen um zwei im Podium in der Prostheile... ...da ist der Jean Asselborn da und Volker Perthes, den Sie vielleicht auch aus den Nachrichten kennen.
01:29:30: Vielleicht sehen wir uns daher wieder?
01:29:32: Manches knüpft nahtlos an.
01:29:34: Wie kann das, was das Klima braucht, in langfristig tragenden Strukturen gefestigt werden?
01:29:40: Danke sehr und danke Ihnen.
Neuer Kommentar